Trend du JOUR: Turtleneck

Wieder so ein Trend, den Phoebe Philo losgetreten hat. Bei der Präsentation ihrer Herbstkollektion 2012 trugen die meisten Models weiße Rollkragenpullover als Styling-Grundlage für oversized Mäntel und weite Hosen mit Zipper-Details. Eine Saison später präsentieren unter anderem auch Victoria Beckham, Reed Krakoff, Tibi und Proenza Schouler ihre Entwürfe mit Rollkragenpullis und -tops.

Früher dienten hochgeschlossene Ritterrüstungen schlichtweg dem Zweck, nicht am Hals getroffen zu werden und zu Tode zu kommen. Im 16. Jahrhundert – zur Zeit von Elisabeth I. – galten steife Krägen als „Must“ bei der Kleiderordnung, um Macht und seinen hohen Stand zu demonstrieren. Die populäre Halskrause nahm später solch absurde Ausmaße an, dass es dem Adel schwer fiel, den Löffel zum Mund zu führen. Irgendwann dann beschloss man, dass dieser eingeschnürte Hals doch irgendwie unpraktisch sei und im 20. Jahrhundert hörte man erst wieder in den 70ern vom „Polo Neck“. Zu dieser Zeit vornehmlich in schlammigen Farben unter fragwürdigen Jacketts getragen.

Dank Frau Philo ist der Rollkragen auf jeden Fall zurück und macht es sich gern in unserer Herbstgarderobe gemütlich. Das beste an diesem Trend ist, dass er herrlich praktisch ist. Mittelalterliches Eisen und elisabethanisches Fischbein sind weichem Kaschmir und anschmiegsamem Jersey gewichen, so dass der hochgeschlossene Kragen nicht mehr nervt, sondern im Gegenteil schön warm hält und den Schal ersetzt. Ab einem gewissen Alter kann man darunter auch bestens seinen Schildkrötenhals verstecken, so wie es Diane Keaton schon seit Jahrzehnten perfektioniert (bevor sie überhaupt die ersten Fältchen hatte). Und um auch wirklich alles richtig zu machen, steckt man als moderne Turtleneck-Trägerin noch die Haarpracht in den Kragen. Ersetzt das frisieren. Sehr praktisch.

Das sind die schönsten Rollkragenpullis aus den Onlineshops:

 

Kommentare

  1. Mal ’ne ganz andere Frage: hat Céline vielleicht doch vor, mal online zu verkaufen? Ich würde mir so gern im End-Sale ein schönes Teil ergattern, oder wenigstens davon träumen… (Jessies Tipp, auf Yoox zu schauen, habe ich beherzigt, aber die Teile gefielen mir nicht.)

  2. jacqueline eisenhauer sagte am

    Erinnert mich leider stark an den Artikel auf Manrepeller 🙁 schreibt doch lieber eigene Posts!!!

    • julia_journelles sagte am

      Hallo Jaqueline, ich kann verstehen, dass es für dich als Leser langweilig ist, wenn sich Informationen in verschiedenen Artikeln wiederholen. Ich möchte mich jedoch von deinem Plagiatsvorwurf distanzieren und darauf hinweisen, dass ich mir den Trend selbstverständlich nicht selbst ausgedacht (genauso wenig wie einer der Autoren bei Man Repeller), dennoch eigene Worte dafür gefunden habe. Es handelt sich hierbei um (unvermeidlichen) Zufall. Gruß, Julia

  3. Saskia Hilgenberg sagte am

    Hallo Julia, ich find’s super was Ihr macht! Hast Du denn den grünen Kaschmir-Rollkragenpullover gestern noch verkauft? Oder verwechsel‘ ich Dich?

    • julia_journelles sagte am

      Liebe Saskia, vielen Dank Dir! Der Pullover ist nach wie vor in meinem Besitz. Er wurde viel gestreichelt, hat aber kein neues Zuhause gefunden 😉

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