Paris: Schicke Demonstration bei Chanel Sommer 2015

Was uns heute im Grand Palais erwarten würde? Die Einladung des Traditionshauses Chanel verrät immer schon ein klein wenig und diesmal hiess es: Boulevard Chanel! Für den Sommer 2015 hat sich Karl Lagerfeld mal wieder nicht lumpen lassen und eine Pariser Stadt-Kulisse mit einer Straße in der Mitte gebaut.

Zeitgeist; das ist es, was Lagerfeld ausmacht und er sowohl mit seinen Kollektionen als auch den Schauen einen Hint auf die aktuelle wirtschaftliche oder politische Lage gibt – stets mit einem Augenzwinkern (wir erinnern uns an die Konsumkritik im Chanel Supermarkt letzte Saison). Der Boulevard an sich war nämlich nicht das wahre Highlight: Die Show ging schnell los, die Models schritten flott in Gruppen über die Straße. Darunter lauter Topmodels wie Gisele Bündchen oder Toni Garrn. Die Mode konnte ich in diesem Tempo kaum aufnehmen.

Plötzlich verstummte die Musik und es war lautes Geschrei zu hören. Und dann kam sie auch schon, die Demonstration…. Karl Lagerfeld schritt mit seinen Models, allen voran Cara Delevingne mit Megafon, über die Straße:

Hier sind die durchaus ernst gemeinten aber auch humorvollen Statements von Meister Karl:

  • Divorce pour tous
  • Make fashion not war
  • He for She – Emma Watsons UN-Kampagne wurde schneller aufgenommen, als man schauen kann
  • Women’s rights are more than alright
  • Tweed is better than Tweet
  • Votez pour vous
  • Free Freedom
  • Be different
  • History is her story
  • We can match the machos
  • Bew your own stylist
  • Ladies first
  • Boys should get pregnant too
  • Oser sans Poser
  • Le jeans est androgyne

Auf den Punkt, möchte man meinen! Hier sind meine Bilder sowie ein paar offizielle von Getty Images.

Kommentare

  1. Katharina sagte am

    Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, was ich davon halten soll dass ein Schwarm ultradünner, überwiegend weißer Supermodels den Laufsteg einer der Luxusmarken unserer Zeit vor einem handgverlesenen Fashion-Publikum mit Schildern zu Gleichberechtigung, Grassroots-Aktivismus und Diversität abschreitet. Und das ist jetzt völlig ohne Zynismus gemeint, im Sinne von: was war die Überlegung dahinter? Schmeckt im ersten Moment irgendwie wie eine Inbeschlagnahme zu Publicity-Zwecken, oder geht es nur mir so? Andererseits ist natürlich jede Art von Aufmerksamkeit für die neue UN-Kampagne erstmal positiv. Mode und Politik, gäbe vielleicht einen interessanten Blogbeitrag.

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