Schauenprotokoll: Malaikaraiss Herbst/Winter 2016

Ohhh Malaika, die Modewoche ist noch nicht vorbei und deine Kollektion hat bereits Favoritenpotenzial! Seit 2010 ist Malaikaraiss inzwischen fester Bestandteil der Berliner Modewoche und ich erinnere mich an jede einzelne Show, die sie seitdem gemacht hat. Umso beeindruckender ihre Entwicklung, denn mit jeder Saison wird sie professioneller, erwachsener und findet immer mehr Zugang zur Identität ihrer

Ohhh Malaika, die Modewoche ist noch nicht vorbei und deine Kollektion hat bereits Favoritenpotenzial!

Seit 2010 ist Malaikaraiss inzwischen fester Bestandteil der Berliner Modewoche und ich erinnere mich an jede einzelne Show, die sie seitdem gemacht hat. Umso beeindruckender ihre Entwicklung, denn mit jeder Saison wird sie professioneller, erwachsener und findet immer mehr Zugang zur Identität ihrer eigenen Marke. Femininer Chic, eine gehörige Portion Lässigkeit und immer mehr Mut im Styling machen Malaika zu den wichtigsten Designerinnen der Stadt – zumal sie auch das Business versteht und einen cleveren Schachzug gemacht hat, indem sie sich die Disney-Rechte für den Star Wars Schmuck gesichert hat.

Atmosphäre und Location: Der me Collectors Room ist in dieser Saison erstmals offizieller Austragungsort der Mercedes-Benz Fashion Week und ich bin heilfroh, keinen Fuß in das Zelt am Brandenburger Zelt setzen zu müssen – denn das passt nicht zu der Mode, die hier in Berlin gezeigt wird. Im me Collectors Room ist zwar weniger Platz, dafür ist das Gefühl wesentlich avantgardistischer. So auch das Bühnenbild für die Laufstegpräsentation, das durch Spiegel-PVC und eine hinterleuchtete Wellwand, einen blitzeblank weiss geputzten Boden und das helle weisse Licht in einem Pariser Hinterhof hätte stehen können. Die Entwürfe wurden zudem anders choreografiert, so dass immer mehrere Models gleichzeitig auf der Bühne waren.

 

Thema der Kollektion: Nach der Skatepunk-Episode im Frühjahr ist die Herbst/Winterkollektion namens „Second Nature“ nun architektonisch inspiriert, ohne den Hang zum Mädchenhaften (macht man letzten Endes noch immer an Roséfarben fest) zu verlieren. Die Entwürfe wirkten sehr erwachsen, wurden aber durch verspielte Elemente aufgelockert. Zarte Chiffon-Teile wie hier in Form eines Trägertops sowie die Transparenz beim zweireihigen Trenchcoat machen die Kollektion besonders.

Kollaboration: Malaika hat sich für diese Saison mit OLYMPUS zusammen getan (schaut mal auf deren Instagram-Account, den haben wir gestern übernommen!) und wunderschöne Schulterriemen für die Olympus PEN Kamera entworfen, die es im Onlineshop bereits zu kaufen gibt. Die schönen Straps sind farblich auf die Kollektion sowie den hauseigenen Ledertaschen abgestimmt. Mein Favorit ist der weinrote Schulterriemen zur Clutch – dieses Ensemble samt Tasche nehme ich gern!

 

Highlights der Show: Diese beiden Looks! Der Mantel mit Fake Fur Einsätzen ist mein Favorit.

 

Die Looks: Spaghettitops über Kleidern, Chiffonblusen zur Anzughose und oversized Mäntel mit extra breitem Revers. Hübsche kreisförmige Täschchen rundeten die Outfits ab.

 

Gesprächsstoff: Backstage erzählt uns Malaika, dass sie lediglich eine halbe Stunde geschlafen hat (wie geht das?), da bis zur letzten Sekunde Vorbereitungen für die Show gemacht wurden. Immerhin hat sich die Schlaflosigkeit ausgezahlt – und nun ab ins Bett für die nächsten Tage!

Fotografiert fleissig mit: Topmodel Franzi Müller.

Merken wir uns für die kommende Saison:

Die 3/4-Länge bei Kleidern und Röcken. Sieht einfach so gut aus und ist überhaupt nicht so schwer zu kombinieren wie man immer denkt.

Noch mit Fragezeichen versehen: Die spitzen flachen Schuhe passten zwar zum Look, aber das Netz lassen wir lieber weg!

Promis: Die Schauspielerinnen Pheline Roggan, Julia Malik oder Fritzi Haberlandt haben sich unter 180 Gäste gemischt.

Unter’m Strich: Wir sind schwer begeistert von Malaika’s Kollektion samt Inszenierung und können die Show definitiv als eines der Highlights der Berlin Fashion Week verbuchen. Weiter so!

Von Jessie

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit "Journelles" selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It's Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: "Influencer im Portrait: Jessica Weiß - Alles, nur kein Stillstand"

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2 Antworten auf „Schauenprotokoll: Malaikaraiss Herbst/Winter 2016“

Sehr schön. Die weinrote Taschen-Kameragurt-Kombi ist wirklich perfekt! Besonders hübsch finde ich die schwarzen Wildlederballerinas mit Netzeinsatz oder sind dies Strümpfe/abgeschnittene Netzstrumpfhose? Viel Spaß weiterhin. Freue mich schon auf die nächsten Berichterstattungen 😉
Alles Liebe,
Coco

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.