Office Gear: Team Journelles wears #6

Den Dienstag starten wir mit 5 neuen Looks aus dem Team Journelles

Eine Szene aus dem Journelles Office: Jessie mit Schniefnase und Burger in der Hand vor dem Computer, Ari kniet auf dem Boden und produziert Beauty-Fotos, Marlene hackt wie wild auf der Tastatur, Lexi wuselt um alle herum und ich mit Aris kleiner Tochter auf dem Schoß vor dem Bildschirm und einer Riesenmenge an Nagellackflaschen auf dem Boden um mich herum.

Wer denkt, dass es bei uns immer durchstrukturiert und total geplant zu geht, der irrt (manchmal). Zwischendurch treffen wir uns dann doch alle mal an unserem großen Tisch und planen die nächsten Wochen und Artikel für euch. Und natürlich das nächste Facebook Live Video – und da seid diese Woche ihr gefragt!

Wir wollen eure Fragen beantworten und ein Live Q&A machen: Schreibt uns doch einfach in die Kommentare, was ihr wissen möchtet. Wir freuen uns auf eure Anregungen, Fragen und Gedanken!

Jessie

So, meine höchst gesunde Ernährung an diesem verregneten Montag wäre hiermit also kein Geheimnis mehr. Wäre auch halb so wild, der Burger, wenn ich mich mal 5 Meter bewegt hätte. Aber um mal ordentlich was weg zu tippen (ich sage nur: Tulum Guide), konnte ich mich nur schwer von meinem Rechner trennen. Nur fürs Foto ging es raus und darauf seht ihr meine uralte Étoile Isabel Marant Jeans mit Sternchen. Denn auch in der neuen Kollektion werden die Jeans wieder ordentlich bestickt, wenn auch mit Strass. Aber da kann die vier Jahre alte Hose doch wieder mithalten, oder?

Der Pulli ist ebenso ein Klassiker von Frau Marant, die mir wirklich mal langsam eine Dankeskarte für unermüdliche Treue zusenden könnte – nicht mal eine Presserabattkarte besitze ich, ehrlich!

Den Rest des Outfits kennt ihr inzwischen auch schon auswendig. Boots: Chloé, Mütze: Sandro, Tasche: Gucci Dionysus

Marie

Ich verspreche es euch hoch und heilig: Das ist das letzte Office Gear, bei dem ich Mütze trage. Aber nachdem wir hier in Berlin mit einem tollen Frühlingswochenende verwöhnt wurden, beginnt der Montag mal wieder passend zur Müdigkeit: Grau. Und das war dann wohl auch das Stichwort in Sachen Outfit. Weniger ist mehr. Basics for life.

Mantel: Harmony (Alternative hier), Pullover: Topshop (ähnlich hier), Jeans: Acne Studios, Sneakers: Puma, Tasche: Proenza Schouler (Alternative von Coccinelle), Beanie: COS

Alexa

Es fehlt nur noch eine Schnur an meinem Hintern und ich kann auf Mini-Job-Basis als Luftballon am Brandenburger Tor arbeiten. Hallo, 8. Monat! Während ich diese Zeilen schreibe esse ich einen Schokokeks mit Erdbnussbutter und frage mich, warum mir Marie letzte Woche nichts von ihrem selbstgebackenen Banana Bread abgegeben hat. Den „Holiday“-Sweater musste mir meine Schwiegermutter schon weitermachen. Langsam werden also auch die Oversize-Pullover enger und ich wünschte, es wäre Juni und ich könnte so wie Jessie in ihrer Schwangerschaft in einem Kleid durch die Gegend springen rollen. Ein bisschen durchhalten muss ich noch, aber ich frage mich ernsthaft: Der Bauch und die Möpse werden noch dicker? Wie soll das gehen???

Jacke: Isabel Marant, Sweater: Holiday Magazine über Bon Voyage in Hamburg, Jeans: H&M, Schuhe: Vans, Tasche: Chloé, Sonnenbrille: Céline

Ari

Gestern morgen stand noch nicht ganz fest, ob ich es wirklich ins Büro schaffen würde. Zu viel steht noch auf dem To Do-Plan, bevor ich ab nächster Woche mit meinen drei Liebsten für zwei Monate die Sonne (oder den Regen?) Kaliforniens auf der Nase spüren werde.

Viel Zeit war dann nicht mehr als Maries Pick-up-Angebot per Sms kam, also hieß es: schnell das Baby startklar machen und überziehen, was im Büro bestimmt niemand anhat. Also zog ich meinen guten alten Trenchcoat aus dem Schrank und schlüpfte in Lieblingsjeans von Acne und Pulli von Helmut Lang, der vom Schnitt eigentlich so schön ist, wir ihn aber leider gar nicht im Detail fotografiert haben. Schnell noch ne Kappe drauf, da die Haare feucht waren und los geht’s. Normalerweise wäre ich dann noch in irgendein Paar weiße Sneaker gestiegen. Aber ich kann sie nicht mehr sehen! Was kommt als nächstes? Da ich kein farbiges Paar habe, sind es halt uralte Chucks geworden….

Trench: Burberry Vintage (ähnlich), Jeans: Acne, Schuhe: Chucks, Tasche: Céline

Marlene

Oben hui unten pfui! Nicht jeder steht auf den Arzthelferinnen Look. Ich mag ohne meine weiße Jeans allerdings nicht mehr leben. Wie so oft muss mal wieder ein altes Hemd von meinem Vater herhalten. Der Pullover ist ein Erinnerungsstück aus New York. Der Mantel ist zwar von Baum und Pferdgarten, aber tatsächlich auch Secondhand. Bei einem Trip in das Vintage Mekka Kopenhagen konnte ich zu dem guten Stück einfach nicht Nein sagen.

Mantel: Baum und Pferdgarten Pullover: Richardson (ähnlich hier) Hemd: Secondhand (ähnlich hier) Hose: Madewell (ähnlich hier) Schuhe: Adidas Tasche: Prada

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

Kommentare (23) anzeigen

23 Antworten auf „Office Gear: Team Journelles wears #6“

Jessie, bestes Outfit seit langem! Marie ist so hübsch, die sieht wahrscheinlich auch in nem
Kartoffelsack wie eine Elfe aus. Marlene ist so schön anders, erfrischend. 8 Monat schwanger… halte durch Alexa. Der letzte Monat wird nochmal gut anstrengend, aber dann ist es bald geschafft bzw geht richtig los ;). Zu den FAQ und das meine ich wirklich aus purer Neugier. Was verdient eine Jessie mit Journelles??? Diese ganzen Luxusurlaube und Austern, Champgner, Gucci hier und da… ich würde ja irgendwie auf 50.000€ im
Monat tippen? Anders kann man sich das ja fast gar nicht erklären oder hast du dauerhafte 70% Rabatt bei Mytheresa? Ich weiß, in Deutschland ist das ja irgendwie ähnlich wie mit dem „Wählen“ etwas verpöhnt darüber zu reden… aber ich habe so gar keine Vorstellung … bei einer Krankenschwester hat man das irgendwie, ähnlich wie bei einem Zahnarzt. Aber bei deinem Lebenstil würde ich auf Notar + Pilotengehalt tippen ;). Eine vage Richtung und einen kleinen Blick (nicht auf dein Konto ;)) aber hinter die Kulissen wäre wirklich spannend!

Ich finde die Frage nach Jessies Gehalt absolut vermessen! Warum sollte es einen jucken, wie viel sie verdient? Ich denke mir, von nix kommt nix! Wer sich also einen bestimmten Lebensstil erarbeitet hat, der darf auch gerne so leben. Da muss ich als Leser bestimmt keine Kontoauszüge sehen!
Warum meckern alle immer über die Labels, die sie trägt und die Urlaube, die sie macht?? Es ist doch jedem freigestellt, sich einen anderen Blog zu suchen, der vielleicht eher zum eigenen Lebensstil und ja, auch Budget passt. Oder kauft man sich z.B. ein Magazin wie die Vogue, um daran darüber zu jammern, dass man sich das alles eh nicht leisten kann? Jeder hat halt seine bestimmte Zielgruppe und Mode ist nunmal in der Regel nicht, Klamotten vom H&M oder Zara vorzustellen. Genauso wenig wie es jemanden interessieren würde, würde Jessie mit der Regionalbahn nach Wanne-Eickel fahren…

Toll seht ihr alle wieder aus!

Alexa ist ja seit letzter Woche förmlich explodiert!!! Wahnsinn wie schnell so ein Bauch in den letzten Monaten wächst!

Mein Favorit ist wieder mal Marlene! Hut ab vor ihrem Händchen für tolle, überraschende Kombinationen!

…mich würde das mit deinem Verdienst liebe Jessie auch wirklich sehr interessieren. Ich bin Rechtsanwältin und verdiene wirklich nicht schlecht ich will mich nicht beklagen. Ich weiß aber auch, dass ich mir deinen Lebensstandard niemals leisten könnte. Nur mal so als Richtwert 😉
Ich gönne dir das alles von Herzen nur finde ich, dass die jüngeren Mädels die hier mitlesen das Leben das du vorlebst nicht als „normal“ verstehen sollten. Das finde ich gefährlich….
Liebe Grüße von Romina

Ich liebe eure Office-Looks & freue mich wirklich jedes Mal all die liebgewonnenen Journelles-Ladies auf einem Haufen zu sehen.

Im übrigen finde ich, dass digital auch das zählt was „analog“ also face-to-face zählt: wäre eure erste Frage an Jessie tatsächlich „wie viel verdienst du?!“. Ich bin gespannt ob euch jemand auf der Straße mit entsprechenden Auto / Tasche / Reiseunterlagen euch eine Antwort geben würde. Oder viel spannender: würdet ihr selbst jemanden diese Frage beantworten?!

Alles Liebe!
Rose

PS: Alexa, ich dachte niemals dass es da noch eine Steigerung geben kann. Als der ET überschritten war hörte ich auf irgendwas zu glauben & sehe mir jetzt fast ungläubig die Fotos aus der Schwangerschaft an. Enjoy!!!

Echt schöne und tragbare Looks; Texte authentisch. Macht ihr gut. Ich finde diese Rubrik super! Toller Start in die Woche.

Hallo liebes Team,
ich mag diese Rubrik sehr, weil Ihr nicht nur eure Outfits vorstellt, sondern auch ein bisschen dazu erzählt, wie es zu diesem Outfit gekommen ist. Kleine, schöne Geschichten.
Für das Q&A würde ich auch gern ein paar Fragen beisteuern:
– Seid Ihr Euch, was Modefragen betrifft, immer einig ? Werden Runway-Looks von Designern einstimmig für gut oder schlecht befunden ? Ich, als Modelaie, kann oft nicht direkt sehen, warum die Kollektion eines Designers als gelungen oder nicht gelungen empfunden wird … irgendwie gewöhnt man sich doch in der Mode an (fast) alles und findet es am Ende auch schön.
– Wo seht Ihr Modeblogs im Allgemeinen und Journelles im Speziellen in 10 Jahren ?

Lieben Gruss, Carmen

Ich freue mich auf das Q&a und bin normalerweise kein Kommentar-Mensch.
Aber der Verdienst geht ja nun wirklich alle nichts an.:-)
Ich kaufe auch gerne Designer-Sachen und Jessies Hosen-Info sowie viele wiederkehrende tolle Teile zeigen uns allen doch genug, dass sich teure Teile gönnen lohnt, da man lange Freude dran hat.
Und auch bei Urlaub kann man a) Angebote finden und b) ist der letzte Urlaub auch etwas her 🙂 die Reisen nach Paris u co sind doch geschäftlich.

Ich liebe eure Office-Looks und das closet diary. Macht weiter so.
Schöne Grüße aus Italien vom Skifahren:-)

Jessie, ich habe mich in der Tat erst unlängst gefragt, was wohl mit deiner Sternchenhose passiert ist, weil sie mir immer total gut gefallen hat. Und siehe da! 🙂 Ich finde sie nach wie vor ganz toll, egal, ob Stickerei jetzt gerade wieder in ist oder nicht.
Marlene sieht super aus! Toller Orange-Akzent. Am besten gefällt mir diesmal Marie – das Outfit entspricht genau meinem Geschmack und dieser graue Mantel sieht hammer aus! Hingucker-Girl.
Alexa: Ja, da geht noch was! Irgendwann wird’s schwierig, am Schreibtisch zu arbeiten, dann müssen Teleskoparme her. 😀
Normalerweise bin ich ja total immun gegen Designertaschen, aber Aris armcandy flasht mich total. So schön!

Ich denke, dass Jessi & all die anderen hart (und toll) für ihr Einkommen arbeiten und dazu auch noch Spaß bei und an der Arbeit haben. Außerdem glaube ich, dass sich Taschen etc. nicht nur „ansparen“ lassen, sondern wie bei mir mal ein Weihnachtsgeschenk, eine eigene Belohnung, ein Mitarbeiterrabatt, … sind. Wenn man seine Sachen wohl überlegt kauft und pflegt, hat man auch nach 4 Jahren noch Spaß an Jeans.
Hände hoch für Spaß an der Mode und Gönnung!

Liebe Frauen, warum seid ihr nur sooo schrecklich und müsst immer gleich eure Peitsche rausholen wenn mal etwas nicht nach eurer Nase ist? Ich möchte nicht von Jessie wissen „ich verdiene 13.478€ netto im Monat“…. ich fände eine Größenordnung spannend. Das Durchschnittsgehalt in D beträgt irgendwo zwischen 50-60 k brutto pro Jahr. Daran kann man sich ja in einer Aussage orientieren. Man könnte auch zugeben, dass ein Großteil der Kleidung und Reisen für lau ist und der Verdienst eher normal… wenn es denn so ist. Vielleicht sind Taschen u Co nur geliehen o mit 70% Rabatt gekauft. Ich habe 0,0 Ahnung und fände etwas Transparenz spannend! In meiner Firma darf ich zB nur Geschenke bis zu 40€ annehmen, so lautet die Compliance Vorgabe. Bestechlichkeit verbirgt sich dahinter, beim Bloggen darf man offenbar alles und unendlich viel annehmen… juhuuu ;)). So zumindest mein Eindruck.

Ich kann deine Neugier auf eine gewisse Art und Weise verstehen, finde die Frage aber auch nicht angebracht. Ich weiß nicht mal, was meine Kollegen, die mit mir im Büro sitzen, verdienen. Das ist ein sehr persönliches Thema und ich bezweifle, dass Journelles-intern über die einzelnen Gehälter gesprochen wird. Geschweige denn möchte man das im Internet publik machen (gilt auch für eine grobe Richtung).
Ich kann aber verstehen, dass man als Blogleser ein großes Fragezeichen hat, was das Leben der Blogger angeht. Vielleicht wäre es möglich, über die Art und Zahl der Geschenke/Rabatte/Geschäftsreisen zu sprechen. Oder wie Ari es möglich macht, zwei Monate in den USA zu verbringen (habt ihr da Familie? Könnt ihr mobil arbeiten?). So wäre etwas mehr Transparenz in den Alltag gegeben und die Sache mit dem USA-Aufenthalt würde zeigen, wie man so etwas für sich selbst auch organisieren kann.
Aber letztlich steht es euch frei, wie viel Einblick ihr zeigt. Ich denke zwar schon, dass Blogs immer persönlicher werden (müssen), aber eine gewisse Grenze ist immer und auf jeden Fall einzuhalten.

Da kam ein Gedanke, den ich unterstreichen möchte – Neugier gut und schön, das Thema wäre wohl viel mehr als Inspiration gut! Ich möchte die Brisanz über Gehälter nun etwas herausnehmen und eher den Tip ans Team weitergeben ob man nicht einen Post dazu machen kann wie sich gut und realisierbar ein Urlaub verschiedener Länge umsetzen lässt oder eben wie am besten in teure Marken zu investieren… denn ich habe sowohl hier als auch auf Aris Blog schon oft die Kritik gelesen ‚ich bin Rechtsanwältin und kann mir das nicht leisten!‘. Ich für meinen Teil verdiene ganz sicher weniger als eine Rechtsanwältin, aber nutze absolut keine Drogeriekosmetik – ergo, ich persönlich gebe für Kosmetik und Garderobe gern mehr aus, dafür aber sehr ausgewählt, auch weil ich natürlich keine PR-Samples etc zugeschickt bekomme. ABER wenn man die Texte der Mädels richtig liest, sieht man dass eine Ari gern auf Flohmärkten stöbert und im Interieurbereich Altes einfach ’neu‘ macht… Es kommt auf die Prioritäten an, wie jemand Geld ausgeben möchte. Wenn man mit seinem Anwaltsgehalt eben ins Haus oder die große Wohnung investiert, bleibt natürlich nicht allzu viel übrig. Bei Jessie hat der Sprössling kein eigenes Zimmer, bei Ari gibt es statt zwei eben auch ’nur‘ ein Kinderzimmer .. Noch dazu haben die Männer der Mädels auch noch Jobs… also bevor immer wieder gemeckert wird, wie sich das Team alles leisten kann, schaut doch bitte genauer hin. Ich selbst reise auch super gern, schaue immer nach Angeboten und meist spare ich stark an der Unterkunft, es gibt immer Möglichkeiten. Man muss nicht nur arbeiten gehen und dann meckern, dass die anderen sich mehr leisten können. Es ist einfach eine Frage des ‚wie‘ leiste ich mir dies und jenes. Und wenn man regelmäßig Klamotten ausmistet und verkauft, kann auch Neues einziehen… so viele Möglichkeiten!
Ich verstehe die Neugier, aber an das Team: weiter so! Gemeckert wird immer, man kann es nicht jedem recht machen… Ich lese eure Texte zum Beispiel nicht aufgrund Drogerie oder High Street Ketten Berichte, weil mich das nicht interessiert, weil die Qualität für mich nicht stimmt. Statt 10 mal zu Zara zu laufen nehme ich das Geld lieber für einen hochwertigen Kaschmirpullover, den ich hege und pflege und jahrelang liebe. Wozu soll ich einen Blog über h&m Klamotten lesen, wenn ich selbst hinein gehen kann? Stattdessen lese ich lieber Produktempfehlungen von Sachen, die ich eben nicht mal eben im Vorübergehen einfach mitnehmen würde… so ist MEINE Präferenz. Andere lieben eben Drogerie Empfehlungen – ich wuerde die Texte aber nicht kritisieren, sondern lese sie dann einfach nicht. Ganz einfach. Diese Seite hier lebt von Vielseitigkeit. Nehmt euch, was euch gefaellt, statt alles zu zerstückeln, was ihr nicht in eurer Wundertüte haben wollt!

Ich finde die Neugier auch nachvollziehbar. Blogger inszenieren sich zu einem gewissen Grad als öffentliche Personen und verdienen damit ihr Geld. Da aber auf den Blogs in aller Regel fast ausnahmslos nur die Sonnenseiten des Lebens inklusive einer ganzen Reihe kostspieliger Dinge und Aktivitäten präsentiert werden, kann das bei reflektierten Leserinnen schon Fragen aufwerfen, wie es denn in der Realität nun tatsächlich bestellt ist. (Jüngere Leserinnen nehmen das vielleicht alles als selbstverständliche Normalität hin, die sie selbst auch haben / erreichen sollten, und das finde ich bedenklich, aber das ist nochmal ein anderes Thema.)
Mich selbst würde weniger interessieren, was „man“ (hier konkret Jessie) mit einem erfolgreichen Blog verdienen kann. Ich fände eher interessant, wie hoch – gerade auch bei hier präsentierten Alltags-Outfits – der Anteil an Sachen ist, die entweder tatsächlich ein Geschenk der jeweiligen Marke waren oder die mittels sehr großer Sonderrabatte gekauft wurden, die der Otto-Normal-Frau so nicht zugänglich sind.

Hier zeigt sich für mich, dass eine seltsame Vorstellung davon herrscht, wie hoch das Durchschnittsgehalt in Deutschland sei….und somit eine wahnwitzige Annahme getroffen wird, eine Bloggerin verdiene mindestens 50k Brutto pro Monat? Bei einigen Wenigen mag das sicherlich der Fall sein. Kritisch finde ich allerdings, dass diese Einschätzung gängige Stereotype bedient. Als Anhaltspunkt: Das durchschnittliche Bruttogehalt liegt in Deutschland bei knapp 33k p.a. Die Daten des Statistischen Bundesamtes sind hier ganz erhellend. 50-60k p.a. sind überdurchschnittlich und hier zählt man schon zu den Spitzenverdienern. Ich freue mich für jede Einzelne, die es sich erarbeitet hat, zu dieser Kohorte dazuzugehören. Gerade am heutigen International Women’s Day sollten wir uns doch für den Erfolg anderer Frauen freuen, oder nicht?

Ja, das Gehalt, immer ein interessantes Thema. Nicht nur hier, sondern auch politisch, und besonders unter Frauen.
Erst einmal muss ich sagen, dass ich die Frage danach nicht grundsätzlich vermessen finde. Ich finde es vielmehr mutig und erfrischend mal ganz unverblümt danach zu fragen. Das heißt ja nicht, dass Jessie antworten muss.
Zudem muss ich zugeben, dass auch mich das Thema durchaus interessiert. Und das nicht aus Missgunst. Ich finde es daher sehr schade, dass die Frage danach direkt von so viel unbegründeter Kritik begleitet wird, und Transparenz in manchen Bereichen nicht möglich scheint.
Das Thema finde ich in zweierlei Hinsicht interessant: Zum einen aus beruflichen Gründen…
Ich kann mich noch erinnern, als ich nach dem Studium meinen ersten Job, ebenfalls im kreativen Modebreich, angetreten bin, und es um die Gehaltsverhandlung ging. Viele kennen das: im kreativen Bereich findet man leider im Internet wenige aussagekräftige Gehaltstabellen, auf die man sich beziehen kann. Und Leute, die mir damals nahe standen, und auch so mutig waren ihr Gehalt zu benennen, kamen leider aus ganz anderen Bereichen… Das ist jetzt natürlich nicht nur auf Journelles bezogen, aber mir hätte damals ein bißchen mehr Transparenz, generell zum Punkto Gehalt in unserer Gesellschaft, sehr geholfen.
Zum anderen trägt die digitale Welt heute mehr und mehr dazu bei, dass wir Frauen uns oft noch mehr miteinander vergleichen. Beipsiel: Siehe da, XY hat innerhalb weniger Monate schon wieder die zweite neue Deisginertasche, und trotzdem ist der Urlaub noch drin… Es ist ja weitesgehend bekannt, dass Vergleich in den meisten Fällen der absolute Killer von Happniness ist, und trotzdem bin ich mir sicher, dass die ein oder andere insgeheim nicht darum herum kommt, sich manchmal zu fragen: Mache ich vielleicht etwas flasch? Haushalte ich nicht gut genug mit meinem Geld? Auch ich habe doch eine gute Ausbildung, einen guten Job… Oftmals wahrscheinlich unbgegründet, weil die Mitkollegin zum Beispiel eifnach einen vermögenden Freund hat ….und gerade auf Instagram und in manchen Blogs ist vieles auch nicht so, wie es zunächst scheint. So macht der eine aus einem Wochenendtrip nach Mallorca ein tbt für ein ganzes Jahr…

Sorry, aber was geht denn hier ab? Ich finde einige Bemerkungen sehr einseitig gedacht und indiskret, nahezu unverschämt. Ist doch völlig egal, wer für was Geld ausgibt. Dafür ist jeder selbst verantwortlich und muss seine (!) Prioritäten setzen. Der/ die eine kann sich mehr leisten und der/die andere nicht. So ist das Leben. Wen es stört, kann sich doch einen anderen Blog suchen. Es gibt doch genug.
Neben dem ganzen Glanz wird gar nicht die Arbeit dahinter gesehen: die Organisation, die hohe Verantwortung, der Druck. Im November ein Baby bekommen und jetzt schon wieder Vollzeit am arbeiten. Und die fast live – Berichterstattung aus dem Urlaub klingt auch nicht nur nach Erholung. Mein Respekt davor.

Egal wie man sich inszeniert, egal wie öffentlich eine Person ist: es gibt Grenzen. Und wäre ich Jessie… an meiner Grenze würde hier echt ganz nah gekratzt werden. Was man bei Journelles als Leser wissen muss, erfährt man hier. Meiner Meinung nach. Blogs sind oft sehr persönlich, das macht sie aus, das macht sie so liebenswert, dass man jeden Tag auf´s neue drauf klickt und das leben der Autorinnen oder Autoren verfolgt. Aber im Endeffekt ist das nur ein Bruchteil, der sorgsam ausgewählt wird, damit es eben auch nicht zu persönlich wird und zu sehr ins private geht. Damit man sich wohlfühlt mit dem Gedanken an das, was man da über sich selbst ins Netz schreibt. Ich frage mich manchmal, warum für scheinbar so viele Menschen „in der Öffentlichkeit stehen“ gleichbedeutend mit „gläsern sein“ zu sein scheint bzw. sein muss. Ganz egal wie der Kontext ist. Ich finde, das geht zu weit. Aber da gehen Meinungen wohl einfach wie immer auseinander, muss man auch akzeptieren.

Liebe Ari, ein großartiges Outfit!!
Verrätst Du, woher Deine Cap ist? Ich würde mich riesig freuen!
Alles Liebe*
Louisa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.