Zwischen Walle Walle und Minimalismus: Jessies Lieblinge für die neue Saison direkt aus New York

Dekonstruiertes. Cut-Outs.Versetzte Schultern. Slip-Dresses. Weite Denim-Stoffe. Grelle Farben.

Wenn man sich den New Yorker Catwalk für das Frühjahr 2017 anschaut, dann findet man sicher einige Trends, die das Auge im ersten Moment überfordern. Oder diese vielmehr fördern. Man kann also nicht gerade behaupten, es würde sich nichts tun am Modehimmel, nur sind die neuen Schnitte und Farben oftmals nicht für jedermann.

Und auch meine Mission war es, für diesen Artikel höchst subjektiv meine persönlichen Favoriten rauszusuchen, die ich sofort vom Laufsteg weg tragen wollen würde – und da trennt sich ganz schnell die Spreu vom Weizen. Meinen Stil könnten diese Bilder kaum klarer beschreiben: Einerseits liebe ich verspielte Boho-Walle-Walle-Kleider, andererseits schätze ich zurückhaltenden, schlichten Minimalismus, der sich auf hochwertige Basics konzentriert.

Besonders abgeholt haben mich daher die Kollektionen von Zimmermann und Ulla Johnson. Aber auch Victoria Beckham hat einige spannende Stylings kreiert, genau wie Rosetta Getty und Rosie Assoulin. Hier sind meine Lieblinge, erneut gespickt mit feinfühligen Photoshop-Skills…

Ulla Johnson

Fotos via Vogue Runway

Das Label ist lange kein Newcomer-Label mehr, trotzdem haben wir bei unserem Labelwatch vor bald zwei Jahren einen Ast abgefreut, eine wirklich tolle neue Perle entdeckt zu haben, die kaum auf dem deutschen Markt zu finden war. Geordert haben als eine der ersten Caro vom April First Store, Kerstin von Hayashi und Charly von Anita Hass – und ich bin sogleich in ihre Kleider gehüpft, als hätte sie das Boho Dressing neu erfunden.

Für die neue Saison hat sie bei der New Yorker Modewoche nicht nur den schönsten Blumengarten entworfen, sondern auch noch einen Zahn zugelegt – denn was zuletzt nicht wirklich Laufsteg-tauglich, sondern für mich eher in einen Showroom passte, ist jetzt noch detailreicher und aufwändiger geschnitten.

Maxikleid über Hose

Die Show von Rosie Assoulin war vor allem eines: übercool. Die Bilder der Präsentation sind authentisch, das ein oder andere Model rennt im Hintegrund durch die Shots, Bühnenarbeiten werden nicht versteckt. Kleidung, die in den Alltag gehört, in die U-Bahn, zum Cocktailempfang, schlicht: für jede Lebenssituation. Wenn man sich denn traut, ein Statement zu setzen.

Ich würde mit dem Blusenkleid über der Hose beginnen, denn erst beim näheren Betrachten fallen die Muscheln an den Säumen auf, die mehr als ein Upgrade des Klassikers darstellen!

Simon Miller

Erst durch die Trend-Taschen 2017, den Ring Bags, ist der Name Simon Miller überaus präsent. Dabei gibt es das Label schon länger – erfahrt nun aber eine ganz neue Aufmerksamkeit und zwar nicht mehr nur für de Accessoires. Trotzdem hätte ich bei diesem Look gern vor allem die Tasche. Und notiere: Bustier über Kleid funktioniert noch immer.

Fotos von Simon Miller via Vogue Runway
Tibi Spring 2018 Foto via PR

Office Look 2.0

An nebenstehendem Look ist alles richtig. Ohnehin ist es mein favorisierter Büro-Look im Herbst: Denim, karierter Blazer, fertig. Das Upgrade erfährt der Look durch den transparenten PVC-Gürtel, oder vielmehr den Korsagengürtel.

Smart gemacht, weil es so schön mit dem Blau der Jeans harmonisiert und automatisch frischer wirkt. Obs alltagtauglich wird?

Victoria Beckham

Eine der besten Kollektionen von Victoria Beckham! Seitdem sich die Designerin von dem Drang, ausschliesslich taillierte, 3/4-lange Kleider zu präsentieren, verabschiedet hat und jetzt auch noch mit Farbe experimentiert, wird ihr Label immer zugänglicher und fashion forward. Sogar Rüschen wirken bei ihr cool, wobei es sich doch eher um eine ultrafeminine Stilrichtung handelt. Den Trench würde ich jedenfalls sofort tragen.

Fotos via Vogue Runway

Zimmermann

Fotos via Vogue Runway

Viele australische Labels sind inzwischen bei der NYFW dabei: Dion Lee, Karen Walker und eben Zimmermann. Was mich immer wieder zur selben Frage bringt: Fliegt man von Sydney aus gen Osten oder Westen Richtung Amerika? Und ist es nicht die längste, anstrengendste Reise überhaupt?

Offenbar kein Thema für die Zimmermann-Designerinnen, die ursprünglich mit Swimwear begonnen haben, jetzt aber nicht mehr wegzudenken sind aus der Kategorie „luxury beachwear“. Gebt mir all die tief dekolletierten romantischen Blumenkleider: Es ist Liebe!

Rosetta Getty

Hier wäre dann der direkte Gegenentwurf zu den ausladenden Walle-Walle-Kleidern: Zurückhaltende Eleganz und Verhüllung stehen bei Rosetta Getty im Vordergrund. Die Materialien machen ihre Entwürfe so besonders – und eben auch besonders kostspielig, weswegen man den Look für die reiche Galeristin nur anschauen, aber eben nicht anfassen kann.

Foto von Sies Marjan via Vogue Runway

Sies Marjan

Das Label hat Marie in ihrem großen New-York-Report vorgestellt. Das Streifenkleid könnte auch aus dem Hause Perret Schaad stammen, nicht? Es beweist jedenfalls einmal mehr, dass Streifen immer wieder neu interpretiert und verarbeitet werden können und zum ultimativen Klassikermuster mutiert sind.

Kommentare

  1. Der Header ist so cool, hahaha 😀
    Ja, sind schon schöne Sachen dabei! Und die Vielfalt der Trends begrüße ich sehr, so ist auf jeden Fall für jeden was dabei 🙂
    lg
    Esra

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