8 neue Interior-Ideen dank Instagram: Für mehr Extravaganz für die eigenen vier Wände

Die wohl größte Überschneidung von Mode und Interieur findet sich für mich in den Jahreszeiten wider. Als äußerst wetterfühliger Mensch passt sich meine Stimmung immer den Monaten an. Winter und Herbst rufen die Minimalistin hervor und sorgen für einen klares, gemütliches Interieur bis der Frühling aufgeregt ablöst und für die feinen Details und Statements zuständig ist.

Im Sommer ist hingegen alles anders und ich könnte quasi wieder von vorne beginnen. Meine schlichten Holzstühle zum Beispiel waren im Winter kombiniert mit meinem weißen Tulip Table meine größte Errungenschaft – gegen einen rosafarbenen Samthocker hätte ich jedoch heute nichts einzuwenden. Auch meine grauen Steinvasen haben Anfang des Jahres noch so viel Sinn gemacht. Wieso nicht einfach Gesichter rauf malen? Wieso habe ich eigentlich nie zuvor über Blumentapeten nachgedacht? Neue Fragen und Impulse, die förmlich nach Tatendrang schreien. Die Lust nach Neuem kommt natürlich nicht von irgendwo her, schließlich sitzt die rosarote Brille seit Beginn der sonnigen Tage, der aufblühenden Städte und der Balkonien-Saison stilsicher auf der Nase und wird so schnell nicht mehr eingetauscht.

Da ich mir ziemlich sicher bin, dass es vielen von euch genauso geht, gibt’s für euch meine neue Ausgabe an Instagram-Schätzen, die der aktuellen Jahreszeit definitiv mehr als gerecht werden:

Living like a Candy Girl

Apropos rosafarbener Hocker: Die Exemplare von Sabine Mercalis sind zwar nicht aus Samt, dafür sehen sie aber aus wie der wesentliche Bestandteil einer Haribo-Colorado-Tüte. Sowohl die gewählten Pastellfarben als auch das Material erinnern an riesige Kaubonbons, in denen man sich am liebsten reinlegen würde – viel Überzeugung war also nicht nötig. Ich würde mir jedenfalls direkt eine Süßigkeitentüte mit all ihren wunderbaren Tischen, Hockern und Vasen zusammenstellen lassen.

Die niederländische Designerin hat mit ihrem Handwerk aber nicht nur mein Herz erobert, sondern auch schon namenhafte Modehäuser wie Céline und Isabel Marant in den Bann ziehen können. Kein Wunder – schließlich haben wir doch alle schon mal von einer Welt à la Charlie und die Schokoladenfabrik geträumt, oder?

Funky Badezimmer-Upgrade

Obwohl ich sehr detailbedacht meine Wohnung eingerichtet habe, habe ich vor allem eine Sache komplett außer Acht gelassen: Badvorleger. Allein der Begriff klingt schon so unästhetisch, dass ich niemals auf die Idee gekommen wäre, dem mehr Beachtung zu schenken.

Wie sich dank Instagram nun herausgestellt hat, lag ich völlig falsch. Dass das Badezimmer-Essential nämlich nicht immer langweilig aussehen oder aus gruseligem pinkfarbenen Frottee bestehen muss, beweisen die witzigen Baumwoll-Modelle von Cold Picnic. Vor allem die Torso Bathmat in Crème kann ich mir wunderbar als Highlight vor Dusche oder Badewanne vorstellen!

Gute Laune zum Selbermachen

Wie bereits angedeutet, leiden vor allem meine minimalistischen grauen Vasen aus Stein und Beton unter meinem akuten Sommer-Makeover. Die Idee kam allerdings erst, als ich auf den von der wunderbaren Stella Bugbee geführten Account Freakabana gestoßen bin. Die Chefredakteurin vom New Yorker Magazin The Cut zeigt, wie man außergewöhnliche Arten Obst, Pflanzen und Blumen drapiert und macht große Lust, in den eigenen vier Wänden ein wenig Copacabana einziehen zu lassen.

Hierfür am besten eine von den zahlreichen schlichten Vasen wählen, den Pinsel in die Hand nehmen und einfach selbst ein freundliches Gesicht zaubern, das für gute Laune auf der Kommode sorgt.

Vom Trauma zum Träumchen: Wand-Tattoos

Zugeben, vor Tapeten hat es mir schon immer gegrault. Vielmehr noch vor Wand-Tattoos. Ich habe nie verstanden, wieso man sich Schriftzüge wie „Sweet Dreams“ über das Bett kleben muss oder – noch schlimmer – große Blumengebilde den Raum einnehmen lässt. Ich träume immer noch von der riesigen Mohnblume in dem Schlafzimmer einer Bekannten, dessen bedrohlich wirkender Umriss in der Nacht mir den einen oder anderen Schlaf geraubt hat. Soweit zu meinen Kindheitserinnerungen.

Doch sag niemals nie: Denn ich wurde wieder eines Besseren belehrt, als ich die Terrazzo Tapete von Ferm Living erspäht habe. Wer gut aufgepasst hat, dem wird das Muster eventuell bekannt vorkommen, schließlich sind wir schon seit unserem Journelles Marché ganz große Fans!

Wieso also nicht mal mutig sein und was ganz Neues ausprobieren? Überlebt habe ich es ja schließlich.

Pimp my plants!

Dass Blumen im eigenen Heim gar nicht wegzudenken sind, wird euch mit Sicherheit nicht mehr überraschen. Ich würde sogar behaupten, dass ein Raum mit einem Bett und einer Vase mit einem Blumenstrauss absolut vollkommen wäre. Die Pracht von Mutter Natur kann nämlich auch der Kunst wahnsinnig Konkurrenz machen und vermutlich jedem Gemälde die Show stehlen. Ihr glaubt mir nicht? Dann lasst euch einfach mal von dem wunderschönen Instagram-Account der Floristin Ruby Barber inspirieren: Ich habe selten so schöne Pflanzen-Arrangements gesehen!

Die romantischen, ja schon fast dramatischen Blumengestecke haben mich jedenfalls auf die Idee gebracht, der Monstera eventuell mal einen kleines Upgrade zu verleihen!

Worth the Hype: Chunky Übertöpfe

Lange habe ich Übertöpfe als absolut überwertet gehalten: Es geht ja schließlich um den Inhalt, nicht um die Schale. Als ich allerdings auf die riesigen Modelle vom finnischen Designer Tero Kuitunen gestoßen bin, habe ich mich sofort verliebt – und das nicht nur, weil sie so aussehen, als würden sie aus einem kiloschweren Keksteig bestehen. Gefüllt mit einem sommerlichen Ananaspflänzchen und kombiniert mit den bereits vorhandenen minimalistischen Details, kann ich mir seine Vasen und Töpfe sehr gut in großen, offenen Räumen vorstellen. Somit muss auf Altes nicht verzichtet werden und das saisonale Verlangen nach Veränderung wird trotzdem gestillt. Klingt nach einem guten Deal, oder?

Übrigens: Kuitunen hat mit zahlreichen anderen Interior-Experten ein Sommerhaus designt, das sich auf jeden Fall sehen lässt. Einen Einblick gibts hier!

Apartment-Liebe: Isadora Alvarez Bungalow

Als ich vor Kurzem meinen wöchentlichen Besuch auf Manrepeller getätigt habe, bin endlich mal wieder auf eine richtig schöne Homestory gestoßen, in dem der Bungalow von der Fashion Designerin Isadora Alvarez in Los Angeles gezeigt wird. Einfach alles an ihrem Wohnkonzept ist fantastisch: Der Mix aus kalifornischem Strandhaus und spanischer Finka in Form eines Bungalows ist ein nahezu wahr gewordener Traum. Von dem Interieur ganz zu schweigen: Wer wird bei 70s-Stil gepaart mit Designklassikern und einer Brise Venice Beach nicht schwach? Unbedingt auch die Küche näher unter die Lupen nehmen und eventuell beim Anblick eine kleine Träne vor Neid verdrücken.

Eine sehr interessante Frau mit einem unglaublich guten Geschmack und Gespür für Einrichtung, der ihr hier unbedingt einen Besuch abstatten müsst!

Im Dekorations-Fieber: Studio Arhoj

Zuallerletzt habe ich noch einen wahren Geheimtipp für euch: Studio Arhoj. Der Design-Onlineshop aus Kopenhagen ist gefüllt mit zahlreichen Keramik-Schätzen, die definitiv jede kahle Ecke aufwerten werden. Die Auswahl ist wirklich so enorm, dass ich mich gar nicht entscheiden konnte, welches Produkt ich euch eigentlich vorstellen möchte. Gewählt habe ich schlussendlich die pastell- und rosafarbenen Vasen, die mich mittlerweile doch etwas nostalgisch gestimmt an unseren Flowershop im Marché erinnern lassen. Die Bowls oder die Konfetti-Perle würde ich jedoch auch mit offenen Armen empfangen!

Am besten ihr stöbert einfach mal selbst durch das dänische Deko-Paradies.

Kommentare

  1. Alessia sagte am

    Liebe Yildiz, ich muss dir mal
    ein großes Kompliment aussprechen. Ich finde deine Art zu schreiben sehr angenehm und so sympathisch! Gerne mehr von deinen tollen Interior-Artikeln! Lg Alessia

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