Die schönsten Lederslides von Hermès, über Saint Laurent, Isabel Marant und Co.

Jessie ist dem Trend schon verfallen und auch wir sind im Shoppingfieber – ohne diese Pantoletten geht diesen Sommer nichts

Schlapp, Schlapp, Schlapp – dieses Geräusch lässt mich diesen Sommer nicht los. Ob Jessie im Büro, Alexa auf der Treppe oder Yildiz neben mir auf der Straße, ich werde von Schlappen und ihren Trägerinnen verfolgt.

Na gut, ganz so schlimm ist es nicht, aber Instagram und seine Konsum-Wirkung haben ihr übriges getan und ich bin ganz verliebt in Hermès Oran und die Saint Laurent Nu Pieds – nur leider sind die mit 500 Euro nicht ganz kostengünstig und auf Vestiaire Collective und Co. überteuert und extrem rar. Auf meinen Vorschlag, dass Hermès mich ja vielleicht sponsern könnte, reagierte vor allem Lexi eher skeptisch: „Ob das wirklich realistisch ist, Marie?!“ Hallo, Lexi, träumen ist ja wohl noch erlaubt in meinen jungen Jahren, oder? Außerdem muss man ja noch Ziele im Leben haben…;)

Lange Rede, kurzer Sinn: ich bin im Shoppingfieber, aber leider ohne Luxusbudget. Daher hab ich mich auf die Suche begeben und die schönsten Modelle aus den Onlineshops dieser Welt (kann man ein Gehirnerschütterung von zu schnellem Scrollen bekommen?) für euch herausgesucht. Fröhliches Shoppen!

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Hermès Oran

Als Trend kann man die Hermès Oran Sandalen eigentlich schon nicht mehr bezeichnen, denn sie sind mittlerweile zu echten Klassikern mutiert. Caroline Blomst schlappte schon vor Jahren auf Instagram herum, auch die Zwillinge von teetharejade sieht man alle Urlaube wieder mit den Teilen und selbst Jessie ist den Schlappis vor ein paar Wochen verfallen.

Die harten Fakten: Erhältlich sind diese nur in Hermès Geschäften und online und sie haben dabei eine Preisspanne von 480 Euro für das klassisch-schlichte Ledermodell bis hin zu 1250 Euro für die Bling-Bling-Variante mit Strassverzierung – ich hoffe für den Preis sind es echte Diamanten…

Man erkennt den Klassiker an der H-förmigen Spange, die sich über den Spann streckt und die sichtbar abgesteppten Nähte. Auch wenn der Name Oran vielleicht erstmal andere Assoziationen hervorruft, benannt wurden die Pantoletten nach einer Küstenstadt in der gleichnamigen Provinz im Westen von Algerien.

Und wer trägt die Oran Sandalen? Eigentlich jeder: Camille Charrière, Kristina Bazan, Ari, Elin Kling, Jeanette Madsen, Caroline Blomst, die Olsen Twins, Pernille Teisbaek, Victoria Törnegren und so viele mehr.

Saint Laurent Nu Pieds

Während das eine Lager also auf „dezentes“Hermès-Logo setzt, übt sich ein anderes in Understatement, was aber nicht weniger günstig ist. Die Saint Laurent Nu Pieds bilden das Newcomer-Gegenstück zu den Oran Sandalen.

Auch hier haben wir wieder die Fakten für euch gesammelt. Nu Pieds bedeutet übersetzt „barfuß“ und genau das Feeling ist es auch, auf was die zarten Lederpantoletten setzen. Die Lederriemen sind verschlungen und gehen über den vorderen Spann des Fußes. Was der Schlapp-Spaß kostet? Stolze 495 Euro in der Basic-Variante, im Herbst dürfen darf Leder dann auch mal gegen Samt ausgetauscht werden und ist dann knappe 550 Euro wert.

Natürlich sind beide Schlappen mit ihrem Preis in einem Segment, das man sich nicht mal eben so zulegt, auch Jessie hat lange nachgedacht, bevor sie investiert hat. Ein Vorteil, den beide Labels bieten? Die Verarbeitung ist so gut, dass sich die Schuhe locker mehrere Jahre tragen lassen und sie sind nicht so trendabhängig wie manch anderes Teil.

Für all die, die sich erstmal an die Originale herantasten wollen, habe ich aber super Alternativen in den Weiten des Internets gefunden. Und hey, ansonsten lohnt es sich immer die Schatzsucher-Äuglein auf Vestiaire Collective, Rebelle und Co. offen zu halten oder durch die Luxus-Secondhandshops der Stadt zu ziehen.

Die schönsten Modelle:

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

Kommentare (13) anzeigen

13 Antworten auf „Die schönsten Lederslides von Hermès, über Saint Laurent, Isabel Marant und Co.“

Ganz ehrlich: die Oran-Schlappen sind gar nicht hübsch. Nicht mal für einen Zehntel des Preises würde ich die kaufen. Zum Glück lässt sich über Geschmack streiten…

Ganz ehrlich, du hast absolut recht. Und falls hier jemand von euch ernsthaft sooo viel Geld für Schlappen ausgibt, dem fehlt ganz offenbar etwas…. selbst die Stillhormone können daran nicht wirklich schuld sein!

Liebe Marie,
würdest du jemanden der für eine Packung Toilettenpapier 100€ statt 3,99€ ausgibt nicht auch für ein wenig bescheuert erklären? Ich hoffe doch.

Meine Güte, bekommt euch wieder ein! Da bekomme ich das Kotzen wie hier regelmäßig rumgezickt wird! In eurem Kleiderschrank finden sich ganz sicher Sachen, die andere potthässlich finden und da spuckt euch trotzdem niemand auf die Kleidung!

Also für den Preis beide nicht. Ich investiere auch mal in hochpreisige Taschen (hat man was lange von) aber sind wir doch mal ehrlich, es handelt sich hier um Schlappen. Das ist noch nicht mal richtiges Schuhwerk 😉 Und die Oran Schlappen sehen vom Design sehr altbacken aus. Aber das ist ja vielleicht Geschmackssache.

Ich finde sowohl die Hermès- als auch die YSL-Schlappen schön!
Aber mir als Durchschnittsverdienerin wären sie definitiv über dem Budget.
Wie schön, dass es letztes Jahr ein look-a-like von Zara gab… ?

Ich war etwas enttäuscht von dem Artikel. Bei Facebook beworben mit der Zeile: Alternativen für den It-Schuh und dann handelt der Artikel doch nur von Hérmes&Co und am Ende sind lediglich ein paar Alternativen lieblos dran geklatscht.

Hmm ja ich hätte nach dem Titel ja auch auf günstige Alternativen gehofft, die auch hübsch sind..Schade dass sie nicht da sind..
VG Samatti

…ich finde sie hübsch. Beide. Aber den Preis bin ich nicht gewillt zu zahlen. Darum auch meine Kritik am Beitrag: Leider sind wirklich nur ebenso teure „Alternativen“ heraus gesucht. Zu schade, muss ich mich doch selbst auf die Suche machen und eine „Gehirnerschütterung“ vom Scrollen bekommen… 😉 Schönen Sonntag dennoch allen im Team. Ich muss jetzt eure anderen Artikel schnell nachholen. 😉

Ich finde beide Schlappen wunderschön und zeitlos – aber leider auch ausserhalb meines Budgets.
Wer meiner Meinung nach eine tolle Alternative hat ist Everlane – der Shop ist sowieso einen regelmäßigen Besuch wert: faire Herstellung, faire Preise, tolle Basics, aber auch mal Trendteile.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.