Outfit: Feelgood Basics

Mein kleiner Sohn Louis ist gerade sechs Monate alt geworden und ich kann es ehrlicherweise nicht fassen, wie dermaßen schnell alles an mir vorüber zieht. Es sind diese typischen Elternfloskeln, aber an seinen Kindern erkennt man, wie die Zeit rast – dabei empfinde ich gerade alles wie in einer nebligen Wolke, irgendwie ewig langsam und furchtbar zehrend. Der Alltag ist, das brauche ich nicht beschönigen, sehr anstrengend. Familie, Job, Beziehung, „Phasen“, Schlafentzug, viele viele Krankheiten und natürlich den Wohnungsbau unter einen Hut zu bekommen, dabei entspannt und glücklich auszusehen und selbst gesund zu bleiben, fällt mir zur Zeit sehr schwer.

Einen kleinen positiven Antrieb verschafft mir zur Zeit mein Kleiderschrank. Um mich ein wenig so zu fühlen, als hätte ich auch nur ansatzweise etwas im Griff, mache ich mir morgens gern ein wenig Gedanken um meine Outfits. Nicht, dass es wichtig wäre, für den Weg zur Kita was anderes als einen Jogger anzuziehen. Hierbei geht es schlicht und ergreifend um mein Selbstwertgefühl – als ich mich Anfang der Woche in diesen  Edited-Look geworfen habe, fühlte sich das verdammt gut an. So, als könnten mich Lederjacke und tief ausgeschnittener Body von den tiefen Augenringen (dank etwa vier Stunden Schlaf) befreien.

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Klar, die Sonnenbrille hilft da ungemein, ein klein wenig roter Lippenstift auch. Aber es sind doch die Kleider, die mich an diesem Tag unterbewusst so gepusht haben, dass ich erstaunlich viel geschafft habe – zum Beispiel ein wenig Me-Time. Nach dem Kita-Dropoff des Älteren habe ich mir ein Solo-Frühstück im Lieblingscafe gegönnt, Nachrichten gelesen und mich für den Tag sortiert.

Danke, Lieblingsklamotten!

Lederjacke „Jihan“, Body „Jihan“, Jeans „Tami“Pantolette „Tatiana“, Sonnenbrille Ace & Tate, Tasche Céline Box Bag, Kette Alighieri

 

 

In Zusammenarbeit mit Edited

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Kommentare

  1. Liebe Jessie, ich finde es toll und mutig von dir, so offen darüber zu reden, wie schwierig alles unter einen Hut zu bekommen ist. Ich fühle mich jetzt schon manchmal so ausgefüllt und teilweise auch überfordert, Job, Beziehung, Freunden und Familie (und nicht zuletzt mir selbst!) gerecht zu werden, dass mich das Thema eigene Kinder total er- und fast schon abschreckt. Ich bin fast 30, aber hoffe, dass irgendwann doch der Kinderwunsch über die Befürchtungen siegt. Liebe Grüße und weiterhin alles Gute für dich.

    • Danke Caro! Wie sagt man so schön: Man wächst mit seinen Aufgaben. Passt in jedem Fall auch im Bezug auf Kinderkriegen. Wir wuppen oftmals alles mit Humor, aber Schlafentzug ist einfach wie Folter. Wird aber wieder besser – und mein Kopf dementsprechend hoffentlich auch 🙂

  2. Liebe Jessie, herzlichen Dank für deine Ehrlichkeit. Ich kann es absolut nachempfinden, mit geht es mit einem Kind genauso. Sehr oft denke ich morgens: ein großer Aufwand lohnt sich nicht. Aber ich nehme mir deinen Post hier zum Anlass öfter mal wieder in die gute Garderobe zu schlüpfen – egal was so ansteht am Tag. Denn es tut einem selbst wirklich gut ! Viele Grüße, Sara

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