Trend du Jour: Grunge 2.0

Das Moderad wird wohl nicht mehr neu erfunden, das haben wir gerade wieder bei den Cowboy-Stiefeln festgestellt. Stattdessen bedienen sich die Modemacher an Trends aus der Vergangenheit und lassen diese alle paar Jahre wieder neu aufleben. Dries van Noten setzt sich regelmäßig meisterhaft über Tendenzen und die Ideen seiner Kollegen hinweg und kreierte diese Saison damit einen unvorhersehbaren und gleichsam zauberhaften Look: Nennen wir es Grunge 2.0. 

Eigentlich scheint das Zusammenfassen einzelner Kollektionen überkommen. Lieber kümmert man sich um den Gesamtzusammenhang und kündigt große Trends an. Aber im Fall von Dries van Noten muss eine Ausnahme gemacht werden – zu grandios sind die Entwürfe des belgischen Designers. Grundgedanke ist die während der Modewoche ach so oft zitierte „Duality of Women“ – hart und zart, feminin und maskulin. Es scheint fast, als habe van Noten sich in den Kleiderschränken von Courtney & Kurt bedient, alle Teile zusammengeworfen, die Materialien durch Seide und Chiffon ersetzt und ein paar dreidimensionale Stickereien ergänzt.

Weite Karohosen verlieren ihre staubige Spießigkeit und werden mit taillierten Westen und spitzen Pumps kombiniert. Das gleiche Muster findet sich auf Chiffonblusen und -westen, die mit funkelnd bestickten Röcken einen stimmigen Kontrast ergeben. Silber glänzende Heels und Täschchen mit Leopardenmuster lassen mein Herz endgültig bis zum Hals schlagen. Obendrein ist die Kollektion außerdem herrlich tragbar und könnte ohne große Umschweife von den Modeketten übernommen werden.

Und so könnte man Grunge 2.0 auch in der eigenen Garderobe ausprobieren:

 

Bilder aus der Collage: Kurt Cobain by Jesse Frohman; Dries van Noten Spring 2013.

 

Kommentare

  1. nö,nö,nö….nicht mit einem so schönen text und einer prima collage einem den mund wässrig machen, dann noch beispiele für normalsterbliche auswählen und ankündigen, dass man keine kollektionen besprechen kann! in zukunft bitte mehr davon, ob trend oder nicht,yo…

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