Ganni, Blanche und Rotate: Die Highlights der Kopenhagen Fashion Week

1. STINE GOYA

So sicher, wie die Sonne am nächsten Tag aufgehen wird, so sicher ist auch, dass Stine Goya eine Kollektion abliefert, in der Muster und Farben aufeinandertreffen, verschmelzen und die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Denn wenn die Designerin eines kann, dann ist es scheinbar nicht zusammenpassende Dinge miteinander zu kombinieren.

In dieser Saison widmet sich Stine Goya der Frage, wie sich die Mode weiterentwickeln kann, ohne dabei der Umwelt zu schaden. Und so präsentierte sie für Herbst/Winter 2019 eine Capsule Collection mit zehn Showpieces aus nachhaltigen Materialien. Die Präsentation der Kollektion selbst wurde als Performance aufgeführt.

Wir sind ausgesprochen glücklich, die gleiche Fülle an Design und Handwerk in unseren Showpieces zu vereinen, während gleichzeitig nachhaltige Materialien und Produktionsmöglichkeiten verwendet werden.

Unsere Highlights von Stine Goya aus den Onlineshops:

2. MYKKE HOFMANN

Zum zweiten Mal präsentiert das nachhaltige deutsche Label Mykke Hofmann in Kopenhagen – und diese schließt nahtlos an die Vorgängerkollektion an. Die kräftigen Blau-, Gelb- und Rottöne der SS19-Kollektion finden pastellige Nachfolger, fließende Stoffe und asymmetrische Rocksäume treffen auf grobe Strickpullover. Eyecatcher ist der glitzernde Stoff, der sich wunderbar in die restliche Kollektion einfügt und den wir uns für das nächste Silvester-Outfit schon mal merken. Schon fest ins Herz geschlossen? Kastige Jeansjacken über dicken Rollkragenpullovern.

„Als deutsches Modelabel haben wir uns gezielt für die Copenhagen Fashion Week als Sprungbrett in internationale Märkte entschieden, da unsere Markenidentität mit dem skandinavischen Stil und der offenherzigen Kultur eine Einheit bildet. Wir sind glücklich, dass unsere Ästhetik hier so gut ankommt“, sagten die beiden Designerinnen Sedina Haliovic und Jelena Hofmann nach der Show. Für das Styling war Sophia Roe verantwortlich!

3. Baum und Pferdgarten

Für eine dänische Marke, die typischerweise einen eher Streetstyle-Slash-Instagram-Kunden anzieht, kamen diese Entwürfe um einiges ruhiger daher: viel mehr auf die alltäglichen Bedürfnisse einer Frau abgestimmt, wenn es darum geht, eine Garderobe zu kreieren.

Obwohl es zwei oder drei Looks im Musterclash gab, war die Herbst/Winter 2019-Kollektion von Baum und Pferdgarten im Vergleich zu den letzten Saisons größtenteils entspannt und lässig. Models trugen vielseitige Ensembles wie einen schön geschnittenen Minirock und einem Oversized-Sweater mit Statement-Sleeves, ein pastellgelbes Kleid mit Puffärmeln und eine Patchwork-Jeans mit einem weißen Hemd. We like!

Unsere Favoriten von Pferd und Baumgarten? Kommen hier!

4. Blanche

Was wir an der Fashion Week in Kopenhagen so lieben? Klar, die Mode, aber vor allem dafür, dass viele Labels nachhaltig arbeiten. Da sind die Dänen ein Vorbild. Eine weitere Marke, bei der Nachhaltigkeit groß geschrieben wird, ist Blanche. Die Denimbrand präsentierte ebenfalls das zweite Mal in Kopenhagen und blieb sich mit gewohnt klaren Silhouetten und cleanen Farben ihrem Stil treu.

Die Präsentation fand im Tycho Brahe Planetarium mitten in Kopenhagen statt; auf einer gewaltigen Leinwand spielten Videos von Naturspektakeln, dazu liefen die Models über den Laufsteg.

Gespottet: Der Anglerhut ist nächste Saison auch wieder mit dabei. Yay oder nay?

5. Ganni

Ditte Reffstrup aka Mastermind hinter Ganni macht es sich auch in dieser Saison ganz oben an der Spitze der einflussreichsten Designerinnen in Kopenhagen bequem. Das Label wurde zuerst für mädchenhafte Blümchenkleider bekannt, aber seit zwei Saisons ist klar, dass Reffstrup von diesem Stereotyp weg will.

Es gab zarte Slipkleider, Puffärmeln und Spitze, aber in den meisten Fällen ging es bei dieser Kollektion darum, die Marke voranzubringen und sie für diejenigen zugänglich und attraktiv zu machen, die auch außerhalb von Kopenhagen leben. Es gab nicht viele Verzierungen, Rüschen oder Aufregungen, stattdessen funktionale Looks mit Streetwear-Attitüde und dem Einsatz von Utility-Ideen, die ein wenig an postsowjetischen Chic erinnern.

Pssst… einiges ist im Sale!

6. Mother of Pearl

Mother of Pearl ist ein alter Hase in der Designszene; diese Saison präsentierte das Londoner Label aber erstmals in Kopenhagen. Mother of Pearl wurde 2002 von Maia Norman, einer Modestylistin, und Sue Foulston, einer Designerin, die auch am Central Saint Martins unterrichtet, gegründet. Seit 2010 wird das Label unter der kreativen Leitung von Amy Powney fortgesetzt.

Zur DNA des Marke: Die Silhouetten sind einfach zu tragen, die Drucke schlicht und doch unverwechselbar (jede Saison arbeiten sie mit einem neuen Künstler zusammen). Die Preise sind sehr unterschiedlich: Ein bedrucktes Sweatshirt gibt es schon unter 200 Euro, während eine Jacke aus Samt 1.600 kostet.

Mother of Pearl gibt es auf Net-a-Porter und Farfetch:

7. Rotate

Die dänischen Influencer Thora Valdimars und Jeanette Madsen haben sich vergangenes Jahr mit dem dänischen Concept-Shop Birger Christensen zusammengetan und das neue Label Rotate gegründet. Auf der Kopenhagen Fashion Week präsentierten sie zum zweiten Mal ihre Kollektion.

Vorab zwei Fragen: Schon unseren Artikel zu Rotate und dem Boom von Streetstyle-Ikonen, die Modedesigner werden, gelesen? Und: Schon mal eine Kollektion nur mit Kleidern gesehen? Nein? In der neuen Kollektion von Rotate gab es statt Hosen (außer einem Jumpsuit) nur Kleider zu sehen – und das tatsächlich in den verschiedensten Ausführungen: Midi, Mini, mit und ohne Puff-Ärmel, geblümt, gemustert, unifarben …

Highlight: Das geblümte Mini-Kleid mit hochgeschlossenem Kragen und Puffärmeln, der Nachfolger von dem pinken Beststeller aus der letzten Saison.

8. Malene Birger

Für Herbst/Winter 2019 Kollektion hat Malene Birger zu sich nach Hause geladen. Die diesjährige Show fand in einer großen Villa aus dem 18. Jahrhundert in Frederiksberg statt, wo sich das Atelier, die Showrooms und Büros des Labels befinden. Auf allen drei Etagen befand sich ein Laufsteg, auf dem die Models die neue Kollektion präsentierten.

Die Designerin Mathilde Torp Mader ließ sich von den opulenten Epochen wie der viktorianischen Ära, den 1970er und 80er Jahren inspirieren. Und auch Malene Birger achtet auf die Auswirkungen von Mode auf die Umwelt, daher bestehen die Entwürfe aus nachhaltigen Stoffe wie recycelte Wolle, Bio-Baumwolle und Faux-Shearling.

Was in unserem Warenkorb landen dürfte?

Fotos und Bilder im Header via PR

Text: Kira Rosenkranz & Alexandra Kutek

Kommentare

  1. ;DDDD Gruß ans Rechtschreibprogramm: Tycho Brahe. Aber Tacho ist wirklich schöööön!
    Danke für den ausführlichen Bericht aus meiner Lieblingsstadt! -su-

  2. Christin sagte am

    Stine Goya: Nachhaltigkeit finde ich prima, nur sehr schade ist: die Mode sieht aus, wie aus dem Zirkuszelt entsprungen, zu bunt, zu schrill, merkwürdige Kombinationen und Raffungen – und leider überhaupt nicht mein Fall. Ich persönlich scheine den frechen Scandi-Chic nicht so zu mögen- also mag es an mir liegen, ich mag es eher schlichter (weswegen mir aber die Kollektion von Blanche sehr gefällt). Geht es anderen ähnlich?

  3. Mareike sagte am

    Die Kollektion von Mykke Hofmann ist ein absoluter Traum und wunderbar tragbar!
    Bei Stine Goya bin ich leider auch raus. Way too much!!!

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