Mama Beauty: Meine liebsten Pflegeprodukte während der Schwangerschaft

Wenn man mich fragt, was ich einer schwangeren Freundin zur Schwangerschaft schenken würde, dann wäre es wohl eine hübsche Box mit einer Auswahl meiner Lieblingsbeautyprodukte, die mich über meine 10 Monate mit Babybauch begleitet haben. Ich freue mich selbst immer über persönliche Empfehlungen und finde handverlesene Produkte viel schöner als jede langweilige Geschenkset aus dem Drogeriemarkt. Das ganze Programm ist

Wenn man mich fragt, was ich einer schwangeren Freundin zur Schwangerschaft schenken würde, dann wäre es wohl eine hübsche Box mit einer Auswahl meiner Lieblingsbeautyprodukte, die mich über meine 10 Monate mit Babybauch begleitet haben. Ich freue mich selbst immer über persönliche Empfehlungen und finde handverlesene Produkte viel schöner als jede langweilige Geschenkset aus dem Drogeriemarkt.

Das ganze Programm ist natürlich eine kleine Investition und nicht für jedermann erschwinglich, aber man kann sich ja beispielsweise ein, zwei Sachen raus picken oder ein paar Freundinnen legen zusammen.

Mir ist bei der Wahl meiner Pflege während der letzten 10 Monate immer wichtig gewesen, dass die Produkte weitestgehend natürlich sind und ohne Nasties auskommen. Während einer Schwangerschaft verzichtet man ja in der Regel nicht nur auf Alkohol, Nikotin und bestimmte Lebensmittel, sondern versucht sich auch bestmöglich zu ernähren und auf seinen Körper und seine Gesundheit zu achten.

Ob man nun die Haare färben darf oder sich dieser oder jener Beauty-Behandlung während der Schwangerschaft unterziehen möchte, muss jede Frau für sich selbst entscheiden. Ich habe mich in den allermeisten Fällen gegen Treatments oder Produkte mit bestimmten Inhaltsstoffen entschieden, wo ich mir unsicher war. Deshalb griff ich im letzten Jahr auch wieder vermehrt zu natürlichen Brands, die für mich und mein Baby unbedenklich sind. Welche das sind, möchte ich euch nun kurz vorstellen:

SCHWANGERSCHAFTSÖL

Auf die Frage, welches Schwangerschaftsöl ich benutze, habe ich gleich mehrere Antworten parat. Generell glaube ich, dass es nicht nur das EINE Öl gibt, das Dehnungsstreifen verhindert, sondern dass es am Ende auf die Veranlagung des Körpers und die Regelmäßigkeit bei der Anwendung ankommt. Sehr wahrscheinlich kann man seinen Bauch auch mit 100% reinem Kokosöl einschmieren und keine Streifen bekommen, aber das Wichtigste ist in meinen Augen das Massieren mit Öl an sich. Die Haut an Bauch, Beinen und Po wird Stück für Stück so stark gedehnt, dass sie ein ordentliches Maß an Pflege braucht. Und damit sollte man nicht erst anfangen, wenn der Bauch schon zu sehen ist. Eine kleine Massage nach der Dusche auf die noch feuchte Haut ist total angenehm und ein schönes Ritual. Zum Ende hin, als der Bauch schon sehr groß war und spannte, habe ich mich übrigens zwei Mal am Tag eingeölt – morgens und abends.

Ein Klassiker, den wohl jede Schwangere schon mal ausprobiert hat, ist das Schwangerschaftspflegeöl von Weleda. Es ist eigentlich an jeder Ecke erhältlich, mit 14 Euro im mittleren Preissegment und besteht aus hochwertigem Mandelöl, Jojobaöl und Weizenkeimöl. Der Geruch ist sehr angenehm und die Haut fühlt sich noch am Morgen danach gut gepflegt an. Beim Öko-Test hat es übrigens mit „sehr gut“ abgeschnitten.

Andere Bauchöle, die ich auch sehr empfehlen kann, sind von Bloom & Blossom, Estelle &  Thild und Balm Balm. 

 

PFLEGE FÜRS DEKOLTÉE 

Auch die Brüste wachsen in der Schwangerschaft mit, bei den meisten Frauen sogar schon bevor sie eine andere Veränderung am Körper spüren. Deshalb sollte man die empfindliche Haut am Busen gleich von Anfang an mit pflegen.
Die „Pregnancy Boob Tube“ Creme von Mama Mio mit biologischem Nachtkerzen-, Süßmandel- und Olivenöl, Sheabutter und viel Vitamin D und E soll das Dekolleté und den Brustbereich auf sanfte Art stärken und Schwellungen und Spannungen mit Grünkohlblätter- und Blaubeerextrakten lindern. Die Creme habe ich übrigens schon in der ersten Schwangerschaft und während der Stillzeit über verwendet.

 

LUXURIÖSE RUNDUM-PFLEGE 

Mein absolutes Lieblingsprodukt während dieser Schwangerschaft ist der zugegebenermaßen sehr kostspielige„Redefining Body Balm“ von Tata Harper. Ich finde ihn aber so toll, dass ich ihn mir sehr wahrscheinlich wieder nachkaufen werde.
Der 100% natürliche Balsam besteht aus sechs pflegenden Butterarten – darunter Murumuru, Kokum, Kakao, Capuacu, Mango und Shea, welche die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgen und ihr so mehr Elastizität geben. Palm-Extrakt und Rotalgen sollen der Haut ein festeres, gesundes Aussehen schenken und das Hautbild generell verjüngern und das Auftreten von Dehnungsstreifen mindern.

Ich verwende seit Januar täglich eine kleine Menge am Abend und verreibe diese auf Bauch, Beinen und Po und konnte wirklich feststellen, wie sich meine Haut verbessert hat. Sie ist super glatt, gepflegt und erscheint auch ein wenig fester. Noch dazu stehe ich total auf den angenehmen Geruch und das luxuriöse Packaging. My ultimate Treat!

 

SCHÖNHEITSSCHLAF

Ich habe in dieser Schwangerschaft akuten Schlafmangel gehabt. Mir ist zu viel durch den Kopf gegangen und ich konnte abends nur schlecht zur Ruhe kommen. Da ich schon einen kleinen Racker zuhause habe, der mich früh weckt, war ich also latent müde und konnte auch nicht wirklich Schlaf aufholen. Aber dieses beruhigende und wohlduftende „Deep Sleep Pillow Spray“ von This Works hat mir zumindest beim Einschlafen geholfen – auch wenn es vielleicht auch ein wenig Einbildung war.

 

DEO OHNE ALUMINIUM

In meiner ersten Schwangerschaft vor über drei Jahren bin ich schon auf Deo ohne Aluminiumsalze umgestiegen. Die Meinungen dazu gehen immer noch stark auseinander, aber ich habe mich mit natürlichen Varianten – egal ob schwanger oder nicht – immer wohler gefühlt. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an tollen Deos, die zumindest bei mir nicht versagen. Man muss dem Körper nur ein bisschen Zeit geben, um sich daran zu gewöhnen. Dass man nicht gleich von heute auf morgen überzeugt sein kann, ist mir schon klar, denn natürliche Deos wirken nun mal anders als krasse Chemiebomben.

Aktuell bin ich vom natürlichen Deo-Stick „The Healthy Deodorant“ ganz angetan, der ganz dezent nach Lavendel riecht. Aber auch die Deocreme im Tiegel von Soapwalla fand ich toll und habe sie schon oft nachgekauft.

 

FEUCHTIGKEIT & GLOW 

Alle sprechen immer vom Pregnancy Glow. Wenn man diesen aber vielleicht nicht hat, da die Schwangerschaft und die körperlichen Veränderungen an einem zehren, dann kann man ja zumindest etwas nachhelfen. Bei mir hat vor allem im ersten Trimester die Haut total verrückt gespielt, sie war trocken, fahl und ständig irritiert.

Ich habe daher mein ganzes Pflegeregime runtergefahren und mein Gesicht nur mit dem natürlichen, feuchtigkeitsspendenden Serum von Luxsit eingeölt. Das enthaltene Mandel- und Himbeerkernöl sollen die Haut regenerieren, nähren und sie vor dem Austrocknen schützen – vor allem während der kühleren Monate war das ein Segen. Feine Linien wurden optisch geglättet und Rötungen ausgeglichen. Leider ist es schon leer, aber ich werde es mir wieder nachkaufen.

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FÜR TROCKENE LIPPEN & ANDERE WEHWEHCHEN 

Multipurpose Cremes, wie die der australischen Beauty-Marke Lanolips, können wir doch immer gebrauchen. Diese ist 100% natürlich und besteht aus Lanolin, ein natürliches Öl der Schafwolle, welches intensiv Feuchtigkeit spendet und heilsame Eigenschaften besitzt.   Ich verwende sie für alles, was sich gerade trocken anfühlt oder ein bisschen mehr Pflege braucht, also Nagelhaut, Lippen, Ellbogen, Fußsohlen und sogar über Nacht als intensives Hand-Treatment. Und auch bei Luca kann ich sie ab und an prima und bedenkenlos anwenden.

 

MEINE „MAMA BEAUTY“ ESSENTIALS IM ÜBERBLICK

 

Von Ari

Auch wenn das kitschig klingt, ich wollte schon in meinen jungen Jahren in der Mode- oder Beautybranche arbeiten. Ich weiß noch genau, wie ich jede Ausgabe der Instyle oder Elle von der Mutter meiner damaligen besten Freundin verschlungen habe, da ich sie mir zu der Zeit noch nicht leisten konnte und mein Zimmer mit herausgetrennten Lieblingseditorials pflasterte. Als ich dann das erste Mal von Pat McGrath und Kevyn Aucoin hörte, wusste ich, dass ich Make-Up Artistin werden möchte. Der Weg bis dahin war nicht ganz einfach, denn ich musste zunächst mein angefangenes Studium in meiner Heimat Erfurt abbrechen und später meine Eltern davon überzeugen, eine Ausbildung in Kopenhagen machen zu dürfen. Der Umzug mit 18 in ein fremdes Land, ohne die Sprache zu sprechen, hat mich wahnsinnig geprägt und mir gezeigt, dass man Sachen schaffen kann, wenn man sie nur wirklich will. Viele Dänisch Lessons und Vorstellungsgespräche später, in denen ich jedes Mal erneut von der Direktorin auf meine Sprachkenntnisse geprüft wurde, hatte ich den Vertrag von der Make up School in der Tasche.

Das Abenteuer konnte beginnen und ich denke so gerne an diese aufregende Zeit zurück. Dort habe ich von meiner talentierten Lehrerin nicht nur den richtigen Umgang mit Pinseln und Farbe gelernt, sondern auch, dass weniger oft mehr ist! Seitdem habe ich den harten Kajalstift auf der Wasserlinie und das Augenbrauenzupfen sein lassen.

In den letzten Jahren habe ich aufgrund meiner Vollzeitjobs in diversen Redaktionen eher vom Schreibtisch aus von meinem Beautywissen Gebrauch gemacht, aber meine Make-up Jobs, die ich nebenbei angenommen habe, machten mich immer am glücklichsten, denn da gibt es direktes Feedback von Menschen und im besten Fall ein großes Lächeln als Dankeschön.

Auf meinem Blog Primer & Lacquer teile ich meine Liebe für Beauty & Mode seit 2011 und schreibe dort über all die Dinge, die mich in meinem Leben antreiben und begeistern. In diesem Sommer freue ich mich außerdem auf die größte Herausforderung meines bisherigen Lebens - die Geburt meiner zweiten Tochter. Ich bin gespannt, wie das Leben als vierköpfige Familie ist und ob ich mir neben dem Mamasein noch ein paar meiner alten Gewohnheiten beibehalten kann.

Neben dem Reisen liebe ich Burrito Bowls und Guacamole für mein Leben gern und habe ein Schwäche für Augenbrauenprodukte, Bronzer und Highlighter aller Art. Wenn ich mich von einem blöden Tag ablenken muss, schaue ich mir am liebsten die Videos von Lisa Eldridge (wegen ihrer angenehmen Stimme), Masterchef oder Hank Moody in Californication an. Und sollte ich irgendwann mal wieder richtig ausgehen können, dann werde ich wie in guten alten Zeiten zu Old School Hip Hop mit meinen Mädels tanzen.

Ich hoffe, ich kann Euch hier auf Journelles den ein oder anderen Kniff in Sachen Make-up zeigen und den weniger Beauty-affinen Mädels ein bisschen Lust auf die bunten Tiegelchen und Stifte machen bzw. das ein oder andere Vorurteil gegenüber Make-up Girls aus dem Weg räumen.

Folgt und schreibt mir gerne…

Blog Primer & Lacquer // Instagram @ariofcourse

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8 Antworten auf „Mama Beauty: Meine liebsten Pflegeprodukte während der Schwangerschaft“

Also ich habe – wenn auch nicht sehr regelmäßig, weil einfach zu faul – das Freiöl verwendet und habe jetzt keinen einzigen Schwangerschaftsstreifen. Was sehr verwunderlich ist, weil ich echt einen meeeega Bauch hatte. Also entweder es liegt an dem Öl oder es hat was mit der Vererbung zu tun 🙂

Liebe Grüße, Ari

Ist alles Vererbung. Ich habe geölt was das Zeug hält und sehe nach 2 Schwangerschaften trotzdem aus wie von einer Raubkatze zerkratzt. Dehnungsstreifen kann man nicht verhindern, wenn sie Veranlagung sind! Einölen ist trotzdem schön und wohltuend… Tata Harper kann ich auch nur empfehlen!

Liebe Jen, das glaube ich leider auch, wie oben geschrieben. Genauso wie andere Krampfadern und Besenreiser bekommen (ich, ich!), obwohl sie sich größte Mühe geben, diese zu verhindern. Dennoch ist das Ölen ein schönes Ritual, wie du ja auch selber schreibst und es tut der Haut in keinem Fall schlecht. 😉 So widmet man sich dem Bauch und dem Baby schon, bevor es in den Armen liegt auf eine entspannende Weise. Und von Tata Harper bin ich auch schwer begeistert. x

Ich kann nachvollziehen, dass ihr die Produkte, die euch zugeschickt werden auch gerne auf dem Blog vorstellen möchtet, allerdings wäre mir eine Mischung aus unterschiedlichen Preissegmenten lieber gewesen. Bis auf das Weleda Öl, das ich für meinen wachsenden Bauch auch sehr gerne verwende, kommt für mich preislich kein Produkt in Frage. Ihr müsst bedenken, dass den meisten Lesern hier die Produkte nämlich nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ist nicht böse gemeint, nur eine kleine Anregung für die Zukunft.

Liebe Natalie, ich bin halt ein kleiner Beauty Junkie. Ich habe mir alle Produkte aus diesem Post – bis auf den Balm von Tata Harper, den ich mir nun aber schon auf eigene Kosten nachbestellt habe und das Mama Mio Set (ein Geschenk zur Schwangerschaft) – selbstgekauft. Ich stelle hier nix vor, von dem ich nicht selbst überzeugt bin. Generell versuche ich aber auch immer, günstigere Produkte mit einzubeziehen. Liebe Grüße!

Die Feuchtigkeitspflege bleibt nicht nur bei der Schwangerschaft aktuell, sondern auch bei Jahren, wie es der Fall bei der Mutter ist. Zum Frühlingsanfang entstehen dadurch oft Probleme mit der trockenen Haut, deswegen würde mir der Tipp zur Naturkosmetik sehr helfen. Mein Dankeschön!

Das sind wirklich super Produkte! Wobei es nicht nur an der Vererbung liegt, dass man Dehnungsstreifen bekommt, sondern wohl auch am Alter. Je jünger man in der Schwangerschaft ist, desto leichter bekommt man sie. Die Haut ist dann nämlich noch fester und weniger dehnbar. Ist zwar logisch, fand ich aber ziemlich überraschend 😀
Liebe Grüße

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.