Berlin brummt: Highlights, Trends und Previews von der Premium Exhibitions Sommer 2016

Die Frage, ob denn Berlin nun endlich eine Modestadt sei, erübrigt sich, wenn man einen Tag über die Premium Messe am Gleisdreieck läuft. Teilweise wird man wie auf dem Weihnachtsmarkt geschoben, denn die Stände sind knüppelvoll mit Einkäufern aus der ganzen Welt, die Business machen. Wir haben uns gleich am ersten Tag einen Überblick verschafft.

Die Premium Messe bietet nicht nur Trendvorschau, sondern auch Feldstudie: Welche Teile und Labels tragen die Leute, die selber in der Modebranche arbeiten? Woran erkennt man die Einkäufer und Pressevertreter aus Süddeutschland, Italien oder Großbritannien? Und welche Stände werden besonders frequentiert?

Im Showrooms oder auf der Fläche von Labels wie Iro oder Antik Batik gilt leider wie auf vielen Ständen Foto-Verbot, was für uns schade, aber nachvollziehbar ist. Kein Designer oder Label möchte, dass die Entwürfe kopiert werden, bevor die Kollektion in die Läden kommt.

Hier und da ist uns aber offiziell doch ein Foto gelungen. Soviel sei verraten: Zwei der wichtigsten Trends für den Sommer 2016 sind Wildleder und das Safarihemd. „La Saharienne“ wurde Ende der Sechziger Jahre von Yves Saint Laurent erfunden und zuerst wieder von Clare Waight Keller bei Chloe aufgegriffen. Typisches Erkennungsmerkmal ist die Schnürung über der Brust, die im nächsten Jahr in vielen Spielarten daher kommt.

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Ein von Jessie Weiß (@journelles) gepostetes Foto am

 

Jessie trägt hier das Top von Chloé aus dieser Saison. Bei Anecdote und SET sieht es so aus:

 

Einen der schönsten Stände hatte Day Birger Et Mikkelsen aufgebaut, abgesehen von den Schnürballerinas im Stil von Gianvito Rossi (siehe Header) und einem weißer Pullover mit silbernen Pailletten, der an marokkanische Hochzeitsdecken erinnert. Auf dem Boden lagen außerdem zwei Beni Ourain Teppiche aus – ein weiterer Beweis, wie vielseitig und zeitlos die Berberteppiche sind.

Apropos Marokko: Leyla Piedayesh ließ sich für die Lala Berlin Sommer 2016 Kollektion ebenfalls von dem norafrikanischen Land bzw. den typischen marokkanischen Fenstern inspirieren. Außerdem freuen wir uns jetzt schon auf die weißen Blusen mit Lochspitze und Mini-Quasten.

Wir wissen übrigens auch schon, welchen legendären Hollywoodfilmen sich Malaika Raiss in der übernächsten Saison widmet – die dazu passende Schmuckkollektion ist weltweit einmalig. Wir sagen nur: YODA!

 

Es ist wirklich toll, wenn man sich eine neue Kollektion auf der Messe genauer anschauen kann, bevor sie auf dem Laufsteg präsentiert wurde – ein Besuch auf der Premium Messe lohnt aufgrund solcher Previews also immer. So haben wir auch einen Newcomer gleich fest ins Herz geschlossen: Jessies Bericht über William Fan, der seine Mode gleich nach der Runway-Show persönlich vorgestellt hat, lest ihr hier.

 

Auf weiße Lochspitze setzt übrigens auch Stine Goya im nächsten Sommer – das Thema kommt einfach nicht aus der Mode, ebenso wie der Hippie Chic à la Star Mela oder edle Bascis von Les Petits Hauts.

 

 

Wen wir getroffen haben: Die Moderedakteurinnen Jennifer Dixon und Alexandra Krüsi, die beide ein teil aus der The Mercer N.Y. x Instyle Capsule Collection trugen. Jennifer eine Culotte und Alexandra eine olivfarbene Bluse und den dazupassenden Rock aus Wildleder (wir sagen’s ja). Später lief uns dann noch Wana Limar über den Weg, die für einen Dreh mit ihrem Team von MTV auf der Messe unterwegs war.  

 

#Ballin with the one and only Werner @_shookwan ???? #mbfwb Ein von Jessie Weiß (@journelles) gepostetes Foto am

 

Kurz bevor wir raus sind, haben wir noch Lilly Ingenhoven auf ihrem Stand getroffen: Die Jungdesignerin bestätigte noch einmal unseren Eindruck, dass auf der Premium Messe der Bär steppt. Zum Schluß haben wir ihr schnell toi, toi, toi gewünscht: Die Münchnerin gibt am letzten Tag ihr Runway-Debüt auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin!

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