Labelwatch: Saks Potts – Alle lieben Rosa!

Als Pantone Farbe des Jahres 2016 war es nur eine Frage der Zeit, dass Rosa auch in unsere Kleiderschränke einzieht – dem dänischen Label Saks Potts sei Dank!

Rosa, Rosa, Rosa. Wenn es eine Trendfarbe gibt, auf die wir nie mehr verzichten wollen, dann ist es definitiv diese – zusammen mit einem zartem Pastellblau ist es ja auch die Pantone Farbe des Jahres 2016.

Was das mit dem heutigen Label To Watch zu tun, fragt ihr euch? Erst durch diese Farbe bin ich so richtig (im Kopenhagener Schauenreport haben wir es schon mal erwähnt) auf das Label Saks Potts aufmerksam geworden, oder eher gesagt durch einen rosa Hoodie. Den trägt nämlich die Crème de la Crème der Social-Media-Girls namens Pernille Teisbaek, Trine Kjaer, Pandora Sykes und Blanca Miró Scrimieri. Doch wer und was steckt hinter Saks Potts?

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Fotos via Instagram: Blanca Miró, Pernille Teisbaek, Trine Kjaer, Ganni

 

Spätestens seit der letzten Kopenhagen Fashion Week (Alexa berichtete hier und bewies damit den richtigen Riecher), ist das Label in die Riege der vielversprechendsten Neugründungen aus Dänemark aufgestiegen. Und das, obwohl Barbara Potts und Cathrine Saks erst mit der SS16-Kollektion (also vor etwas mehr als einem Jahr) ihr Runway-Debüt in Dänemark gaben. Die beiden Mädels, die das Label allerdings schon 2013 gründeten, haben aber auch tolle Vorbilder: Ditte und Nikolaj Reffstrup vom dänischen Label Ganni.

 

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Fotos: Courtesy of Saks Potts, Instagram/sakspotts

 

Bekannt geworden ist Saks Potts aber nicht mit dem rosa Hoodie – der kam erst später – sondern mit farbigen Pelzen. Die Gründerinnen haben sich auf den Schirm geschrieben, den Ruf von Pelz (für dessen Lieferung Dänemark weltweit bekannt ist und sich auf die Fahne schreibt, fair zu produzieren) zu verbessern und ihm sein damenhaftes Auftreten zu nehmen – und hier wird es natürlich politisch. Saks Potts gelingt die Integration von Pelz in den gezeigten Runway-Kombis sehr gut, aber wir können ziemlich gut drauf verzichten. Wäre Kunst-Pelz nicht die bessere Alternative?

 

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Fotos via copenhagenfashionweek.com

 

Für die Spring Summer Kollektion 2017 sind nämlich auch tolle fellfreie Teile dabei, zum Beispiel ein Kleid mit zartem Rosenprint, ein schwarzes T-Shirt mit Logo und ein Blumenrock mit Mohnblumen, den sich Pernille Teisbaek gleich mal für ein super Streetstyle-Bild unter den Nagel gerissen hat.

 

 

Belohnt wurden die wunderschönen Entwürfe aber nicht nur mit internationaler Anerkennung und Liebesbekundungen der Streetstyle-Ikonen, sondern auch mit der Nominierung für den Dansk Design Talent Magasin Preis. Speziell für diesen Wettbewerb entwarfen die beiden Designerinnen für die Sängerin Pernille Rosendahl eine Kollektion in Zusammenarbeit mit ihren Mentoren von Ganni. Herausgekommen sind rosa – wer hätte es anders erwartet? – Office-Looks, die sich an Lady Diana und der Savile Row in London orientieren. Eine wilde Mischung, die auf den Fotos aber doch harmonisch und sehr trendverdächtig wirkt.

 

Wir drücken den beiden Girls auf jeden Fall die Daumen, dass sie das Rennen um den Nachwuchspreis machen, verdient hätten sie es nämlich auf jeden Fall mit ihren coolen Entwürfen. Die Preisrange des Labels ist dabei erschwinglich: T-Shirts fangen bei ca. 50 Euro an, Kleider liegen bei 300 Euro. Die Pelz- und Fellmäntel haben natürlich ihren Preis und können schon mal 1000 Euro kosten.

Bei uns hat das Label das Rosa-Fieber weiter ausgelöst und es bleibt nur noch die Frage: Wo bekommen wir jetzt diesen Hoodie her?

Das Label ist gerade so angesagt, dass in den Onlineshops fast alle Sachen ausverkauft sind, aber bei diesen Teilen hoffen wir sehr auf ein schnelles „Back in Stock“:

(Fotos Header: Courtesy of Saks Potts, Instagram/pandorasykes, Instagram/pernilleteisbaek, Instagram/sternnielsen)

 

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.