Handgemachtes und Oma-Chic: der Trend zu mundgeblasenem Glas und Kristallschälchen

Nachdem Tine uns gezeigt hat, wie toll Glas und Acryl in Kombination mit natürlichen Materialien zuhause aussehen können – Stichwort 80er Jahre adé – hatte ich dem Ganzen wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

Beim Stöbern durch die Interior-Läden ist mir dann aber aufgefallen, dass dieses Phänomen nicht nur im Möbelbereich um sich greift, sondern dass auch Accessoires und Dekokram aus Glas auf der Vorreiterwelle surfen. Neben modernen Vasen sind es vor allem die Kristallschälchen, die man bisher nur aus Omas Wohnzimmerschrank kennt, die ihr Revival feiern.

Beim Kaffeeschlürfen in Berlin, passend zur Trendtendenz des Handgemachten und gar Unperfekten, fielen mir dann auch immer öfter Karaffen und Gläser aus mundgeblasenem Glas auf, die man dadurch erkennt, dass sie alle nicht die gleiche Form haben, ein bisschen schief und krumm an manchen Stellen und auch nicht gleich dickwandig sind. Handgemacht eben.

Um euch einen kleinen Überblick, über meine Lieblingsstücke und Inspiration für das eigene Heim zu geben, gibt es hier meine Kuration für euch.

via Jessica Scott

Die Kristallschalen und -karaffen gibt es in einigen Einrichtungsläden neu zu kaufen – ich habe sie im Schwesterherz in Kreuzberg gesichtet. Am besten findet man sie aber wohl über etsy oder auf dem Flohmarkt.

Langlebiges vom Feinsten

Eine zweite Variante, wie man sich die hübschen Kristallschalen nachhause holen kann, ist die Jellies Tableware von der Designerin Patricia Urquiola. Das einzig Komische daran: das Geschirr ist nicht aus Glas gefertigt – wie man beim ersten Anblick und auch darüber hinaus eigentlich sofort annimmt. Nein, die Stücke der Jellies Tableware sind komplett aus Kunststoff. Praktisch für alle, die Kinder zuhause haben und trotzdem Lust auf schöne Kristall-Glasträume. Gibt es beispielsweise über Ambiente Direct.

Für Limo-Stunden auf Balkonien

Das Tolle an mundgeblasenem Glas ist, dass jedes Stück anders aussieht. Man kann das unperfekt nennen oder einfach individuell – ich finde die mundgeblasenen Gläser fassen sich viel besser an, als die industriell gefertigten. Bei manucaftum gibt es eine schöne Karaffe und dazu passende Gläser, die wohl bereits Goethe in der Form gehabt haben soll. Na!

Das Revival der Kristallschalen

In der Collage von links nach rechts:

Kuriose Entwicklungen

Verrückterweise gibt es nun natürlich auch Firmen, die auf den Unperfekt- und Handgemacht-Zug aufspringen und Vasen oder Gläser zwar im mundgeblasenen Stil fertigen – aber industriell und nicht in Manufakturen. Schön aussehen tun diese Exemplare natürlich trotzdem. Bei West Wing Now gibt es eine ganze Parade von schönen Vasen in dem Stil.

 

 

Im Moment findet man zwischen den industriell gefertigten Glas-Accessoires zwar schon original Mundgeblasenes, das aber noch sehr wohl geformt und fast gar nicht handgemacht aussieht. Hier eine kleine, aber feine Auswahl:

 

 

 

Perfekte Formen, denen man nicht gleich ansieht, dass sie eigentlich gar nicht industriell – sondern von Hand hergestellt sind – dominieren im Moment also tatsächlich noch bei den meisten Firmen. Aber ich wette, dass sich das bald ändern wird. Der Trend zum Handgemachten, Unperfekten und Individuellen steht schon in den Startlöchern und wird nach und nach noch mehr in unseren Alltag übergehen. Mich freut’s, denn ich hab es gern handgemacht und ein bisschen krumm und schief.

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