Paris Fashion Week: Behind the Scenes bei ODEEH

Jörg Ehrlich und Otto Drögsler machen keine Mode für Fashion Victims, sondern für Frauen, die ihr eigenes Geld verdienen, in ihre Garderobe investieren wollen und mit Kleidung gerne auch einmal spielerisch umgehen. In Paris präsentierte das Designer Duo die zehnte Kollektion ihres Labels ODEEH. Ich war drei Tage lang im Team mit dabei und habe die

Jörg Ehrlich und Otto Drögsler machen keine Mode für Fashion Victims, sondern für Frauen, die ihr eigenes Geld verdienen, in ihre Garderobe investieren wollen und mit Kleidung gerne auch einmal spielerisch umgehen. In Paris präsentierte das Designer Duo die zehnte Kollektion ihres Labels ODEEH. Ich war drei Tage lang im Team mit dabei und habe die heiße Phase der 72 Stunden vor dem Pariser Defilee miterlebt – herausgekommen ist am Ende eine wunderschöne Kollektion voller anziehender Gegensätze.

Inspiration für die grafischen Prints und somit den Ursprung der Kollektion, waren Zeichnungen der österreichischen Künstlerin Mela Köhler, die Anfang des 20. Jahrhunderts Mitarbeiterin der Wiener Werkstätte war. Besonders die Reihe von Postkarten, auf denen Frauen beim Sport zu sehen waren, inspirierten die Designer zu der lässigen Silhouette – „Kleidung, die Frauen zum Sport trugen in Zeiten, als es noch keine Sportswear gab“, sagt Otto Drögsler.

 

Couture-Elemente wie die mit Swarovski-Kristallen verzierten Oberteile aus Jaquard, werden durch die lockere Silhouette aufgebrochen – die Herbstkollektion von ODEEH bietet einen gekonnten Mix aus hochwertigen Materialien, aufwändiger Verarbeitung und lässigen Schnitten sowie sportlichen Elementen.

Besonderes Highlight der Kollektion sind die Teile aus „Real Fake Fur“ – Teddystoff von Steiff aus Alpaka und Mohair – sowie bereits erwähnte funkelnde Jaquard-Tops und die bequemen Hosen, deren Schnitt seinen Ursprung in der Jogginghose hat. Nicht zu vergessen die schwarzweißen Lackschuhe, die in Kooperation mit Unützer entstanden. Meine Order ist auf jeden Fall bereits geschrieben und ich zähle die Tage, bis ich die tollen Stücke Made in Germany endlich anziehen kann.

Von Julia

Vor 5 Jahren zog ich mit dem Wunsch, Modedesign zu studieren, von Mannheim nach Berlin - im Sommer 2011 dann hatte ich meinen Abschluss am Lette Verein in der Tasche. Um die Modebranche ein wenig besser kennen zu lernen und auch andere Dinge als Nähen, Zeichnen und Schnitttechnik zu probieren, habe ich seit dem redaktionell bei LesMads, Interview Magazin Deutschland und dem Zeit Magazin gearbeitet. Außerdem bin ich als Stylistin - zuletzt u.a. für It‘s Fashion TV - tätig.

Eines der faszinierendsten Dinge an der Mode ist für mich, wie sie die Art, wie wir uns fühlen und bewegen beeinflusst und verändert. Mode ist somit ein Kommunikationsmittel und ein Medium zwischen unserer Identität und unserer Umgebung. Wenn es nach mir geht, muss Mode jedoch nicht immer strengen Kriterien und Anforderungen standhalten. Ich bin absoluter Befürworter von spontanen Gefühlsergüssen beim Anblick eines Kleidungsstückes.

In diesem Sinne gibt es von mir auf Journelles jede Woche das Neueste aus den Onlineshops, alles zum Thema Shopping, Trendjournale und die schönsten Stilikonen.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.