Happy Easter! Die schönsten Inspirationen für den perfekten Oster-Strauß

Wir sind im Blumen-Fieber wegen Ostern und deshalb hat Alicja sich ein paar Experten-Tipps für euch geholt

Was gehört zu einem gemütlichen und schönen Oster-Frühstück? Bunte Eier, ein Gugelhupf oder irgendein anderer leckerer Kuchen, Marmelade, viel Kaffee und ganz wichtig: bunte Blumen.

Im Frühling beginnt für mich sowieso die Zeit, in der ich wieder Lust habe auf das quietschende Geräusch frischer Tulpen und ich mich freue, wenn ich unterwegs die ersten Krokusse sprießen sehe.

Dazu kommt bei mir eine akute Blumen-Vermissung, da ich bis letzten Sommer neben des Studiums in Freiburg in einem wunderschönen Blumenladen gejobbt habe. Auch wenn der Winter hart ist (Blumen mögen’s kalt!), ist es doch ziemlich famos, den ganzen Tag einem kleinen Blumenmeer zu verbringen.

Dort durfte ich außerdem lernen, wie modern gebundene Blumensträuße aussehen können, die statt an Tradition und Langeweile eher an ein exotisches, abstraktes Kunstwerk erinnern. Zwei der wichtigsten Regeln, die ich damals verinnerlicht habe: Grünzeug adé und auch Rosen oder Gerbera sind bei jungen Floristen nicht so gern gesehen.

Um mein Wissen aufzufrischen und vor allem, um euch eine Ladung bunter Inspiration inklusive Tricks und Tipps für einen tollen Oster-Strauß liefern zu können, habe ich spontan bei einem Workshop von bloomon in Berlin mitgemacht. Wie man Schnittblumen am besten behandelt, so dass ihr möglichst lange was von ihnen habt und welche Tipps es gibt, dass der selbst gebundene Strauß auf jeden Fall gelingt, erfahrt ihr hier!

Chrysantheme
Veronica und Bartnelke
Waxflower
Allium (Zierlauch)

Tipps zum Umgang mit Schnittblumen

  • Die Vase nicht ganz mit Wasser füllen, sondern nur etwa zu einem Drittel, damit den Bakterien nicht ein allzu großer Spielplatz geboten wird.
  • Wasser nur wechseln, wenn es trüb wird. Solange es noch durchsichtig ist, kann man einfach nur etwas Wasser nachschütten.
  • Apropos Wasser: Durchsichtige Vasen sind praktisch, weil man schnell auf einen Blick sieht, ob das Wasser schon trüb ist oder noch klar.
  • Am besten immer nur kaltes Wasser benutzen, da nicht alle Blumen warmes Wasser vertragen.
  • Niemals Regenwasser verwenden, so könnten sich die Bakterien zu leicht weiter vermehren.
  • Narzissen scheiden einen Saft aus, der für andere Schnittblumen giftig ist. Deshalb: Bevor man alle Blumen zusammen in eine Vase stellt, sollten die Narzissen erstmal einen Tag lang gesondert in einer anderen Vase stehen.
  • Nelken niemals an ihren Knoten abschneiden.
  • Bei Nelken gibt es einen Trick, wenn sie noch nicht schön geöffnet sind und man trotzdem schon einen vollen Strauß haben möchte: Mit zwei Fingern an der grünen Fläche unterhalb der Blüten gegeneinander drücken und ganz vorsichtig hin und her reiben.
  • Der Anschnitt sollte stets schräg sein, weil sich somit die Fläche vergrößert, über die die Schnittblumen Wasser aufnehmen können.
  • Blätter vom Stiel entfernen, damit das Wasser möglichst bakterienfrei bleibt – sieht außerdem schicker aus.

Tricks für einen tollen Strauß

  • Wenn man anfängt, ein Bouquet in einer Vase zu arrangieren, sollte man beachten, dass man zuerst eine Art Stützkreuz baut. Am besten nimmt man zwei Blumen und stellt sie sich gegenüber in die Vase (also parallel zu einem selbst) und fängt dann erst an in unterschiedliche Richtungen andere Blumen hinein zu stecken.
  • Auch wichtig: Verzweigte Blumen am besten schneiden und die Triebe in kleine Vasen stellen (zum Beispiel im Bad) oder die verzweigten Kandidaten erst gegen Schluss ins Bouquet einstecken. Das Problem, wenn man das bereits zu Beginn macht, ist, dass es sonst schwer wird, etwas zu ändern, weil die Blumen sich sonst beim Herausziehen verhaken.
  • Während des Arrangierens die Vase immer mal wieder drehen, sodass man das Bouquet aus verschiedenen Seiten betrachten kann.
  • Es hilft ungemein, ein paar Schritte zurück zu gehen und den Strauß von weiter weg zu betrachten. Wo liegt der Fokus? Wo sind noch Löcher?
  • Blumen nicht alle auf einer Höhe abschneiden, sondern mal länger, mal kürzer. So wirkt der Strauß moderner.
  • Wenn man schon ein paar Blumen in der Vase hat, kann man so arbeiten, dass nicht mehr alle Stiele den Rand berühren, sondern locker in der Mitte der Vase bleiben – damit bekommt man eine gute Balance hin, sodass sowohl außen als auch innen Blumen sind.
  • Bei Blumen, die sowieso einen Schwung nach außen hin haben (wie beispielweise die französische Tulpe, die bis zu einem Meter hoch werden kann) kann man ihre natürliche Beschaffenheit ausnutzen, indem man sie nach außen anordnet, sodass sie über den Vasenrand hinweg weiter wachsen können.
Freesie
Von Alicja

Ich bin Alicja und schreibe für euch über Interior, Design und Kunst. Wenn ich nicht gerade Zuhause die Bude umräume, wilde Collagen fabriziere oder eine neue Postkarten-Ausstellung an meiner Wand kuratiere, dann berichte ich liebend gern über junge Designer, Trends, Künstler und Labels. Bisher auf meinem Blog Kooye – seit Oktober 2016 auch hier auf Journelles.

Im Moment studiere ich Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt Universität. Davor habe ich in Freiburg einen Bachelor in Medienkulturwissenschaft und Kunstgeschichte gemacht. Kunst, Medien, Philosophie und Gesellschaft sind hier meine Themen.
In meinem Alltag mag ich Bücher und Magazine, Pflanzen und Keramik, Kunstausstellungen, mit meinem roten Hollandrad durch die Gegend düsen und Freundinnen-Nachmittage mit Apfel-Zimtkuchen.

Folgt und schreibt mir gern auf Instagram und meinem Blog.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.