Dienstagsdinge: Interior Likes KW 49

Das Schöne an den Dienstagsdingen ist, dass ich beim Stöbern ab und zu Funde ans Tageslicht befördere, auf die ich sonst nicht gekommen wäre – die mich aber in irgendeiner Form inspirieren.

Das Internet hat seine schrecklichen Seiten (wie dieser stark diskutierte Text zur Trump-Wahl aktuell zeigt), aber eben auch seine wunderbaren. Und vielleicht muss man gerade dann, wenn man sich darüber erschreckt, was mit den Daten, die über uns gesammelt werden, angestellt wird, eben nicht aufhören, Schönes und Wertvolles im virtuellen Universum aufzustöbern.

Die kleinen Künstler zu featuren, Ungelesenes groß zu machen und bisher nicht Gesehenes abzubilden. Eben eine Mini-Gegenbewegung im großen Strom zu bilden. Damit wir nicht alle irgendwann dasselbe zu sehen bekommen.

Die Bauhaus-Bücher zum Runterladen

„Der moderne Mensch, der sein modernes, nicht ein historisches Gewand trägt, braucht auch moderne, ihm und seiner Zeit gemäße Wohngehäuse mit allen der Gegenwart entsprechenden Dingen des täglichen Gebrauchs.“

Die Aussage dieses Zitats erscheint uns heute so normal wie die Butter auf dem Brot. Ist doch klar, dass man sich Zuhause nicht nur mit praktischen, sondern auch mit schönen Dingen umgibt. Allerdings stammt die Aussage von 1926, als das Wohnen vieler Menschen noch viel mehr von Tradition, als von modernen Innovationen oder von Design geprägt war. Vor nun vor bald 100 Jahren gründete der Architekt Walter Gropius in Weimar das Staatliche Bauhaus. Das Ziel: Mithilfe der Gesamtheit aller Künste den Alltag neu entwerfen. Noch heute sind die Ideen der Bauhaus-Künstler maßgebend für Entwürfe vieler Designer und Künstler.

Außerdem waren die Bauhäusler die allerersten, die es richtig verstanden, sich selbst zu vermarkten und bekannter zu machen: Sie fertigten Broschüren an, Plakate, Aushänge, Manifeste, hielten Vorträge und brachten Bücher heraus. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich erfahren habe, dass es die unverwechselbar gestalteten Bauhaus-Bücher nun tatsächlich kostenlos zum Download bei Monoskop gibt. Eine unfassbar tolle Möglichkeit, in den Untiefen der künstlerischen und gestalterischen Schätze dieser produktiven Zeit zu graben.

Bommel, Puschel und Wallemähne aus Wolle

Note to myself: Im Winter mal nicht nur für die eigene Wärme stricken (also Schals – alles andere kann ich sowieso nicht) sondern auch mal für die Wand oder die Kissen auf dem Sofa. Morgane von Morganours erzählt auf ihrem Blog, welche Wolle sie dafür verwendet.

Filigrane Blumenarrangements

Inspiration für die Fensterbank vom Feinsten! Dieses Foto zeigt, dass es gar nicht immer der fette Blumenstrauß für 20 Euro sein muss, sondern dass Funde vom Wegesrand manchmal voll und ganz genügen, ein hübsches Bild abzugeben. Diese fein gerippten Vasen stammen aus dem dänischen Traditionshaus Lyngby Porzellan. Zu bestellen sind sie via Connox.

Winterdeko für Zuhause zum Selbermachen

Auf der Suche nach DIY-Ideen, die das Zuhause heimelig machen? Dann habe ich hier eine Idee für euch. Ist gar nicht schwer und sieht schlicht aber trotzdem weihnachtlich aus. Am schönsten mit Eukalyptus und Tannenzweigen. Und das Beste: Der Duft der grünen Freunde umgibt einen schon während dem Basteln!

Weihnachtliches Geschenkpapier 

Weihnachtliches Papier zu finden, ist ja immer so eine Sache. Entweder ist es sehr kitschig oder man nimmt eben einfach braunes Packpapier und hübscht das mit Tannenzweigen, Ilex oder Masking-Tape auf. Geschmackvolle Alternativen sind meist rar. Einen schönen Mittelweg zum Ausdrucken habe ich hier gefunden. Auch famos zum Verpacken sind diese Gift-Tags. Wer noch mehr Inspiration braucht, sollte in den kommenden Tagen nochmal auf Journelles vorbei schauen.

Terrazzo neu interpretiert

Carly Jo Morgan entwirft Muster für Textilien, aber auch Lampen, Schmuck und Möbel. Alles was sie macht, sieht ein bisschen anders aus als gewöhnlich. Das Beispiel, das ihr oben seht, ist gar nicht mal typisch für sie, deshalb lohnt sich ein kleiner Ausflug auf die Seite der Künstlerin ganz sicher. Neben Schlangen tummeln sich auf ihren Entwürfen ulkige Formen und Farben. Vor allem ihre Interpretation des wieder heißbegehrten Materials Terrazzo finde ich ganz wunderbar.

Neue Designs für Hocker-Freunde

Hocker sind zurück! Falls sie überhaupt jemals weg waren. Ich zumindest habe keinen bei mir Zuhause und auch in meinem Design-Horizont habe ich bisher nie so richtig an die platzsparende Alternative zum Stuhl gedacht. Ferm Living zeigt mit diesem ganz neuen Modell aus der Feder des Designstudios Herman, wie wunderbar Hocker in schönen Farben aussehen können.

Vasen-Overload

Ich liebe es, meine Kommode oder die Fensterbänke umzudekorieren. Würde mir jemand vorschlagen, ich könne ja einfach mal so richtig viele massive Vasen nebeneinander stellen, vielleicht so in Schwarz, Braun und Grün und am besten könne ich ja noch eine Oma-Lampe mit Glas daneben platzieren – ich hätte ihm einen Vogel gezeigt. Nun habe ich aber das Foto auf Architectural Digest aus der Wohnung von Marc Jacobs gesehen. Ich rudere zurück und nehme mir als nächstes eine (natürlich nur laienhafte) Adaption dieses kunstvollen Arrangements vor.

Geschenk-Ideen

Schöne Geschenke auch unter 50 € findet man bei Lys Vintage. Das Einzige was ich zu bemängeln hätte: Die Einteilung in Kategorien ist zwar beim Geschenke stöbern ganz hilfreich, aber Männer mögen nicht immer nur Blau und Schwarz. Und Frauen nicht nur Rosa und Weiß. So.

Kommentare

  1. Eine hübsche und bunte Liste an Inspirationen, die meine DIY-Lust richtig in Fahrt bringt 😉 Ein paar Weihnachtsgeschenk wollen schließlich selbstgemacht sein!

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