Dienstagsdinge: Interior Likes KW 47

So, ihr Lieben. Ab nun heißt es jeden Dienstag Interior Likes – ahoj. Denn an diesem Tag in der Woche beglücke ich euch nun regelmäßig mit meinen liebsten Funden aus dem Internet und der Welt der Ästhetik, die sich darin zeigt und entspinnt. Mit dabei sein können Homestories, neue Designer und Labels, schöne Interior-Shop-Funde, beeindruckende Künstler und Kollaborationen, Bücher und Bildbände oder einfach Inspiration rund um das, was die eigenen vier Wände noch wohnlicher und schöner macht. 

Ich hoffe ihr habt Freude dran – und los geht’s mit der ersten Folge meiner neuen Kategorie.

1. Das Mailänder Studio Testo gibt es seit letztem Jahr. Giulia Dolci und Giulia Fauro Alessie drücken persönliche Erfahrungen in Kunst, visueller Kommunikation, Kostüm- und Setdesign aus. So verschmelzen verschiedenste Einflüsse. In ihrem neuesten Projekt kann man beobachten, wie die beiden sich ein Beispiel an Konstruktivismus und Konkreter Kunst genommen haben. Wunderschöne Leinen-Wandbilder und ein modern bezogener Stuhl im Midcentury-Stil sind die beeindruckenden Produkte ihrer neuesten Schaffensphase. Ein Blick in ihr visuelles Tagebuch lohnt sich. Hier kann man Kissen und Mäppchen in dem Stil kaufen.

Journelles_StudioTesto

Journelles_StudioTesto
Fotos von Claudia Zalla

 

2. Kleine Keramikschälchen sind meine neuesten Lieblinge auf der Kommode. Rein kommt so allerhand Gesammeltes wie Muscheln und Steine aus dem Urlaub, Schmuck, Haarklammern oder Kleinkram, der kurzfristig ein neues Zuhause braucht. Sehen wunderbar hübsch aus, sind praktisch und lassen sich toll kombinieren. Die weise Marmorschale und diese hier von Kauf dich Glücklich gehören zu meinen Liebsten.

Kaufdichgluecklich_Journelles_Keramik

Kaufdichgluecklich_Journelles_Keramik

 

3. Was hat es mit diesen umgedrehten Büchern auf sich? In letzter stolpere ich immer häufiger über Homestories, die Fotos von Regalen zeigen, in denen statt der bunten Buchrücken nur die weißen Seiten zu sehen sind. Dass man keine Lust hat, seine Bücher nach Farben zu sortieren, sondern lieber thematisch, nach Lieblingen – oder gar nicht – kann ich ja noch verstehen. Aber dass man seine Bücher umdreht, um ja dem minimalistischen, weißen Schick seiner Wohnung treu zu bleiben, finde ich als Bücherliebhaberin irgendwie blöd.

via Archi Expo
via Archi Expo

 

4. Wer klare Formen und matte Pastellfarben mag, dem wird hier das Herz aufgehen: Structure war eine Ausstellung für Norwegisches Kunsthandwerk und Design, die vor ein paar Monaten in Mailand stattgefunden hat. Ich habe die Fotos von den Entwürfen und Produkten der Teilnehmenden schon auf meinem Blog Kooye gefeatured und muss euch unbedingt auch hier auf Journelles verzückt von dieser Augenweide berichten!

Structure_JournellesStructure–Journelles

 

5. Weiss ist ein Buch von Kenya Hara. Er ist Professor für Design, wohl einer der einflussreichsten Grafikdesigner Japans und Kreativdirektor bei Muji. Wie der Titel schon andeutet, geht es darin um Stille, Raum und die Abwesenheit von Farbe. Der Künstler Olafur Eliasson schreibt dazu: »Wir scheinen heute eine Rationalisierung der Sinne zu erleben. Die Kunst der Verfeinerung gerät in Vergessenheit, und die Aufmerksamkeit für Detail, Vertiefung und bedächtige Auseinandersetzung wird vernachlässigt. In seinem bestechend leichten Text über das Konzept »Weiss« stellt Kenya Hara sich dieser Tendenz entgegen.« Gibt es zum Beispiel bei selekkt.

 

larsmueller

 

6. Pate für den ultra-minimalistischen Tisch des Kopenhagener Designstudios Million stand der Architekt Mies van der Rohe mit seinem Credo „Weniger ist mehr.“ Tatsache. Nur das Motto für oben drauf – auf dem Abendbrot-Tisch – soll bitte andersrum lauten.

Million_Journelles Million_journelles

 

7. Die Arbeiten der Pariser Illustratorin Alma Charry machen Lust, sich selbst abends wieder öfters hin zu setzen, um zu malen oder Collagen zu machen. Zeit für Kreativität haben wir ja jetzt. Denn ich würde sagen ab jetzt heißt es immer öfter – hallo, frühe Dunkelheit und hallo, liebes Zuhause! Die Zeitumstellung macht’s möglich.

AlmaCharry-Journelles AlmaCharry-Journelles

 

8. Die erste Ausgabe der Numéro Femme Berlin ist da. Mit 600 Seiten ist das Magazin eine Hommage an tolle und prägende Frauen aus Deutschland, aus den Bereichen Mode, Kunst, Literatur, Musik und Film. Mit dabei auch die beiden tollen Künstlerinnen Alicja Kwade und Jorinde Voigt. Mit seinen besonderen Fotostrecken – die man am liebsten sammeln und in Collagen an die Wand kleben möchte – tollen Interviews, der schönen Gestaltung und unglaublich vielen, interessanten Beiträgen bietet das ultra-dicke Magazin wahrscheinlich Lese- und Inspirationsstoff für mindestens zwei volle Tage am Stück.

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Journelles_NuméroBerlin

Kommentare

  1. alicjaschindler@gmail.compflanzi-kiwi@web.de
    Franziska. sagte am

    Liebe Alicja,

    danke für diese großartige Auswahl! Das übertrifft absolut die üblichen Interior-Tipps, denen man sonst auf diversen Blogs begegnet.

    Liebst
    Franziska.

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