Unsere Leseempfehlung: Meine Woche: InstaLove #43

Meine Woche: InstaLove #37 oder: ein kleiner Editor’s Letter

Mein wöchentlicher Rückblick, in dem ich einen Bruchteil von Schwank aus meinem Leben erzähle, hat hier knapp einen Monat pausieren müssen – obwohl ich mir jede Woche vorgenommen habe, den Artikel endlich fertig zu stellen. Was kam also dazwischen? In erster Linie die Arbeit. Und da werdet ihr nun sicher sagen: Das hier ist doch deine Arbeit, wieso gibt es dann so wenig Stoff von dir?

Zum einen bin ich nach wie vor dabei, eine gute Balance zwischen Kind und Karriere zu finden. Für mich ist es momentan eine große Herausforderung, die ich noch nicht gut meistere. Zum anderen baue ich derzeit die internen Strukturen um; wie ihr vielleicht schon gesehen habt, ist unser neues Team-Member Charlotte ab sofort für unsere Vermarktung zuständig. Die machen wir fortan nämlich wieder inhouse. Während ich mich also viel mit Papierkram, Organisation und Einarbeiten beschäftige, läuft parallel das bislang spannendste Projekt seit der Gründung von JOUUR.: Wir planen unsere erste Pop-Up-Fläche in einem der weltweit bekanntesten Departmentstores <3

Dafür haben wir in Paris unsere erste Kampagne geshootet, außerdem war ich vergangene Woche für WDR-Dreharbeiten in Köln (und habe ganz schön Heimatgefühle bekommen!) und auf einigen Events für (Mini) Journelles unterwegs. Und dann habe ich plötzlich kaum mehr hören können – und mich nicht bei meinem schniefenden, zahnenden Baby angesteckt, sondern eine ganz andere Diagnose vom Arzt bekommen: „Das ist Stress. Den einen schlägts auf den Magen, den anderen auf die Ohren. Geht vielen jungen Müttern so. Ist der Schlafmangel!“

Es ist für mich befremdlich, physische Auswirkungen auf psychischen Stress zu haben, den ich mir vornehmlich selbst mache und niemand anderes. Das ist alles halb so wild, zeigt aber nun mal auch meine eigenen Grenzen auf. Mehr denn je muss ich mich jetzt also auf Zeit-Management, Prioritäten-Check und Organisation (To-Do-Listen!) fokussieren und mich nicht ständig dafür fertig machen, am Ende das Tages doch wieder nur die Hälfte geschafft zu haben. Ich würde ja gern behaupten, dass ich effizienter geworden bin und meine verfügbare Zeit intensiver nutzen würde. Fakt ist aber, dass ich eine Art Stilldemenz habe und durch die kurzen Nächte einfach nicht ganz auf der Höhe bin. Ich mag aber auch  keine Ausreden entwickeln, wieso ich zur Zeit nicht jedes Detail perfekt mache, langsamer bin, Entscheidungen auch mal bereue oder ich nicht jeden Artikel Korrektur lesen kann. Vielmehr möchte ich daran arbeiten, wie es künftig wieder besser wird. Und das geht insbesondere mit einem tollen Team, das mir den Rücken frei hält.

Aber genug meiner Worte, ich lege mal los mit meinem Rundumschlag in Sachen Instagram-Love. Was bei mir sonst noch so los war, erfahrt ihr wie immer an dieser Stelle!

Hometown Glory

Kaum bin ich ein Wochenende in meiner Heimat Essen, um den runden Geburtstag meiner Mama zu feiern, sitzt mein Ruhrpott-Deutsch wieder besser. Es ist herrlich, wie grün die Stadt ist, wie bodenständig und herzlich die Menschen. Spazieren gehen, Kopf frei kriegen, Calls einfach beim Kinderwagen schieben machen – wieso nur an der Ruhr, wenn man doch die Spree in der Stadt ist? Ist notiert!

Mini Journelles

Geht noch diese Woche online: Mein Post über das Reisen mit Baby. Paris war die erste Arbeitsreise ohne Papa und ich habe seither noch mehr Respekt vorm alleine reisen…

JOUUR.-Shooting in Paris

Manchmal muss man sich auch mal was trauen. Unser Shooting für JOUUR. mit meiner Schwester Natalie Weiß ist der Auftakt neuer Ideen und Projekte für mein Basics-Label. Wir haben die Kampagne samt Lookbook in Eigenregie produziert und sehr intensiv daran gewerkelt. Das Styling, der Set-Bau, Ausrichtung und die kreative Konzeption bilden ein ganz neues Arbeitsfeld ab, in dem ich mich noch zurecht finden muss, ich die Herausforderung aber umso spannender finde. Man kann noch viel lernen und bekommt einen ganz anderen Zugang zu seinen Produkten.

Nur ein Mal während des Shootings, und das auch nur ganz kurz, war ich unheimlich stolz, all unsere Kleider an den Models zu sehen, erstmals gestylt ohne andere Produkte. Und habe eine ganz neue Vision und lauter neue Ideen, wie wir in Zukunft damit weiter arbeiten können.

Zu unserem großen PARIS GUIDE geht es übrigens hier lang, bitte!

Die Initiative von #GERWOMANY liegt mir derzeit sehr am Herzen und ich finde es wichtig, darüber offen zu sprechen: Am 24.September sind die Bundestagswahlen und das Ziel sollte sein, dass die Wahlbeteiligung der Frauen mindestens so hoch wie die der Männer ist. Das gab es nämlich noch nie. Ist das nicht beeindruckend?

Wir sprechen momentan viel über die Wahlen, sowohl mit meiner Familie als auch unseren Freunden, und für uns alle gibt es nicht DIE ultimative Partei- das sollte aber kein Grund sein, nicht wählen zu gehen (und wenn schon Protestwahlen, dann doch bitte bitte nicht die AfD, sondern zum Beispiel Die Partei wählen!!). Setzt euch mit den Inhalten auseinander, betätigt den Wahl-O-Maten. Aber setzt eure beiden Kreuze!

Meine Shopping-Lieblinge der Woche

Meine Outfits auf einen Blick gibt es hier:

Alle Credits findet ihr ansonsten aber auch stets unter SHOP INSTAGRAM!

Ich trage ein Kleid von Mango (ähnlich hier) und meine Céline Box Bag.

Die Bluse ist von Zara (ähnlich hier), meine Hose von JOUUR. und die Sneaker von Ports1961.

Die Bluse ist von Closed, meine neue Lieblings-Jeans ist ebenfalls von Closed und die Schuhe sind von Chloé.

Ich trage eine Bluse von Edited, eine Jeans von Closed, die Schuhe sind von N°21 (ein ähnliches Paar gibt es hier) und die Tasche ist von Loewe (ähnlich hier).

Ich trage eine Bluse von Edited und eine Jeans von Closed.

Ich trage eine Bluse von Closed, eine Jeans von Closed, Schuhe von Isabel Marant (ähnlich hier) und die Tasche ist von Céline (ähnlich hier).

Ich trage einen Mantel von Raey (ähnlich hier), einen Pullover von Closed und meine momentane Lieblingshose von Closed und einen Baker-Boy-Mütze von H&M (ähnlich hier).

Ich trage ein T-Shirt von Ganni x Anita Hass und einen Rock von Ganni x Anita Hass, ein Paar Schuhe von Ports 1961 und eine Baker-Boy-Mütze von H&M (ähnlich hier).

Geshoppt

Eingekauft habe ich in letzter Zeit im April First Store (mehr Bilder findet ihr unten). Ich war ein ganzes Jahr nicht dort, weil ich so selten in Mitte zum Einkaufen bin. Da ich aber bei Hay vorbei geschaut habe, gab es endlich wieder  einen Besuch und ich habe mich total in Karolins Auswahl verliebt. Sie hat eine super Mischung bekannter und noch nicht bekannter Labels (Ulla Johnson, Sea, Valentine Witmeurlab, Akkessoir, Equipment…) und einen unendlich guten Geschmack!

Im Sale habe ich die nebenstehende weisse Lochspitzenbluse von Sea geshoppt (ähnlich hier). Die Culotte ist von JOUUR. und die Tasche von Liebeskind.

Inspiriert vom April First Store

Zu Besuch im Hay Showroom

Nicht nur die Ikea-Kollaboration ist diesen Herbst ein Riesending bei Hay. Auch die neue Kollektion „Kitchen Market“ wird veröffentlicht und widmet sich all den Küchenutensilien, auf die man nicht verzichten kann – und die ein neues Design vertragen können. Das sind dann nicht nur die tollen Regale, sondern auch Tassen, Teller, Kochtöpfe, Brettchen… Kann man sich drauf freuen!

Gelesen

Den Artikel hatten wir schon in den News, aber ich finde ihn unheimlich spannend, weil ich bei mir ähnliche Tendenzen erkenne – aus anderen Gründen, in einer anderen Situation. Aber nicht unähnlich. Denn Garance Doré erklärt der Instyle in ihrem unverkennbaren Stil, wieso sie Modenschauen nicht mehr besucht und sich auch ein wenig aus der Modewelt zurück gezogen hat. Hier geht’s lang zum Artikel.

Vielleicht liegt es mit meiner positiven Identifikation aber auch an ihrem ehrlichen Lenny Letter, in dem sie erzählt, welche Probleme sie mit dem schwanger werden hatte und sich vorerst von dem Druck befreit hat, Mutter werden zu müssen. Denn den Weg, den sie anfänglich einschlagen musste, war auch meiner – nur mit positivem Ausgang. Was die Hormone und Spritzen mit einem machen, hätte ich niemals besser in Worte fassen können als sie. Hach ja. Ganz viel Liebe für Garance!

Geschaut

Netflix: „Defenders“. Endlich kommen alle Marvel-Superhelden zusammen in einer Serie. Meine Favoriten waren vorher „Jessica Jones“ und „Luke Cage“, „Iron Fist“ fand ich zuvor ziemlich lame.

Die Zusammenkunft der drei ungewöhnlichen Heroes mit „Daredevil“ ist in Defenders bislang noch nicht so in Schwung gekommen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden… ein paar Folgen hab ich noch übrig. Und wenn ich abends nicht einschlafen kann, gucke ich gerade wieder ein wenig Modern Family!

Soundtrack der Woche

Camilla Cabello mit „Havanna“

Pläne für diese Woche

Scribble scribble, Meetings und Planungen, PR-Ansprachen, Gästelistenverteiler aktualisieren: Unsere Events nähern sich und wollen organisiert werden! Übrigens nur einer der Gründe, wieso ich den diesjährigen Fashion-Week-Marathon ein weiteres Mal skippe.

HAPPY WEEK!

Kommentare

  1. Mach dich nicht verrückt und gönn dir auch mal ein „unperfektes“ Leben. Andere Mütter haben ein Jahr Elternzeit – nicht ohne Grund. Mit der Gesundheit ist nicht zu spaßen, davon hat am Ende keiner was, wenn es dir schlecht geht. Ich lese heraus, dass du das alles selber weißt. 🙂
    Alles Gute!

  2. cécile sagte am

    liebe jessie, ich mache das mutter-arbeit-24-stunden-bereitschaftsding ja nun schon ganze 7 jahre… einige dinge werden einfacher mit den jahren z.b. schlaf und die ganze „ich muss den halben hausrat rumschleppen“ sache, dafür kommen andere nerven- und zeitfresser dazu. take it easy, solange alle gesund und munter sind, kann nichts so wichtig sein, nicht auch mal mit 80% erledigt zu werden. frau sollte sich nicht immer diesem stress aussetzen müssen, einfach alles locker wuppen zu können und dabei noch glänzende haare zu haben ?. es ist viel und es ist anstrengend und etwas anderes zu behaupten wäre einfach unehrlich! also, auszeiten nehmen wenn’s geht, kind in vollen zügen geniessen (die werden echt schnell gross) and the rest will follow – irgendwie… manchmal easier und manchmal eben weniger. viel kraft und liebe, cécile

  3. Liebe Jessie,
    super, dass du auf die Bundestagswahlen aufmerksam machst. Danke für dein Engagement! Und sicherlich ist es sehr viel besser, die Partei zu wählen, als der AfD die Stimme zu geben. Noch besser: eine Partei wählen, die realistische Chancen auf den Einzug in den Bundestag hat, um die Sitze der AfD möglichst gering zu halten. Die Stimmen für sehr kleine Parteien ohne Aussicht auf Einzug in den Bundestag beeinflussen die Sitzverteilung im Bundestag letztlich nicht wirklich.
    Liebe Grüße!

  4. Liebe Jessie! Nimm dir Zeit für deinen Sohn so oft es geht, meine beiden Kinder sind schon 5 und 8. Es geht so schnell und ich bereue sehr, dass ich immer so viel gearbeitet habe. Karriere läuft nicht weg, Kinder werden aber unaufhaltsam groß. Aber du scheinst ja schon einen guten Weg eingeschlagen zu haben, indem du dir Unterstützung suchst.:)
    P.S. Du hast immer dieselbe Closed Jeans verlinkt. Aber das sind doch verschiedene, oder?
    LG aus Köln

  5. Liebe Jessie,
    ich melde mich hier kaum zu Wort, aber es ist an der Zeit, Dir mal ein großes Kompliment auszusprechen.
    Ich liebe Journelles!!!! Montag ist mein Highlight-Tag mit den Closet-Diaries…aber auch alles andere sauge ich hier
    gerne in mich auf. Super finde ich, dass Du so ehrlich bist, dass Du immer noch am „Üben“ und optimieren bist was
    der Spagat und die Selbstständigkeit anbetrifft. Und ich bin der Meinung, dass ganz viele Leser hier sich nicht im Klaren sind, was hier auch für eine Verantwortung an Dir hängt. Also demnach wünsche ich Dir dicke Haut für alle unangemessenen Motzereien hier…Kritik in angemessenem Rahmen ok, aber sich an Kleinigkeiten hochzuziehen bringt mich als Leser schon manches mal auf (ich sage nur „Lila“)
    In diesem Sinne: MACH WEITER SO! Und ganz viel Glück beim Ruhe finden und dem Mama-dasein!
    Liebste Grüße Iris

  6. Hallo Jessie,
    ich finde gut, dass du zum Wählen aufrufst! Allerdings gibt, wenn man sich von den großen Parteien nicht vertreten fühlt, dennoch noch eine andere Möglichkeit als die reine Protestpartei Die PARTEI oder die superdestruktive AfD. Schau dir doch mal die neue Partei Demokratie in Bewegung an, die das Thema Demokratie und Mitbestimmung ganz neu denkt. Die DiBler möchten den Bürgern ermöglichen, tatsächlich politisch tätig zu werden und nicht nur alle 4 Jahre ein Kreuz zu setzen. Also pure Basisdemokratie auch für Nicht-Mitglieder.

    Und zum Kommentar zu den kleinen Parteien: Wenn man den Kleinen keine Chance gibt, dann wird sich nie etwas ändern. Und was DiB in den letzten 6 Monaten geschafft hat seit Gründung: 16 Landesverbände, zur Bundestagswahl zugelassen, komplett basisdemokratisch erstelltes Parteiprogramm, technische Möglichkeiten zur Teilhabe, die die Piraten niemals erreicht haben, das ist schon irre gut und lässt hoffen, dass sie auch den Einzug in den Bundestag schaffen. 🙂
    Hier ein kleines Video zu DiB, wer noch Entscheidungshilfe für die Wahl benötigt https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjHtb7q36HWAhVMWhoKHffnAfEQtwIILTAA&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DFUKNVUkNpR8&usg=AFQjCNEKShQJFlGnaBoEejEzzkfpv2HQmQ

    • Hi Sara,
      vielleicht nochmal Korrektur lesen, bevor Du das nächste Mal postest. Es bleibt absolut unklar, was Du sagen möchtest!
      Gruß,
      Romy

  7. Hallo Jessie,
    ich finde die Closed Hose super an dir. Hast du die unten selber abgeschnitten? Das verlinkte Modell Power Pusher hat einen anderen Saum 😉

    Liebe Grüße aus Köln

  8. Hey liebe Jessie – auch wenn dir ganz fremd ist, dass du mit physischen Anzeichen auf deinen psychischen Stress reagierst und das „nur selbstgemacht“ ist, ist das nicht nur „nicht so wild“. Pass gut auf dich auf und höre hin, was dein Körper dir sagt, denn du hast offenbar soviel um die Ohren, dass die gleich einfach zumachen. (Pardon für die Kalauerei, aber all diese Redewendungen – ich kann’s nicht mehr (er)tragen (und mein Rücken bricht zusammen), ich könnte aus der Haut fahren (und selbige rastet aus), ich hab die Nase von allem voll (und schleppe monatelang eine Sinusitis durch die Gegend) – gibt’s nicht umsonst…) Man muss nicht immer alles schaffen und alles superperfekt machen. Alles Gute dir.

  9. Jessie, was schreibst du da? Du meisterst das noch nicht gut? Herzi, du machst das FANTASTISCH! Sensationell! Immer schön dahin gucken, was du schon alles rockst, du Heldin! Der Rest schaukelt sich auch noch ein. You got this! Und wenn mal nicht, ist das soooooooo normal, lernt man wieder was dazu & weiter geht’s! Dicke Küsse & nen ganzen dicken Drücker aus Hamburg, Steffi

  10. Liebe Jessie,
    Auch von mir größten Respekt für das was du da alles als Alleinunternehnerin, Mutter und junge Frau aufgebaut hast und noch weiter ausbaust. Nur weil man mal ein paar kritische Töne ablässt heißt das ja auch nicht, dass man grundsätzlich nicht würdigt und wertschätzt.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass man als Selbstständige noch dazu in einem wirklichen Herzblutjob leicht zur Selbstausbeuterin wird, es kommt ja auch so viel direkt zu einem zurück. Aber man muss eben auch auf sich aufpassen.
    Ich wünsche dir, dass du das weiterhin so gut hinbekommst !
    Übrigens super sympathisch, dass du dem Ruhrpott im Herzen treibleibst. X

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