Office Gear: Team Journelles wears #8

Der Frühling ist da und die Mode-Unlust verschwindet so langsam! Das zeigt sich auch bei den neuen Team Journelles Outfits

It’s fun to stay at the Y.M.C.A! So ein bisschen musste ich ja schmunzeln, als wir uns alle am Morgen zur Redaktionskonferenz trafen, denn irgendwie hatten unsere Looks in Kombination schon etwas von den Village People:

Lexi als Indianer mit ihren Mokassins, Marlene als Bauarbeiter mit Latzhose, Yildiz im Seefahrer-Look mit Elbsegler und ich im Lackleder-Look mit Trenchcoat – einzig und allein Jessie hat es geschafft mit ihrer Kombi nicht an einen bestimmten Beruf zu erinnern. Vorschläge?

So, jetzt hab ich euch mit diesem fabelhaften Bild ja bestimmt schon neugierig gemacht, also das passende Lied bitte anhören und los gehts mit den Office Looks der Woche:

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Jessie

Danke auch für diesen Ohrwurm, Marie! Ahhh!

Meine Konzentration ist hiermit gegessen, ohnehin war sie schon mit dem morgendlichen Termin beim Steuerberater für den Rest des Tages aufgebraucht. Und die Kreativität gleich mit, denn die Redaktionskonferenz um 9 in der Früh hat die Gehirnzellen nach einem schönen aber leider auch schlaflosen Wochenende flott aufgebraucht. Der kleine Übeltäter brabbelte am Nachmittag dann noch die Mädels im Büro zu (oben links habe ich ein kleines Suchbild im Angebot), bevor ich mein Baby eingepackt und vom Home-Office weitergearbeitet habe. Dort sind dann doch noch ein paar schöne Ideen entstanden – wovon ich euch bald schon hoffentlich mehr erzählen kann! Mein Montagsoutfit:

Pullover: Mes Demoielles (ähnlich hier), Kleid: Malaikaraiss, Jeans: Weekday (ähnlich hier), Schuhe: Gucci (ähnlich hier)

 

Marie

Am Freitag habe ich an einem Artikel gearbeitet, bei dem ich mich stundenlang durch die Archive auf der Suche nach Alexa Chungs legendärem Lack-Trenchcoat für Marks & Spencer gescrollt bin. Das Ergebnis: Ich habe Alexa Chung (mal wieder) als Stilikone für mich entdeckt – mein Friseur stöhnt jetzt innerlich auf und denkt: „Nicht schon wieder.“ Also Leo-Boots rausgekramt, Lackmantel an und kurz die Schere zum Pony-Schnitt angesetzt. Naja, fast.

Mantel: Topshop, Rollkragenpullover: Equipment, Boots: Sam Edelman

Alexa

Indianer? Ok, dann gehöre ich heute wohl zum Stamm der fröhlichen Granny Smiths! Die grün-weiß-gestreifte Bluse ist mein erster, vorsichtiger Beitrag zum Thema Pantonefarbe 2017. An „Greenery“ muss ich mich erst herantasten, aber dieses Oberteil macht überraschend viel her, finde ich. Ich trage die Bluse übrigens einfach zwei Nummern größer, immer nur Maternity Wear ist ja langweilig.

Dazu trage ich meine handgestrickte Lieblingskuscheljacke aus Mohair, die im Winter leider unter keinen Mantel oder Jacke passt bzw. dafür viel zu schade ist. Dafür ist sie perfekt für die Übergangszeit.

Der niedliche kleine Diamant-Ring an meinem kleinen Finger ist ein frühes Geburtstagsgeschenk. Eigentlich ist er für den Ringfinger gedacht, aber wegen Wasser in den Händen passt er mir momentan nur am kleinen Finger. Es kommen wieder schlankere Tage!

Strickjacke: Maiami Berlin (so ähnlich hier), Bluse: H&M, Jeans: H&M; Loafer: Isabel Marant Étoile, Tasche: Céline, Armbänder: vonhey, Ring: Ouverture Berlin

Marlene

Endlich geht das Anziehen viel schneller. Kaum aus der Haustür, habe ich aber gemerkt, dass ich ein wenig übermutig bei der Kleiderwahl gewesen war. Keine Spur mehr von der Sonne des letzten Wochenendes. Naja das übe ich morgen gleich nochmal! Die Suche nach der perfekten Latzhose konnte ich letzten Frühling erfolgreich in Stockholm beenden, seitdem fühle ich mich in dem Teil wie eine unabhängige Künstlerin, die von Markt zu Markt rennt, um Farben, Papier und Stoffe für ihr nächstes Projekt zu besorgen. Heimlich träume ich von so einem Leben. Beim Herausgehen noch schnell das Seidentuch von meiner Schwester geschnappt, die gerne öfter zu Besuch kommen könnte. Denn für gewöhnlich quatsche ich ihr immer all die schönen Sachen auf, die ich mir gerade nicht leisten kann, so auch geschehen bei diesem Tuch.

Bluse: H&M Latzhose: Secondhand (ähnlich hier) Schuhe: Adidas by Stella McCartney (ähnlich hier) Schal: Sandro (ähnlich hier) Ohrringe: Secondhand (ähnlich hier)

Yildiz

Nachdem ich morgens aus dem Fenster geschaut habe und mir nur dachte „Welcome back, grey Monday!“, wurde auch der Mantel, der nach dem Wahnsinnswochenende schon weggeräumt wurde, wieder herausgeholt. Den dicken Winterpulli, den man einfach wirklich nicht mehr sehen kann, habe ich dann doch ruhen lassen und mich für ein lockeres, gestreiftes Männerhemd entschieden. Kleiner Shoutout an die Boys, es gibt nichts bequemeres und trotzdem schickes als eure Hemden! Um den Seemanns-Look abzurunden, bin ich in meine Schlaghose und Stan Smith geschlüpft und habe mir die Kappe von Marie geliehen.

Mantel: COS (ähnlich hier), Hemd: Vintage (ähnlich hier) , Jeans: Stefanel (ähnlich hier), Schuhe: Adidas, Tasche: Céline

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

Kommentare (15) anzeigen

15 Antworten auf „Office Gear: Team Journelles wears #8“

Autsch! Bitte kurz die Begriffskritik zu „Indianer“ und „Stamm“ nachschlagen. Und: nur die wenigsten würden „Indianer“ als einen Beruf ansehen.

Danke für die Aufklärung. War mir auch nicht so geläufig. Als müssen da zumindest ‚Anführungsstriche‘ hin…oder?

Heute trifft so gar keins der Outfits meinen Geschmack, aber macht ja nichts! Trotzdem beste Rubrik 🙂

Der Lack-Trench ist gut. Außerdem bin ich großer AC-Fan. Die ist nämlich wirklich nicht blöd und auch noch richtig witzig.
Der Rest ist nix. Alexa steht allerdings unter Schwangeren-Schutz;-).
Rubrik ist trotzdem gut!

Ich liebe vor allem den Trench von Marie, aber er ist leider ausverkauft 🙁 Hat irgendwer noch ne Idee, wo es ein ähnliches Model geben könnte?

Macht bittebitte ein Closet Diary mit Marlene!!! Sie hat so einen coolen individuellen Style.

Absolute Lieblingsrubrik!
Outfits sind zwar nicht so meins, aber Alexas Strahlen ist der Wahnsinn!

Ich liebe eure Office Gear Rubrik! Ihr seht alle toll aus, auf eure Art und Weise. Das gerade finde ich interessant, individuell, authentisch und schön. Eure Outfits müssen weder gefallen, noch müsst ihr aussehen, als kommt ihr gerade vom Laufsteg. Es ist lediglich ein Ausdruck eurer selbst und wie ihr euch gerade fühlt. Freue mich auf mehr <3

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.