Paris Fashion Week: Dries van Noten

Die Präsentation der neuen Herbstkollektion von Dries van Noten war sicher eine der meist erwarteten Shows dieser Saison. Gestern Mittag machten Jessie und ich uns ohne den Hauch einer Ahnung, was uns dort erwarten würde, auf den Weg ins Pariser Hotel de Ville. Nur eines stand fest: Van Noten hat sich mit seiner aktuellen Sommerkollektion die Messlatte

Die Präsentation der neuen Herbstkollektion von Dries van Noten war sicher eine der meist erwarteten Shows dieser Saison. Gestern Mittag machten Jessie und ich uns ohne den Hauch einer Ahnung, was uns dort erwarten würde, auf den Weg ins Pariser Hotel de Ville. Nur eines stand fest: Van Noten hat sich mit seiner aktuellen Sommerkollektion die Messlatte selbst extrem hoch gehängt.

Schon allein die Location war beeindruckend: Dutzende Kronleuchter, Fischgrätparkett, Deckenmalereien und goldener Stuck boten eine perfekte Kulisse. Dries van Noten selbst besteht darauf, dass seine Kollektionen nie perfekt sind und versucht nach eigener Aussage stets, die vermeintlichen Lücken mit der nächsten Show aufzufüllen. So sind seine Herbstentwürfe die logische Konsequenz aus dem, womit er letzte Saison alle begeistert hat. Der Meister des Material- und Mustermix bewies erneut, dass grober Strick, funkelnde Stickereien, wollige Herrenstoffe und seidige Plissees sehr wohl zusammen passen. So vereint er zum Beispiel Fransenkleid, längsgestreiften Ethno-Blazer und Nadelstreifen-Hose zum stimmigen Gesamt-Look. Das Kleid wird dabei wohl gemerkt über der Hose getragen!

 

Dries van Notens Inspiration muss irgendwo zwischen Art Deco, den 20er Jahren und Menswear gelegen haben. Insgesamt ist die Kollektion etwas dunkler und maskuliner gehalten, bietet aber durch blasse Blumenprints, aufwändige Jaquard-Stoffe, fluffige Straußenfedern und eine winterlich pastellige Farbgebung ebenso feminine Elemente. Meine absoluten Highlights: Eine glitzernd bestickte graue Blousonjacke, die weich fallenden Marlenehosen und die flachen Schuhe, die an ein gewisses Modell von Prada erinnern und die ich am liebsten sofort mitgenommen hätte. Oh, und die Musik zur Show – zum Beispiel „Cheree“ von Suicide.

Nach der Show, die uns wirklich zum Träumen brachte, trafen wir den Designer backstage zum Interview und konnten die Entwürfe noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Mehr dazu bald bei „It’s Fashion“.

Von Julia

Vor 5 Jahren zog ich mit dem Wunsch, Modedesign zu studieren, von Mannheim nach Berlin - im Sommer 2011 dann hatte ich meinen Abschluss am Lette Verein in der Tasche. Um die Modebranche ein wenig besser kennen zu lernen und auch andere Dinge als Nähen, Zeichnen und Schnitttechnik zu probieren, habe ich seit dem redaktionell bei LesMads, Interview Magazin Deutschland und dem Zeit Magazin gearbeitet. Außerdem bin ich als Stylistin - zuletzt u.a. für It‘s Fashion TV - tätig.

Eines der faszinierendsten Dinge an der Mode ist für mich, wie sie die Art, wie wir uns fühlen und bewegen beeinflusst und verändert. Mode ist somit ein Kommunikationsmittel und ein Medium zwischen unserer Identität und unserer Umgebung. Wenn es nach mir geht, muss Mode jedoch nicht immer strengen Kriterien und Anforderungen standhalten. Ich bin absoluter Befürworter von spontanen Gefühlsergüssen beim Anblick eines Kleidungsstückes.

In diesem Sinne gibt es von mir auf Journelles jede Woche das Neueste aus den Onlineshops, alles zum Thema Shopping, Trendjournale und die schönsten Stilikonen.

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3 Antworten auf „Paris Fashion Week: Dries van Noten“

Mein Favorit: das blaue Kleid mit Fransen im unteren Drittel, mit blauer Anzughose darunter. Sehr elegant!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.