#PFW Fall 2019: Unsere Highlights der Paris Fashion Week mit Dior, Loewe & Chloé

Moment mal, haben wir nicht gerade erst mit der New York Fashion Week gestartet, haben uns über die neuen Streetstyles aus London gefreut? Schneller als man sich versieht, ist der Fashion Month fast vorbei und das bedeutet: Paris Fashion Week! Denn den Abschluss macht wie immer die französische Hauptstadt.

Unsere ersten Highlights? Kommen hier!

Chloé

Als Hommage an Karl Lagerfeld lag bei der Modenschau von Chloé auf jedem Platz eine Karte mit einigen Kollektionen, die der verstorbene Designer in den 14 Jahren für das Modehaus entworfen hatte. Auf der Rückseite standen Lagerfelds Kommentare zu seiner Arbeit, zum Beispiel ein Zitat von 1975: „Die Essenz moderner Kleidung – unstrukturiert, schwerelos, [und] feminin.“

Vier Jahrzehnte später fassen diese Eigenschaften die Chloé-Ästhetik gut zusammen und die Designerin Natacha Ramsay-Levi hat sie mit einer Reihe von mühelos scheinenden Entwürfen perfekt getroffen – so wie sie Frauen seit Karls Zeiten bei Chloé suchen. Seit Ramsay-Levi das Modezepter im Hause Chloé übernommen hat, ist es ihr gelungen, dem unkonventionellen, leichten Flair der Marke ihren persönlichen Stempel zu verpassen, ohne die DNA aus den Augen zu verlieren. Mit dem richtigen Fingerspitzengefühl besticht auch die Herbstkollektion durch tragbare, weibliche und kombinierbare Entwürfe. Die Kollektion ist unser Favorit aus Paris!

Hier einen Liebling zu finden?! Versuchen wir’s mal: Da wären einmal die Strickpullover mit aufgeschnittenen Ärmeln, der Denim-Overall, das gemusterte Minikleid oder der beigefarbene Ledermantel mit einem breiten Revers.

Chloé Fall 2019 (Courtesy of Chloé)
Dior Fall 2019 (Courtesy of Dior)

Dior

Um ihren Modefeminismus im kommenden Herbst weiterzuführen, drehte Maria Grazia Chiuri die Uhr rund 60 Jahre zurück. Sie suchte Inspiration bei den britischen Teddy Girls der Nachkriegszeit – das weibliche Gegenstück zu der jugendlichen Protestbewegung Teddy Boys, die vor allem durch ihre Kleidung auf sich aufmerksam machten.

Für Dior war die Kollektion vergleichsweise wenig mädchenhaft. Mit Vichy-Karos in Rot, Grün und Schwarz-weiß, langen Röcken aus schwerem Stoff, breiten Ledergürteln oder Schuhen mit Söckchen zitierte Chiuri den Kleidungsstil ihrer britischen Vorbilder. Für ihre Jacken und Mäntel verwendete Chiuri viel Lackleder. „Sisterhood is Global“ stand dieses Mal als Druck auf den Statement-Shirts – eine Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Institut.

Notiert: Die Anglerhüte bleiben!

Saint Laurent

So ganz packen uns die Kollektion von Saint Laurent ja nicht. Zu kurz, zu eng. Zum Feiern ja, für den Alltag eher ungeeignet. Diese Saison holt uns Anthony Vaccarello mit seinen Entwürfen wieder eher ab. Allein die Mäntel! Vaccarello machte sie wie in den Achtzigern groß und breit. Der letzte Teil der Modenschau wurde unter Schwarzlicht vorgeführt und war weniger tragbar. Wer mit so einem Fransenkleid auf eine Party geht, braucht halt ein bisschen Selbstbewusstsein.

Saint Laurent Fall 2019 via Vogue Runway

Celine

Hedi Slimane ist immer für eine Überraschung gut. Zum Beispiel hatte man bis vor seinem Debüt bei Celine darauf gehofft, er würde sich dem Modehaus anpassen und nicht alles zu Nichte machen. Wie’s ausging, wissen wir ja. Von der Philo-Ära blieb nichts übrig. Slimane hatte dem Label seinen eigenen altbekannten Stempel aufgedrückt: Rock’n’Roll, schwarz, androgyn. Und jetzt, wo die meisten Philo-Fans Celine endgültig abgeschrieben haben, kommt Slimane mit einer Kollektion daher, die um einiges tragbarer und ernster ist. Ist Slimane etwa geläutert? Vielleicht hat er auch bloß von oben einen auf den Deckel bekommen.

Das Bild des sexy Mädchens in Miniröcken hat er durch die Pariser Studentin ersetzt: Lammfelljacken, Capes und weit geschnittene Blazer, Seiden- und Schluppenblusen, kombiniert mit Skinny-Jeans, Culottes und Faltenröcken, die über die Knie gehen, Midikleider und Bomberjacken aus Leder. „Old Céline“-Fans werden vielleicht immer noch nicht fündig, das muss ja auch nicht grundsätzlich sein, aber doch schließt Slimane mit Lederstiefeln, Karomuster und Kombinationen aus Blusen und Hosenröcken an die Geschichte des Hauses Celine an.

Celine Fall 2019 via Vogue Runway
Loewe Fall 2019 (Courtesy of Loewe via PR)

Loewe

Instagram war nie ein Schwerpunkt von Loewe. Doch für diese Kollektion konzentrierte sich der Designer Jonathan Anderson auf das Selfie. Inspiriert von dem, was als das früheste Beispiel für ein Selfie gilt – eine Fotografie des Hobbychemikers Robert Cornelius aus dem Jahr 1839 –, betrachtete Anderson Kleidung wie ein Foto.

Was auf dem Laufsteg folgte, war eine Sammlung von Instagram-freundlichen Teilen. Statement-Accessoires wie extravagante Kappen, die ein wenig an Mickie-Mouse-Ohren erinnern, skulpturale Blockabsatzstiefel oder ein Sweatshirts mit Kordelzug, das vollständig mit Perlen bedeckt war.

Trotzdem war es nicht seine Absicht, Kleidung für Selfies zu entwerfen, sondern auch den Anforderungen des Alltags gerecht zu werden. So sieht zum Beispiel ein beigefarbener Oversized-Mantel ebenso wie ein Kimono-Mantel aus einem Schachbrett aus Leder nicht nur auf Fotos gut aus. Und wenn Material und Silhouette im Vordergrund stehen und damit nicht nur kurzzeitige Trends befüttert werden, sind wir sowieso dabei!

Bilder im Header via Vogue Runway & PR

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