Seychellen Diary: Traumurlaub auf Praslin

Die Übergangszeit zwischen Winter und Frühling ist für mich der ideale Zeitpunkt für einen Strandurlaub – die Fashion Weeks sind im März vorüber, das Wetter in deutschen Gefilden ist meist schlecht bis anstrengend und die Akkus nach einem dunklen Februar aufzuladen hat sich in der Vergangenheit stets als goldrichtig entpuppt. In Europa ist das Wetter mit wenigen Ausnahmen jedoch noch nicht perfekt, weshalb wir nach einem weiter entfernten Ziel gesucht haben. Thailand, Philippinen, Mexiko, Sri Lanka? Oder mit Schweinen schwimmen auf den Bahamas? Ich habe wochenlang das Internet kaputt gegoogelt, um folgende Kriterien erfüllt zu wissen: gute Flugverbindungen, keine Regenzeit, Schnorcheltauglich. Nach unserem Traumurlaub auf den Malediven im vergangenen Jahr war uns bewusst, dass die Messlatte verdammt hoch liegen würde. So kamen uns immer wieder Seychellen in die Quere, die bekanntermaßen ein beliebtes Honeymoon-Ziel sind.

Gesagt, getan: Wir haben 10 Tage Paradies im indischen Ozean mit nur drei Stunden Zeitverschiebung, angenehmen 30 Grad in einer angeblich regenfreien Zeit in drei Hotels, damit uns nicht langweilig wird, gebucht. Wer Interesse an Fernweh hat, der darf sich den ersten Teil meines Reisetagebuchs nicht entgehen lassen!

Von der Hauptinsel Mahé, auf dem der kleine International Airport liegt, fliegen wir 15 Minuten weiter mit einer 10-Mann-Maschine nach Praslin, der zweitgrössten Insel der Seychellen mit rund 7.000 Einwohnern. Bekannt für die grösste Kokosnuss der Welt „Coco de Mer“ und dem Unesco-Welterbe, dem Nationalpark Vallée de Mai, gibt es dort traumhafte Strände: Anse Lazio und Anse Georgette stehen auf den internationalen Toplisten ganz weit oben.

Anse Georgette

Unser erstes Hotel Constance Lemuria ist nur fünf Minuten von dem Miniflughafen der Insel entfernt und liegt inmitten eines saftig grünen Golfplatzes gleich um die Ecke von Anse Georgette. Mit Golfcarts werden wir durch die Anlage zur Rezeption gefahren, bei der uns schnell klar wird, dass es sich um das Paradies handeln muss: Die offene Architektur legt den Blick frei auf den dreistöckigen Infinity-Pool und die wunderschöne von Palmen gesäumte Bucht.

Wie ein Privatstrand wirkt diese Bucht mit den riesigen Steinen, kristallklarem Wasser, feinstem Sand und den Palmen mit Blick auf die Hügel im Hintergrund. Die Natur vereint hier wirklich alle Lieblinge an einem Ort und ich starre unentwegt raus aufs Meer, wo uns nur wenig später der zweitschönste Sonnenuntergang meines Lebens serviert wird.

Top: Collette Dinnigan

 

Das Constance Lemuria ist schlichtweg ein herrliches Fleckchen Erde: Wir wohnen in einer kleinen Suite im ersten Stock mit Balkon, das Zimmer ist groß und gepflegt, aber darin halten wir uns nur zum schlafen auf. Viel lieber erkunden wir das Spa (die balinesische Massage empfehle ich an dieser Stelle), die drei Restaurants mit kreolischer und internationaler Küche und gehen schnorcheln.

Ich bin keine fünf Minuten im Wasser, schon sehe ich den ersten Rochen! Mein persönliches Highlight ist unser Ausflug zur nahe liegenden Insel Curieuse, auf der mehrere hundert Riesenschildkröten leben. Ich kann mein Glück kaum fassen.

Poncho: SU

 

 

Das Resort ist während unseres Aufenthalts zu 85 Prozent belegt, jedoch bekommt man das höchstens morgens beim Frühstücksbuffet mit, da sich alles wunderbar in der weitläufigen Anlage verteilt. Mein Highlight ist daher der Hotelstrand, der immer leer und dadurch sehr privat scheint. Ein Tipp: frische Kokosnüsse immer einen Tag zuvor ordern, denn die werden frisch von den Palmen gepflückt!

Zum ganzen Outfit hier entlang.

 

Mehr Bilder gibt es im zweiten Teil meines Reisetagebuchs!

Kommentare

  1. Hat es dich nicht deprimiert, dass die Politik auf den Seychellen so korrupt sind, dass sie die Insel zerstören? Menschen, die sich wehren kommen mal eben in den Knast, Drogen werden von Diplomaten ins Land geschmuggelt, so dass ganze Dörfer drogenabhängig werden und die einstige Festlegung, dass es keinen großen Hotels am Strand gibt, wurde auch abgeschafft. Und der der Scheich, dem sein Palast auf dem Berg nicht mehr passt, möchte gerne einen neuen am wichtigsten Turtel Strand haben – bekommt er natürlich. Ach ja und die Public Beaches, an die angeblich jeder darf. Leg dich mal an den Strand vom 4 Seasons und warte mal wie lange es dauert, bis man dich bittet zu gehen. Ausverkauf eines Paradieses. Mich hat der Aufenthalt dort wirklich traurig gestimmt.

    • Hallo Manu, mich hat in diesem Urlaub gar nichts deprimiert, im Gegenteil war ich von der Herzlichkeit der Einwohner eingenommen und beeindruckt, dass es noch so viele unberührte Strände und eben keinen Massentourismus gibt. Auf Curieuse habe ich auch keinen Scheich inmitten der Schildkröten entdeckt. Im 4 Seasons waren wir und dort wurden keine Touristen gebeten zu gehen. Der Reisebericht kommt als nächstes!

  2. Ich finde die Bilder traumhaft und ich gönne dir und euch wirklich von ganzem Herzen tolle Reisen und Urlaube, aber ich muss leise auch sagen, sowohl die Malediven als auch die Seychellen sind ganz schön krasse „Kolonial“-Ziele. Was das zur Folge hat, liest man z.B. hier http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/42122/Sonne-Strand-und-Muell

    Ein *bisschen* ans große Ganze denken schadet bei Urlaubsplänen in der heutigen Zeit doch nicht…

  3. Liebe Jessie,

    deine Fotos sehen wirklich traumhaft aus und ich würde selbst wahnsinnig gerne mal auf die Seychellen reisen. Leider habe ich eine starke Reptilienphobie und es wäre super, wenn Du mir sagen könntest wie es da mit Eidechsen, Geckos, Leguanen, Schlangen aussieht? Sehr schlimm? Ich war z.B. schon ein paarmal in Thailand, da gibt es ja auch Geckos aber es hält sich zumindest in den sehr touristischen Zentren ja irgendwie in Grenzen, aber auf den Seychellen ist sehr viel Natur….?

    Danke!!!

    Liebe Grüße
    Anne

    • Katharina sagte am

      Oh, ich dachte schon, ich bin mit diesem Problem alleine. Danke, Anne, für’s Ansprechen. Auch ich habe wahnsinnige Panik vor Schlangen. Jessie, wie sind Deine Erfahrungen auf Deinen Reisen bisher gewesen?
      Viele Grüße!

    • Hallo Anne,

      es gibt jede Menge kleine Geckos, die dir überall an Häuserwänden und Decken begegnen, aber in keinster Weise stören. Eidechsen, Leguane und Schlangen habe ich nirgends entdeckt!

  4. Sieht aus wie im Paradies! Dass ihr bei solch einer Fülle an Eindrücken allerdings in 10 Tagen dreimal das Hotel wechselt müsst, „damit uns nicht langweilig wird“, klingt für meine Ohren jedoch ziemlich bizarr nach Luxus-Wohlstandsstress und hat einen faden Beigeschmack.

    • Pauline sagte am

      Haar in der Suppe. Man wechselt die Inseln, weil sie so verschieden und jede für sich einfach wunderschön ist. Seychellen sind eine Inselgruppe. Wenn man z B in Utah ist, guckt man sich auch diverse Orte bzw Naturparks an.

      • Tönt dennoch seltsam für mich. Und falls du mir mit „Haar in der Suppe“ Miesmacherei unterstellen möchtest, empfehle ich dir, einfach mal eine andere Brille aufzusetzen.

        • hm, aber schon komisch, dass man oft „mimi“ liest, wenns ums stänkern geht….ist mir schon mehrfach aufgefallen…

          • Ach echt. Das überrascht mich jetzt tatsächlich. Ich bin keineswegs eine Stänkerseele – kritische Töne schlage ich ab und zu durchaus an. Und so soll’s ja auch sein. Und sehr oft äußere ich mich auch durchweg positiv – allerdings ohne Herzchen, Liebe! oder andere sprachliche Dekorschleifchen. Bin ich nicht der Typ (und wohl auch schon zu alt dafür.)

      • ja, aber in utah würde man dann doch nicht jeweils die dicksten AI luxushotels buchen, wenn man sich die orte und natur anschauen will?
        (da sind RVs direkt auf den national park campgrounds oder nahegelegene kleine motels mit ÜF viel besser geeignet).

        das insel-hopping prinzip, von dem du hier sprichst hab ich auf hawai’i gelebt, da ist auch jede insel eine ganz eigene welt. zum honeymoon auf kaua’i wollten wir es auch mal richtig krachen lassen mit nem luxushotel. im endeffekt hab ich mich wegen des geld rauswerfens und des fehlenden „local feelings“ geärgert: wir haben den ganzen tag lang die insel erkundet und die natur und die lokale kultur exploriert, da war das dicke hotel echt überflüssig – danach gabs nur noch lokale condos oder airbnb für uns.

        jeder erwartet ja etwas anderes vom urlaub bzw reisen, und das ist auch ok so.
        trotzdem finde ich es super, wenn man wie hier in den kommentaren reiseziele und -formen kritisch hinterfragt und sich – über lifestyle-konsum hinaus – etwas mehr mit dem reiseland auseinandersetzt. dass einem dann immer gleich neid vorgeworfen wird ist ein wenig kurzsichtig.

        peace, people. die welt is echt wunderschön – und damit das so bleibt, kann jeder ein bischen dazu beitragen.

    • Für mich ist es das Gegenteil, gerade bei Strandurlaub ist Abwechslung toll und da die Seychellen sehr viel zu bieten haben, lohnt es sich hier besonders.

  5. Pauline sagte am

    Wunderschöne Bilder, danke für das Reisetagebuch. Ich war selbst zum Honeymoon 2000 auf Mahé, Praslin und La Digue und fand es berauschend. So toll, dass wir gleich 3 Monate später wieder hinflogen. Damals gab es nur wenige Hotels und alles sehr im Einklang mit der Natur. Wenn ich jetzt die Kommentare hier lese, bin ich doch sehr verwundert. Erstmal wieder typisch, meckern. Aber wo sind die seriösen Quellen, dass diese harsche Kritik untermauern? Ist denn Mallorca politisch korrekter? Oder welches ist genau die Alternative, wenn man tolle Natur und Sonne im Frühling möchte? Die Seychellen erhoben damals z B eine Ökoabgabe, gab es auf anderen Inseln nicht. Und bitte nicht Malediven mit Seychellen gleichsetzen, ganz andere Ecke. Die Seychellen sind aufgrund der hohen Preise zumindest nicht überfüllt von Billigfliegern. Schwieriges Thema, aber ein absolutes Paradies, was schließlich vom Tourismus lebt. Jessie, lebt dort auf Praslin noch der Maler Michael Adams? Wir haben uns wunderschöne Bilder mitgebracht. Ein sehr netter und begabter Mann.

    • sandra sagte am

      Liebe Pauline,
      zweifellos ist Tourismus ökologisch nie die beste Sache – Fortbewegung verursacht eben meist Dreck ;-( Aber auf Mallorca gibt es einen Tourismus, von dem die Einheimischen nicht nur profitieren – sondern der die Haupteinnahmequelle der Insel ist. Auf den Seychellen profitiert die Bevölkerung kaum vom Geld der Gäste. Nur wenig Geld wird außerhalb der Hotels ausgegeben, und eine Vielzahl der Hotelmitarbeiter stammen aus anderen Teilen der Welt. Nur die unterste Hierarchie der Mitarbeiter (Putzkräfte, niedrigster Servicerang) sind Locals. Und ihre Bezahlung war – soweit ich informiert wurde – so gering, dass eine Familie nicht ernährt werden konnte. Da viele Hotels nach dem All-Inklusive-Prinzip arbeiten, oder aber die Gäste alles am Ende bezahlen, fallen auch Tipps für die dienstbaren Geister oftmals komplett weg. Wenn ich richtig erinnere, hat vor zehn Jahren ein Küchenhelfer auf einer Malediveninsel pro Monat weniger verdient, als zwei Clubsandwich und zwei Coke am Pool gekostet haben. Beschämend und ungerecht. Das ist in europäischen Tourismusdestinationen anders.

    • Hallo Pauline, deinen Eindruck von vor 15 Jahren kann ich bestätigen. Die Magie liegt darin, dass die Seychellen keinen Massentourismus erlauben und die „schönsten Strände der Welt“ noch immer durch ihre Unberührtheit punkten. Den Maler habe ich nicht entdeckt, was sicher daran lag, dass wir fast nur auf dem Wasser unterwegs waren!

  6. sandra sagte am

    Schnell werden kritische Einwände als Stimmen von Neidern abgetan, doch in diesem Fall muss ich denen, die das Paradis in Frage stellen, leider zustimmen.

    Der Tourismus gen Malediven und Seychellen ist nicht zu verantworten. Weder ökologisch, noch politisch/gesellschaftlich. Das gern gebrachte Argument „Tourismus schafft regionale Arbeitsplätze“ ist in diesem Fall nicht tragbar, da nur ein Bruchteil der Mitarbeiter dieser Hotels Locals sind und diese wiederum nicht angemessen bezahlt werden – von Arbeitszeiten und Bedingungen ganz zu schweigen.

    Ich war zwischen 2001 und 2009 selber mehrfach auf den Seychellen und Malediven, weil ich eine begeisterte Taucherin/Schnorchlerin bin. Durch eine Sendung der BBC bin ich dann mal darauf gestoßen, welchen Preis Natur, Menschen und Kultur zahlen, damit ich dort meine Luxustage verbringen kann.

    Ich bereue mein unreflektiertes Handeln zutiefst und kann jedem nur raten, bei der Urlaubsplanung den selben Respekt an den Tag zu legen, wie zB bei einem Besuch im Garten von befreundeten Nachbarn.

    • Pauline sagte am

      Ok, interessant, muss ich mal nach suchen. Darf ich fragen, wo du jetzt zum Schnorcheln/Tauchen hinfliegst? Leider kommen viele Länder aufgrund der politischen Lage nicht in Frage. Damals vor 15 Jahren gab es auf Praslin übrigens nur ein AI-Hotel. Wir hatten immer nur ÜF und wurden ansonsten von Einheimischen „versorgt“. Da bestellte man morgens den Fisch, der Seychellois fuhr raus, fing den Fisch für das Abendessen. Schade, wenn sich das alles so geändert hat.

      • Das würde mich auch interessieren, wo Du jetzt hinfährst.

        Nenn mir ein Land, wo durch den Tourismus nicht Natur, Menschen und Kultur leiden.

        • sardinien! da kann ma guten gewissens hin und es gibt wunderbare schnorchelecken. habe ich mich intensiv mit beschäftigt und dahin gehts im august!

          • Sardinien ist traumhaft, ich fahre dort gern im Hochsommer hin. Schnorcheln kannst du hier aber knicken – zumindest, wenn man Unterwasser was sehen möchte.

      • sandra sagte am

        @Pauline: Ich war in den letzten 10 Jahren nur 2x in Thailand und 1x in Kroatien unter Wasser unterwegs, da wir inzwischen Kinder haben und unsere Urlaube meist in Deutschland oder Italien verbringen – mit dem Kopf über Wasser 😉

        Tauchen ist in der Tat ein Hobby, das nicht nur kostspielig ist, sondern eben auch aufgrund politischer Situationen (Jordanien, Ägypten) und Umweltgründen (Malediven, Seychellen) schwierig umzusetzen ist. Auch das Skifahren gönne ich mir nur noch alle Jubeljahre, denn der Anblick der kaputten Natur im Sommer ist schon sehr bedrückend.

  7. Wunderschöne Bilder *-*
    Habe mich direkt verliebt und bekomme akutes Fernweh !!!
    Einmal zu diesem Paradies fliegen kommt jetzt auch auf meine Liste der TOP-Ziele 🙂

    Habe mir den Artikel gerade durchgelesen, den Jen erwähnte.
    Vielen Dank an dieser Stelle.
    Klar ist es nicht schön – wer möchte schön, dass solche Fleckchen auf der Erde mit Müll übersäht werden ???!
    Sicherlich niemand.
    Wie schon der ein oder andere hier beschrieben hat, gibt es aber überall generelle Probleme mit der Umwelt und wie man schonend mit ihr umgeht.
    Was ist zum Beispiel mit dem Atommüll – der in Deutschland enddeponiert werden will?!
    Man sieht den Müll zwar nicht so öffentlich wie dort am Strand aber Gesundheitlich ist dieser weitaus schlimmer…….
    Nur ein kurzer Vergleich …… es ist nicht alles Gold was glänzt – auch nicht in Deutschland 🙂

    So und nun bitte gaaaaaaaaaaanz gaaaaaaaaaaaanz schnell den Teil 2 *-*

  8. Deborah sagte am

    Wenn man will findet man in jedem Land etwas… Ich wohne in der Schweiz und auch wir haben ein Problem mit der Umwelt, genauso wie Deutschland, Österreiche und manch andere Länder. Wenn wir überlegen, was wir in den Bergen alles unternehmen, damit die Skitouristen tolle Pisten, einzigartige Hotels haben, dann dürfte man nirgendswo hin gehen.
    Und wenn keine Touristen mehr kommen? Was passiert dann mit den Hotelangestellten? Den Familien, die auf Gehälter angewiesen sind? Das wäre für viele Regionen in den „ärmeren“ Ländern viel schlimmer!

    • sandra sagte am

      @Deborah: Ich weiß, was du meinst. Man muss aber sagen, dass in den Luxushotels auf den Seychellen sehr viele Mitarbeiter aus anderen Ländern oder auch Kontinenten stammen. Die Hotels verdienen viel am Gast, lassen aber nur wenig Geld im Land. Das ist in der Schweiz sicher anders.

  9. Ich muss sagen, dass mich dieser Artikel leider auch sehr traurig gestimmt hat. Auf der anderen Seite finde ich es unangebracht, wie die Leute hier anonym über Jessie herziehen, denn ich finde sie haben nicht das geringste Recht darauf und sollten erst ihr eigenes Konsumverhalten ansehen bevor sie hier mit Steinen werfen.
    Ich selbst war vor ca. 8 Jahren auf den Seychellen und hatte dort eine private Unterkunft im Besitz von Einheimischen gebucht (Preise ok, wunderschöner Ausblick, für uns ausreichend luxeriös) Wir freundeten uns im Laufe des Urlaubes mit einigen Einheimischen an, ich bin auch heute noch in Kontakt mit ihen und machte auch die Bekanntschaft mit dem leider inzwischen verstorbenen Inselguru Kanti. Auf diese Art konnten wir einiges über die Insel erfahren. Grundsätzlich gibt es auf den Seychellen ja das Gesetz, dass alle Strände für alle frei zugänglich sein müssen, aber leider gibt es da auch die Korruption und die ausländischen Investoren die auf illegale Art und Weise Sonderbedingungen erkaufen. Ich war dann auf dem Strand des 4 Seasons, und mich hat es wirklich geschmerzt zu sehen was dort veranstaltet wurde. Da war einer der schönsten Strände mit unberührter Natur dahinter und darin die hässlichen Bagger die alles kaputt gemacht haben. Außerdem gab es mehrere 1000!! pakistanische Billigarbeiter die mit Lastwägen wo sie zu hunderten reingestopft wurden wie Vieh transportiert wurden. Die wurden aus ihrer Heimat geholt und auf den Seychellen zu sklavenähnlichen Bedingungen „gehalten“. Wir haben 3 davon im Auto mitgenommen und sie haben uns schlimme Dinge erzählt. Also von wegen, diese Art von Tourismus kommt den einheimischen zu Gute, das stimmt leider einfach nicht. Natürlich profitiert das Land insgesamt von dem Tourismus (das sieht man daran dass die durchschnittlichen Menschen dort vergleichsweise gebildet und auch nicht arm sind, es gibt ja auch die Schulpflicht für alle), aber ich denke diese kommen eher von Touristen die nicht in dieser Art von Hotel nächtigen. 4 seasons bezahlt nämlich unter Garantie keine oder kaum Steuern dort. Also wie gesagt mir hat es wirklich weh getan, Jessie auf diesen Fotos zu sehen, da ich sie schätze, aber damals in Gedanken den zukünftigen Bewohnern der Anlage nicht gerade positiv gestimmt war. Es gibt sicher andere Arten von Tourismus bei denen man weniger schlechtes Gewissen haben muss.

  10. Hi,

    ganz Tolle Fotos und sehr nett geschrieben.
    Eigentlich ist das nun der i-Punkt für unsere Entscheidung.

    Aber eine offene Frage habe ich noch. Wie sah es in deiner Zeit mit dem Essen über den Tag verteilt aus. Auch Preislich gesehen.

    Vielen lieben Dank schon einmal.
    LG
    Micha

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