Mein Hochzeitsmake-Up – Beauty du JOUR

Vielleicht habt Ihr es schon mitbekommen: Ich bin nun seit ein paar Wochen auch offiziell unter der Haube. Unsere Hochzeit war eine klammheimliche Spontanaktion ohne Gäste und ich hatte nur wenige Tage Vorbereitungszeit. Aber für uns war der trockene Standesamtakt auch nichts, was wir im großen Rahmen feiern wollten. Den Tag wollten wir  mit unserer

Vielleicht habt Ihr es schon mitbekommen: Ich bin nun seit ein paar Wochen auch offiziell unter der Haube. Unsere Hochzeit war eine klammheimliche Spontanaktion ohne Gäste und ich hatte nur wenige Tage Vorbereitungszeit. Aber für uns war der trockene Standesamtakt auch nichts, was wir im großen Rahmen feiern wollten. Den Tag wollten wir  mit unserer Tochter und einem guten Freund als Trauzeugen nur für uns haben und es fühlte sich so genau richtig an. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen.

Im nächsten Sommer wollen wir aber doch noch mal eine große Sause mit unseren Familien und Freunden feiern und dann gibt es eventuell auch noch mal ein anderes Kleid und ein bisschen mehr Planung im Voraus. Jessie als Superduper-Party-Plannerin wird mir sicher einige Tipps geben können!

Heute möchte ich Euch aber meinen unkomplizierten Make-up Look zeigen.

Ich finde, man sollte sich und seinem Look auch an diesem wichtigen Tag treu bleiben und nicht allzu viel auffahren. Ich habe schon so oft Bräute beraten und geschminkt, die sich für diesen Tag etwas „ganz Besonderes“ überlegt hatten und nach ihren Wünschen überhaupt nicht ausgesehen hätten, wie sie selbst. Das konnte ich den Damen in einigen Fällen ausreden, denn auf Fotos gefällt man sich in ein paar Jahren vielleicht doch mit dunkelroten Lippen nicht mehr so gut, wenn man sonst nie Lippenstift trägt.

Auch wenn ich meinen Bridal Look sicher auch selbst hätte umsetzen können, holte ich mir für meine Haare und mein Make-up am Morgen noch Unterstützung von der lieben Stella ins Haus. Da ich wusste, dass ich wahnsinnig aufgeregt sein würde, fand ich es schön, das an diesem Tag nicht selbst machen zu müssen. Ich hatte mir vorher schon meine Sachen zurecht gelegt und wir entschieden uns dann für einen ganz soften Make-up-Look und leicht gewelltes Haar mit einem geflochtenen Kranz am Hinterkopf.

Für eine strahlende Base habe ich zunächst die „Magic Cream“ von Charlotte Tilbury aufgetragen, dann folgte meine geliebte, sehr leichte Cushion Foundation von Lancôme, um meinen Hautton auszugleichen.

Zum Konturieren verwendeten wir den cremigen Bronzer „Les Sahariennes“ von Yves Saint Laurent, der ganz natürlich wirkt und auf der Haut zu einem zarten Puder wird.

Meine Augen haben wir mit dem „Buriti“ Bronzer von Rms Beauty leicht schattiert und dann die neuen individuellen Lashes aus der Choco-Kollektion des schwedischen Labels Sweed Lashes zum Verdichten meiner eigenen Wimpern angebracht. Sie haben einen tollen Braunton und wirken ganz natürlich! Ich bin großer Fan. Auf Mascara habe ich verzichtet, da mir der Look in letzter Zeit immer zu hart war. Praktisch war es auch, denn so konnte ich auch ohne Sorge ein paar Tränchen vergießen.

Meine Brauen habe ich selber mit dem Brow Pencil in „Soft Brunette“ von Charlotte Tilbury in Form gebracht, da bin ich einfach zu eigen. Genauso wie sich andere Frauen auch lieber ihre Wimpern selbst schminken.

Beim Rouge griff Stella zu meinem aktuellen Liebling von Tom Ford in „Pink Sand“ und auf die Lippen kam der pflegende Rouge Volupte Shine von YSL in einem zarten Nude-Pink.

Meine Nägel habe ich in einem „Barely There“-Ton lackiert und meinen Lieblingsduft Blanche von Byredo aufgetragen, der mich hoffentlich immer an diesen schönen Tag erinnert.

Meine Wedding Essentials im Überblick:

Wisst Ihr noch, wie ihr euch an eurem Hochzeitstag geschminkt habt? Welchen Duft habt ihr getragen? 

Foto: Marlene Sørensen

Von Ari

Auch wenn das kitschig klingt, ich wollte schon in meinen jungen Jahren in der Mode- oder Beautybranche arbeiten. Ich weiß noch genau, wie ich jede Ausgabe der Instyle oder Elle von der Mutter meiner damaligen besten Freundin verschlungen habe, da ich sie mir zu der Zeit noch nicht leisten konnte und mein Zimmer mit herausgetrennten Lieblingseditorials pflasterte. Als ich dann das erste Mal von Pat McGrath und Kevyn Aucoin hörte, wusste ich, dass ich Make-Up Artistin werden möchte. Der Weg bis dahin war nicht ganz einfach, denn ich musste zunächst mein angefangenes Studium in meiner Heimat Erfurt abbrechen und später meine Eltern davon überzeugen, eine Ausbildung in Kopenhagen machen zu dürfen. Der Umzug mit 18 in ein fremdes Land, ohne die Sprache zu sprechen, hat mich wahnsinnig geprägt und mir gezeigt, dass man Sachen schaffen kann, wenn man sie nur wirklich will. Viele Dänisch Lessons und Vorstellungsgespräche später, in denen ich jedes Mal erneut von der Direktorin auf meine Sprachkenntnisse geprüft wurde, hatte ich den Vertrag von der Make up School in der Tasche.

Das Abenteuer konnte beginnen und ich denke so gerne an diese aufregende Zeit zurück. Dort habe ich von meiner talentierten Lehrerin nicht nur den richtigen Umgang mit Pinseln und Farbe gelernt, sondern auch, dass weniger oft mehr ist! Seitdem habe ich den harten Kajalstift auf der Wasserlinie und das Augenbrauenzupfen sein lassen.

In den letzten Jahren habe ich aufgrund meiner Vollzeitjobs in diversen Redaktionen eher vom Schreibtisch aus von meinem Beautywissen Gebrauch gemacht, aber meine Make-up Jobs, die ich nebenbei angenommen habe, machten mich immer am glücklichsten, denn da gibt es direktes Feedback von Menschen und im besten Fall ein großes Lächeln als Dankeschön.

Auf meinem Blog Primer & Lacquer teile ich meine Liebe für Beauty & Mode seit 2011 und schreibe dort über all die Dinge, die mich in meinem Leben antreiben und begeistern. In diesem Sommer freue ich mich außerdem auf die größte Herausforderung meines bisherigen Lebens - die Geburt meiner zweiten Tochter. Ich bin gespannt, wie das Leben als vierköpfige Familie ist und ob ich mir neben dem Mamasein noch ein paar meiner alten Gewohnheiten beibehalten kann.

Neben dem Reisen liebe ich Burrito Bowls und Guacamole für mein Leben gern und habe ein Schwäche für Augenbrauenprodukte, Bronzer und Highlighter aller Art. Wenn ich mich von einem blöden Tag ablenken muss, schaue ich mir am liebsten die Videos von Lisa Eldridge (wegen ihrer angenehmen Stimme), Masterchef oder Hank Moody in Californication an. Und sollte ich irgendwann mal wieder richtig ausgehen können, dann werde ich wie in guten alten Zeiten zu Old School Hip Hop mit meinen Mädels tanzen.

Ich hoffe, ich kann Euch hier auf Journelles den ein oder anderen Kniff in Sachen Make-up zeigen und den weniger Beauty-affinen Mädels ein bisschen Lust auf die bunten Tiegelchen und Stifte machen bzw. das ein oder andere Vorurteil gegenüber Make-up Girls aus dem Weg räumen.

Folgt und schreibt mir gerne…

Blog Primer & Lacquer // Instagram @ariofcourse

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11 Antworten auf „Mein Hochzeitsmake-Up – Beauty du JOUR“

Liebe Ari, Erstmal: Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit 🙂 Du siehst wirklich wunderschön aus auf dem Bild. Die Produkte hören sich alle sehr interessant an, besonders der Rouge gefällt mir total gut. 🙂

Herzlichen Glückwünsch! Finde es schön, dass ihr den Tag wirklich nur im kleinen Kreis verbracht hat und dann später nochmal groß feiert. So stelle ich mir das für mich selbst auch vor (:

Liebe Grüße
Tabea

Glückwunsch nochmal 🙂

Ich habe mich auch schminken lassen aber mit meinen eigenen Sachen, Wimpern habe ich selbst getuscht, da bin ich sehr eigen 😉 und es war eigentlich meine ganz normale Make Up Routine nur die Augen etwas stärker betont, hätte mich sonst auch nicht wohl gefühlt!
Kann auch nur jeder Braut empfehlen sich vorher mal Probe schminken bzw frisieren zu lassen, hab in der Vergangenheit schon etliche Male wutentbrannt einen Friseursalon mit grauseliger Betonfrisur verlassen und das braucht man am Hochzeitstag echt nicht…

Sehr natürlicher Look. Und ja ich kenne das mit den Bräuten, die wollen dann in bester Youtuber Manier zum Standesamt auffahren. Zum Glück setzen es dann nicht alle in die Realität um. Obwohl ich etwas stärkere Looks auch mag, wenn es um das Augenmakeup geht.

Liebst,

Madlén Bohéme

Boho-Wedding Inspirationen auf dem Blog!

Glückwunsch! Zu dir passt der Look perfekt und das wichtigste ich doch, dass sich die Braut wohl fühlt.

Mir persönlich wäre es einfach zu wenig, das Näschen zu rot, die Augenpartie sieht müde aus, der Look insgesamt als wärst du etwas erschöpft. Kann natürlich auch nur auf dem Foto so wirken, aber ich würde auch etwas betontere Augen und einen perfekten Teint schöner finden.

Glückwunsch liebe Ari! Ich wollte dich mal fragen, wie du die Produkte von Charlotte Tilbury findest und ob du schon mehr ausprobiert hast? Ich bin schon lange am Überlegen mir welche zuzulegen, aber da ich sie vorher nicht testen kann, zögere ich.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.