Paris Fashion Week: Maison Martin Margiela

Als Einladung zum Defilée diente bei Maison Martin Margiela ein transparentes Regencape, auf das die für das Label so typischen Ziffern aufgedruckt waren. Doch nur die hartgesottenen Gäste hatten es sich für die Show auch wirklich übergestülpt. Ohne Cape, dafür aber sehr gespannt, nahmen wir gestern in einer zweckentfremdeten Gymnastikhalle Platz, die komplett mit Holzplatten

Als Einladung zum Defilée diente bei Maison Martin Margiela ein transparentes Regencape, auf das die für das Label so typischen Ziffern aufgedruckt waren. Doch nur die hartgesottenen Gäste hatten es sich für die Show auch wirklich übergestülpt. Ohne Cape, dafür aber sehr gespannt, nahmen wir gestern in einer zweckentfremdeten Gymnastikhalle Platz, die komplett mit Holzplatten ausgekleidet war.Vereinzelt waren weiße Farbschmierereien darauf gemalt.

Zu „Tom’s Diner“ von Suzanne Vega präsentierten die Models Margielas Kreationen für FW 2013/14: Farbverschmierte Hemden mit überdimensionalem Bund, maskuline Mäntel in Oversize und bodenlange Kleider im Collagen-Look.

Was mich aber vor allem begeisterte, waren die weniger avantgardistischen Designs, die ich bei Margiela sonst manchmal vermisse. Da wären zum Beispiel körpernahe Varianten des Nadelstreifen-Hosenanzuges, transparente Tops mit bunten Strickelementen oder die, während der Fashion Week schon oft gesehenen, perfekt fallenden Marlenehosen. Während viele Outfits in monochromem Weiß, Schwarz oder Navy gezeigt wurden, überzeugten mich vor allem die Farbkleckse dazwischen. Ganz konkret zum Beispiel die Kombination aus violettem grobmaschigem Strick, braunem Lackleder und blutroter Seide. Aber auch die Details sind unbedingt erwähnenswert: Die Absätze der Schuhe waren in Plexiglas eingelassen und die offenen Haare der Models durch ein Band am Oberteil gesteckt.

Hier die Bilder der Show:

Von Julia

Vor 5 Jahren zog ich mit dem Wunsch, Modedesign zu studieren, von Mannheim nach Berlin - im Sommer 2011 dann hatte ich meinen Abschluss am Lette Verein in der Tasche. Um die Modebranche ein wenig besser kennen zu lernen und auch andere Dinge als Nähen, Zeichnen und Schnitttechnik zu probieren, habe ich seit dem redaktionell bei LesMads, Interview Magazin Deutschland und dem Zeit Magazin gearbeitet. Außerdem bin ich als Stylistin - zuletzt u.a. für It‘s Fashion TV - tätig.

Eines der faszinierendsten Dinge an der Mode ist für mich, wie sie die Art, wie wir uns fühlen und bewegen beeinflusst und verändert. Mode ist somit ein Kommunikationsmittel und ein Medium zwischen unserer Identität und unserer Umgebung. Wenn es nach mir geht, muss Mode jedoch nicht immer strengen Kriterien und Anforderungen standhalten. Ich bin absoluter Befürworter von spontanen Gefühlsergüssen beim Anblick eines Kleidungsstückes.

In diesem Sinne gibt es von mir auf Journelles jede Woche das Neueste aus den Onlineshops, alles zum Thema Shopping, Trendjournale und die schönsten Stilikonen.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.