Big September Issue: Python! Im Herbst setzen wir aufs Schlangenmuster

Heute starten wir mit unserem Big September Issue!

Wir haben uns einen kleinen Tick eingefangen: den Python-Tick. Und ganz offensichtlich sind wir damit aktuell nicht allein, denn überall tummeln sich Hosen, Blusen, Kleider und Accessoires mit Snake-Print. Es hat sich bereits vergangenes Jahr angedeutet, dass auch dieses extravagante Muster sich zurück in unseren Kleiderschrank schlängelt – im Herbst 2018 heisst es jetzt überall: Python-Print, hallöchen!

Mit Python verhält es sich ähnlich wie mit Echtpelz: So umstritten die Verwendung echter Schlangenhäute in der Modeindustrie auch ist, an ein Abdanken ist leider kaum zu denken. Denn diese Saison ist Python wieder besonders hoch im Kurs und findet sowohl auf echten Ledermaterialien als auch auf künstlichen Alternativen seinen Einsatz.

Text: Alexandra Kutek

 

Alle Fotos via Vogue Runway // Im Header: Vogue Runway und instagram/sophiaroe

Zimmermann Resort 2019 via Vogue Runway

It’s all about Python

Wenn wir uns die Kollektionen von vergangenem Jahr anschauen, so war der Python-Print bei vielen Designern anzutreffen: Sei es Natacha Ramsay-Levi bei ihrem Debüt für Chloé oder Bottega Veneta – beide Labels bewiesen früh das richtige Trendgespür. Und inzwischen können Labels wie Zimmermann, Gucci oder Attico gar nicht genug davon bekommen und ersetzen Leo-Prints durch das Schlangenmuster und gestalten vor allem Mäntel, Hosen und Kleider, aber auch Schuhe und Taschen damit. Tom Ford hat sogar einen kompletten Anzug in Reptil-Optik entworfen. Während Kenzo und Attico auf Python in klassischen Weiß- und Grautönen setzen, sieht das Miuccia Prada offensichtlich anders und verpasste dem Schlangenprint während der Runway-Präsentation Resort 2019 von Miu Miu ein knalliges Makeover.

Chloé Spring 2018 via Vogue Runway
Bottega Veneta Spring 2018 via Vogue Runway
Kenzo Spring 2019 via Vogue Runway
Attico Fall 2018 via Vogue Runway
Tom Ford Fall 2018 via Vogue Runway
Miu Miu Resort 2019 via Vogue Runway
Isabel Marant Fall 2018 via Vogue Runway

Ob es moralisch zu vertreten ist, unechtes Schlangenleder zu tragen, darüber scheiden sich – ähnlich wie bei Fake Fur – die Geister. Das Argument dagegen: Weil für das Auge „echt“ und „unecht“  kaum voneinander zu unterscheiden ist und das Tragen von Snake-Print den besagten Trend befeuert, sind viele dagegen. Selbst Stella McCartney, die in ihren Kollektionen auf Leder und Echtpelz verzichtet, ist sich nicht von Anfang an sicher gewesen, wie sie mit diesem Zwiespalt umgehen sollte. Inzwischen schickt sie Mäntel aus falschem Pelz (labelt die Kleidungsstücke groß mit der Aufschrift „fur free fur“) sowie Stiefel aus weißem Kunstleder mit Python-Prägung oder Hosen im Snake-Print auf den Laufsteg. Unabhängig davon, welche Meinung man vertritt, spätestens seit Aufklärungskampagnen von Tierschutzorganisationen wissen wir, warum wir um „echtes“ Schlangenleder einen großen Bogen machen sollten. Deshalb halten wir nur nach falschen Schlangen Ausschau!

Stella McCartney Resort 2019 via Vogue Runway
Stella McCartney Spring 2018 via Vogue Runway

Python kombiniert

Während ich mich jetzt also schleunigst auf die Suche nach einem Teil in Reptil-Optik machen werde, schauen wir uns doch einfach mal genauer an, wie das animalisch anmutende Muster am besten ausgeführt wird. Und wo schaut man sich besser um als auf Instagram? Streetstyle-Boten kennen nämlich gerade nur das Thema Python. Auch wenn das wilde Muster auf den ersten Blick eine echte Herausforderung zu sein scheint, lässt das Schlangenmuster viele modische Möglichkeiten zu.

Teile mit Snake-Print wirken im ersten Moment wie ein auffälliges Statement-Piece, was sie auch durchaus sind. Doch sie sind gleichzeitig echte Basics, die sich vielseitig kombinieren lassen.

Das Schlangenmuster lässt sich wunderbar zu Lederjacken und Denim kombinieren oder zu schlichten Schwarz-Weiß-Outfits stylen. Wer es femininer mag – kann das Muster zu romantischen Sommerkleidern und floralen Prints wunderbar gut tragen. Auch zu unserem Karo-Blazern, die jeder im Schrank hat, passen Python-Boots perfekt.

Python-Boots

Boots in Python-Optik sind zwar oft schnell von der Trend-Bildfläche verschwunden, wie sie gekommen sind, doch seit vergangenem Herbst sind sie wieder besonders hoch im Kurs. Diese Saison könnten sie sogar den klassischen, schwarzen Ankle Boots den Rang ablaufen. Denn die Stiefeletten sind ein Coolness-Booster für den gesamten Look. Der Print ist häufig in Grau- und Schwarz-Schattierungen gehalten, es gibt aber auch knallige Versionen in Rot, Blau oder sogar Gelb.

Wer sich noch nicht ganz sicher ist, was er von dem Trend halten soll, dem sei eines gesagt: Boots in Reptil-Optik zaubern aus jedem noch so durchschnittlichen Outfit einen kleinen Augenschmaus. Wirklich wahr!

 

Jessies Stiefel sind von Isabel Marant (ähnlich hier).

Klar, Python ist überall. Und weil man da mittlerweile den Durchblick verlieren kann, haben wir hier heute mal ein wenig gefiltert und nur die schönsten Modelle durchkommen lassen:

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