#NYFW Spring 2019: Die ersten Highlights der New York Fashion Week mit Rodarte, Tom Ford, Self-Portrait uvm.

In New York, da wären wir grundsätzlich auch immer gern – vor allem zur Fashion Week.

Da es dort aber seit Tagen wie aus Eimern gießt und wir hier noch herrliches Sommerwetter genießen dürfen, beamen wir uns eben via Netz und Instagram hin und können von hier aus die ersten tollen Runway-Looks genießen und von den Schauen berichten. Was wir bisher Sehenswertes entdeckt haben, seht ihr hier im ersten Teil!

Text von Alexandra Kutek

 

Bilder via Vogue Runway oder PR

Tom Ford

Den Anfang der Fashion Week machte Tom Ford. Der Designer eröffnete die Saison mit einer Kollektion voller  Muster, eleganten Anzügen und sanften Farben. „Given the harshness of the world, a softer color palette seemed right to me this season“, schrieb er über seine Kollektion. Für den Designer habe sich die Mode verloren. „It is easy for all of us to be swept up in trends that have lost touch with what women and men want to actually wear.  So I did not want to make clothes that were ironic, or clever but simply clothes that were beautiful.“

Bei der Show lief die Titelmusik von „Babylon Berlin“. Die deutsche Serie spielt im Berlin der Weimarer Republik und handelt von Kriminalfällen, Politik, Drogen und Extremismus. Dementsprechend war Fords Kollektion dezent von den 20er-Jahren inspiriert.

Nicht nur die Looks, auch die Gäste in der Front-Row waren ebenso hochkarätig: Cardi B, Anna Wintour und sogar  Tom Hanks schauten sich die Show an.

Alle Fotos: Tom Ford Spring 2019 via Vogue Runway
Alle Fotos: Rodarte Spring 2019 via Vogue Runway

Rodarte

Deutlich zarter ging es dagegen bei Rodarte zu: eine große Portion Spitze, sanfte Farben, feenhafte Kleider und Transparenz. Die beiden Designerin Kate and Laura Mulleavy schaffen für Rodarte immer wieder Kollektionen, die zauberhaft, unbeschwert und einfach schön sind.

Da fällt es uns schwer zu glauben, dass sich die Mulleavy-Schwestern ihr Wissen über Modedesign selber beigebracht haben, indem sie ein Kleid von Chanel auseinander nahmen, um zu sehen, wie es angefertigt wurde.

Ulla Johnson

Es gibt eine einfache Formel, um uns glücklich zu machen: Sommer + Walle-Walle-Kleidchen. Und umso bestickter, desto besser! Rüschen, Puff-Ärmel, Volants und ganz viel Weiblichkeit nahmen uns mit in die zauberhafte Welt von Ulla Johnson, wo Strohhandtaschen, Crochet und Blumenprints zur täglichen Uniform werden. Hach ja, in Ullas Welt leben wir gerne …

Alle Fotos: Ulla Johnson Spring 2019 via Vogue Runway

Self-Portrait

Unsere gespannten Augen wurden nicht enttäuscht, denn auf Self-Portrait ist immer Verlass: Seit 2012 verzaubert uns das Label mit zarten Kleidern mit Cut-outs an den Schultern sowie ganz viel Lochspitze (ein Signature-Element des Labels!), Volants, fließenden Stoffen und lässigen Midi-Röcken. In dieser Kollektion kombiniert der Designer Han Chong mühelos verschiedene Muster und Farben miteinander. Mix and match at its best.

Self-Portrait Spring 2019 via Vogue Runway

Longchamp

Über den Dächern von New York präsentierte Longchamp seine aller erste Runway-Show, die vom kalifornischen Glamour der 70er Jahre und lauen Pariser Sommernächten inspiriert war. Die Designerin Sophie Delafontaine hat sich unter anderem an Stilikonen wie der deutschen Schauspielerin Anita Pallenberg und dem deutschen Supermodel Veruschka, die sie für ihre einzigartige Ästhetik bewundert, orientiert. Das Ergebnis? Eine Kollektion mit verspielten Elementen wie dem Ikat-Muster, Tüll, funkelnden Gladiator-Sandalen und Animal-Prints in Kombination mit Lederfransen

Die Inspiration der 70er Jahre spielt auf den diesjährigen 70. Geburtstag des französischen Traditionshauses an. Happy Birthday, Longchamp! Wir sind auf die zweite Kollektion gespannt. 

Longchamp Spring 2019 by Thomas Concordia/Getty Images via PR

Proenza Schouler

Zurück aus Paris ist das amerikanische Label Proenza Schouler. Nach einer Schau auf der Paris Fashion Week präsentierte das Duo Lazaro Hernandez und Jack McCollough nun wieder ihre Kollektion in New York. Gezeigt wurden Kleider aus Denim, oversized geschnittene Westen sowie Blazer und Hemden im Western-Look. Guter Zufall – habt ihr unseren gerade veröffentlichten Trendguide zum Comeback des Cowboy-Boots und des Western-Stils gelesen?

Eine gute Review zu Proenza Schouler findet ihr aktuell auf {Business of Fashion}.

Fotos: Proenza Schouler Spring 2019 via Vogue Runway

Tibi

Gerade erst haben wir hier über das unerwartete Comeback der banalen Gummi-Flip-Flops geschrieben, da entdecken wir beim Durchklicken der Looks von Tibi die Schlappen wieder. Gründerin und Designerin Amy Smilovic ging es in der Kollektion vor allem um Bequemlichkeit. Sie kombinierte Karos und Streifen mit maskulin-geschnittenen Power Suits – und Flip Flops aus Leder. Und auch bei anderen Schuhen setzte die Designerin auf Komfort: Mules, Sandalen sowie vom Wilden Westen inspirierte Stiefeletten – alle mit einem niedrigen Absatz. Außerdem liefen während der Show eine Handvoll Männer, denn Smilovic launchte ihre Menswear-Linie, die sich vom Stil nicht viel von der Kollektion für Frauen unterschieden hat. Die Designerin setzt eben auf geschlechtsneutrale Dresscodes.

Mit ihrer Kollektion wollte Smilovic das Gefühl von Leichtigkeit, das wir im Urlaub spüren, in den Alltag transportieren. Wie wahr, warum sollen wir uns auch nicht jeden Tag so entspannt fühlen?

Tibi Spring 2018 via Vogue Runway

Brandon Maxwell

Brandon Maxwell via Vogue Runway

„So proud to walk the @brandonmaxwell runway 5 months pregnant! I’ve walked few runways in my life and this is a moment that I’ll look back on forever with great emotion“, schrieb Lily Aldridge auf ihrem Instagram-Account. Das Model lief bei der Show von Brandon Maxwell. Aldridge trug ein enganliegendes, rotes Kleid, das ihren zauberhaften 5-Monats-Bauch betonte.

Jeremy Scott

Jeremy Scott Spring 2019 via Vogue Runway

Interessante Randnotiz: Jeremy Scott wirft niemals etwas weg. Auch keine Kleider. “If I’ve worn it, it’s in a box somewhere”, sagt der Designer. Für diese Kollektion muss er wohl diese Boxen geöffnet haben – so kam es einem jedenfalls vor. Denn diese Kollektion war bunt, laut und extravagant.

Highlights der Kollektion? Overall-Boots aus Denim und die Polaroid-Prints von ihm aus jungen Jahren.

Chromat

Chromat Spring 2019 via Vogue Runway

„Intoleranz wird nicht toleriert“, „Feiern Sie Cellulite“, „Body Policing verboten“ – solche Statements gehören zu den Messages des Labels Chromat. Das bewies die Designerin Becca McCharen mit ihrer Model-Auswahl. Sie setzte mit kurvigen Models ein Zeichen gegen Body-Shaming. Ein Model mit Hijab zeigte sich komplett bedeckt, während die Brustkrebs-Überlebende Ericka Hart mit einem tiefen Ausschnitt ihre Narben zeigte. Außerdem feierte das Model Mama Cax sein Debüt in einem gelb-schwarzen Swim-Look und lief über den Laufsteg mit einer Beinprothese. So divers, provokant und vielseitig ist eine Modenschau selten. Das beste Casting der Fashion Week!

Sies Marjan

Sies Marjan Spring 2019 via Vogue Runway

Die Kollektion von Sies Marjan war besonders: “this one was emotionally intense… my mother [Marjan] was in the actual show, as were friends from college, new friends, old friends, people I work with, and models that we love”, sagt Designer Sander Laks. Nicht nur die Kollektion (Leder, verwaschene Baumwolle, Streifen & viel Strick) war außerordentlich gut, sondern auch die Modelauswahl war wunderbar vielseitig.

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