Im Test: Das erste Mal Selbstbräuner

Streng genommen ist es nicht das erste Mal, die Sache mit dem Selbstbräunen – aber das erste Mal, bei dem ich es professionell angehe. Es liegen zurück: Zwei missglückte Versuche mit Drogerieprodukte; einer davon im Gesicht (Himmel, was hat mich geritten?) und einer an den Beinen. Danach konnte mich gut mit einem Erdferkel verwechseln und ich war den Tränen nahe, als ich am nächsten Morgen in den Spiegel starrte. Aber diese Beauty-Missgeschicke musste ich überwinden, denn meine Beine sind so weiß nach diesem Winter, dass ich gestern selbst nicht glauben konnte, wie käsig die Haut aussehen kann. Nachdem das Solarium für mich nicht infrage kommt, stand fest: Ein Selbstbräuner für den Körper muss her!


Meine Recherche hat ergeben: Nicht ohne „Tanning Mitt“! Das ist die korrekte Bezeichnung für den Selbstbräunungs-Handschuh, mit dem man Gel, Creme oder Mousse gleichmäßig auftragen kann. Es gibt ihn von einigen Marken und kostet zwischen 5 und 10 Euro. Dass man die Haut davor peelen soll, war mir klar, wurde mir aber von Damen, die regelmäßig mit der Tube dem Teint nachhelfen, nicht bestätigt. Getan habe ich es trotzdem – es war wohl die fleckige Erinnerung an den Erdferkel-Teint, der mich alle Vorkehrungen hat treffen lassen.

Zum Überwinden der Hemmschwelle kommen zunächst nur zwei Marken infrage, die mir von vielen Anwenderinnen empfohlen wurden: XEN TAN und St. Tropez. Die Bloggerin Vivianna does Makeup schwört auf Xen Tan, die anderen Youtube-Videos zu St. Tropez haben mich ebenfalls überzeugt.

 

Selbstbräuner - Test / Beauty Journelles

 

Die Live-Ergebnisse, zum Beispiel an den Mädels in meinem Büro, haben mich vor einigen Wochen umgehauen – so natürlich und wunderschön braun waren Beine, Arme und sogar der Bauch, auf den ich einen Blick werfen durfte. So eine Bräune wollte ich auch! Denn nichts ist schlimmer als ein gelbstichiger Fake Teint, den man schon von weitem sieht. Und dann erst der beißende Self-Tanner-Geruch! Wer ihn schon mal gerochen hat, weiß: Er begleitet Dich auf Schritt und Tritt und weicht erst, wenn auch die Bräune wieder nach lässt…

Für meinen ersten Versuch habe ich mich für das Bronzing Mousse von St. Tropez entschieden, weil der Name toll klingt. Meine Logik: Ein Mousse ist bestimmt leichter zu verteilen, als eine Creme, zumal ich erst nur die Beine bräunen und das Mousse zum Bauch hin fein verblenden wollte.

 

 

So geht’s: Mousse auf den Tanning Mit geben (ich habe den von St. Tropez verwendet) und mit dem Handschuh relativ zügig das Produkt auf den Beinen verteilen. Dank der Tönung sieht man genau, wo man noch ein bisschen reiben muss und das klappt wirklich so einfach, wie sich mit einer Bodylotion einzucremen. Ein Hoch auf den Handschuh! Das Einzige was mich ein wenig nervt bzw. stresst ist, dass man wirklich schnell sein muss – für einen Anfänger ungewohnt und ich habe sofort Sorge, das die Haut fleckig wird. Aber ich streiche immer wieder weiter, mit der samtigen Seite des Handschuhs, kreisend über meine Beine und werde für diesen Einsatz am Ende belohnt. Vorsicht an den Fingern (siehe Bild!) – am besten das Mousse direkt auf den Handschuh geben und dann verreiben.

Nachdem ich mit Beinen und Po fertig bin, verblende ich, wie ich es mir vorgenommen habe, das Mousse zum Bauch hin. Auch das klappt mühe- und streifenlos. Ich warte noch eine Minute, wie es auf der Verpackung steht, bevor ich mich wieder anziehe. Mein erster Blick in den Spiegel lässt mich strahlen: endlich keine Käsebeine mehr! Die Bräune ist dezent, aber deutlich zu sehen, und besonders gleichmäßig und natürlich.

 

Vorher / Nachher (direkt nach dem Auftragen)
Vorher / Nachher (direkt nach dem Auftragen)

 

Auch wenn ich ganz schön Bammel vor diesem Beauty-Test hatte, frage ich mich jetzt gerade: Warum habe ich es nicht schon eher versucht? Meine Haut sieht einfach toll aus, wie nach ein paar Tagen Urlaub – abends starre ich auf meine Beine und bin überglücklich, dem käsigen Aussehen ein Ende bereitet zu haben. Ich bin gespannt, wie lange es hält – beim ersten Duschen sehe ich ein bisschen Farbe im Wasser, was aber wohl nur überschüssiges Produkt war. Kleiner Wermutstropfen: Erst riecht das Mousse nicht doll nach Selbstbräuner, eher wie eine fruchtige Bodylotion. Aber ein paar Stunden später aber rieche ich den typischen Geruch dann doch, nur nicht so schlimm, wie bei den beiden Konkurrenzprodukten, die ich schon mal ausprobiert hatte. Es ist auszuhalten und das knackige Ergebnis lässt mich lächelnd über diesen Fakt hinweg sehen.

Mein erster Versuch ist geglückt! Fake it till you make it, lache ich jetzt. Nun bin ich mutig geworden. Ich möchte nun nicht nur den ganzen Körper bräunen, sondern im nächsten Monat viele weitere Selbstbräuner testen und euch dann meine Top 5 vorstellen. Werde ich ein Drogerieprodukt finden, das mit diesem High-End-Produkt mithalten kann? Zaubert Xen Tan wirklich diesen perfekten, olivfarbenen Teint, von dem alle schwärmen? Ich werde es herausfinden. Fest steht: ohne dem Bräunungs-Handschuh mache ich nichts mehr!

 

Hannas Tipps zum perfekten Selbstbräunen:

  • Suche ein Produkt, das super zu dir passt und besorge dir dazu einen Selbstbräunungs-Handschuh („Tanning Mitt“)
  • Stelle dich nackt auf den Kachelboden ins Badezimmer, dann ist es nicht so schlimm, wenn etwas daneben geht (niemals auf Holzböden oder Teppichen selbstbräunen)
  • Achte auf deine Hände, Finger und Zehen. Ich habe die Creme- bzw. Mousse-Reste mit dem Handschuh bis zu den Zehen hin verblendet
  • Warte bis du dich wieder anziehst! Jedes Produkt hat eine andere Einwirkzeit. Die Gebrauchsanweisung sollte man sowieso vor dem Auftragen einmal ganz genau durchgehen
  • Ob ein Peeling nun sein muss ist oder nicht – ich empfehle es euch. Immerhin will man doch nicht alte Hautschüppchen mit bräunen!? Eben.
  • Auch ein Fake-Teint will gepflegt werden! Anschließend schön eincremen und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen

 

Die Beine am nächsten Tag. Holiday-Feeling!
Die Beine am nächsten Tag. Holiday-Feeling!

Psst: An den Schienbeinen sieht es auf dem Foto etwas fleckig aus, aber nur, da ich mir hier vor einigen Wochen unsanft Haut „abrasiert“ habe und meine Haut hier gereizt habe. Die Tönung sieht in echt super gleichmäßig auch – Gott sei dank auch an dieser Stelle!

Kommentare

  1. Toll, dass du so eine positive Erfahrung gemacht hast. Wem der St. Tropez Selbstbräuner zu teuer ist, dem kann ich persönlich den von St. Moriz empfehlen. Vom Ergebnis her genau so gut. Habe beide getestet und bin dann bei St. Moriz geblieben, weil er einfach günstiger ist.

    Für das Gesicht nutze ich immer einen Selbstbräuner von Yves Rocher. Der hat genau den gleichen Ton wie der von St. Moritz und ist extra für’s Gesicht gedacht. Wenn du den auch mal testet, freue ich mich auf deinen Erfahrungsbericht 🙂

  2. Hallo Hanna, du hattest doch letztes Jahr die Melvita Selbstbräunerlotion benutzt und warst noch ganz begeistert davon. Findest du sie jetzt doch nicht mehr so gut? Mich würde interessieren, wie sich die St.-Tropez-Bräune nach ein paar Tagen entwickelt. Eine Freundin meinte, der Ton würde dann auch sehr gelb werden …?

    • Liebe Mimi, der Melvita Selbstbräuner ist mehr so eine Bodylotion, wie die von Dove, nur ein bisschen stärker. Die finde ich übrigens beide nicht schlecht, aber für mich ist das kein richtiger Selbstbräuner und beide haben auf Dauer einen Gelbstich, der seit meinem Ergebnis gestern nun der Vergangenheit angehört…

    • PS: Ich beobachte nun die nächsten Tage das Ergbnis und werde dann, wie versprochen, noch andere Produkte testen. XEN TAN soll ja überhaupt keinen Gelbstich haben, darauf bin ich besonders gespannt…

      • Liebe Carla, Du schmeichelst mir, danke! Ich habe die Beine wohl von meiner Oma geerbt, die immer sagte: ‚Selbst im Krieg hatte ich gute Beine!‘ Ich hab aber auch die Leidenschaft fürs Ballett vererbt bekommen und bin der festen Überzeugung, dass das jahrelange Tanzen meinen Beinen viel gebracht hat. 🙂

  3. Wenn es dir nichts ausmacht, im Ausland zu bestellen, kann ich dir Loving Tan empfehlen 🙂 – zumal die Inhaltsstoffe ohne Parabene und Alkohol auskommen.

    • Liebe Sarina, das ist ein toller Tipp, danke! Kommt zusammen mit Bondi Sands, die ich mir schon länger auf Instagram ansehe, auf die Tanning-Liste!

  4. Danke hanna für den tollen beitrag! Zufällig habe ich mir gestern abend genau das selbe produkt plus handschuh bestellt, da ich am wochenende auf eine hochzeit eingeladen und meine beine vorzeigen möchte. Doch habe ich auch ein bisschen bammel davor und jetzt geht es mir schon besser und ich hoffe die produkte kommen morgen zum testen an! für das gesicht benutze ich die tropfen von clarins, die man sich in die gesichtscreme mischt und wurde schon oft auf meinen frischen urlaubsteint angesprochen 🙂 LG

  5. Wow, das sieht ja toll aus! Habe mir zum Testen jetzt erstmal die St. Tropez Instant Tan Body Lotion bestellt, mal sehen wie die so ist. 🙂
    Liebe Grüße
    Melina

  6. Hannah sagte am

    Ich fänds interessant, wenn du auch mal diese Selbstbräuner-Tropfen von Clarins ausprobieren würdest, die man mit seiner Bodylotion vermischen muss. Hab nämlich seit Kurzem die fürs Gesicht und jetzt gibts ja auch welche für den Körper! LG 🙂

    • Liebe Hanna, toller Hinweis, danke! Ist notiert und werden getestet. Ich denke, die Tropfen werden hakt nur ganz schwach tönen, was aber auch schon mal besser ist, als mein Vorher-Foto, über das ich selbst lachen muss. Bin gespannt auf das Clarins-Resultat, besonders im Gesicht!

  7. Das sieht verdammt gut aus und wäre für mich Blasshaut auch endlich einmal eine gute Alternative! Kommt definitiv auf die Beauty-Liste! Danke für den Test!

    Liebe Grüße

  8. Vom St. Tropez Tanning Mousse habe ich schon echt viel gehört, es schwören ja wirklich viele Youtuber darauf. Ich selbst habe jetzt auch schon oft von LovingTan gehört und wollte das demnächst mal ausprobieren, bevor es für mich Hawaii geht! Finde es super das du ein paar testest, freue mich auf die Ergebnisse und hoffe das alle glücken. 🙂

    Liebe Grüße!
    Mein Lifestyle- und Reiseblog: http://in-genue.blogspot.de

  9. Hannah,
    dein Kleid ist bezaubernd! Weißt du noch von welcher Marke es ist?

    Bereits jetzt besten Dank und liebe Grüße
    Eva

    • Liebe Eva, merci! Das ist das aktuelle schwarze Jersey-Kleid von &otherstories! Sehr bequem und easy going…

  10. Anastasia sagte am

    Und was is da so drin? NK ist der ja eher nicht oder?

    Ich kann Lavera empfehlen. Der funkt echt gut, auch ohne Handschuh 😉 Und ist mit ca 10€ absolut leistbar. Aber eher was für dunkle Hauttypen!

    PS: Schööööne Beine, ganz egal ob braun oder nicht <3

    • Liebe Anastasia, nein, das ist kein organic Produkt. Aber ich werde bei meinem Top 5 (oder Top 10?) auf jeden Fall auch Naturkosmetik mit dabei haben. Lass Dich überraschen – und danke für Dein Kompliment 🙂

  11. louiseclara sagte am

    Danke für den Beitrag, sieht wirklich toll aus! Obwohl ich ein absolutes Sommerkind bin, sehr schnell braun werde und auch vom Hauttyp dunkel und Latina bin braucht es manchmal, vor allem nach einem langen Winter, ein wenig Bräune für die Übergangszeit. So richtig an komplettes Bräunen, so wie dein Test habe ich mich allerdings noch nie rangetraut. Fürs Gesicht finde ich auch die Selbstbräuner Milch Capital Soleil von Vichy super. Und sie riecht auch fein, leider nicht NK aber trotzdem empfehlenswert. Liebste Grüße!

  12. St.tropez macht orange aus nach ner Zeit, am besten ist immer noch Xen Tan Maroccan Tan.. Mit der normalen Xen Tan Dark lotion.. Mach alle 2 Tage Abwechslung mit den beiden sb.. Und Bondi Sands ultra Dark hab ich bestellt.. Hat da jemand Erfahrung mit?? Xen Maroccan Tan ist ja der natürlichste dunkelste sb den ich kenne.. Hoffe Bondi s.ultra ist noch dunkler ?

  13. Hat jemand Erfahrung mit Mine Tan Dark ash usw?hab von Mine Tan Maroccan bestellt mal sehen was dabei raus kommt. Kommt mir so fake vor die insta Bilder von Mine Tan die sind ja fast schwarz

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