#LFW Fall 2019/20: Unsere Highlights der London Fashion Week mit Burberry, Alexa Chung & JW Anderson

Ein Highlight der London Fashion Week: Die Show von Burberry, klar! Nach dem erfolgreichen Debüt von Riccardo Tisci möchte man jetzt unbedingt wissen, welches Ass der Designer als nächstes aus dem Ärmel schüttelt. Also: Es wird Zeit, dass wir uns die neue Kollektion genauer anschauen. Und nicht nur das! Nach New York kommt hier unser Best-of aus London:

Burberry

Es passiert immer wieder: Man dreht die Lautstärke voll auf, erschrickt sich vor der Wucht der Bässe, verzieht das Gesicht und dreht die Musik langsam leiser – bis zu einer Lautstärke, die angenehm ist. Gleiches galt für uns bei der Burberry-Show.

Für Ricardo Tisci war es die zweite Modenschau in London und bei dem britischen Label: Er zeigte zuerst junge, experimentelle und laute Entwürfe (Tisci ist für seine Affinität für Streetwear berühmt), gefolgt von Neuinterpretationen der für Burberry klassischen, beige-farbenen Looks. Der zweite Teil der Kollektion trifft daher eher unseren Geschmack.

Highlight: der aufgeschnittene Trenchcoat mit unterschiedlichen Ledereinsätzen oder der mit einem Fake-Fur-Innenleben.

Burberry Fall 2019 via Vogue Runway

JW Anderson

London ist von JW Anderson besessen – zumindest seit er 2008 auf die Bühne kam und das Geschlecht für tot erklärte. Eine Idee, die sich seitdem wie ein Lauffeuer über den Laufsteg und in der breiteren Masse verbreitet hat. Auch diese Saison sind Volumenspiele angesagt und das vorsätzliche Missachten gängiger Proportionen. Mode reflektiert die Zeit, in der man lebt, so sagt man. Und wir müssen momentan viel aushalten, dementsprechend breit und schwer sind seine Mäntel mit Statement-Sleeves, die Hosenbeine und Ärmel überlang.

Interessant ist das Revival des 50er-Jahre „Bubble Dress“, ein „aufgeblasenes“ Kleid, das nach dem Zweiten Weltkrieg zum ersten Mal unter anderem von Dior und Hubert de Givenchy kreiert wurde. Neben JW Anderson griffen Erdem und Simone Rocha das „Bubble Dress“ auf.

JW Anderson Fall 2019 via Vogue Runway

Alexa Chung

Bei Alexa Chung geht’s weg vom typisch britischen Attire, hin zu handgestrickten Strick, Puff-Ärmeln und ölglattem Lack. Besonders gut kommt letzteres als Mantel im Blade-Runner-Look und endlos langem Schal zur Geltung. Augenmerk liegt auf den so genannten „Prairie“-Kleidern, sie sind Midi lang, vorzugsweise in A-Linie, hochgeschlossen und aus glänzendem Satin geschnitten. Schöne Folklore und immer noch ein dicker 80s Vibe!

Alexa Chung Fall 2019 via Vogue Runway
Ports 1961 Fall 2019 (Courtesy of Ports 1961)

Ports 1961

Ein Mantel mit aufgeschnittenen Ärmeln – Ist das noch ein Mantel oder doch eher ein Cape? Und was ist, wenn ihm ein Ärmel fehlt? Was ist er dann? Halb Weste, halb Mantel?

Was all die Kleidungsstücke in der Kollektion von Ports 1961 einte, war eine scheinbare Unvollkommenheit, moderne Asymmetrie und oversized Schnitte. Interessant ist es zu beobachten, was für eine andere Haltung so weite Schnitte den Models verleihen: ein aufrechter Gang, eine selbstbewusste Attitude und einen stolzen Schritt.

Ein Favorit? Der Leo-Mantel! Oder das leuchtende, orangefarbene Tapetenmustern, das scheinbar willkürlich auf Röcke und Blusen gedruckt war.

Rejina Pyo Fall 2019 via Vogue Runway

Rejina Pyo

Last but not least: Rejina Pyo, die dank ihrer It-Bags auch die Aufmerksamkeit auf ihren Kollektionen sicher hat. Ein lässiger Boyish-Look, raffinierte Teile, ein leichter Öko-Appeal. Dazu spannende Materialien wie glänzender Satin, grobe Wolle und gelb-farbener Cord!

Bilder im Header via Vogue Runway & PR

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