Journelles City Guide: Ein perfektes Wochenende in London!

Hach, London ist doch die schönste Stadt der Welt. Zumindest ich fühle mich hier unglaublich wohl und zuhause. Unzählige Möglichkeiten, kulturelle und kulinarische Highlights sind geboten, sodass es niemals langweilig wird.

In den zwei Jahren meines Studiums habe ich so ziemlich jede Ecke der Stadt erkundet und werde heute noch immer von Freunden nach meinen Insider-Tipps gefragt.

Wer also demnächst einen Trip in die Stadt an die Themse plant, dürfte mit meinem London Guide für Journelles bestens vorbereitet sein!

1. Die besten Restaurants

GRANGER & CO.

Der australische Koch Bill Granger besitzt mittlerweile drei Restaurants in London. Das erste und wohl beliebteste Restaurant liegt in Notting Hill. Am Wochenende wartet man bis zu zwei Stunden auf einen Tisch, da man nicht reservieren kann. Das lohnt sich aber schon alleine wegen der Hot Cakes auf dem Menü, die wie Pancakes sind, allerdings aus Ricotta gemacht werden.

Adresse: 175 Westbourne Grove, Haltestelle: Notting Hill

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YOTAM OTTOLENGHI

Bei Yotam Ottolenghi gibt es die besten Salate der Stadt. Der Israeli ist momentan der Koch der Stunde und dank seines Kochbuchs versuchen wir alle auch zuhause die Gerichte nach zu kochen. Wem das nicht so ganz gelingt sollte in einem seiner drei Restaurants in London speisen.

Adresse: 287 Upper Street, Haltestelle: Angel

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ALBION

Zu meiner Lieblingsgegend in London zählt Shoreditch, deren coolste Straße die Redchurch Street ist. Der Bezirk war lange Zeit meine Heimat und ist mittlerweile stark von der Gentrifizierung betroffen. Bis vor kurzem war der Osten Londons noch fest in indischer Hand, mittlerweile haben große High-Street-Retailer das Potential der Straße erkannt und Shops eröffnet. Dort befindet sich auch das englische Cafe Albion, wo es neben einem Restaurant auch einen kleinen Food-Shop gibt. Auf dem Menü stehen klassisch britische Gerichte, wie Fish & Chips oder Fish Pie aber auch Salate aller Art.

Adresse: 2-4 Boundary Street, Haltestelle: Shoreditch High Street

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DISHOOM

Little Bombay inmitten von London. Bei indischen Restaurants denkt man ja gern mal an kitschiges Interior und fettige Gerichte. Nicht so bei Dishoom! Das Restaurant ist bekannt für die traditionell indische Küche, aber besticht durch die moderne Einrichtung (unbedingt die Masala Prawns auf dem Menü bestellen!). Auch hier werden keine Reservierungen angekommen und wartet bis zu zwei Stunden auf einen Tisch.

Adresse: 7 Boundary Street, Haltestelle: Shoredtich High Street

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SUSHI SAMBA

Die schönsten Feste werden bei Sushi Samba gefeiert, siehe Header. Über den Dächern Londons isst man einen außergewöhnlichen Sushi-Mix, der von der japanischen, brasilianischen und peruanischen Küche inspiriert ist. Meine Schwester hat hier ihren 30. Geburtstag gefeiert und ich meine Uni-Abschlussfeier im letzten Jahr. Es lohnt sich eine Variation der Sushi-Platten zu bestellen, denn hier heißt das Motto: „Sharing!“ Die Männer unter euch sollten allerdings vorher schonmal einen Happen zu sich nehmen, denn die Portionen sind nicht gerade üppig.

Adresse: Heron Tower, 110 Bishopsgate, Haltestelle: Liverpool Street

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SKETCH

Das Sketch ist eine Institution und Pflichtprogramm bei jedem London-Trip. Ein Besuch zum Afternoon Tea lohnt sich besonders, denn neben Petit Fours gibt es kleine Finger-Sandwiches, Tee und Champagner dazu. Aber auch ein Abendessen oder Drink an der Bar genügt, um die Atmosphäre des rosa Restaurants zu spüren.

Adresse: 9 Conduit Street, Haltestelle: Oxford Circus

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TERROIRS

Wer Lust auf französische Küche hat geht zu Terroirs. Das Restaurant liegt zentral in Covent Garden und ist für seine außergewöhnlich guten Wein und leckere Küche bekannt. Das Restaurant wird von dem Mann meiner Freundin geleitet, daher bin ich sozusagen Stammgast. Ich esse kaum Fleisch, aber hier mache sogar ich eine Ausnahme. Die Charcuterie-Platte als Starter, bestehend aus Schinken und Enten-Rillettes ist daher ein Muss.

Adresse: 5 William IV Street, Haltestelle: Covent Garden

Paul Winch-Furness / Photographer

ANDINA

Das beste Ceviche gibt es bei Andina. Das Restaurant überzeugt nicht nur durch die frischen und qualitativ hochwertigen Gerichte, sondern eignet sich als perfekter Spot für größere Gruppen.

Adresse: 1 Redchurch Street, Haltestelle: Shoreditch High Street

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NAMA

Wer auf Raw Food steht, besucht das Nama in Notting Hill. Auf dem Menü stehen Gerichte wie etwa Zucchini-Spaghetti, vegane Pizzen und Coconut-Porridge, die alle rein pflanzlich sind. Einfach nur lecker!

Adresse: 110 Talbot Road, Haltestelle: Notting Hill oder Westbourne Grove

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2. Frühstück & schöne Cafés

NORDIC BAKERY

Das beste Cinnamon Bun gibt es in der Nordic Bakery. In dem skandinavischen Café wird mehrmals am Tag frisch gebacken und die Zimtschnecken oftmals noch warm serviert. Mittlerweile gibt es drei Cafes, zwei in Marylebone und eins in Soho.

Adresse: 14A Golden Square, Haltestelle: Piccadilly Circus

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ALLPRESS

Mein absoluter Frühstücksfavorit, denn bei Allpress gibt es nicht nur den besten Kaffee in ganz London. Auch die „Breakfast Plate“ bestehend aus Avocado, Tomaten, Ei, Provolone und frischem Brot zählt zu meinen kulinarischen Highlights. Die Küche ist zwar super simpel, besticht aber durch die ausgezeichnete Qualität der Produkte. Das Café liegt in Dalston, inklusive der hauseigenen Rösterei. Ein absolutes Muss!

Adresse: 55 Dalston Lane, Haltestelle: Dalston Junction

WORKSHOP CAFE

Etwas abgelegen von der Oxford Street befindet sich dieses winzige Cafe. Es gibt kaum Sitzplätze, aber es lohnt sich nach dem Einkauf hier auf ein Käffchen vorbei zu schauen. Das Interior ist so schön schlicht, aber gemütlich.

Adresse: 80 A Mortimer Street, Haltestelle: Oxford Circus

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MONOCLE CAFE

Von den Herausgeber des Monocle Magazinwurde das süße Café in Marylebone eröffnet. Das Interior des Cafés ist japanisch angehaucht. Hier verweilt man bei einer Tasse Allpress Kaffee und liest die aktuelle Ausgabe des Magazins.

Adresse: 18 Chiltern Street, Haltestelle: Marylebone oder Baker Street

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3. Shopping

GOODHOOD

Super angesagt ist gerade der Goodhood Store in Shoreditch. Es gibt so ziemlich alles von Klamotten, Beauty- und Lifestyleprodukten bis zu Möbeln zu kaufen. Für die Kreativen und Modebegeisterten unter uns ist es der perfekte Ort um die neuesten Labels und Produkt-Designs zu entdecken.

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DOVER STREET MARKET

Ein Besuch bei Dover Street Market ist ein weiterer Punkt auf der Must-see-Liste. Auch wenn die Preise utopisch sind und man sich oftmals fragt, wer in dem Laden überhaupt etwas kauft, ist das Interior immer einen Ausflug wert. Erst kürzlich ist der Concept Store von der Dover Street in die Nähe des Piccadilly Circus gezogen.

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MONOLOGUE

Mein Tipp für die schönsten Möbel und Interior-Accessories ist der Monologue Store im Osten Londons. Skandinavische Labels stehen hier im Fokus und die Einkäufer des Ladens legen besonderen Wert darauf, kleinere und noch unbekannte Labels zu fördern.

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LABOUR & WAIT

Labour & Wait ist bekannt für schlichte Haushaltwaren für den alltäglichen Gebrauch. Der Store ist nicht nur in Shoreditch, sondern auch im neu eröffneten Dover Street Market (siehe oben) vertreten.

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MODERN SOCIETY

Erst seit kurzem in Shoreditch hat der Modern Society Store – wo es auch die Sandy Liang Kollektion zu kaufen gibt – eröffnet. Hier kann man ein All-in-One-Konzept mit Café, Lifestyle-Produkten und schönen Klamotten bestaunen.

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ARTWORDS BOOKSHOP

Wer auf der Suche nach Independent-Magazinen, die es in Deutschland eventuell nicht zu kaufen gibt, ist, wird im Artwords Buchladen fündig. Hier gibt’s immer eine große Auswahl an ausgewählten Büchern und Zeitschriften aus der ganzen Welt.

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MAST BROTHERS

Die Mast Brothers Jungs haben mit der Schokoladenherstellung in New York begonnen und mittlerweile einen Shop auf der Redchurch Street eröffnet. Die Schokolade wird hier in der integrierten Manufaktur gefertigt. Mein Favorit ist die Sorte Vanilla Chocolate, zum Hinschmeißen lecker!

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4. Märkte

COLUMBIA FLOWER MARKET

Ein Meer aus Blumen gibt es jeden Sonntag beim Columbia Flower Market zu bestaunen. Am frühen Morgen kommen die regionalen Bauern, um ihre große Blumenvielfalt zu verkaufen. Der Besuch lohnt sich selbst dann, wenn man gar nicht vor hat etwas zu kaufen. Der Anblick der bunten Pflanzen alleine genügt schon!

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BROADWAY MARKET

Der Broadway Market in Hackney zählt noch zu einem der letzten nicht mit Touristen überlaufenen Märkte in London. Jeden Samstag ist hier „Farmers Market“ angesagt.

Hier trifft man Freunde zum Kaffee in den süßen Cafés am Straßenrand, wie etwa das L’eau à la Bouche oder Tisok, und kauft frisches Brot und Gemüse für die Woche ein.

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5. Hotels

ACE HOTEL

Das ACE Hotel ist der Hotspot für Freiberufler. Unter der Woche trifft man hier auf kreative Köpfe, die sich in der Lobby des Hotels ihren Konzepten widmen.

Nebenan liegt das Hoi Polloi Restaurant, das ich vor allem zum Brunch empfehlen kann.

Auch abends ist die Atmosphäre sehr schön. Nach dem Drink an der Bar feiert man unten in hauseigenen Club weiter.

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HOXTON HOTEL

Das Hoxton ist mittlerweile mit drei Hotels in Europa, davon zwei in London und eins in Amsterdam, vertreten. Auch hier lautet das Prinzip: Hotel mit Lifestyle-Garantie.

Am Sonntag trifft man sich mit Freunden zum Brunch und kuschelt sich vor den Kamin in der Lobby. Außerdem werden viele Events angeboten.

Vor kurzem habe ich bei dem Fat Buddha Yoga mitgemacht. Geheimtipp: Wer an der Rezeption des Restaurants nach dem „Key Ring“ fragt, bekommt Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr 50% auf die gesamte Rechnung. Das lohnt sich!

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6. Ausstellungen & Sonstiges

SAATCHI GALLERY

Die Saatchi Gallery ist ein Muss, wenn man ein paar Tage in London verbringt. Die Galerie bietet ständig wechselnde Ausstellung, die man umsonst besuchen kann. Anschließend geht man ins Galerie Mess Cafe zur Tea Time.

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CHEEKY PARLOUR

Die Londoner lassen sich die Nägel bei Cheeky Parlour machen. Am Samstagabend trifft man hier auf Mädelsgruppen, die sich für die „Night Out“ stylen lassen. Das Konzept ist einmalig, denn neben Maniküre & Co. kann man hier auch essen und trinken.

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FRAME

Wer sich während des Aufenthalts in London sportlich betätigen will, geht zu Frame. Das Fitnessstudio bietet neben Kursen wie „Barre“ und „Box Fit“ auch mein geliebtes Trampolin-Workout an. Wer nicht so viel Zeit mitbringt, kann sich für einen 30-minütigen Quickie anmelden.

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In meinem Google Maps Guide findet ihr alle Adressen:

Was sind eure Lieblingsadressen in London?

Kommentare

  1. Muss in London immer sein:
    – Frühstück bei Albion oder im Breakfast Club in Angel (klein und gemütlich)
    – mindestens ein Essen bei Comptoir Libanais in Soho
    – Liberty! und Anthropologie
    und den Tee-Vorrat für die nächsten 365 Tage bei Fortnum&Mason auffüllen (teuer, aber großartig gut!)

  2. Danke für diesen umfangreichen Einblick und die vielen Tipps. Ich bin mit London bisher leider noch nicht richtig warm geworden, fand es immer zu laut, zu hektisch, zu anstrengend. Das gleiche stört mich bei New York komischerweise nicht. Vielleicht sollte ich es aber nochmal mit London versuchen. Zwei Stunden auf einen Restaurantplatz zu warten, würde mir aber schon wieder schlechte Laune machen.

  3. Oh, danke für die vielen Tipps! Ich ziehe im September nach London und freue mich total über diesen Beitrag!! : )
    Lena

  4. WOW! Danke Laura! Ich liebe London und bin im Sommer wieder für ein paar Tage dort, werde sicher das ein oder andere Restaurant aus deiner Liste besuchen. Bisher hab ich leider eher nur die Touri-Ecken gesehen…

  5. Super tolle Tipps! Sonst werden ja maximal zwei, drei Locations zum Essen gennant… eigentlich zu allen Kategorien, sei es auf Blogs oder in Magazinen. Aber der Guide hier ist super ausführlich, kann ich mir direkt so ausdrucken. Ich sammle immer Tipps zu Städten, in die ich (noch) mal reisen möchte. Das erste Mal bin ich einfach „ins Blaue“ nach London gefahren und war erschlagen von Eindrücken. Mit den vielen tollen Tipps passiert das nicht mehr. Super cool, vielen Dank!

  6. Ich war zwar schon ein paar Mal in London, aber da sind so viele schöne neue Tipps drinnen, dass ich mir den Post gleich gespeichert hab fürs nächste Mal <3

    Viele liebe Grüße
    Ina •

  7. Ein sehr schönes, kleines und sehr individuelles Hotel in guter Lage ist das „Artist Residence“ in Pimlico. Im angeschlossenen Restaurant kann man auch als Nicht-Hotelgast lecker essen und das Personal ist sehr herzlich und hilfsbereit.

    Ein Hotel der etwas anderen Art ist das „Sunborn“, eine große Yacht, die nahe der 02-Arena im Dock liegt. Am besten ein Zimmer mit Balkon zur Wasserseite hin nehmen.

  8. Danke für die tollen Tipps!
    Für mich ist London die absolute Lieblingsstadt – kaum angekommen, habe ich das Gefühl ich bin zu Hause.

    xx Kerstin

  9. Schöne Tipps! Kleiner Hinweis: Ottolenghi heißt nicht mit Vorname Otto sondern Yotam. War gerade in seinem Diner in Notting Hill. Musste zum Glück nur zehn Minuten warten, und es lohnt sich! Im Übrigen mag ich auch das Victoria and Albert Museum (umsonst!) sehr.

    • Danke. Als Fan von Yotam Ottolenghi und seinen Kochbüchern und Restaurants haben sich mir beim Lesen von „Otto Lenghi“ (zweimal) die Zehennägel gekräuselt…

  10. Tolle Tips! Ich wohne seit fast sechs Jahren in London und alle meine Lieblingsecken sind mit drin. Ich liebe Broadway Market und Dishoom ist am besten zum Fruehstueck, aber immer toll. Allpress ist bei mir um die Ecke, letztes Wochenende hat am Tisch neben mir Yasmin Sewell mit ihren beiden Kindern gefruehstueckt, da war ich fast ein bisschen starstruck. Cafe Oto in Dalston ist auch ganz gut am Tag fuer Freiberufler und abends fuer alle, die gerne experimentelle Musik moegen. Das ist mal richtig toll und mal ganz furchtbar. Aber man kann dann immerhin drueber lachen.

  11. Natalia sagte am

    Danke für die vielen Insider-Tipps. Hast du zufällig auch Empfehlungen für Open Mic-Locations? Immer wenn ich in London bin tue ich mich ganz schwer und ich finde das gehört da irgendwie dazu…
    Freue mich über Tipps!!!
    LG, Tally

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