Journelles Special: Alicjas Lieblinge im Herbst 2016

Bevor der Herbst sich endgültig in den Winter verabschiedet, beeile ich mich mit meinem Fall Special und sage gleichzeitig: Hallo, ihr lieben LeserInnen! 

Ich verstärke ganz frisch das Team und freue mich riesig, auf Journelles über Interior, Design und Kunst zu schreiben. Ganz vielleicht kennt die ein oder andere mich schon von meinem Blog Kooye. Wer noch ein bisschen mehr über mich lesen mag, schaut gern im About vorbei.

Als Oktober-Geburtstagskind liebe ich den goldenen Herbst. Kuchen backen, Waldspaziergänge, warmes Licht und bunte Blätter – die man famos trocknen und so wie hier in Rahmen an die Wand hängen kann. Wo wir auch schon wieder beim Thema Interior wären. Los geht’s jetzt aber erstmal mit meinen Herbst-Lieblingen.

Der Herbst kommt: Auf welchen Trend freust du dich in dieser Saison besonders?

Ich finde es schön, öfter Alternativen zur geraden oder enger geschnittenen Jeans zu finden. Vor allem Hosen mit sehr weitem Bein und Trainingshosen haben es mir angetan. Über die kann man auch super längere Oberteile schichten. Besonders gut gefällt mir die Variante mit Pulli und längerem Satinoberteil mit Spitzenabschluss als Kontrast zur dicken Flauschwolle.

Welche 5 Key Pieces dürfen in diesem Herbst in keinem Kleiderschrank fehlen?

Das ist wohl ganz individuell verschieden, aber ich würde für mich sagen: Ein hochwertiges Feinripp-Shirt, ein Slip-Kleid, eine flauschige Jacke (günstige Alternative hier), ein übergroßer, selbstgestrickter Pulli (ja, wenn die Tage kürzer werden und es draußen ungemütlich ist, finde ich stricken, nähen und Makramees machen eine prima Idee) und wenn dann noch Platz ist, ein Shirt mit lustigem Print-Motiv. Das einen daran erinnert, sich selbst nicht immer allzu ernst zu nehmen.

 

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Foto via Maryam Nassir Zadeh Shop
Foto via Lisa Says Gah Shop
Foto via Lisa Says Gah Shop

 

Welches günstige Basic-Teil ist heimlicher Star deiner Garderobe?

Auf jeden Fall stinklangweilige, langärmlige Basic-Shirts zum Drunterziehen an kalten Tagen. Star dann aber nicht im Sinne von gutaussehend – sondern im Sinne von wärmespendend. Wie ihr seht: Ich bin neu in Berlin. Ha!

Talking about… Schuhe! Welches Paar brauchst du unbedingt?

Da ich eine echte Frostbeule bin und meine Füße eigentlich nie warm sind, sind diese Boots von Ganni sehr verführerisch. Und für die gute Laune müssten eigentlich die hier sein.

 

Für welche Tasche fütterst du gerade das Sparschwein?

Für gar keine Tasche. Stichwort Minimalismus und Ausmisten, olé.

Neu entdeckt habe ich…

Irgendwie mag ich neuerdings die beiden Kombinationen Senfgelb mit Rosa und Orange mit Pink. So wie hier im Samt-Interieur des neuen Valentino-Stores in London. Modetechnisch kann ich es mir aber gerade für den Herbst auch gut vorstellen. Außerdem habe ich Lust auf matten, orangefarbenen Lippenstift. Das alles zusammen klingt ziemlich geschmacklos aber vielleicht kann ich aus einer der Vorstellungen (die in meinem Kopf allesamt super aussehen!) bald was Schönes zusammen zaubern.

Ach ja und on top habe ich entdeckt, dass ich gern das Universum mit mir rum trage. Das Galaxy-Kleid von & Other Stories hat mir diesen Spätsommer und Herbst schon viele schöne Tage beschert.

 

…und wenn es nicht jeden Tag gleich das ganze Universum sein kann, dann reichen auch Glitzersocken.

Aktueller Lieblingssong?

„Eraser“ von Thom Yorke. Und zum kreischend-und-lachend-durch-die-Wohnung-tanzen „Tomboy“ von Princess Nokia.

Im Herbst räumt man gern die Bude um: Was soll bei dir verändert werden?

Da ich gerade erst in mein neues Zimmer eingezogen bin, fehlt es bei mir noch an einigen grundlegenden Dingen. Gerade habe ich es geschafft, eine neue Lampe zu besorgen – diese schön schlichte Pendelleuchte von muuto. Eigentlich wollte ich mir eine dänische Teak-Kommode zulegen, aber da ich nochmal umgestellt habe, muss das vielleicht doch gar nicht sein. Stattdessen habe ich meine hundert Millionen Bücher teils bei meiner Mitbewohnerin untergestellt und teils einfach auf dem Boden gestapelt mit Pflänzchen obenauf. Sieht fürs Erste gar nicht mal so schlecht aus.

Sobald ich Zeit finde, werde ich aber zusätzlich mein String Regal aufhängen. Drei weitere habe ich zufällig bei einer Wohnungsauflösung ergattert und finde, dass sie wirklich überall wunderhübsch aussehen. Sie funktionieren für allerhand Deko-Schabernack genauso gut wie für Gewürze in der Küche. Außerdem liebäugele ich mit diesem Regal von Master & Master. Jetzt muss es nur noch ein bisschen gemütlicher werden. Vielleicht baue ich mir selbst ein Mobile aus Papier und Holz und an die Wände kommen meine Prints von Palefroi.

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Foto via Heju Blog
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Foto via Palefroi

 

Welches Interior-Stück steht auf deiner Wunschliste ganz oben?

Diese dänische Teak-Kommode. Immer noch und trotz Platz. Und ich hätte Lust, mir eine Kleiderstange aus Kupferrohren zu bauen, aber dafür ist meine Wand zuhause leider zu dünn.

Ab ins Kino! Was schaust du dir bei den Filmstarts nun an?

Gerade habe ich tschick! gesehen und mochte ihn sehr. Als nächstes würde ich mir gern Toni Erdmann von der Berliner Filmemacherin Maren Ade anschauen.

Welche Blumen stehen bei dir im Herbst auf dem Tisch?

Letztes Jahr habe ich zu dieser Zeit noch in Freiburg in einem Blumenladen ausgeholfen und ich vermisse ihn sehr. Als nächstes muss ich wohl öfters bei Marsano reinschauen, denn dort arbeitet jetzt eine ehemalige Mitarbeiterin aus Freiburg. Im Moment hängt bei mir ganz viel, beziehungsweise muss noch aufgehängt werden. Hängeblumen und –pflanzen sind nämlich das ganze Jahr über schön. In der Vase mag ich große pinke Lilien und kleine runde Nelkensträußchen. Die binde ich dann so eng, dass sie aussehen wie eine dicke Kugel. Hagebutten sind natürlich auch immer toll im Herbst-Strauß. Den hier unten habe ich letzte Woche an die Haustür geliefert bekommen – als Einzugsgeschenk einer Freundin. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich vor Freude in der Küche rum gehüpft bin.

Dein Beauty-Must-have für kühlere Tage?

Fürs Gesicht Quittencreme von Dr. Hauschka. Und für Hände und raue Stellen Skin Food von Weleda, damit die Haut von der Kälte nicht einreißt.

Auf den Nägeln trage ich…

…pures Nichts.

Netflix and Chill – welche Serie schaust du – oder liest du lieber ein Buch?

Im Moment lese ich „Die Glasglocke“ von Sylvia Plath und „We were feminists once“ von Andi Zeisler. In Zeiten, in denen Feminismus plötzlich in aller Munde, auf Shirts, in Werbekampagnen, Liedtexten, Ausstellungen – wirklich überall – ist, habe ich das Bedürfnis, mich ein bisschen mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Außerdem habe ich gerade noch mit dem „Zeitkomplex“ begonnen. Ein philosophisches Buch über den Verlust von Gegenwart im Zusammenhang mit Kapitalismus und zeitgenössischer Kunst.

 

Welcher Onlineshop bringt dich gerade zum (virtuellen) Ausrasten?

Johanna Tagada ist Malerin und interdisziplinäre Künstlerin. Von handgemachter Keramik bis hin zu ihren selbstgebundenen und über ihren eigenen, unabhängigen Verlag Poetic Pastel veröffentlichte Magazine ist in ihrem Supermarkt nur Schönes erhältlich. Wunderbar.

Das mache ich nur im Herbst:

Kastanien sammeln, extrem verzückt von der glatten Oberfläche und der hübschen Farbe mit nach Hause nehmen und zwei Monate später („Wo hab ich die verstaubten Dinger her?“) in den Müll werfen.

Kommentare

  1. ein wirklich tolles Interview und sehr wohltuend zu lesen, dass du „nichts auf den Fingern trägst bzw. auf keine Designertasche sparst“! Diese Bodenständigkeit vermisst man auf diesem Blog zunehmend, ist deshalb eine willkommende Abwechslung! 😉

  2. Sabrina101 sagte am

    Was für ein sympathisches und wohltuendes Interview. Und auch ich finde es sehr angenehm zu lesen, dass eine Frau mal nicht auf eine Designerhandtasche spart und sich die Nägel nicht lackiert. Ich hoffe hier noch viel von Dir zu lesen.

  3. Annette sagte am

    Liebe Alicja, wunderschön deine Zeilen zu lesen und neue Anregungen zu erfahren. Freue mich sehr auf künftige Inhalte!

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