Closet Diary mit Sarah Schäfer, Bloggerin

Happy Monday, ihr Lieben! Auch diese hoffentlich schöne Mai-Woche starten wir mit einem wunderbaren Closet Diary. Dieses Mal hat Sarah Schäfer das Rennen gemacht.

Ich bin ein absolutes Landei, wuchs in einem 450-Seelen-Dorf auf und habe mich deshalb vermutlich allein aufgrund mangelnder Alternativen schon immer sehr für Mode interessiert. Ich habe also schon im Kindesalter mit meiner besten Freundin und kleinen Schwester „Modeln“ gespielt. Dabei haben wir die kuriosesten Outfits zusammengestellt und mit meiner ersten Analogkamera abgelichtet“, erzählt sie.

Einen eigenen Blog zu gründen war die logische Konsequenz und so entdeckt man auf Sariety, dass neutrale Töne und viel Schwarz definitiv zu Sarahs Lieblingen zählen und die altbewährte Stilregel „High-Street-Labels kombiniert mit wertvollen Vintagefunden“ immer noch ihre Gültigkeit hat.

Während ihres Linguistik-Studiums hat Sarah ihre Liebe zum Schreiben entdeckt und die beiden Leidenschaften auf ihrem eigenen Blog perfekt verbinden können. Zusammen mit ihrem Mann und Fotografen Ben hat sie die Website im Oktober 2015 ins Leben gerufen. Außerdem arbeitet sie seit ihrem Masterabschluss im vergangenen Jahr als freie Redakteurin und Content Creator.

Man könnte sagen, dass mir das Zusammenstellen und Abfotografieren meiner Outfits schon immer sehr viel Spaß gemacht hat. Auch wenn sich mein Stil (glücklicherweise) doch etwas verändert hat.“ Wie das en detail aussieht? Das sind die 7 Tage, 7 Looks von Sarah!

Sarah (@sariiety) auf Instagram:

MONTAG

Meine Woche startet wie jeden Tag um 7 Uhr. Ich war schon immer ein Morgenmensch und schaffe von 8 Uhr bis 12 Uhr meist mehr als in den acht Stunden danach. Normalerweise beginnt mein Tag mit einer Tasse Kaffee auf der Couch, wo ich mir ein paar ruhige Minuten gönne, bevor ich mich in den Arbeitsalltag stürze. Heute geht es für uns für ein paar Termine mit Agenturen und Brands nach München, weshalb ich nur kurz meine Mails checke, um dann mit viel zu viel Gepäck für eine Nacht mit meinem Mann und Business Partner Ben nach München zu fahren.

Neben Fashion Weeks sind Pressetage und Agenturtermine für uns sehr wichtig, um zu „netzwerken“, über mögliche Kooperationen zu sprechen oder einfach nur im Pool der Blogger nicht unterzugehen.

Diesen Frühling stehe ich ganz besonders auf beige und weiß – am liebsten in Kombination. Mein Montagslook besteht deshalb aus einer hoch geschnittenen Marlene-Hose in glänzendem Gold, einem meiner liebsten Trenchcoats der Saison von Norr sowie einer Céline-Sonnenbrille (ja, ich bestehe nach wie vor auf den Accent Aigu), die ich Secondhand erstanden habe. Dazu kombiniere ich meine allererste Designertasche, auf die ich viele Monate gespart habe: die J.W. Anderson Pierce Bag.

Trenchcoat: NORR (ähnlich hier), Bluse: Massimo Dutti (ähnlich hier), Hose: Ivy & Oak, Schuhe: Mango (ähnlich hier), Tasche: J.W. Anderson, Sonnenbrille: Céline (ähnlich hier)

DIENSTAG

Heute ist ganz fabelhaftes Wetter in der bayerischen Landeshauptstadt. Wir haben einen Termin bei einer Agentur, schieben noch ein schnelles Shooting ein, bevor es nachmittags dann wieder Richtung Heimat geht. Es fühlt sich schon so richtig nach Frühling an, weshalb ich mich auch das erste Mal in diesem Jahr mit nackten Beinen vor die Tür traue.

Wenn wir viele Termine haben und den ganzen Tag – bei schönem Wetter zu Fuß – unterwegs sind, trifft man mich in der Regel in Sneakers an. Ich liebe Stilbrüche und kombiniere zum schicken Zweiteiler von Asos deshalb gerne ein sportliches Paar Schuhe, wie dieses hier von Tory Burch. Die passende Mikro-Bag rundet den Look für mich perfekt ab.

Blazer: Asos, T-Shirt: Weekday, Rock: Asos (ähnlich hier), Schuhe: Tory Burch (ähnlich hier), Tasche: Tory Burch, Sonnenbrille: Ray Ban (ähnlich hier)

MITTWOCH

Da die letzten beiden Tage relativ viel liegen geblieben ist, steht Büroarbeit an. Die To-do-Liste ist lang und ich wappne mich mit einer Kanne Kaffee und nehme am eigentlich ungeeigneten Esszimmertisch Platz, weil ich im Wohnzimmer einfach viel lieber arbeite. Ich beginne, mir meinen restlichen Wochenplan zu erstellen. Dazu gehört unter anderem der Redaktionsplan für den neuen Monat sowie mein Instagram Posting-Plan für die Woche. Anschließend kümmere ich mich um die Mails und studiere das Briefing für ein anstehendes Projekt, das mir heute Morgen zugeschickt wurde. Ich bespreche mich mit Ben und erstelle ein Moodboard mit Ideen, die wir für die Umsetzung gesammelt haben. An gewöhnlichen Home-Office-Tagen halte ich mir nachmittags immer einen Slot für „kreative Arbeit“ frei. Dann verziehe ich mich in mein eigentliches Arbeitszimmer, lasse das Handy im Wohnzimmer liegen und versuche konzentriert zu schreiben. Unter anderem dank meines Linguistik-Studiums ging mir das Schreiben immer relativ leicht von der Hand (und war zudem der Hauptgrund, weshalb ich den Blog ursprünglich gegründet habe). Wenn es viel zu tun gibt und ich mich gestresst fühle, fällt es mir nur leider immer etwas schwerer.

Da ich das Haus nur für kurze Sprints zur Post oder dem Café um die Ecke verlasse, fällt mein Look dementsprechend entspannt aus. Ich trage ein weißes Rippstrickkleid von Massimo Dutti und ein paar bequeme Cowboy Boots sowie mein ultimatives Dior Secondhand-Schnäppchen. Ich kaufe meine Designer-Sachen übrigens am liebsten gebraucht, weil ich der Meinung bin, dass man beim Vintage-Shopping sowieso die schönsten Schätze mit Seele und eigener Geschichte findet.

Kleid: Massimo Dutti (ähnlich hier), Tasche: Vintage Dior, Boots: Massimo Dutti (ähnlich hier)

DONNERSTAG

Ich werde oft gefragt, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache als Bloggerin. Meine Standardantwort darauf sorgt oft für enttäuschte Gesichter, entspricht aber leider der unschönen Wahrheit: 80% meiner (Arbeits-)Zeit verbringe ich am Laptop. Wenn wir nicht shooten, was je nach Auftragslage ca. zwei bis drei Mal die Woche ist, beantworte ich E-Mails, bearbeite Bilder, organisiere anstehende Projekte und Reisen oder schreibe an Blogbeiträgen.

Heute ist glücklicherweise einer dieser 20%-Tage (ich finde diese nämlich meistens auch sehr viel spannender als die restlichen 80%). Für einen Kunden müssen wir noch einen Look fotografieren und da das Wetter so schön ist, fahren wir gegen Nachmittag in die Stadt, um eine passende Location zu suchen.

Noch eine Frage, die ich relativ häufig gestellt bekomme: „Wie ist es eigentlich, mit dem Partner/Freund/Ehemann zu arbeiten?“ Wunderschön! Auch wenn es – vor allem während der Shootings – hin und wieder mal etwas hitzig werden kann. Die meiste Zeit ist die Zusammenarbeit aber sehr harmonisch und dafür bin ich wirklich dankbar.

Ich trage übrigens einen Maxi-Trenchcoat (der bei meiner Körpergröße nochmal extra Maxi ist) im Wet Look von Michael Lo Sordo sowie meine aktuell liebste Mom-Jeans von Lee. Kombiniert habe ich dazu ein schwarzes Basic-Shirt von Weekday und für den nötigen Farbklecks eine Jil Sander Bag in grün.

Trenchcoat: Michael Lo Sordo (in rosa), T-Shirt: Weekday, Jeans: Lee, Schuhe: Massimo Dutti (ähnlich hier), Tasche: Jil Sander (ähnlich hier), Sonnenbrille: H&M (ähnlich hier)

FREITAG

Obwohl ich häufig auch am Wochenende arbeite, hat der Freitag für mich etwas Befreiendes. Die letzten E-Mails mit fröhlichen Wochenendgrüßen gehen gegen Nachmittag ein und spätestens ab 17 Uhr lasse ich mich von der „finally friyay“-Euphorie auf Instagram anstecken und verabschiede mich verfrüht in den Feierabend.

Wir sind abends mit Freunden verabredet und treffen uns zu Vino & Pasta bei unserem Lieblingsitaliener. Ich trage einen All-Denim-Look von Calvin Klein und & Other Stories. Dazu kombiniere ich meine Vintage Dior Columbus Bag sowie die passenden Boots von Stella McCartney.

Jeansjacke: Calvin Klein (ähnlich hier) Jeans: &otherstories, Shirt: Zara (ähnlich hier), Schuhe: Stella McCartney (ähnlich hier), Tasche: Vintage Dior

SAMSTAG

Samstag ist in der Regel Shooting-Tag. Bevor wir zum Shooten aufbrechen, steht aber Wohnungsputz und Wocheneinkauf an. Das hat bei uns irgendwie schon Tradition.

Nach einem ausgiebigen Frühstück setzen wir ein anstehendes Projekt um und genießen anschließend den restlichen Tag bei einem Stadtbummel und dem ersten Eis des Jahres. Ich trage meinen Look von Montag in einer abgewandelten – alltagstauglicheren – Form und habe die Heels gegen meine liebsten Adidas-Sneaker ausgetauscht. So lässt es sich einfach besser durch die Straßen schlendern und das schöne Wetter genießen.

Jacke: Second Female (ähnlich hier), T-Shirt: Weekday, Hose: Ivy & Oak, Tasche: Furla, Sonnenbrille: Céline (ähnlich hier)

SONNTAG

Bei schönem Wetter verbringen wir das Wochenende gerne in der Heimat – bei meinen Eltern im 450-Seelen-Dorf zum Beispiel. Dort können wir nicht nur richtig abschalten, sondern lassen uns hin und wieder auch vom ländlichen Setting inspirieren und setzen ein Spontan-Shooting auf der Wiese oder im Wald um. Für mich sind solche Editorial Shootings übrigens die schönste Art, mich kreativ auszuleben.

Während mein Papa also den Grill anheizt, huschen wir kurz auf die Wiese, um im hohen Gras ein paar Bilder zu machen. Ich trage (schon zum dritten Mal diese Woche) einen Trenchcoat, diesmal aber kariert von Selected. Darunter trage ich ein beigefarbenes Slipdress von Arket mit schwarzer Spitze.

Ausklingen lassen wir unsere Woche für gewöhnlich auf unserem Lieblingsplatz: Unserer Couch, auf der wir bei einem guten Buch oder Film versuchen, so entspannt wie möglich in die neue Woche zu starten.

Trenchcoat: Selected, Kleid: Arket (ähnlich hier)

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Kommentare

  1. Ich liebe Sarahs Outfits und folge ihr total gerne bei Instagram! Die Bilder und Kompositionen sind immer wie kleine Kunstwerke. 🙂

    Liebe Grüße
    Vanessa

  2. Tolle Looks, tolle Frau, tolle Fotos. Aber gerade deshalb irgendwie unpersönlich. Genau das stört mich auch auf vielen Instagram-Accounts. Wenn die vermeintliche Frau von Nebenan auf Hochglanzmagazin macht, sind die Ergebnisse meistens echt ästhetisch, aber es spricht mich irgendwie nicht mehr an. Das finde ich so ja auch in der elitären Vogue.

    Das soll kein Angriff, nur ein Eindruck sein. Wie gesagt, das hier ist ein wunderschönes CD, was sicherlich viel Arbeit gemacht hat. Danke dafür!

  3. Ich kannte Sarah bisher gar nicht, bin aber jetzt schon ein großer Fan. Ich mag ihre Looks, weil sie easy wirken, aber trotzdem fashionable. Die Bilder und die ganze Inszenierung haben für mich wirklich etwas ganz Kunstvolles. Vielen Dank Journelles für diesen Beitrag!

  4. Mir gefällt’s auch, irgendwie sehr münchnerisch-schick aber mit Twist. Eher kunstvoll arrangiert und reserviert als spontan, aber sehr gut gemacht. Man muss nicht immer alles von sich preisgeben. Mir persönlich gefallen die letzten Bilder, aus dem 450-Seelen Dorf, am besten.

  5. das CD kann man einfach so durchscrollen. alles schön, alles stimmig, aber nichts was hängen bleibt. gerne mal wieder tragbare looks mit extra! und abwechslung zu weißschwarzbeige und blusenmädchen – biiiiitte.

  6. Tolles CD und einer meiner Lieblings Accounts auf Instagram! Liebe ihren Stil und die Bilder sind immer total ästhetisch und kreativ. Man sieht, dass da viel Planung dahintersteckt und nicht einfach so mal schnell ein Bild auf der Straße geschossen wird. Vielleicht nicht ganz so spontan, aber dafür sehr professionell! I like. 🙂

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