TOP5: Bunte Streetstyles der #CPHFW zum Nachshoppen

Und los geht der Streetstyle-Marathon. Nach Stockholm ist bei uns nun Kopenhagen an der Reihe. Unsere Highlights in Sachen Kollektionen und neue Designtalente haben ich euch bereits hier gezeigt. Natürlich möchte ich euch aber auch nicht die schönsten Looks der Besucherinnen der Copenhagen Fashion Week vorenthalten.

Dem Stil der Damen zu verfallen ist leicht. Es ist irgendwie genau die richtige Mischung aus High Fashion und Streetwear und vor allem dieser wunderbare Mut zu Musterclash und knalligen Farbkombinationen, der die Skandinavierinnen für mich zur ultimativen Outfit-Inspiration werden lassen. Auch meine Wintergarderobe ist alles andere als bunt und farbenfroh, aber ich möchte das nun ernsthaft in Angriff nehmen und dem deutschen, grauen Einerlei auf unseren Straßen etwas entgegensetzen. Und sei es nur, damit ich besser gelaunt durch die kalten Monate komme.

Diese Streetstyle-Ikonen machen es bereits richtig. Hier kommen meine fünf Favoriten der Fashion Week in Kopenhagen zum Nachshoppen, bevor alle Augen ab sofort auf New York gerichtet sind.

Die fesche Spanierin Blanca Miro habe ich in meinen letzten Streetstyles aus Stockholm bewusst ausgelassen, obwohl ich ein sehr großer Fan ihres Stils bin. Grund war, dass es mir bei ihr teilweise gerade zu sehr in die Streety-Neunziger-Schiene abdriftet und ich ihren Outfits mit Balenciaga-Sneakern aufgrund akuter Coolenss-Overdose aus Berlin nicht viel abgewinnen konnte.

Anders sieht es hier aus. Denn wenn es eine Bewegung in den Neunzigern gibt, mit der ich mich noch immer identifizieren kann, ist es die Grunge-Ära. Zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache, aber wie Blanca Miro hier die Dr. Martens zu einem Seidenkleid und -jacke stylt, könnte man doch wirklich jeden Tag herum laufen, oder? Praktisch, gemütlich und gleichzeitig irgendwie exotisch und sehr schick. Natürlich darf die passende It-Bag nicht fehlen.

Mustermix vom allerfeinsten. Janka kombiniert zu ihrem mehrfarbig karierten Mantel (der ist übrigens von der schwedischen Upcycling Brand Rare Review, merken!) mit der Puzzle Bag von Loewe nicht nur eine Tasche, die noch immer alle Modeherzen höher schlagen lässt. Es ist auch noch die Polka-Dot-Variante und dadurch wird mit dem sehr dominanten, geradlinigen Muster des Mantels ein sehr verspielter und organischer Gegenpart kombiniert. Die Puzzle Bag ist nämlich allein schon durch ihre eigenwillige Form ein Statement für sich. Mit den Punkten wird Strenge heraus genommen und in Kombination mit dem Regenbogenkaro wird es einfach pure gute Laune.

Und bei Kordhosen bin ich ohnehin an erster Stelle mit dabei 😉

Dass Rot und Rosa sich wirklich ausgezeichnet verstehen, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Ebenso wissen wir seit Stockholm, dass die Skandinavierinnen ein echtes Händchen haben für monochrome Farbclashes. Wenn auf Rot und Rosa nun aber noch Himmelblau trifft, na, dann flimmert es richtig vor den Augen und das im positiven Sinne. Man könnte meinen, dass es leichter wäre, einfarbige Pieces miteinander zu kombinieren. Ich habe allerdings dabei sehr oft das Gefühl, wie eine Playmobilfigur auszusehen. Das Geheimnis liegt hier, wie so oft, im gleichzeitigen Spiel mit Proportionen, Silhouetten und dem Auflösen von bekannten Formen.

Bei aller Gucci-Mania fällt uns allerdings auf, dass Balenciaga ganz klar der Sieger der Herzen der Streetstyle-Queens ist. Keine Marke wurde öfter verstylt.

Hier ist sie wieder. Ich bekomme einfach nicht genug von Jeanette Madsen und warum sollte ich auch? Sie trifft einfach in 90 Prozent der Fälle meinen Geschmack. So wie mit diesem Look. Erstens ist er so wunderbar grungig angehaucht, dass ich ihn vom Fleck weg tragen könnte. Zweitens mag ich es, dass Jeanette zum auffälligen Leorock nicht, wie man es vielleicht erwarten würde, ein knalliges Rot kombiniert, sondern einfach zu einem hellgelben Strickpullover greift. Somit lässt sie dem Rock zwar den Vortritt, hat durch die Yves-Klein-blaue Tasche aber ein spannendes Kontrastprogramm im Look. Der schwarze Blazer erdet alles wieder und gibt noch den Hauch Libertines-Rock’n’Roll-Attitude.

Bravo, Jeanette!

Ich gebe zu, man könnte den Look von Trine auch locker auf den vergangenen Sommer datieren, als sowohl Blazer, Midiröcke mit Blumenprint und Sockboots ihre große Stunde hatten. Aber es ist Februar 2018 und das Schöne ist: Dieses Outfit funktioniert noch immer. Wir lernen daraus, dass man nicht immer auf Mindesthaltbarkeitsdaten hören sollte. Der Joghurt kann noch so lange gegessen werden, wie er keinen Schimmel ansetzt und ebenso können wir Trends getrost ein wenig weiter stretchen, als es uns die einschlägigen Medien und Instagram-Accounts manchmal vorzuschreiben versuchen.

Oder würdet ihr Trines Look etwa altmodisch nennen? Also.

Kommentare

  1. lisa@journelles.deesra@lovelylines.de

    Ich mag diesen Style auch sehr gerne, die Farben sind genau mein Beuteschema! Aus den Collagen habe ich auch gleich mehrere Favoriten 🙂

    Liebe Grüße, Esra

  2. lisa@journelles.deninafust@web.de

    Janka Pollianis Looks sind für mich eigentlich immer super. Schön, dass sie hier bei euch mal zu sehen ist!

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