Der Hype um die Trekking-Sandalen von Chanel und die schönsten Alternativen zum Nachshoppen

Die Trekking-Sandalen von Chanel feiern in diesem Sommer ihren Siegeszug auf Social Media. Stilikonen wie Camille Charriere und Pernille Teisbaek zeigen, wie man den gewöhnungsbedürftigen Schuh stylish kombiniert. Wir fragen uns: Was ist dran am Hype und wie kann es sein, dass die sogenannten Dad-Sandalen gerade jetzt so beliebt sind? Schließlich lässt das Modell sofort Erinnerungen an weniger stilsichere Herren im Sommerurlaub wachwerden. Nichtsdestotrotz: Der Look ist seit Wochen in ganz Deutschland ausverkauft! Ein Anruf in der Chanel Boutique im Berliner KaDeWe hat uns das bestätigt. Und das, obwohl man für ein Paar mehrere hundert Euro auf den Tisch legen muss. Mittlerweile werden die Sandalen von Chanel sogar auf Secondhand-Plattformen für ein Vielfaches des Verkaufspreises gehandelt.

 

„Ugly Sandals“ und „Anti Fashion“

Chanel vereint Tradition und Moderne wie kaum eine andere Marke. Berühmt für seine Kostüme aus Tweed und die mittlerweile legendäre Stepptasche 2.55, die im Jahr 1955 erstmals auf den Markt kam, hat sich das französische Modehaus über Jahrzehnte etabliert. Nicht zuletzt hat die 1910 in Paris gegründete Marke das seiner Gründerin Gabrielle „Coco“ Chanel und dem Talent von Designer Karl Lagerfeld zu verdanken. Er, der von 1982 bis zu seinem Tod 2019 für das Haus designte, war ein Meister darin, den Esprit der Schöpferin auf einzigartige Weise einzufangen und jede Saison neu zu interpretieren. Karl beherrschte die Kunst, ununterbrochen zu überraschen.

Virginie Viard, die nach ihm nun als Chefdesignerin für Chanel tätig ist, knüpft an seine ikonischen Designs an und präsentiert 2020 eine Sandale der Extraklasse. Das Modell aus gestepptem Leder, Jeans oder Tweed mit klobiger Sohle ist ein echter Hingucker und deshalb schnurstracks zum ultimativen Trend auf Social Media avanciert. Schön ist anders? Denkste!

Wir finden: Die gehypten Trekking-Sandalen sind eine logische Konsequenz der trendigen Ugly Dad Sneakers, die mit dem Modell „Triple S“ von Balenciaga ihren modischen Höhepunkt erreichten. Der Trend geht ganz klar in Richtung „Anti Fashion“. Es geht darum, Grenzen zu überschreiten und den Konsens, der in der Modewelt herrscht, zu brechen.

Passender könnte es nicht sein, wenn man bedenkt, wie sehr sich die Branche im Zuge der Corona-Krise zu wandeln scheint. Kollektionen werden mittlerweile digital präsentiert und der Schauenkalender hat kaum noch Relevanz, nur um ein paar Beispiele zu nennen. Gesellschaftliche Strömungen zeigen sich immer auch an unserer Kleidung. Flapper-Kleider und kurze Haare in den 20ern oder Miniröcke in den 60ern als ein Zeichen der Emanzipation, rebellische Punk-Styles in den 80ern  – Mode erzählt immer auch eine Geschichte.

Es ist also vielleicht nicht zu weit hergeholt, zu vermuten, dass die Trekking-Sandalen von Chanel eine Art der Revolution widerspiegeln. In unserer Garderobe, aber auch in der Fashion-Welt perse. Und wenn man bedenkt, wie sehr Madame Chanel die Frauenmode Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihren geradlinigen, bequemen Entwürfen aufgerüttelt hat, ist das neue Modell der Marke vermutlich ganz im Sinne seiner Gründerin.

Das Original und die schönsten Lookalikes zum Nachshoppen:

Das Original

Die Chunky Leder-Variante

Die ultimative Outdoor-Variante

Die modisch skulpturale Variante

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