Der rote Teppich bei der MET Gala 2016 – Fashion in an Age of Technology

Die MET Gala in New York ist die wichtigste Modegala des Jahres mit dem wohl größten Promi-Aufgebot überhaupt. Jedes Jahr spazieren die wichtigsten Leute aus den Bereichen Mode, Film und Kunst in atemberaubenden Roben über den roten Teppich. Letztes Jahr hat Rihanna unter dem Motto „China – Through a looking glass“ allen in ihrem XXL-Pelz-Cape die Schau gestohlen. In diesem Jahr

Die MET Gala in New York ist die wichtigste Modegala des Jahres mit dem wohl größten Promi-Aufgebot überhaupt. Jedes Jahr spazieren die wichtigsten Leute aus den Bereichen Mode, Film und Kunst in atemberaubenden Roben über den roten Teppich. Letztes Jahr hat Rihanna unter dem Motto „China – Through a looking glass“ allen in ihrem XXL-Pelz-Cape die Schau gestohlen. In diesem Jahr wurden Fashion-Tech-Entwürfe präsentiert, die den Zwiespalt zwischen aufwendig gefertigten Haute Couture Roben mit den maschinell hergestellten Ready-to-wear Kollektionen veranschaulichen.

Die Veranstaltung stand im Zeichen von „Manus x Machina: Fashion in an Age of Technology“ (wir haben in den LiebLinks darüber berichtet), die in Anlehnung an die Ausstellung im Metropolitan Museum of Art vom 5. Mai bis 14. August 2016 die Kreationen von Saint Laurent, Chanel, Issey Miyake und vielen weiteren Modeschöpfern zeigt.

Anna Wintour ist wie immer die Schirmherrin und wurde in diesem Jahr von Taylor Swift, die im Vogue-Interview verlauten ließ, wie ein Roboter mit Schwert über den roten Teppich zu laufen, unterstützt. Ausserdem mit an Bord als Gastgeber waren Nicolas Ghesquière von Louis Vuitton sowie Jony Ive, Chefdesigner des Hauptsponsors des Abends, Apple, sowie Miuccia Prada und Schauspieler Idris Elba. Die wichtigsten Designer der Branche laden standesgemäß ihre Musen ein, den Abend in den von ihnen gefertigten Roben zu verbringen und gemeinsam zu dinieren.

Im Vordergrund stehen wie immer die Spendeneinnahmen, mit denen das Museum den jährlichen Kleiderfundus finanziert. Das eigentliche Spektakel der Veranstaltung war aber das Schaulaufen der Promis – wir haben uns stundenlang durch das Bildmaterial geklickt und eine Vorauswahl getroffen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit dem Fokus auf Favoriten und solche, von denen wir es eigentlich erwartet hätten…

Vielleicht liegt es am futuristischen Thema „Fashion in an age of Technology“, aber die Roben landen in diesem Jahr einfacher auf den „Worst dressed“-Listen als je zuvor-

Fangen wir mal mit den Kleidern und Looks an, die uns regelrecht erschrocken haben. An Lexis Spitze steht Madonna in Givenchy, deren Kleid Oberschenkel, Brüste und Hintern regelrecht ausspuckt. Die Inspiration für ihr Outfit: Kinesio-Tape.

Meine grösste Enttäuschung ist Prada – am Paradebeispiel Katy Perry. Dicht gefolgt von Taylor Swift (in Louis Vuitton. Haare! Make-up!), Lady Gaga (Versace), Madonna und Solange Knowles.

 

Ohnehin: Was war denn da bei Prada los? Emma Stone, sonst immer mein Liebling, sah kein Stück nach ihr selbst aus.

 

Dafür liegt an meiner Hitspitze die schöne Kate Bosworth in einer elfenähnlichen Robe von Dolce & Gabbana. Dicht gefolgt von Charlotte Casiraghi in Gucci. Lexi liebt Bella Hadid in Givenchy im Arm von The Weeknd.

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Ein von Us Weekly (@usweekly) gepostetes Foto am

 

Ein Positives hat es aber: der Fokus liegt in diesem Jahr nicht auf den tot operierten Kardashians (oder dem Ball-Debut von Kylie Jenner) – dafür gibt es einfach zu viel Gesprächsstoff! Auch Kanye Wests blaue Kontaktlinsen und Kim Kardashians Hüfte (beide in Balmain) sind gar nicht mal der Rede wert, genauso wenig wie Beyoncés Latex-Kondom-Kostüm.

 

Ein von Kamdora (@kamdora) gepostetes Foto am

Ohnehin kann man wohl eher von Kostümen sprechen. Mein Instagram-Highlight im Vorfeld? Natürlich Amy Schumer (in Alexander Wang), die sich die Oberschenkel eincremt, damit die nicht aneinander reiben. Natürlich gehashtagged mit: #nothighgapnoproblem.

Ein von @amyschumer gepostetes Video am

Und sonst so? Haben wir hier noch eine Übersicht, welche Designer wen ausgestattet haben:

Balmain (auch mit grosser Afterparty am Start): Cindy Crawford, die Kardashians, Jourdan Dunn, Doutzen Kroes, Alessandra Ambrosio uvm.

Ein von BALMAIN (@balmain) gepostetes Foto am

Versace: Kendall Jenner und Kate Hudson

Louis Vuitton – oder: die Armee in dicken Boots. Alicia Vikander, Miranda Kerr, Selena Gomez, Lea Seydoux, Jaden Smith, Michelle Williams, Jennifer Connelly… Mehr Fotos findet ihr hier.

when the crew come together for @louisvuitton and @nicolasghesquiere

Ein von Selena Gomez (@selenagomez) gepostetes Foto am

Zac Posen stattete u.a. Claire Danes aus, in Chanel kamen Kristen Stewart oder Willow Smith – während Karl sich auf Kuba auf die Cruise Show heute Abend vorbereitet.

Valentino trug Rachel McAdams, Rita Ora glänzte in Vera Wang und eher unter gingen Gigi Hadid und Hailey Baldwin in Tommy Hilfiger. Blake Lively und Naomi Watts trugen Burberry. Der Gucci-Gang schlossen sich Jared Leto, Florence Welch und Dakota Johnson an.

Übrigens sind die Videoinstallationen der amerikanischen Vogue zu empfehlen, in denen die grössten Hollywood-Stars inmitten der Neonröhren tanzen oder posen. Fremdschämalarm bei Madonna, aber der Nachwuchs hat es drauf:

CREDITS HEADER: MET Museum, Met.Gala, Louis Vuitton, Dolce & Gabbana und Beyoncé

Von Jessie

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit "Journelles" selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It's Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: "Influencer im Portrait: Jessica Weiß - Alles, nur kein Stillstand"

Kommentare (10) anzeigen

10 Antworten auf „Der rote Teppich bei der MET Gala 2016 – Fashion in an Age of Technology“

Ich fand die Kleider dieses Mal richtig spannend. Klar ist da immer viel Trash dabei, aber man sah viele wirklich außergewöhnliche Outfits.
Meine Highlights die leuchtenden Kleider von Clare Danes- das war von innen beleuchtet, sah im Dunkeln sensationell aus- und Karolina Kurkowa, das mit LED-Leuchten bestickt war.
Rita Ora, Zoe Saldana, Haley Baldwin, Zendaya sahen auch super aus.
Am trashigsten war Madonna. Das Bild mit den Versace-Damen purer Albtraum. Empfehle die Daily Mail Klatschseite, da sieht man sehr viele Outfits.

Solange fand ich großartig und auch dem Thema entsprechend! Taylor Swift fand ich auch nicht schlecht, ansonsten kann ich mich euren Meinungen nur anschließen.. Madonna und Lady Gaga – leider furchtbar

Ex Machina, den Film mit Alicia Vikander kennt ihr aber schon oder?
Liest sich irgendwie nicht so und der Film wird auch mit keiner Silbe erwähnt.

Wieso sollten sie den Film erwähnen? Weil er auch mit Maschinen zu tun hat? Es erschließt sich mir nicht ganz, wieso du gerade das hervorhebst, es geht doch hier um die Mode und es wird ja auch bei den anderen nicht noch mehr an Infos erwähnt.

Naja, der Film hat zwar ein ähnliches Thema, letzten Endes aber weder etwas mit der Ausstellung noch mit dem LV-Kleid von Alicia an dem Abend zu tun. Oder weisst du mehr?

Hätte es besser gefunden, wenn ihr die Kleider danach bewertet hättet, ob sie das Thema des Abends getroffen haben oder nicht. Die meisten haben da die Maschine für mich zu wörtlich interpretiert und sich mit „silberfarbenen Rüstungen“ verkleidet. Bei dem Thema ging es doch viel mehr um die Verbindung von Hand(arbeit) und (Näh)Maschine. SJP ist das zum Beispiel sehr gut gelungen. Claire Danes Weihnachtsbaumkleid finde ich dagegen eher platt.

Wieso spricht hier eigentlich niemand von Emma Watson in Calvin Klein? DAS war mal ein „Kleid“! Stilvoll, passend (auch und besonders zum Thema!) UND mit einer Idee und Message dahinter. Stattdessen sind die gezeigten Fummel (mit 1-2 Ausnahmen) irgendwie einer scheußlicher als der nächste. Es ging mal so eine Fotomontage rum bei Facebook, Schauspielerinnen vs. Porno-Starlets bei offiziellen Anlässen – und jetzt schaut euch oben die Bilder an. Dreimal dürft ihr raten, wer weniger an hatte. (Schade, dass ich das Bild nicht mehr finde.)
Egal, was ich damit sagen wollte, das ist ein Motto, mit dem man Möglichkeiten der modernen Technologie und Wissenschaft mit Mode hätte verbinden können und somit etwas BEMERKENSWERTES hätte schaffen können – stattdessen silbrige, glänzende Pseudo-Futuristischen Latexkostümchen – honestly?!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.