#MFW Spring 2019: Die Highlights der Mailand Fashion Week mit Jil Sander, Versace & Fendi

Buongiorno Milano! Nachdem wir euch vergangene Woche bereits die ersten Schwünge modischer Highlights aus London und New York präsentiert haben, knüpfen wir heute daran an. Bevor es also nahtlos mit der Pariser Modewoche weitergeht, dürfen die wichtigsten Looks der Mailänder Fashion Week natürlich nicht fehlen.

Von Max Mara über Prada bis Versace: Wir haben uns die wichtigsten Shows besonders aufmerksam angeschaut und liefern euch den Rundumschlag.

Text von Alexandra Kutek

 

Bilder via Vogue Runway oder PR

Versace

Wenn es um das Modelcasting geht, ist auf Versace Verlass. Es gibt wohl kaum ein Label, dass so eng mit der Supermodel-Ära verbunden wird wie das italienische Modehaus.

Und so ist Donatella Versace immer für eine Überraschung gut. Vergangenes Jahr zur 20-jährigen Gedenkfeier zum Tod ihres Bruders Gianni Versace waren es Cindy Crawford, Naomi Campbell, Claudia Schiffer, Carla Bruni und Helena Christensen, die in Versace-goldenen Kleidern das Finale der Show beschritten. Diese Saison kam ebenfalls eine Model-Größe auf den Laufsteg zurück: Shalom Harlow. Die schöne Kanadierin, ein Supermodel der 90er Jahre, lief nach einer sechsjährigen Abstinenz für Versace.

Doch kommen wir einmal zu den Looks: Auf dem Laufsteg waren fantasievolle und enganliegende Entwürfe zu sehen, von karierten Anzügen über knallige Farben bis hin zu Patchwork-Kleidern. „Die mystischen Kräfte und starke Persona der Medusa waren noch nie so intensiv“, sagte Donatella Versace vor der Show.

Alle Fotos: Versace Spring 2019 via Vogue Runway

Prada

Fest steht: Miuccia Prada ist mit ihren inzwischen 69 Jahren nach wie vor eine der einflussreichsten Frauen in der Mode. Sie weiß was kommt und bricht die Regeln. Diese Saison nahm sie klassische bürgerliche Referenzen und kombinierte sie mit ungewöhnlichen Mustern, Stoffen, Bildern und Drucken. Das Ergebnis: Viel Batik und psychedelische Drucke gefolgt von derben Mänteln, Kleidern oder bieder wirkenden Shorts mit angedeuteter Bügelfalte, die alle Klischees einer konservativen Garderobe auflösen sollten.

Übrigens schrieb Pamela Anderson in einem offenen Brief an Miuccia Prada vor wenigen Tagen laut WWD: „Ich habe lange Zeit Ihre Kreativität bewundert – und Pradas zeitlose Nylon-Tasche –, aber ich war enttäuscht, als ich erfuhr, dass Prada lediglich die Menge an benutztem Tierpelz reduziert, statt pelzfrei zu werden. Eine ‚allmähliche‘ Reduzierung ist kein Trost für Tiere, die jetzt gerade ihr Dasein elendig in winzigen Käfigen auf Pelzfarmen fristen und durch einen Stromschlag getötet und wegen ihres Fells bei lebendigem Leibe gehäutet werden.“ Ob Miuccia Prada den Brief gelesen hat?

Alle Fotos: Prada Spring 2019 via Vogue Runway

Philosophy di Lorenzo Serafini

Philosophy di Lorenzo Serafini versetzt uns immer ins Staunen: Das Label ist quasi die italienische Antwort auf Isabel Marant. Mit femininen Blusen mit Rüschen, tiefen Ausschnitten und langen fließenden Kleidern versprüht der Designer eine Menge Boho-Flair in der italienischen Metropole.

Jil Sander

Die Kollektion der einst deutschen Marke war einmal mehr grafisch, streng und folgt damit der minimalistischen Ader, die Jil Sander auszeichnet. Auch die Farbpalette ist nüchtern und reicht von vielen komplett weißen oder schwarzen Looks bis hin zu natürlichen Tönen. Das Designer-Ehepaar Luke and Lucie Meier ließ sich von Uniformen inspirieren, um eine maskulin-feminine Garderobe zu entwickeln.

Das Highlight? Die Neuinterpretation von japanischen Geta-Sandalen mit einem sehr hohen Keilabsatz, die ein wenig an Plateau-Flip-Flops erinnern.

Alle Fotos: Jil Sander Spring 2019 via PR

Max Mara

„Die Frau, für die diese Kollektion entworfen wurde, ist auf der einen Seite eine Amazone und Kriegerin, auf der anderen eine Meeresgöttin. Sie ist eine Frau, die entschlossen ist, es an die Spitze zu schaffen, und sie ist stark“, erzählt Ian Griffith vor der Show von Max Mara. Der Designer sieht vor allem Amphitrite als Vorbild. Die Figur aus der griechischen Mythologie, die Beherrscherin der Meere, wurde in gewachste Trenchcoats sowie einen beschichteten gelben Stoff übersetzt. Auch kleine Rüschen, die an die Wellen des Meeres erinnern, sind an vielen Säumen angebracht. Max Mara mausert sich in den letzten Jahren immer mehr zu unserem Liebling.

Alle Fotos: Max Mara Spring 2019 via Vogue Runway

Fendi

Es ist schwer, über die Mailänder Fashion Week zu sprechen und dabei Fendi nicht zu erwähnen. Anscheinend haben Silvia Venturi Fendi und Karl Lagerfeld, Kreativdirektoren des italienischen Modelabels, immer noch nicht das Kein-Pelz-Memo erhalten. Es gab vier Teile mit Echtfell – und das a) obwohl die Kollektion für den Frühling/ Sommer ist und b) der Rest der Modeindustrie sich in die entgegengesetzte Richtung (kürzlich erst Burberry) bewegt.

„Gerade weil die anderen davor weglaufen, begrüßen wir es. Die ja zum umweltverschmutzenden Kunstfell rennen. Aber solange Menschen Leder tragen oder Fleisch essen, wird Pelz – sofern die Tiere anständig behandelt werden, was bei unserem Fendi Pelz der Fall ist – immer legal und gefragt sein. Wie auch immer, es ist leicht für London, Pelz zu verbieten, wenn man damit nicht sein Geld verdient!“, sagte Designer Karl Lagerfeld laut {Fashion Network} nach der Show hinter der Bühne.

Die Kollektion selbst bot coole Ensembles von durchsichtigen Plastik mit Lederelementen, großen Jacken, einigen mit Blumen bestickten Kleidern – und im Vergleich zur vergangen Kollektion dezentere Logos in Weiß.

Alle Fotos: Fendi Spring 2019 via Vogue Runway

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