27 Dresses: Die schönsten Kleider für Hochzeitsgäste + Tipps von unserer Hochzeitsgast-Expertin

Happy Wedding-Season, ihr Lieben! Mit dem Frühling kommen nicht nur die Schmetterlinge, Blüten und ersten warmen Sonnenstrahlen, sondern auch Einladungen für kommende Hochzeiten. Was man an so einem großen Tag am besten anzieht, ohne der Braut die Show zu stehlen, dabei selbst nicht ein Vermögen bezahlt und trotzdem toll ausschaut?

Wir hätten hier ein paar schöne Vorschläge …

PS: Jedes Jahr stellen wir euch Kleider vor, die man als Gast tragen kann. Dieses Mal gibt es on top Tipps von unserer Hochzeitsgast-Expertin Jona Koch.

Blümchenprints

Eine einfache Lösung: Kleider in Midi- oder Maxilänge mit Blümchenprint. Eine Hochzeit ist eine Gelegenheit, wo man Spaß haben soll!

Wrap Dress

Wer sich an Blumenprints oder Spitze satt gesehen hat, dem bleiben natürlich noch weitere Favoriten: Midi- oder Maxikleider, bestenfalls aus Seide oder Satin um die Taille gewickelt. Vor allem Pastellfarben sind eigentlich immer eine sichere Sache, allerdings können solche Roben schnell blass und brav wirken, wenn man bei den Accessoires nicht mutig ist. Im Zweifelsfall einfach ausgefallene Haar-Accessoires wie Schleifen oder Haarklammern dazu!

Übrigens: Für Sommerhochzeiten sind Maxikleider ebenfalls besonders schön. Dazu Sandalen oder Midi Heels – darin kann man sowohl die Nacht durchtanzen, als auch dem Brautstrauß hinterher springen.

27 Dresses – Tipps von unser Hochzeitsgast-Expertin:

Immer wieder fragt man mich, ob ich ihnen bei der Suche nach einen Outfit für eine Hochzeit helfen kann. Da ich selbst noch nicht auf vielen Hochzeiten getanzt habe, wage ich es also nicht, mich als Wedding-Expertin zu bezeichnen.

Doch wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht noch einen Ass im Ärmel hätten. Um euch mit den besten Tipps zu versorgen, habe ich mir die liebe Jona geschnappt, die kurz davor ist, Katherine Heigl aus „27 Dresses“ zu überbieten. Ja ja, nicht ganz – bis jetzt war sie auf 18 Hochzeiten, allein in den vergangenen zwei Jahren waren es neun. „Dazu zählen würde ich noch gefühlt jeden Samstagabend mit Linda De Mol bei Traumhochzeit, alle Royal Weddings der letzten 30 Jahre und natürlich jegliche Pausen, die Freunde und Familie mit mir machen mussten, wenn zufällig ein Brautpaar in eine nahe stehende Kirche ein- oder auszog.“

Ihr merkt, Jona ist ein richtiger Wedding-Fan – und das Beste? Sie hat sich die Zeit genommen, ihre Tipps mit uns zu teilen:

Stichwort: Hochzeit! Was fasziniert dich so sehr daran?

Ich liebe Hochzeiten, seit ich denken kann, und die Ehe hat für mich einen unfassbar hohen Stellenwert. Sicherlich spielen meine Eltern, die seit knapp 35 Jahren glücklich verheiratet sind, dabei eine große Rolle. Außerdem liebe ich die Dynamik und die Energie und kann mich auch bei fremden Paaren mitfreuen.

Ich weine immer, wenn die Braut den Saal betritt und fühle mich wie Jennifer Lopez bei „Wedding Planner“. It never gets old!

Es waren bis jetzt 18 Hochzeiten, nicht schlecht! Wie viele kommen dieses Jahr dazu?

Drei, davon sogar eine in Mexiko. Ganz genau kann ich es jedoch noch nicht sagen, da wir gefühlt wöchentlich neue Verlobungs-News erhalten und bei dem ein oder anderen kann ich mir auch eine spontane Hochzeit vorstellen. Für 2020 stehen auch schon drei Save-the-dates im Kalender und wir dürfen uns hier unter anderem auf Portugal und Afrika freuen.

Wahnsinn! Na dann bist ja genau die Richtige für uns. Angenommen, ich erfahre aus der Einladung nicht, welcher Dresscode gilt – mit welchem Outfit wäre ich gut beraten?

Zunächst gilt die klassische Regel: Kein Weiß/Creme und eigentlich auch kein Rot oder Schwarz, außer die Braut hat es zuvor erlaubt oder gewünscht. Dann würde ich im nächsten Schritt recherchieren, wo die Hochzeit stattfindet. Ist die Location eher rustikal, Vintage oder sehr elegant und wie ist sie gelegen? Vor drei Jahren waren wir auf einer Hochzeit in Österreich und die Trauung fand auf dem fast 2000 Meter hoch gelegenen Hof des Brautpaares statt. Stilettos hätten hier zum Beispiel keine Chance gehabt.

Die Uhrzeit ist auch ein interessanter Parameter. Tagsüber würde ich eher helle und farbenfrohe Nuancen wählen, abends kann es gerne auch etwas gediegener sein. Falls es eine Pause im Programm gibt, kann man sich auch umzuziehen. Aber keine Sorge, für gewöhnlich wird explizit auf einen Black Tie Dresscode am Abend, sprich bodenlanges Kleid für die Frau und Smoking für den Herrn, hingewiesen. Zudem kann die Einladungskarte Hinweise für ein mögliches Farbschema liefern.

Unterm Strich würde ich ein knieumspielendes, klassisches Kleid mit Ärmelchen – damit man für die Kirche keine extra Bedeckung mitnehmen muss – als treffsicheren Alleskönner bezeichnen. Ein Wrap-Dress von DvF oder ein Seidenblusenkleid von Equipment fallen unter diese Kategorie und mit besonderen Accessoires lassen sich diese Modelle schnell „updressen“.


Last but not least muss ich jedoch auch noch ergänzen: andere Länder, andere Sitten. Für Südländer und in Asien ist zum Beispiel Rot kein Tabu und hier wäre sicherlich der einfachste und pragmatischste Weg: Hörer in die Hand nehmen und bei dem Brautpaar nachfragen!

Unterscheidest du bei der Kleiderwahl zwischen einer kirchlichen und standesamtlichen Trauung?

Jein. Zunächst sollte man unterscheiden, wie das generelle Set-up der Hochzeit ist. Einige Paare heiraten nur standesamtlich, andere in Kombination mit einer freien oder kirchlichen Trauung. Wenn es später noch einen Anlass gibt ein großes Kleid zu tragen, wählt die Braut oft ein kurzes Modell oder einen Jumpsuit. Hier sollte man auch stets zum Knie umspielenden Kleid greifen, denn wie gelernt ist die wichtigste Regel, dass nur eine Frau im Mittelpunkt steht und das ist – na klar – die Braut!

Zudem kann man auch noch einen regionalen Joker ziehen. In Bayern trägt man zum Standesamt oft die Tracht und lädt im Anschluss und/oder am Vorabend der kirchlichen Hochzeit zu einem bayrischen Abend. So wanderte im letzten Jahr auch ein Dirndl in meinen Koffer nach Füssen.

Welche Fragen sollte man sich als Gast stellen, bevor man sich für ein Outfit entscheidet?

Die Frage nach der Location, Uhrzeit und Setting habe ich bereits erwähnt. Generell würde ich persönlich immer die Braut fragen, ob sie sich etwas Spezielles wünscht. Auch wenn viele gesagt haben, es sei ihnen egal, habe ich es ihnen meist am Ende doch noch einmal zum Final Approval geschickt.

Die Kür: Passe ich farblich zu meiner Begleitung? Ich finde es sehr wichtig, dass man als Paar auch optisch harmoniert. Und seinen wir mal ehrlich: Auf einer Hochzeit gibt es immer tolle Fotos und ganz pragmatisch entstehen so oft schon die ersten Weihnachtsgeschenke für die Eltern, haha.

Oder Instagram, hehe. Und in welchen Stores wirst du fündig?

Früher gab es nur einen Shop für mich – und das war J.Crew. Leider wurde mit dem Ausscheiden von Jenna Lyons auch die Bridal Boutique eingestellt. Schade!

Occasion Shopping hin oder her, ich glaube die Regel “Bleib deinem Stil treu!” sollte auch bei der Hochzeitsgast-Garderobe gelten. Wir brauchen also keine falsche Leidenschaft für Seidentaft oder den Besuch in der Abiball-Abteilung von großen Modehäusern, um für eine Hochzeit fündig zu werden. Natürlich nutzt man gerne eine tolle Einladung als Grund für ein neues Kleidungsstück, doch oft kann man auch bestehende Teile aus dem Schrank mit einem Zukauf besonders machen.

Eine Store-Einschränkung bei der Suche würde ich gar nicht aussprechen. Vielleicht ist die Gefahr größer, dass von der aktuellen Zara, Mango, & Other Stories, Sandro oder Maje-Kollektion auch ein weiterer Gast dasselbe Kleid an hat. Daher schaue ich, dass ich aus diesen Stores nicht immer das aktuellste Stück anziehe. Vestaire Collective und Rebelle sind perfekte Onlinestores, um Vintage-Designerstücke zu ergattern, bei Yoox oder The Outnet findet man Designerteile aus der Vor-Saison und dafür reduziert.

Tolle Hochzeitsbrands sind zudem:

Needles and Thread 


Self-Portrait


Zimmermann


Tory Burch und DvF

Ich halte eigentlich kontinuierlich meine Augen offen und das würde ich auch jedem raten: Kauf immer, auch wenn du es gerade nicht brauchst. Der Anlass wird schon kommen! Er gibt nichts Schlimmeres, als wenn man unter Zeitdruck ein Outfit finden muss.

Mein derzeitiger Lieblingstrend sind weite Röcke. Im letzten Jahr habe ich bereits einen tollen Rock von Dawid Tomaszewski getragen und auch für die Mexiko-Hochzeit im Oktober habe ich bereits einen bodenlangen altrosafarbenen Rock mit Federn gekauft, zu dem ich jetzt noch die perfekte Seidenbluse suche.


„Dieses Kleid hat ein Jahr auf den großen Einsatz gewartet und passte perfekt in die schweiz-kolumbianische Hochzeit mit dem Thema Flora und Fauna.“

Übrigens: Maria Lorez (die Braut) hatten wir auch mal in einem Closet Diary.

Hast du noch mehr Tipps?

  1. Die Braut steht im Mittelpunkt und du solltest ihren Anblick nur komplettieren.
  2. Ordentliche Schuhe sind Pflicht! Turnschuhe haben – außer wie in der stets geltenden Ausnahmeregel vom Brautpaar gewünscht – nichts auf einer Hochzeit zu suchen.
  3. Kann ich auf meinen Schuhen die Nacht durchtanzen? Negativ? Dann sind Wechselschuhe Pflicht, denn die Tanzfläche wird erst nach dem Brautpaar verlassen.
  4. Falls du dich mit keinem Gast absprechen konntest und dir unsicher bist, doch etwas underdressed zu sein, habe einfach ein paar richtig glamouröse, hochwertige Ohrringe in der Tasche.
  5. Kleine “Fleck Weg”-Stifte von Rossmann können zu richtigen Outfitrettern werden. Dicht gefolgt von Sicherheitsnadeln. Sie sind auch immer gute Joker.

Vielen lieben Dank, liebe Jona!

 

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Kommentare

  1. Hach da habt ihr genau die richtige Expertin gefunden. Ich finde Jona schaut immer toll aus und weiß einfach wie man sich dem Anlass entsprechenend kleidet. So eine Frau hätte ich gerne auf meiner Hochzeit gehabt 🙂 Bin mal wieder verliebt in die Selfportrait Kleider <3

  2. Ein klasse Thema. Vor allem wirklich hilfreiche Tipps, auf Die ich gar nicht gekommen wäre bei der Suche nach einem passendem Hochzeits-Outfit. Die Kleider , vor allem in der Maxilänge sind vor allem ein tolles und wunderschönes I-Tüpfelchen.

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