Travel Guide: Pizza, Pasta und Amore in Neapel und Umgebung

Mein heutiger Travel Guide ist eine richtige Herzensangelegenheit, immerhin ist Neapel sowas wie meine zweite Heimat geworden, nachdem ich dort knapp ein Jahr gelebt habe. Da überlegt man sich schon mehrmals, wie man an den Artikel rangeht, so dass er den eigenen Vorstellungen und Heimatgefühlen gerecht wird.

Mit Neapel ist es nämlich so eine Sache: Entweder man verliebt sich sofort in die Stadt oder man will am liebsten wieder direkt in den Flieger zurück nach Hause steigen. Es ist chaotisch, laut, vermüllt – die Mafia ist vielleicht unsichtbar, die Folgen allerdings nicht. Am Straßenrand türmen sich die blauen Müllsäcke vor den Häusern und bilden individuell große Mauern. Neapel lebt eigene Gesetze und Regeln, die man erstmal verstehen muss. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie viele Male ich an der Ampel stand, um vergeblich auf die andere Straßenseite zu gelangen. Nach einer Weile hat mich eine alte Dame an der Hand gepackt und mich über die Straße begleitet. Das Motto? Wer an der Straße wartet, wird sie nie überqueren können – so die italienische Nonna. Deswegen: einfach laufen! Denn obwohl im Straßenverkehr jeder macht was er will, hat diese Form von Chaos doch seine Kommunikation und Ordnung gefunden. Wie ferngesteuert fahren die Autos knapp aneinander vorbei, das Motorino passt gerade noch so durch die Spalte und die FußgängerInnen dienen als Slalom-Aufsteller.

Neapel ist aber nicht nur Chaos, sondern auch Familie, ohne dort Bekannte haben zu müssen. Ich kenne keine Stadt, die einen so sehr ins Herz schließt wie diese. Lernt man erstmal Einheimische kennen, braucht es nicht lange und man wird Teil einer großen Community. Die Menschen sind offen, sie wollen sich austauschen, andere kennenlernen und sind interessiert. Anders als in vielen anderen Erdteilen läuft man dort mit den Augen nach vorne gerichtet, nicht nach unten, um bloß nicht angesprochen zu werden.

Die Liebe zur Stadt hat sich aber natürlich überwiegend durch das Essen manifestiert: Nicht umsonst verbindet man mit Neapel den Ursprung der Pizza, die sonnengereiften Vesuv-Tomaten und die melonengroßen Zitronen. Das gemeinsame Schlemmen steht so wie der Espresso am Morgen und der Limoncello am Abend auf der Tagesordnung und das an oberster Stelle. So, nun aber genug den Mund wässrig geschrieben – los geht’s mit der kleinen Führung durch die Stadt meines Herzens!

1. Arrival

Wer am Flughafen von Neapel landet, hat zwei Optionen: Günstig oder günstiger – oder auch: Taxi oder Bus. Da man mit dem Taxi circa 20 bis 30 Minuten in die Innenstadt benötigt, kann man ungefähr mit 15 bis 20 Euro rechnen. Aber: Unbedingt einen Festpreis vor der Fahrt ausmachen!

Weniger zahlt man allerdings für den Alibus, der für nur fünf Euro in 30 Minuten am Hafen Molo Beverello oder in 35 Minuten am Hauptbahnhof Garibaldi hält. Die Abfahrtszeiten erfahrt ihr hier.

2. Food

BREAKFAST/SWEETS

Um ehrlich zu sein: Frühstück in Süditalien ist für uns Deutsche vermutlich etwas gewöhnungsbedürftig. Vergeblich wird man auf der Suche nach einer ordentlichen Vollkornstulle oder einer perfekt angerichteten Porridge-Bowl mit Goji-Beeren und Kokosflocken sein. Den Versuch nach einem Sojamilch-Cappuccino zu fragen, könnt ihr sehr gerne mal wagen – meine gängige Antwort war dann ein skeptischer Blick mit einem darauffolgenden Kaffee mit Kuhmilch.

Die Italiener lieben am Morgen eine kleine, am liebsten sehr süße Mahlzeit, schließlich wird über den Tag hinweg noch ordentlich gefuttert. Entweder tunkt man Zuhause seine liebste Biscotto-Sorte in den Kaffee oder man holt sich unterwegs in einer Bar in der Nähe ein Cornetto (aber bitte mit Amarena-Créme) to go! Wer trotzdem nicht auf ein gemütliches Frühstück im Café verzichten mag, dem kann ich das gehobenere Gran Caffe Gambrinus an der Piazza del Peblescito oder etwas legerer das Bubble Six in der Altstadt empfehlen.

In Neapel werdet ihr außerdem an den zahlreichen Bäckereien einfach nicht vorbeikommen können. Die Neapolitaner sind nämlich Meister der süßen Kleinigkeiten und hinterlassen die kleinen Gassen jeden Morgen mit einem Duft von frischem Gebäck. Traditionell wählt man die Sfogliatella, ein Gebäck aus Blätterteig mit Ricotta-Füllung oder einen Babà mit Schuss und gaaanz viel Sahne. Hierfür am besten in der Pasticceria Leopoldo die Qual der Wahl treffen. Im Anschluss gehört noch ein Eis bei Gay Odin zum Pflichtprogramm!

LUNCH

Mangi & Bevi

Den Anfang beginnen wir gleich mit meinem absoluten Geheimtipp, denn das Mangi & Bevi verlässt man für nur wenig Geld mit einer runden Kugel und dem Geschmack von ganz Süditalien auf der Zunge. Das versteckte Lokal ist sozusagen typisch Napoli – laut, voll und familiär. Man probiert sich einmal durch die ganze Tageskarte, wählt nicht nur Antipasti, sondern auch einen ersten und zweiten Teller inklusive zwei Beilagen und einem prall gefüllten Korb mit Ciabatta. Dort gilt: Wenn schon denn schon – also unbedingt das Traditionsgericht Pasta con Patate und als Beilage die Friarielli wählen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein, versprochen!

Besonders authentisch wird das Restaurant vor allem durch die Gäste – die sind meistens einheimisch und sorgen für eine gesellige Atmosphäre und gute Gespräche. Da man sich mit anderen einen Tisch teilt, sind neue Bekanntschaften jedenfalls gesichert und den einen oder anderen Insidertipp gibt’s on top!

Aufgepasst: Die Öffnungszeiten sind ausschließlich mittags  – daher rechtzeitig hin und noch einen Platz an der langen Tafel ergattern!

Pizzeria Gino Sorbillo

Da ich weiß, dass es vermutlich die Empfehlung ist, auf die die meisten von euch brennend warten, will ich euch gar nicht länger auf die Folter spannen. Immerhin ist kein anderes Gericht rund um den Globus so beliebt wie folgendes. Vorhang auf für die beste Pizza der Stadt, ja vermutlich sogar der ganzen Welt: die Margherita bei Gino Sorbillo.

Die Frage nach der besten Pizza löst bei Neapolitanern vermutlich so viel Diskussion aus wie der Konflikt mit der Nonna, wenn man nach dem dritten Nachschlag einfach nicht mehr essen kann. Bei Sorbillo sind sich trotzdem die meisten einig und das sieht man auch an der Menschenmasse vor dem Laden, die hungrig auf ihre originale Pizza Napoletana wartet. Hat man erstmal eine Wartenummer gezogen, sollte man gute 20 Minuten für das (quasi-)runde Objekt der Begierde einplanen – 20 Minuten, bei denen sich wirklich jede Sekunde lohnt! Man munkelt bis heute noch über Ginos Geheimrezeptur: Angeblich sind es die speziellen Tomaten, die in der Nähe des Vesuvs reifen. Wer es also klassisch mag, sollte sich unbedingt die Tomate-Büffelmozzarella-Kombination gönnen. Sie ist definitiv unvergleichlich!

O Grin

Veganern oder denjenigen, die sich von Pizza und Pasta übergessen haben, kann ich das O Grin wirklich nur ans Herz legen. Das kleine Bistro, ebenfalls in der Altstadt gelegen, hat täglich wechselnde Gerichte von Hummus mit Couscous bis Ofengemüse auf Risotto und alles aus Bio-Produkten!

Die drei sympathischen Gründer und Freunde Stefano, Imma und Luigi sind mit ihrem Konzept somit wahre Gourmet-Pioniere: Da man in Neapel die traditionelle Küche bevorzugt, kommt der vegane Lifestyle bisher nur schleichend an.

Trotz alledem hat das O Grin mit dem trashigen Interior und den eher außergewöhnlichen Speisen schon viele Fans für sich gewonnen. Vielleicht wird ja der vegane Cappuccino doch noch massentauglich?!

Ein gemütlicher Spot mit den leckersten eingelegten Auberginen, der perfekt für eine kleine Pause nach einem ausgiebigen Spaziergang durch das Centro Storico geeignet ist! Übrigens: Das Menü wird täglich auf Facebook aktualisiert.

Pizzeria Giuliano

Wer sich nur nach einer kleinen Stärkung für Zwischendurch sehnt, der holt sich ein Panino auf die Hand. Die Bars mit traditionellen Leckereien reihen sich förmlich aneinander und sind reichlich gefüllt mit frittierten Snacks, belegten Sandwiches und Mini-Pizzen.

Ein richtig gutes Panino nimmt man aber nicht einfach wahllos, sondern lässt man sich am besten frisch bei Giuliano belegen. Die uralte Pizzeria hat alles im Angebot, was das Herz begehrt: Ob Mortadella, Proscuitto oder Scamorza – die netten Herren hinter der Theke sind immer wieder bemüht, dich mit dem besten Sandwich auf Erden zu beglücken.

DINNER

Trattoria da Nennella

Wenn ihr Neapel richtig erleben wollt, dann ist ein Besuch in der Trattoria da Nennella unvermeidlich. Das Besondere an dem Kult-Restaurant? Zuallererst ist natürlich die italienische Mamma zu erwähnen, die in der Küche wie am Fließband fleißig die Pasta zum Kochen bringt und anschließend für zufriedene und gesättigte Gesichter sorgt. Aufgetischt wird die gesamte Palette der italienischen Küche, sodass der Tisch einer königlich-mittelalterlichen Tafel gleicht. Ich träume immer noch von der heißen Gussschale gefüllt mit einer großen Portion Gnocchi alla Sorrentina. Auch hier gilt: Nichts geht über die traditionellen Gerichte made by mutti!

Als zweites sollte man aber auch unbedingt die Atmosphäre nennen, denn das Personal sorgt nicht nur für einen schnell gedeckten Tisch, sondern auch für richtig gute Stimmung. Mit Adriano Celentano und Luciano Paravarotti im Hintergrund wird gesungen, auf den Tischen getanzt und neapolitanische Weisheiten ausgetauscht. Wer also bestens vorbereitet sein will, lernt lieber nochmal ein paar Volkslieder auswendig, wobei ein leerer Magen mit ordentlich Speicherplatz auch erstmal völlig ausreichend ist!

Vitto Pitagorico

Etwas ruhiger und romantischer wird es hingegen im Vitto Pitagorico. Gegenüber vom archäologischen Museum gelegen, bietet das vegetarische und teilweise sogar vegane Restaurant leckere, hauptsächlich norditalienische Gerichte aus frischen Produkten an. Das Essen wird unglaublich kunstvoll angerichtet und ist teilweise viel zu schön, um es zu verschlingen. Auch die Einrichtung lässt sich sehen und ist dem Motto getreu sehr minimalistisch-stilvoll gewählt mit alten Backsteinwänden, Holztischen und wunderschönen Pflanzenarrangements. Außerdem praktisch: Es gehört zu den wenigen Restaurants, bei denen ihr einen Platz reservieren könnt. Die meisten Lokale gehen nämlich nach dem Prinzip: First come first served und alle anderen müssen sich leider erstmal mit einer Wartenummer gedulden.

Der perfekte Ort für einen entspannten Abend mit gutem Essen und sehr gutem Wein. Unbedingt auch die leckeren Desserts und Kuchen probieren – ihr werdet es mir danken!

Hotel Bellevue Syrene

Den wohl schönsten Ort zum Speisen habe ich allerdings etwas außerhalb von Neapel gefunden: Das Hotel Bellevue Syrene in Sorrent. Von der Terrasse aus hat man einen unglaublichen Blick auf das Meer, der bis hin zum Vesuv reicht – es ist wirklich malerisch! So auch das Essen: Die Küche des 5-Sterne-Hotels ist dementsprechend sehr gehoben und außerordentlich gut. Bis heute sind meine Bilder, die ich damals auf der Terrasse geschossen habe, immer noch die schönsten Exemplare in meiner Sammlung – mein Foto vom Erdbeer-Dessert ganz zu schweigen.

Wer also mehr Zeit eingeplant hat, sollte sich unbedingt in den Zug Circumvesuviana setzen und circa 30 Minuten in die Kleinstadt fahren. Abgesehen von dem Ausblick bietet Sorrent nämlich noch zahlreiche kleine Märkte, Zitronen, größer als manch Kinderkopf und die schönsten Orangenbäume.

Tufò

Ein weiteres Gourmet-Highlight versteckt sich im nicht weit entfernten Vorort Posillipo. Immerhin verspricht das Tufò neben Wellness für die Geschmacksnerven, auch Treatments für die Augen: In einer großen Schale aus Parmesan wird vor den Gästen das Traditionsgericht Pasta con Patate zubereitet. Ja, ihr habt richtig gelesen: Die Nudeln werden mehrfach in dem frischen Käse geschwenkt, gerührt, einbalsamiert und können anschließend direkt verputzt werden. Da fragt man sich, ob es eigentlich noch besser geht? Oh ja, denn ein Stück von den selbst gemachten Torten im Anschluss ist ein Muss sowie das Öffnen des ersten Hosenknopfes.

Übrigens: Abgesehen von den vielen Schmankerln bietet das Restaurant mit der Lage direkt am Meer einen traumhaften Ausblick. Ein Spaziergang mit runder Kugel und zufriedener Miene ist also ein wunderbarer Abschluss nach dem kulinarischen Geschmackserlebnis!

3. Aperitivi

An Italien lieben wir natürlich nicht nur Pizza und Pasta, sondern allem voran das wunderbarste Gesellschafts-Konzept: die Aperitif-Kultur. La Dolce Vita wird in Neapel groß geschrieben und das bedeutet sich auch die Zeit zu nehmen, richtig zu genießen. Nach Feierabend wird demnach mit Freunden und Arbeitskollegen ein Aperol Spritz bei Sonnenuntergang und Straßenmusik getrunken, bevor es anschließend zum Dinner geht. Good to know: Zum Getränk gibt es immer noch eine große Portion Snacks, Mini-Pizzen und Oliven dazu, so dass man das Abendessen eigentlich gleich vor Ort fortführen könnte.

Die meiste Zeit habe ich in der Altstadt verbracht, welche von der Atmosphäre her mit unserem Berliner Kreuzberg oder dem Stockholmer Södermalm vergleichbar ist. In Neapel kommen an keinem anderen Ort so viele unterschiedliche Menschen zusammen wie im Centro Storico – Studenten, Artisten, Geschäftsfrauen und -männer und einsame Seelen, die gemeinsam den Tag ausklingen lassen. Zu meinen Lieblingsorten für eine ausgiebige Genießer-Zeit gehören zum einen das Literaturcafé Caffè letterario Intra Moenia und das Caffè Arabo auf der Piazza Bellini im Herzen der Altstadt, von denen man aus so wunderbar das Getummel auf dem Platz beobachten und die Musik von zahlreichen Künstlern lauschen kann. Zum anderen sind Piazza San Domenico und Piazzetta Nilo mit den niedlichen Bars Shanti (sogar mit Live-Musik!), La Fesseria und das Bucopertuso immer gute Spots für einen unterhaltsamen Abend.

Wer auf der Suche nach richtig guten Cocktails bei gehobener Atmosphäre ist, der wird in dem Viertel Chiaia fündig. Die besten Spots sind dort die Cantine Sociali, Barril und das urige Flanagan’s.

Etwas touristischer, aber trotzdem immer einen Besuch wert, sind die Bars und Cafés an der Meerpromenade Lungomare. Vor allem am Abend lässt sich von dort aus die erleuchtete Stadt am besten bestaunen. Das ist übrigens so romantisch, ja vielleicht sogar schon kitschig, dass man zu später Stunde mit einer Front von nacheinander gereihten und immer mehr werdenden Pärchen rechnen kann – Amore is in the air!

Apropos Amore: Einen kleinen Einblick in die Stadt bekommt ihr im Behind-The-Scenes-Video von Mario Testinos Vogue-Shooting mit Gigi Hadid und Zayn Malik. Natürlich ist die Kulisse samt Architektur und Atmosphäre äußerst romantisch und besonders für Pärchen attraktiv, allerdings lohnt es sich auch alleine oder mit Freunden und Familie die Stadt zu erkunden. Ich kann euch versprechen: Spätestens beim ersten Aperol Spritz werdet ihr mit anderen ins Gespräch kommen und mit neuen Bekanntschaften das Lokal verlassen!

4. Activities

Insel-Hopping

Das Beste an Neapel habe ich aber noch gar nicht erwähnt, denn die süditalienische Metropole hat neben dem unglaublich schönen Umland mit Sorrent und der Amalfiküste, auch noch drei komplett unterschiedliche Inseln zu bieten, die maximal eine Stunde mit der Fähre entfernt sind: Capri, Ischia und Procida. Erstere wird für viele vermutlich ein Begriff sein, schließlich ist Capri eines der beliebtesten Sommerziele in Europa und dementsprechend auch ziemlich überfüllt. Bei den wunderschönen Stränden, dem aktiven Insel-Leben und dem guten Limoncello natürlich kein Wunder!

Wer sich hingegen nach Wellness und Spa sehnt, der ist auf Ischia optimal aufgehoben. Die sogenannte Insel der Deutschen macht Mallorca mittlerweile ganz schön Konkurrenz – nur, dass auf Ischia nicht gefeiert, sondern ein richtig gutes Thermalbad in einem der zahlreichen Wellness-Hotels genommen wird.

Mein absoluter Favorit ist jedoch der kleine Bruder: Procida. Die winzige, bisher noch unterschätzte Insel ist wahrlich ein Paradies für zwischendurch. Innerhalb von einer Stunde erreicht man mit der Fähre den kleinen, typisch süditalienischen Fleck und kann die berühmten bunten Häuschen und den niedlichen Hafen besichtigen und absolute Ruhe genießen, ohne von anderen Touristen gestört zu werden. Mein absoluter Insider-Tipp für entspannte Stunden abseits der Großstadt!

Mit dem Kajak um die Stadt

Einen schönen Eindruck von der Stadt bekommt man aber nicht nur vom Festland, sondern auch vom Wasser aus. Diesmal werden jedoch die Paddel selbst in die Hand genommen und mit dem Kajak entlang der Strandpromenade gefahren. Das Gute daran? Die Kajaks können an vielen verschiedenen Orten rund um die Stadt ausgeliehen werden, sodass sogar Stopps an einem der vielen Häfen möglich sind. Vor allem in Giuseppone empfiehlt sich ein Besuch im Fischerdorf mit einer kleinen Stärkung in der Bar del Mare.

Kleiner Tipp: Aufgrund der hohen Nachfrage werden mittlerweile sogar professionelle Touren inklusive Guide angeboten. Hierfür einfach mal im Programm nachschauen. Die Vollmond-Fahrt klingt jedenfalls sehr verlockend und wird bei meinem nächsten Besuch unbedingt nachgeholt!

Die Klassiker: Vesuv und Pompeji

Der Vesuv und Pompeji sind, neben einer prall gefüllten Box mit Büffelmozzarella, vermutlich die beiden Dinge, die jeder Besucher aus Neapel mitgenommen haben möchte. Zwar bin ich kein sonderlich großer Fan von typisch touristischen Aktivitäten, der Vulkan und die antike Stadt konnte aber auch ich mir nicht entgehen lassen. Hierbei ist nur wichtig, dass ihr ausreichend Zeit einplant, da man vor Ort mit langen Warteschlangen rechnen muss und es einfach unglaublich viel zu sehen gibt. Wer ganz Pompeji an einem Tag schafft, gleicht meiner Meinung nach schon einem Leistungssportler. Außerdem würde ich euch für den Ausflug nicht unbedingt den heißesten Tag der Woche empfehlen – bei kühleren Temperaturen macht der schattenfreie Erkundungs-Spaziergang um einiges mehr Spaß.

Den Vesuv erreicht ihr sowohl mit Auto, als auch mit Zug oder am einfachsten mit dem Bus von Pompeji aus. Die antike Stadt ist mit dem Zug Circumvesuviana ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt.

Kultur pur: Die schönsten Museen und Galerien

Einfach mal treiben lassen

Das Tolle an Urlaub ist natürlich, dass man in den Tag leben und sich Zeit nehmen kann. Neapel bietet dank der vielen verschiedenen Bezirke immer wieder eine neue Entdeckungsreise an. Einfach mal ziellos durch die kleinen Gassen schlendern, an einer kleinen Bar halten, einen Espresso trinken und eventuell ja bei einem neuen kulinarischen Geheimtipp landen, den ihr sonst nie entdeckt hättet. Besonders das Viertel Quartieri Spagnoli ist sehr typisch für die Stadt – mit Wäscheleinen, schmalen Wegen, bunten Obstständen und einem Roller-Marathon erlebt ihr dort Neapel in vollen Zügen!

Kommentare

  1. yildiz@journelles.deFinja-winter@web.de

    Ich finde es super, dass der travel guide eigentlich nur aus Essen und Trinken besteht. Genauso muss ein Italienurlaub meiner Meinung nach ablaufen!

  2. yildiz@journelles.detheresa.plankenhorn@gmail.com
    Theresa sagte am

    Liebe Yildiz, klingt alles sooo gut! Hast du vielleicht noch einen Tipp für eine Unterkunft? Liebe Grüße, Theresa

    • yildiz@journelles.deyildiz@journelles.de
      Yildiz sagte am

      Huhu liebe Theresa, ich danke dir vielmals! Leider habe ich dort in einem eigenen Apartment gelebt, daher kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Ich habe aber auf jeden Fall gehört, dass Airbnb in Neapel leider nicht so gut sein soll und die Beschreibungen und Bilder des Profils nur selten der Realität entsprechen. Sehr gute kleine Hotels gibt es aber zahlreich in dem Bezirk Vomero – die höchstgelegene Region Neapels mit einem wunderbaren Ausblick über die ganze Stadt. Die größeren, sehr gehobenen Hotels befinden sich meistens an der Meerpromenade Lungomare und sollen dementsprechend auch sehr gut sein. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen! 🙂
      Saluti, Yildiz

  3. yildiz@journelles.deambulanzdzi@gmail.com
    Nina M. sagte am

    Wow, was für ein supertoller langer und mit viel Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank dafür, Yildiz!

  4. yildiz@journelles.deninafust@web.de

    Ein wunderbarer Guide! Viel Essen und viel Trinken – ich glaube ja tatsächlich, so erschließt man Länder und Städte am besten. Ich finde es sehr erfrischend das hier das Thema Shopping ein wenig in den Hintergrund tritt. Hast du vielleicht noch Tipps für Unterkünfte?

    Liebe Grüße!

    • yildiz@journelles.deyildiz@journelles.de
      Yildiz sagte am

      Liebe Nina, ich danke dir und da muss ich dir auch vollkommen recht geben: Nicht nur Liebe, sondern auch Urlaubsfeeling geht durch den Magen (vor allem in Italien). 😉 Schau mal weiter oben in den Kommentaren, da habe ich bereits ein paar Tipps hinterlassen. Falls das Interesse bestehen sollte, höre ich mich aber gerne nochmal nach genauen Adressen um! Herzliche Grüße, Yildiz

  5. yildiz@journelles.denora.wolters0523@gmail.com

    Ich liebeee Neapel – und nachdem ich Deinen Guide gelesen habe, moechte ich so schnell wie moeglich wieder hin 🙂 Danke fuers Fernweh wecken!

    • yildiz@journelles.deyildiz@journelles.de
      Yildiz sagte am

      Huhu Nora, da geht es dir wie mir: Schon beim Verfassen des Artikels hätte ich mich direkt wieder in den Flieger setzen können. 😉

  6. yildiz@journelles.dech.nitsche@gmx.de
    Christin sagte am

    Liebe Yildiz, auch ich kann Neapel nur wärmstens empfehlen und ziehe es den anderen bekannteren (auch wunderschönen) Städten Italiens gerne vor. Und Dein Bericht? Enthält ALLES und ist wunderbar geschrieben. AMORE!
    PS: Liebe Esra, sei mir nicht bös, aber Deine Kommentare werden und werden nicht besser…

  7. yildiz@journelles.deyildiz@journelles.de
    Yildiz sagte am

    Liebe Christin, ich danke Dir für die lieben Worte! Es freut mich sehr, dass diese eher unterschätzte italienische Metropole immer mehr an Fans gewinnt. Es ist eben eine unvergleichliche Stadt! Tanti Saluti, Yildiz

  8. yildiz@journelles.dealessandro.mo@hotmail.de
    Alessia sagte am

    Toll toll toll! So schön geschrieben, als wäre man selbst dort gewesen!

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