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Reisen: Mit The Thinking Traveller auf Sizilien

Ciao bella, La Limonaia! Als wir nach einer Dreiviertelstunde Anfahrt vom Flughafen in Catania mit dem Auto auf den winzigen buckeligen Weg einbiegen und schliesslich ein kupferrotes, unscheinbares Tor erreichen, muss ich noch mal in den umfangreichen Reiseunterlagen nachsehen, ob wir auch wirklich an unserem Sommerhaus an der Ostküste auf Sizilien angekommen sind. Dass dahinter, zwischen zahlreichen Zitronenbäumen und mit dem Blick sowohl auf den Vulkan Etna als auch das funkelnde Meer, ein absolutes Juwel von privater Villa liegt, ahnt man zunächst nicht.

Denn so lange ich mich auf der Website von The Thinking Traveller umgesehen, unendlich viele Häuser durchforstet und die Bilder des Hauses in- und auswendig studiert habe: Die Anlage und die Einrichtung sind noch gemütlicher und schöner als auf den professionellen Bildern! Und das werte ich doch gleich als Pluspunkt.

Der ewig lange Pool erstreckt sich parallel zu dem zweistöckigen Farmhaus aus Lavagestein, das einem sizilianischen Ehepaar gehört. Die beiden haben es selbst umgebaut und es ist auch kein Wunder, denn Eugenio ist Architekt, Nicoletta Fotografin und Dokumentarfilmerin. Und weil sie längst in Mailand leben und noch weitere Immobilien haben, vermieten sie La Limonaia beinahe das ganze Jahr über an.

 

Und genau darauf basiert das Konzept von The Thinking Traveller.

Noch Jahre bevor Riesen à la Airbnb launchten, genauer im Winter 2002, wurde das Unternehmen mit Sitz in London von den Sizilien-Liebhabern Rossella und Huw Beaugié gegründet, die dank ihres Netzwerks und bester Recherche exklusive Häuser von Privatpersonen auf der Insel anboten, die sonst nirgends gemietet werden können. Rossella ist Sizilianerin, daher die gute Vernetzung vor Ort. Huw ist Engländer. Die beiden haben damals mit TTT in Sizilien gestartet und zu Beginn die Ferienhäuser ihrer Freunde vermietet.

Das Konzept schlug ein wie eine Bombe, die Auswahl einzigartiger Häuser wurde stetig erweitert und ist inzwischen auch in Apulien, einigen griechischen Inseln und auf Korsika zu finden.

Anfang des Jahres habe ich das Gründerehepaar in Berlin getroffen, als sie für Pressetermine in der Hauptstadt waren, und beide waren mir aufgrund ihrer Herzlichkeit und dem aufrichtigen Interesse sympathisch –nicht nur, weil Rossella meinen Sohn Louis so gern auf dem Arm gehalten hat (ihre zwei Töchter und ein Sohn sind schon längst aus dem Babyalter raus). Sofort hat man gemerkt, was die Marke ausmacht: Zur Verfügung wird nicht nur eine Ferienhaus gestellt. Angeboten wird ein durchdachtes Urlaubskonzept mit bestem Service und Liebe fürs Detail.

 

Das bedeutet, dass sich nach der Buchung ein Experience Specialist meldet, der sich um die Raumaufteilung für unsere Familien – wir reisen wie jedes Jahr mit unseren besten Freunden – kümmert und  ein umfangreiches Reisebuch mit jeder Information über Haus, Anfahrt, Umgebung und den speziellen sogenannten „Think Experiences“ zusammen stellt. Beispielsweise gibt es einen Einkaufs,- Koch- und Weinlieferservice, Ausflüge zum Etna oder einen Bootstrip. Den Check-In übernimmt ein erfahrener Mitarbeiter inklusive Rundführung vor Ort und unsere Ansprechpartnerin Chiara ist die ganze Zeit wie ein Concierge im Hotel erreichbar. Als bei uns die Sicherungen aufgrund eines Gewitters rausknallen, weiss ich dank bester Einführung, wo der Sicherungskasten ist. Als wir in den kleinen niedlichen Orten unterwegs sind, empfiehlt mit Chiara noch schnell per SMS das beste Pizza-Lokal oder hat einen Tipp für Taormina parat.

Highlight unserer Reise ist der Abend mit einem Koch, der in unserer Küche das 3-Gänge-Menü bestehend aus Fisch-Antipasti, der sizilianischen Pasta Norma und einer unfassbar guten Dorade zubereitet – inklusive Service und Aufräumen! Dazu wird Wein gereicht, die Kinder spielen nach ihrer Nudelportion weiter im Wohnzimmer und wir reiben uns die vollen Bäuche – welch großartiger Service, denn abends mit tobenden Rabauken ins Restaurant zu gehen, empfiehlt sich nur noch selten.

Kinderfreundlich ist das Haus übrigens auch, aber man muss natürlich durchgehend aufpassen – der Pool ist nicht umzäunt und die Treppen sind für die ganz Kleinen auch nicht ohne. Wir haben zu Beginn die ein oder andere schmucke Vase und ein paar Kunststücke in Sicherheit gebracht, damit nichts zu Bruch gehen kann. Mission achieved!

Für die Lage des Hauses habe ich mich übrigens entschieden, weil der Flughafen (von Berlin aus fliegt man knapp drei Stunden, direkt zum Beispiel mit Easyjet oder Ryanair) nur etwa 45 Minuten entfernt ist – ein Auto mieten ist somit Voraussetzung – und wir viele Tagesausflüge (und natürlich die Fahrt in den Supermarkt) machen konnten. Taormina ist entzückend, wenn auch sehr touristisch, und die Isola Bella ist in jedem Fall einen Ausflug wert! Für vier Euro kann man die leerstehende Insel besuchen und das hat was von Flintstones meets James Bond in den 60er Jahren.

 

Die Preise für die Häuser sind je nach Größe und Ausstattung unterschiedlich und auch die Saison spielt eine Rolle, bei La Limonaia seht ihr hier auf einen Blick den Preis, der sich durch die Belegung zusammen setzt. Bei uns waren es pro Person etwa 80 Euro pro Nacht. Je mehr Freunde, desto besser also 😉

 

Zwar waren wir, was das Wetter anbelangt, nicht ganz glücklich – es hat beinahe durchgehend geregnet, was sehr untypisch für die Jahreszeit ist – und doch habe ich Sizilien gleich in mein Herz geschlossen.

Beim nächsten Mal möchte ich unbedingt zum Vulkan und die südlicheren Orte wie Noto besichtigen und tatsächlich im Meer baden!

Alle meine Looks in der Übersicht:

Kleid: Rhode Resort

Kleid: H&M (ähnlich hier)

Kleid: Max Mara (ähnlich hier), Schuhe: Arket

Blazer: & Other Stories, Kette: Wald Berlin

Kleid: Arket

Jacke: Ganni, Top: H&M (ähnlich hier oder in blau ähnlich), Tasche: Elleme

Bluse: Posse, Hose: Posse, Sandalen: Arket, Haarspange: Wald Berlin

Blazer: & Other Stories, Rock: H&M (ähnlich hier), Kette: Wald Berlin

TRANSPARENZ:

Wir haben einen Presse-Rabatt von The Thinking Traveller erhalten.

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Kommentare

  1. Es ist halt ein Teufelskreis, man fliegt an schöne Orte und erwartet gutes Wetter, aber durch die Klimaerwärmung scheint das gewohnte Wetter auch bei „uns“ nicht mehr ganz so im Gleichgewicht zu sein…

    • Ach man, gleich wieder so ein Kommentar. Ich stimme dir mit der Klimaerwärmung voll und ganz zu, aber darf man jetzt nicht mal mehr auf schönes Wetter in seinem Urluab hoffen und das auch schreiben? Natürlich macht man das beste draus und hat auch einen schönen Urlaub, aber wer freut sich bitte über fast durchgehenden Regen statt auf ein bisschen Sonnenschein und einfach regenfreie Tage, besonders wenn man mit Kindern unterwegs ist.

  2. Wunderschöne Aufnahmen und Lust nach Meer 🙂 Gerne hätte ich noch weitere Bilder vom Innenleben des Hauses gesehen <3 und das Outfit (Max Mara & Arket) auf Bild 3 ist einfach Hammer! Magst du mir bitte verraten, woher die Sonnenbrille ist? Leider sind hier selten die Augenschoner verlinkt 😉 Vielen Dank & alles Liebe, Aline

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