Closet Diary mit Communication Consultant Yvonne Kollosche

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Pre-Corona-Zeiten – erinnert sich jemand? Mit unserem heutigen Closet Diary steigen wir quasi in die Zeitkapsel gen Vergangenheit. Denn eigentlich ist Yvonnes beispielhafte Woche erst 4 Wochen her… Also los!

Mode bedeutet für Yvonne in erster Linie Spaß und absolute Freiheit. Ihren persönlichen Stil zu beschreiben, findet sie jedoch total schwer. Auf alle Fälle gilt: Es darf nicht zu erwachsen oder ernst aussehen, denn Mode soll für Yvonne auch kreative Freiheit und Leichtigkeit ausdrücken. Und ein cooler Look verleiht immer ein gutes Gefühl, egal was an dem Tag passieren mag oder wie er bisher verlief.  Das Anziehen und Stylen am Morgen sind Yvonnes ganz eigenen 20 Minuten am Tag: Me-Time sozusagen.

Mit zwei Kindern, einem Vollzeitjob und dem Haushalt ist die nämlich sehr rar. Nach einer langen Zeit in Berlin und drei Jahren in München, lebt sie mit ihrer Familie mittlerweile sehr beschaulich in einem Vorort südlich von München. Sich selbst würde sie nicht als Landei beschreiben und noch weniger als eine typische Spielplatz-Mama. Das Haus mit Garten war deshalb ein guter und pragmatischer Kompromiss für sie.

Seit 15 Jahren arbeitet Yvonne bereits als Kommunikationsberaterin.  Seit sechs Jahren ist sie schon freiberuflich tätig. Die 37-Jährige gibt zu, dass es gar nicht so leicht ist, einen Überblick über das Business zu bekommen, insbesondere, da sie sowohl direkt mit Kunden als auch in Kooperation mit Agenturen arbeitet. Tatsächlich gibt ihr das die Möglichkeit, sich die Rosinen rauszupicken. Mittlerweile macht Mode den Großteil ihres Jobs aus. Was anfangs zwar nicht geplant war, möchte Yvonne jetzt nicht mehr missen wollen. Sie ist sehr glücklich darüber, für großartige Agenturen und spannende Marken wie Scotch & Soda, Kess Berlin oder Jeansmarke DENHAM und arbeiten zu dürfen.

So pendelt Yvonne auch in Woche auch mal zwischen Terminen in Berlin und München. Trotz manchmal stressigem Mutterdasein und beruflichem Jetset-Leben genießt Yvonne weiterhin modisch kreative Freiheit. Voilà: es entstand ein Closet Diary mit farbenfroh, experimentellen Outfits und mit einem besonderen Feingefühl für ausgefallene Pieces!

Yvonne Kollesche (@yvokolo) auf Instagram:

MONTAG

Meine Tage beginnen immer recht früh. So gegen 6:00 Uhr schmeißt entweder der Wecker oder eins der beiden Kinder mich aus dem Bett. Diese Woche sind Ferien und daher können wir heute alles ein bisschen ruhiger angehen lassen, wofür ich gerade am Montag sehr dankbar bin. Alle bis 7:30 Uhr fertig gemacht und mit einem Frühstück versorgt zu haben, stresst mich auch nach Jahren noch brutal.

Diese Woche läuft ein bisschen anders. Ich habe zum Glück schon vorher alles gepackt, weil die Kinder einige Tage bei den Großeltern verbringen werden. Für mich geht es nach Berlin, wo ein paar Meetings anstehen. Vorher habe ich aber noch einen Termin bei Evi in der Beautery in München, ein reizendes und wirklich tolles Kosmetikstudio in München. Da ein Facial ansteht, seht ihr mich, das einzige Mal in der Woche, mit Brille (und später ganz ohne ;-))

Der Power-Mantel von Stine Goya ist eins meiner Lieblingstücke. Und weil er eh allem die Show stiehlt, geht es ansonsten eher bequem und monochrom in Beigetönen zu. Montags telefoniere ich viel und bespreche mit den unterschiedlichen Teams und Kunden die To-Dos für die kommende Woche, was sich auch super aus dem Auto machen lässt.

Mantel: Stine Goya (ähnlich hier), Strickoberteil: & other stories (ähnlich hier), Tanktop: Totême (ähnlich hier), Hose: See by Chloe (ähnlich hier), Beanie: Acne Studios (ähnlich hier), Brille: VIU, Sneakers: Nike Air Max (ähnlich hier), Ketten: Pandora; Maria Black; Jane Kønig, Ringe: Jane Kønig; Tiffany & Co., Ohrringe: Maria Black; telawave; Jane Kønig

DIENSTAG

Da ich viele Kunden in Berlin habe, bin ich ca. alle 14 Tage dort. Allerdings versuche ich es bei maximal einer Übernachtung auswärts zu belassen. Mom Guilt is real! Dieses Mal bin ich länger da, und die Kinder sind gut versorgt. Ich quartiere mich also direkt bei Agency V im wunderschönsten Showroom in Charlottenburg ein und freu mich die Mädels dort wiederzusehen.

Ich trage gar nicht so oft Jeans, aber das Flared-Modell von Denham, mit denen ich in den letzten Monaten sehr intensive zusammengearbeitet habe, finde ich super. Obwohl ich bin mir gerade gar nicht sicher bin, ob Schlagjeans gerade in oder out sind. Please help! Die Glitzerschuhe von Stine Goya habe ich für abends aus dem Showroom gemopst, da ich zum Dinner eingeladen bin und die Kombi mit dem Hemd für mich abends schon etwas Absatz verträgt. Das Wetter ist zwar nicht kalt, aber ansonsten auch nicht der Rede wert. Die Sonne lässt sich für zwei Minuten blicken, das passt knapp für ein Foto.

Jacke: Filippa K (ähnlich hier) Jeans: Denham, Jeanshemd: & other stories (ähnlich hier), Tasche: Sandqvist (ähnlich hier), Schuhe: Stine Goya (ähnlich hier), Sonnenbrille: Saint Laurent (ähnlich hier), Ringe: Jane Kønig; Tiffany & Co.

MITTWOCH

Der Mittwoch-Look ist eigentlich nur zustande gekommen, weil ich diese unglaublich schönen Stiefel von Scotch & Soda unbedingt anziehen wollte. Ich bewundere (auch hier im Closet Diary) Frauen, die total smart in gute Klassiker investieren. Ich wünschte, das wäre auch bei mir so. Klappt leider mit mäßigem Erfolg. Aber ich bin zumindest sehr streng und was ich selten anziehe, wird wieder verkauft.

Die Acne Jeans ist meine Lieblings Skinny Jeans und ist durch das ultraschwarze Finish für mich absolut perfekt. Der Tag beginnt mit einem PR-Meeting bei KESS, ein toller Beauty-Kunde, den ich für Agency V betreue. Nach dem Meeting geht es ins Büro zurück. Da ich seit 6 Jahren freiberuflich aus dem Homeoffice arbeite, liebe ich diese Bürotage und habe locker 20.000 Worte für jeden aus dem Team mitgebracht. Ich hoffe, das Team von Agency V teilt meine Begeisterung für meine Office-Tage mit mir ;-).

Jeans: Acne Studios, Hemd: Sandro Paris (ähnlich hier), T-Shirt: Acne Studios (ähnlich hier), Tasche: Blanche (ähnlich hier), Stiefel: Scotch & Soda (ähnlich hier), Ketten: Wald Berlin; Maria Black; Pandora; Jane Kønig, Ohrringe: Maria Black; telawave; Jane Kønig

DONNERSTAG

Da ich noch immer ohne Kinder bin, genieße ich tatsächlich Ausschlafen im Hotel. Morgens klappt es dann endlich spontan und ich treffe eine Beauty-Redakteurin, die ich schon sehr lange kenne und viel zu lange nicht gesehen haben. Danach kann mich richtig gemütlich hinter dem Schreibtisch verkriechen und konzentriert Pressetexte schreiben, die leider schon zu lange aufschiebe.

Danach brainstorme ich für Neukunden mit dem Team. Die Kombination aus gemütlichem Strick, Rock und Sneakern ist dazu wirklich perfekt. Die Tasche von Saint Laurent ist seit einem halben Jahr mein allerliebstes Modell und ich habe sie nahezu ungetragen aus zweiter Hand gekauft. Ich liebe Schmuck und sowohl Ringe, Ohrringe als auch Ketten leben mit mir. Auch wenn das bedeutet, dass ich die Ketten lieber jeden Morgen von Neuem entwirre, als sie abends abzunehmen.

Um 20 Uhr treffe ich mich mit zwei Freundinnen noch auf Moules Frites und Drinks in der Paris Bar. Seitdem habe ich den Verlust meines Schals zu beklagen, den ich mir abends natürlich genauso wie eine dickere Jacke noch übergeworfen hatte. Äußerst gelungener Abend also 😉

Jacke: Scotch & Soda (ähnlich hier), Pullover: Filippa K (ähnlich hier), Rock: Missguided (ähnlich hier), Beanie: Acne Studios (ähnlich hier), Tasche: Saint Laurent, Sneakers: Nike (ähnlich hier), Ketten: Pandora; Maria Black; Jane Kønig, Ringe: Jane Kønig, Tiffany & Co.

FREITAG

In den Freitag starte ich mit der Kombination von zwei meiner aktuellen Lieblingsteile. Ich liebe Schultern – Breite Schultern, Betonte Schultern, Geraffte Schultern, Schulterpolster, Puffärmel, Volumen. Das T-Shirt ist vom Frankie Shop und seit Monaten ständig ausverkauft. Die Lederjacke von Acne habe ich im Sale für -70% erstanden und sie ist schon längst amortisiert.

Heute treffe ich mich mit meiner Freundin und zukünftigen Geschäftspartnerin Nina und einem Grafiker, um ein neues Projekt zu planen. Danach geht es zurück zu den Kindern und das Wochenende wird eingeläutet. Das heißt auch, dass ich mich von diesem tollen Showroom verabschieden muss; zum Glück nicht lang. Ich muss noch packen, bevor wir am späten Nachmittag wieder zurück nach München fahren. Die Hälfte wurde natürlich wieder vergessen, aber egal. Ich war in den letzten Jahren sehr selten mehr als eine Nacht von den Kindern getrennt und bin jetzt auch sehr froh, dass wir wieder vereint sind.

Lederjacke: Acne Studios (ähnlich hier), T-Shirt: The Frankie Shop (ähnlich hier), Hose: Zara (ähnlich hier), Schuhe: Flattered, Tasche: Chloé (ähnlich hier), Ketten: Pandora; Maria Black; Jane Kønig, Ringe: Jane Kønig, Tiffany & Co., Ohrringe: Maria Black; telawave; Jane Kønig

SAMSTAG

Mom Life und meine vertraute Wisteria Lane hat mich zurück. Wir sind vor 1 1/2 Jahren aus München in die Vorstadt im Süden Münchens gezogen und wir genießen den Platz und die Ruhe hier, auch wenn wir zum Bedauern der Kinder noch kein eigenes Trampolin haben.

Am Samstag steht erst einmal das Befüllen des Kühlschranks auf dem Programm. Da das Wetter mitspielt, verbringen wir den sonnigen Nachmittag dann an der frischen Luft. Der Look für diesen Samstag ist mit Chucks und Kuschel-Cardigan vor allem bequem.

Die Strickjacke von Stine Goya ist sicher schon 4 oder 5 Jahre alt; aber wird mich ganz sicher noch lange begleiten und fällt mir immer wieder in die Hände. Nachdem die Kinder im Bett sind, setze ich mich noch einmal an den Rechner und arbeite an einem größeren Copy Translation Projekt, bevor ich wie ungefähr jeden Tag zwischen 12 und 1 ins Bett falle.

Strickjacke: Stine Goya (ähnlich hier), T-Shirt: Zara (ähnlich hier), Lederhose: Zara (ähnlich hier), Schuhe: Converse

SONNTAG

Am Sonntag wird wieder gelayered und der schmale Gürtel von Ferragamo hält alles zusammen. Der Gürtel und ich haben eine etwas zwiespältige Vergangenheit. Im letzten Sommer brauchte ich für eine Mottoparty und ein Outfit, das schon lange stand, in letzter Minute einen schmalen Gürtel. Fünf Stunden in der Stadt, ohne Gürtel. Einzige Möglichkeit war dieser Ferragamo Gürtel, der mehr als vier mal so viel kostete wie das ganze Outfit für diese Party. Das hat mich damals unendlich genervt.

Monate später sind der Gürtel und ich dicke Freunde und er kommt sehr, sehr häufig zum Einsatz. Klassisches Happy End. Heute treffe ich wieder Nina, dieses Mal in München, und wir feilen weiter an unserem gemeinsamen Business-Baby. Nachmittags und der Abend gehören der Familie. Wir kochen gemeinsam und verabschieden die Ferienwoche.

Hemd: Zara (ähnlich hier), Pullover: Mango (ähnlich hier), Rock: Baum & Pferdgarten (ähnlich hier), Stiefel: & other stories (ähnlich hier), Tasche: MCM (ähnlich hier)

Einleitung von Katharina Hogenkamp und Sarah Luisa Kuhlewind

Fotos via Yvonne Kollosche, Marie Staggat

Kommentare

  1. Super, vielen Dank, dass Journelles weitermacht und immer wieder für Aufmunterung sorgt, nicht zuletzt mit diesem schönen und kreativen CD. Vielleicht kann man den Stil von berühmten Stillikonen analysieren und mit bestimmten Kleidungsstücken verlinken. Was Leandra, Pernille @Co tragen, das sieht man im IG. Es gibt aber eine Reihe von tollen Frauen, von Caroline Bessette Kennedy zu Laura Bailey, die nicht so omnipräsent waren/sind und man dann auf Fotos angewiesen ist. Danke noch einmal an Team Journelles für viele tolle Beiträge seit Jahren

  2. Der Guertel ist mega schoen und mir schon im Foto vom Mittwoch aufgefallen! Ein sehr guter Kauf (wenn auch nicht geplant) 🙂

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