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Hanföl übernimmt jetzt unsere Hautpflege – doch was bringt es?

Bei diesem Thema gehen die Meinungen seeeehr weit auseinander: Für einige ist Cannabis ein Wundermittelchen, für andere eine gefährliche Droge. Tatsächlich könnte aber beides stimmen. Denn seit einigen Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler immer mehr mit den medizinischen Eigenschaften von Cannabis – zum Beispiel für die Behandlung von Schmerzen. Und immer häufiger predigen Beauty- und Lifestyle-Magazine von den positiven Eigenschaften von Hanföl oder Hanfsamen in Beauty-Produkten – angeblich aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung.

Meine Frage also: Was bringt der Inhaltsstoff wirklich? Ich habe mal ein wenig recherchiert und geschaut, ob sich Hanföl in der Hautpflege lohnen könnte.

Was ist Hanföl?

Hanföl wird aus den Hanfsamen gewonnen. Doch im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen wie Tetrahydrocannabinol (kurz THC), das Marihuana seine berauschende Wirkung verleiht, ist Hanföl nicht psychoaktiv. Es kommt also ganz ohne Rausch-Risiko in der Hautpflege zum Einsatz, hehe.

Von Hanföl wird man nicht high.

Einige Inhaltsstoffe von Hanföl

ein hoher Anteil an Omega- & Omega-6-Fettsäuren

Gamma-Linolensäure

zum Schutz die Stearinsäure

das stärkende Vitamin B1 und B2

das zellschützende Vitamin E

wichtige Mineralstoffe wie Phosphor, Natrium, Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer

Cannabidiol (CBD)

Wir wirkt sich Hanföl auf die Haut aus?

Es heißt, Hanföl habe folgende Auswirkungen auf die Haut:

Ein gesunder Selbstschutz für die Haut: Die essenziellen Fettsäuren, die im Hanföl stecken, können von der menschlichen Haut direkt aufgenommen und somit fast vollständig absorbiert werden. Sie wirken sich positiv auf die natürliche Schutzbarriere der Haut aus, dem Säure-Lipid-Mantel, der dafür sorgt, dass Feuchtigkeit nicht einfach aus dem Inneren der Haut verdunsten kann und verhindert das Eindringen von Bakterien und Giftstoffen aus der Umwelt.

Beruhigend und entzündungshemmend: Es gibt noch zwei weitere große Bereiche, in denen Hanföl bei der Hautpflege von Vorteil sein kann: die Verringerung der Akne und die Behandlung von dermatologischen Autoimmunerkrankungen wie Ekzemen, Psoriasis oder Neurodermitis. Wer zudem sehr empfindliche und trockene Haut hat, die schnell mit Rötungen und Juckreiz auf Pflegeprodukte und Umwelteinflüsse reagiert, lindert die Symptome mit der regelmäßigen Pflege mit Hanföl. „Vor allem vermindert es Entzündungen, beispielsweise von Akne, Rosacea, Ekzemen, Psoriasis, gebrochene Kapillaren und Sonnenbrand“, sagt die in New York lebende Dermatologin Ildi Pekar {Quelle: Net-a-Porter}.

Dafür sorgt die entzündungshemmende Eigenschaft von beispielsweise Stearinsäure, die in der Lage ist, allen entzündlichen Prozessen entgegen zu wirken. Und zudem hat Hanföl eine entzündungshemmende, antiseptische und antimikrobielle Wirkung. Kleine Wunden, Entzündungen und Pickel heilen schneller ab, die Bildung von Narben wird verhindert und der natürliche Heilungsprozess der Haut unterstützt. Klingt gut, gell?

Anti-Aging-Wundermittel: Auch im Hinblick auf Anti-Aging soll Hanföl eine gute Wirkung haben. Grund dafür ist die enthaltene Gamma-Linolensäure, die feuchtigkeitsbindende Eigenschaften hat. Sie bindet also Wasser in unseren Hautzellen und sorgt so für einen auspolsternden Effekt. Wichtig: genug trinken. Denn nur, wer ausreichend Wasser zu sich nimmt, versorgt von innen alle Zellen mit ausreichend Flüssigkeit, die das Hanföl dann in der Haut binden kann.

Mögliche Nebenwirkungen von Hanföl?

Hanföl bietet in der Hautpflege keine Nebenwirkungen. Trotzdem können wie bei jedem Öl oder Beauty-Produkt allergische Reaktionen auftreten. Um herauszufinden, ob ihr gegen das Öl allergisch reagiert, solltet ihr das an einer kleinen Hautstelle testen. Treten an der Stelle Pusteln oder Rötungen auf, reagiert der Körper auf das Öl allergisch. Es gibt auch Ärzte oder Beauy-Experten wie Dr. Barbara Sturm (hier haben wir sie genauer vorgestellt), die im Allgemeinen reines Öl auf der Gesichtshaut nicht empfehlen.

Wie verwende ich Hanföl am besten?

Es gibt aktuell noch nicht viele Produkte auf dem Markt: Dr. Bronner’s mischen beispielsweise Hanföl in Seifen sowie Körperlotionen. Man kann das Hanföl aber auch pur verwenden. Dazu einfach eine kleine Menge auf das Gesicht auftragen (vor der eigentlichen Creme!) und das Öl sanft einmassieren.

Tipp: Beim Kauf von Hanföl unbedingt auf Bio-Qualität und eine hochwertige Verarbeitung achten, denn die Inhaltsstoffe bleiben nur bei hochwertigen Ölen, die schonend verarbeitet wurden, erhalten.

Mein kurzes Résumé: Ich habe ein bis zwei Tropfen von Hanföl unter meine Nachtcreme gemischt, da ich zu viel Öl auf der Gesichtshaut nicht gut vertrage (Stichwort: Überpflegung der Haut!). Ich habe das Gefühl, meine Haut ist weicher und ein bisschen praller und die roten Stellen sind weniger geworden. Einen riesigen Unterschied sehe ich nach drei Wochen aber noch nicht.

Wer von euch hat bereits Erfahrungen mit Hanf-Öl gemacht? Lohnt es sich?

Kommentare

  1. Eine kleine Anmerkung – CBD-Öl ist nicht gleichzusetzen mit Hanföl. Das Eine ist ein nicht psychoaktives Cannabidiol, gewonnen aus der weiblichen Hanfpflanze, das Andere ist aus den Hanfsamen gepresstes (Speise)öl.
    LG, Anika

  2. Ich liebe die Marke Dr. Bronner’s. Landet bei mir immer im Einkaufskorb wenn ich bei Müller bin. Beim letzten Mal wurde es die Flüssigkeitsseife im Pfefferminzgeschmack. Ein ungemein tolles Hautgefühl danach. Die Bodylotion habe ich ich bislang noch nicht ausprobiert…aber man sollte ja nie nie sagen 🙂

  3. Das klingt interessant! Wenn es auch empfindlicher Haut mit Rötungen gut tun sollte, könnte ich es auch mal ausprobieren 🙂

    Liebe Grüße, Esra

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