Unsere Leseempfehlung: Meine Woche: InstaLove #25

Meine Woche: InstaLove #26

Was bin ich froh, dass die vergangene Woche rum ist! Ich war am Wochenende so niedergeschlagen, dass ich es Sonntag nicht mal vor die Haustür geschafft habe. Kräfte tanken kann ohnehin nicht schaden, denn die Berliner Modewoche steht an und der Terminkalender ist genau so voll.

Jetzt aber erst mal zu dem was war: Ein Aufreger-Artikel, ganz viel Liebe, arg spannende Kollaborationsmöglichkeiten und ein paar strategische Termine standen bei mir auf dem Stundenplan.

Das erste Closet Diary in Bewegtbild

Gefeiert haben wir das erste offizielle Videomaterial seit einigen Monaten: Das Closet Diary in Bewegtbild. Die Produktion samt Schnitt hat meinen Mann und mich ganz schön ins Schwitzen gebracht und uns den Schlaf gekostet. Umso schöner, das Ergebnis zu sehen!

Aufreger-Artikel der Woche

Über Facebook bin ich auf ein Interview mit Caro Daur (die wir vor exakt einem Jahr an dieser Stelle interviewt haben) beim manager Magazin gestoßen, das, man kann es nicht anders sagen, eine absolute Frechheit ist. Rotzig und herablassend: Die Journalistin Bianca Lang stellt Fragen, die sie in dieser Form sicher keiner „Managerin“, noch einem Mann gestellt hätte.

Kritisches hinterfragen ist wichtig, aber Ton und Voreingenommenheit hinterlassen einen unguten Beigeschmack. Wer stellt denn Fragen wie: „Aha, wenn Du zu einem Musikfestival fährst und dabei die Produkte einer Marke trägst, ist das der Content?“ – oder kommentiert mit einem „Klingt aber nicht übermäßig stressig.“??

Hut ab, dass du, Caro, das so souverän beantwortet hast und ihre Spitzen übergangen bist.

Das große Interview mit Ikone Stella McCartney

Content is king – das predige ich immer wieder, nicht zuletzt auf der Horizont Marketing Konferenz, wo ich am Freitag mit Collabary auf der Bühne gesprochen habe. Das Interview mit Stella McCartney ist dementsprechend mein liebster Artikel der Woche. Samt dieses Zitats:

„Mir ist es jedoch wichtig, dass ich gute Kleider herstelle, die verantwortungsvoll produziert worden sind und auf dieser Basis entsteht folglich der Preis. Ich wünsche mir nur einfach, dass die Menschen, die sich zum Beispiel meine Taschen nicht leisten können, auch keine Kopie von meinen Designs kaufen, die von schlecht bezahlten und unterprivilegierten Menschen in einer sehr umweltschädlichen Weise hergestellt worden sind. Ich rate dazu, lieber auf 20 billige Produkte zu verzichten, zu sparen und eine Investition für das Leben zu tätigen und dabei gleichzeitig umweltfreundlich zu sein.“

Meine neue Shopping-Wishlist

Zu Besuch bei Journelles: Jeanne von Zazi Vintage

Erst die tolle Homestory, jetzt unser erstes Kennenlernen: Die tolle Jeanne von Zazi Vintage hat mir am Samstag ein paar ihrer Kleider vorbei gebracht, die ich fleissig für die Fashion Week anprobiert habe. Ihre Geschichte, ihre Arbeit, ihr Wesen: zum verlieben, die Gute! Bald mehr dazu <3

Meine Outfits

Ich trage eine Bluse von mint&berry, die Jeans von Isabel Marant Étoile und meine Chloé Faye.

T-Shirt von Saint Laurent zu meinem Jeans-Rock von Love Stories und meinen liebsten Sneakers von Ports1961. Der Blazer ist von Stella McCartney.

Der Kimono ist von Stine Goya, das T-Shirt von JOUUR., die Hose von Weekday, die Sneaker von Ports1961 und die Sonnenbrille von Céline.

Alle Outfit-Credits findet ihr immer unter „Shop Instagram“!

LOVE WINS

Die Ehe für alle ist da. Im Jahr 2017. Dass es so lange gedauert hat, ist traurig – freuen kann man sich trotzdem darüber. Ein kleiner Schritt in Richtung Gleichberechtigung, der hoffentlich ein Denkzettel für viele weitere Themen ist.

LIEBE GEWINNT IMMER!

Breakfast Party

Frühstück ist meine Paradedisziplin – ich bekomme schlechte Laune, wenn ich am Wochenende nicht mindestens ein Mal das Haus verlassen und einen (neuen) Spot ausprobiert habe. Mit meiner Freundin war ich mal wieder bei Commonground am Rosenthaler Platz. French Toast und Iced Latte: läuft da gut rein!

Lieblingslied

Oder sagen wir mal: Läuft smooth im Hintergrund beim Arbeiten! Calvin Harris zusammen mit Schoolboy Q, „Cash out“

Pläne für diese Woche

Es ist Modewoche in Berlin! Ich werde sehr viele Termine machen und am Freitag geht es auch schon nach Venedig und im Anschluss nach Meran. Stay tuned =)

Kommentare

  1. Hab ich richtig gelesen…Meran??Toll, dann eine gute Zeit in meiner Heimatstadt, und wenn du Tipps brauchst…?

  2. NINOTSCHKA sagte am

    Zeigen kritische Fragen nicht gerade, dass die Interviewerin ihr Gegenüber ernst nimmt? Wenn man nicht als ein Phänomen, sondern als Teil einer Berufsgruppe wahrgenommen werden möchte, gehört es dazu, auch Außenstehenden nachvollziehbar erklären zu können, wie der Beruf funktioniert bzw. worin er besteht. Die bohrenden Fragen nach dem Content finde ich aufschlussreich: Dass der Content eines Instagram-Accounts letztlich nicht über die Persönlichkeit der Betreiberin hinausgeht, ist leider eine Gefahr, der nur schwer zu entkommen ist. Und genau da liegen, so denke ich, doch auch die Möglichkeiten eines Blogs. Das zeigt doch gerade das wirklich interessante Interview mit Stella McCartney, in dem deutlich wird, womit sich Mode verbinden kann – mit Überlegungen zu Nachhaltigkeit etwa. Das ist für mich Content!

    • Sehe ich genauso.
      Und ich denke, das ist eben die Crux für alle, die in irgendeiner Form mit Instagram Geld verdienen: Der schöne Schein ist nicht echt, oberstes Ziel ist es aber, es so aussehen zu lassen. Wenn diese Strategie dann aufgeht, ist es in meinen Augen nicht verwunderlich, wenn es von außen so wirkt, als führe die Person ein laues Luxusleben.

    • Ja, absolut, das schreibe ich ja auch: Kritische Fragen sind wichtig, aber diese sind schlichtweg fies formuliert und keinesfalls sachlich.

  3. Zum Caro Daur Interview: das scheint fuer beide Seiten nicht optimal abgelaufen zu sein. Weder die Interviewte noch die Interviewerin kommen besonders souverän rüber. Fragen, die Caro Daur nicht beantworten wollte sind zum Teil sehr aggressiv (z.B. Honorarhöhe fuer bezahlte Posts; Daurs Jahresumsatz; Fragen nach Abmahnungen, die Daur erhalten haben soll) und dazu geeignet, Daurs Geschäftsmodell zu unterminieren. Hätte ich an ihrer Stelle auch nicht beantworten wollen. Auf der anderen Seite gibt Daur im Interview selbst allerhand Banales zu Protokoll („Verantwortung ist ein großes Wort.“) und man kann nachvollziehen, dass sich die Interviewerin abgespeist fühlte. Vielleicht hätte sie lieber einen kritischen und gut recherchierten Artikel über das Phänomen der Instagrammstars anstatt eines Interviews schreiben sollen … sie hatte die richtigen Fragen dazu!

  4. Hut ab vor Caro. Ich blogge zwar noch nicht lange und vielmehr als Hobby. Aber selbst ich merke schon wieviel Zeit, Arbeit und Herzblut hinter jedem einzelnen Artikel steckt. Dass das nicht ernst genommen wird, kann ich wirklich nicht verstehen.

    Liebe Grüße
    Celine

  5. Wer das Manager Magazin regelmäßig ließt, weiß, dass sie in ihren Interviews durchaus gerne mal kritische Fragen stellen, auch Manager*Innen gegenüber. Wie meine Vorredner*Innen schon richtig schrieben: Es geht eben um mehr als die übliche oberflächliche (Selbst-)Darstellung. Das sie dies bei Caro Daur dann auch so halten, kann ich gut verstehen, verdient sie ihr Geld in meinen Augen doch ausschließlich damit, eine wandelnde Werbetafel zu sein und sich selbst in jeweils gesponserten hübschen Klamotten, mit teuren Accessoires etc. zu verkaufen. Einen wirklichen Inhalt oder Mehrwehrt konnte ich bei ihrem Blog/Insta (und auch nach dem Lesen ihrer Antworten im Interview) noch nie erkennen und lese ihn daher auch nicht (mehr).

    • Absolut, da sind immer kritische Fragen dabei. Sollen und müssen sie ja auch. Ich verstehe auch den Kern aller Fragen – bekomme ich nicht zuletzt auch immer gestellt – aber die Plumpheit und offenkundig fehlende Wertschätzung gegenüber der Interviewten, wie sie schon in der Einleitung zu lesen ist, finde ich nicht in Ordnung. Denn man kann das, was sie macht, finden wie man es möchte. Aber Ton und Einstellung machen dann doch die Musik.

      • „Aber Ton und Einstellung machen dann doch die Musik“ – Okay, da muss ich dir zustimmen.

        @Kat: Deinen Artikel-Vorschlag finde ich super. Wäre sicherlich sehr interessant zu lesen gewesen.

        • Ich muss Jessie da zustimmen – Antworten kritisch zu hinterfragen ist die eine Sache, Respektlosigkeit und Diffamierung die andere.

  6. Katharina sagte am

    Also ich bin ja absolut kein Daur-Fan, finde sowohl ihren Instaauftritt als auch ihre Antworten in Interviews unfassbar belanglos – und ich habe als intervieeerfahrene Refakteurin meine Intetviewpsrtner bei Bedarg auch nicht in Watte gepackt. Aber diese Interviewerin war frech, plump und unprofessionell. Fast ein bisschen peinlich, dass das Manager Magazin sowas veröffentlicht.

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