Reisen: Mein Santorini Guide

Oh, da war ich euch ja noch was schuldig: Meinen von allen Seiten angefragten Guide für die griechische Insel Santorini! Mit den bisherigen Posts habe ich euch eine gehörige Portion Fernweh verpasst (beispielsweise hier, hier oder hier), jetzt ist eine Übersicht mit meinen Reisetipps fällig.  

Für mich ist Santorini nicht nur eine entzückende Postkartenkulisse, vielmehr ist es vor Ort wirklich so hübsch, dass einem beinahe der Mund offen stehen bleibt, wenn man von den Klippen der Insel runter auf das dunkelblaue Meer, den Vulkan und die pittoresken weissen Häuser schaut, die in den Berg rein gebaut wurden…

Anreise

Von Deutschland aus fliegen leider nur wenige Direktflieger nach Sanrtorini (JTR). Von Berlin gibt es beispielsweise keine Direktflüge, also weichen wir aus und fliegen über Athen. Von dort aus fliegen täglich die Linien Aegan Airlines oder Ryanair nach Santorini – allerdings sind die humaneren Uhrzeiten sehr schnell ausgebucht.

Empfehlung: Ein Zwischenstopp in Athen!

Wer nicht ohnehin ein griechisches Insel-Hopping plant, was sich bei der Lage und all den wunderschönen kleinen Inseln rund um Santorini anbietet, der darf Athen nicht verpassen. Wir haben die griechische Hauptstadt auf dem Hin- bzw. Rückweg für je eine Nacht erkundet und waren sofort verliebt!

Welcher Ort auf Santorini?

Wenn ihr euch fragt, wo all meine Bilder entstanden sind, die man auch im Kopf hat: Das war Oìa (ausgesprochen „I-A“) ganz im Norden der Insel. Vom Flughafen aus fährt man etwa eine halbe Stunde mit dem Bus und steigt in der Hauptstadt Thira um. Die wiederum ist zwar höher gelegen und auch in den Berg hinein gebaut (es gibt sogar eine Seilbahn hinunter zum Hafen), aber weniger charmant. Auch das Örtchen Imerovigli kommt nicht ganz an die Idylle von Oia ran, ist dafür aber auch nicht so überlaufen. Denn so schön der Ort ist: Durch die kleinen Gässchen schlängeln sich zuhauf die Touristen, die zum Beispiel für Tagesausflüge von den grossen Kreuzfahrtschiffen an Land kommen, und gegen 18 Uhr fallen täglich Massen asiatischer Hobby-Fotografen ein, die von der kleinen Ruine aus die beste Sicht auf den wunderbaren Sonnenuntergang haben möchten.

Das sieht dann so aus:

Nicht im Bild: Das chinesische Hochzeitspaar, das mit einem höchst aufwändigen Shoot den Großteil der Aussichtsfläche eingenommen hat, sowie etwa 100 weitere Touristen. Und das war nur die Nebensaison!

Wenn man gen Süden fährt, wird es deutlich ruhiger auf Santorini, Perissa und Kamari sind für Strandurlauber und Pauschaltourismus geeignet, in Akrotiri oder Megalochori leben die Einheimischen. Ganz so charmant wie Thira und Oia sind die Orte nicht.

 

Meine Tipps sind daher…

… keine Überraschung: Wer kann, fährt in der Nebensaison nach Santorini (April und Mai, Oktober und November). Das Wetter ist dann zwar vielleicht nicht zum Baden geeignet, aber mit 20 bis 25 Grad hatten wir es im April ziemlich gut!

Die Länge der Reise soll natürlich jeder selbst bestimmen, aber mir haben 5 Tage dicke gereicht. Es ist nun mal keine Badeinsel und in der Zeit kann man alles perfekt erkunden.

Festes Schuhwerk! Ich war froh, Turnschuhe dabei zu haben, denn man läuft sehr viel, die Wege sind sehr hügelig und steinig. Allein der Weg runter in den Hafen war zu Fuß auf schrägem Kopfsteinpflaster inmitten von Eselkacke ein sportliches Ereignis!

 

Strände

Red Beach

Sagen wir es mal so: Santorini ist keine richtige Badeinsel und beeindruckt sicher nicht mit den schönsten Stränden Griechenlands. Die Strände sind vielmehr: besonders. Wir haben zum Beispiel einen Tagesausflug mit dem Roller (20 Euro Miete) zum Red Beach ganz im Süden der Insel gemacht. Santorini ist eine Vulkaninsel und der Strand liegt direkt an einer roten hohen Felswand. Der Sand selbst ist eher dunkel und steinig, der Weg ist etwas kraxelig. Weiter im Osten haben wir uns noch den 2,5 Kilometer langen Kamari Beach angesehen, der ebenso dunklen (heißen!) Sand hat. An der Promenade reihen sich die kleinen Restaurants aneinander und so recht stimmungsvoll fand ich es nicht.

 

 

Hotels und Unterkünfte

Kein Urlaub ohne stundenlange Recherchen, Portal-Vergleiche, Bewertungen lesen… Bis ich mich für eine Unterkunft entschieden habe, die den eigenen Ansprüchen und dem Preis/Leistungsverhältnis gerecht werden, ziehen gern mal Wochen ins Land. Daher habe ich die Portale gewälzt und für die ersten Tage, die wir privat auf Santorini verbracht haben, eine authentische Unterkunft gesucht: Und zwar in den Caves, also in einer Ferienwohnung, die in die Steilhänge der Insel gebaut wurden. Die schönste Höhle habe ich mit den Canvas Suites gefunden und daher noch den kleinen Whirlpool dazu gebucht, denn dann muss man die Unterkunft eigentlich nicht mehr verlassen. Tolle Einrichtung, supernette Gastgeber und die perfekte Lage mitten in der Altstadt von Oia. Und Oberschenkeltraining gibt es für die ganzen Stufen gratis mit dazu.

Die anderen Tage haben wir im wirklich schönen On the Rocks Hotel in Imerovigli verbracht, sogar mit eigenem Pool. Das ist dann aber auch kostspieliger.

 

Essen

Mit einer Ausnahme haben wir gegessen wie griechische Götter! Das Frühstück ist nicht die Paradedisziplin (leider), dafür gab es zum Lunch und Dinner den besten Fisch, griechischen Salat und unheimlich leckeres Gyros samt Tzatziki.

Wir sind TripAdvisor-Fans und haben so das beste Restaurant des Trips gefunden: die Ammoudi Fish Tavern im Hafen von Oia. Dort unbedingt den getrockneten Oktopus probieren, Wahnsinn! Ansonsten hat uns die App nicht enttäuscht – übrigens auch nicht die Nr. 1 und Nr.2 in Oia: Der Eis- sowie der Gyros-Pita-Laden, hehe!

 

Der Hafen von Oia. Da hinten rechts die Mauer ist der Weg hinauf. Dauert etwa 10 Minuten.

Oia

Wir kommen wieder, keine Frage!

Kommentare

  1. Super! So sieht man auch die „Seiten“ der Insel, die auf keinem Booking-Portal zu sehen sind.

    Habt ihr auch Erfahrung mit Lissabon? Suche vergeblich nach ein paar guten Tipps.

    • Liebe Jenny, schau mal auf meinen Blog bottegaberlin.com, da findest Du einen Beitrag über Lissabon mit dem Link zu meinem Cityreport den ich für Arte gedreht habe. Umbedingt empfehlenswert z.B. ein Besuch in der Tapasbar von Sternekoch Jose Avilléz – auch für Normalsterbliche bezahlbar! LG Frauke

  2. katharina sagte am

    toll, vielen dank!
    jessie, woher stammt denn der tolle blau gemusterte jumpsuit (kleid?) auf dem siebten bild? das wäre super!

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