Unsere Leseempfehlung: MBFW: Ein paar hübsche Streetstyles

Best-Of #MBFW: Unsere Highlights im Berliner Salon

Eine Woche Fashion-Week-Programm liegt hinter uns und neben unseren eigenen Events wie dem Dinner zum German Design Store haben wir vor allen Dingen Präsentationen von Designern besucht.

Ein Highlight, auf das man sich inzwischen jede Saison freuen kann? Ganz klar der Berliner Salon. Denn hier präsentiert sich bereits zum achten Mal in den traumhaften Räumlichkeiten des Kronprinzenpalais das Beste aus dem deutschen Modesignbereich. Ziel ist es, national und international das Bewusstsein für deutsches Design zu fördern. Und so hat der Fashion Council Germany in diesem Jahr Gas gegeben und auch internationale Einkäufer geladen – zum Beispiel begegnet bin ich Matches Fashion. Genauso lobenswert ist im selben Zuge das Voting und die Ausstellung im KaDeWe!

Unser Highlights im Berliner Salon sowie Vogue Salon

AEYDE

Aeyde schafft Schuhkreationen, die hochwertig, aber nicht zu teuer, modisch und doch nicht zu ausgefallen sind – und die wir wirklich immer immer anziehen möchten. Mit ihrem hohen Anspruch ans Design haben Luisa Krogmann und Constantin Langholz-Baikousis Aeyde in nur wenigen Jahren zu einem der interessantesten deutschen Schuhlabels aufgebaut. Jahr für Jahr kredenzen sie uns einen tollen in Italien gefertigten Schuh nach dem anderen. Ich habe inzwischen bestimmt drei Paar Schuhe von Aeyde im Schrank…

WILLIAM FAN

Die Show von William Fan war erneut ein Highlight der Modewoche. Und auch wenn Fan den Woolmark Prize nicht mit nach Hause nehmen durfte, so bleibt die Magie bestehen. Ich horte inzwischen ein paar tolle Teile in meinem Kleiderschrank und glaube, dass auch kommende Saison wieder jede Menge dabei sein wird!

HORROR VACUI

Hach ja, im Schlafzimmer geben sich die meisten von uns mit wenig zufrieden: Ein altes T-Shirt, dazu eine Schlabberhose. Reicht. Sieht ja fast keiner und außerdem soll es bequem sein. Anna Heinrichs hingegen ist die Nachtkleidung wichtig. Und weil sie den perfekten Pyjama nicht fand, entwarf sie ihn selbst. Daraus wurde dann das Münchner Schlafmode-Label „Horror Vacui“. Mittlerweile zeigen sich – zu unserem Glück – auch märchenhafte Kleider und Blusen mit geblümten, überladenen und exzentrischen Designs für den Alltag. Wir haben im Marché ihre Magie abbekommen und die Designs verkauft – und würden es jederzeit wieder tun!

NINA KASTENS

Sie bleibt ein Stern am Schmuckdesignhimmel: die Hamburgerin Nina Kastens wird jede Saison besser – ich meine: ein Mal alle Perlen an mich, bitte!

 

 

LARA KRUDE

Großartige Designer aus Hamburg? Na, da hatten wir ja gerade erst Nina Kastens,  ganz neu in der Kategorie ist Lara Krude. Letztes Jahr konnte sie den „Designer for Tomorrow“-Award von Peek & Cloppenburg für sich entscheiden. – ich saß in der Jury und habe auch für sie gevoted, yaaaay!

Beim Berliner Salon durfte Lara nun die erste eigene Kollektion präsentieren. Dafür ließ sich Krude von einer japanischen Philosophie inspirieren und hat diese in ihre Entwürfe übersetzt: weite Silhouetten, Layering, eine schöne Kombination der Materialien wie grober Leinen und feinem Organza. Ich hoffe, sie macht weiter!

LALA BERLIN

Muss ich sicher nicht noch mal erzählen, was für einen guten Job Leyla Piedayesh mit ihrem Label Lala Berlin macht: Image, Abverkauf, Internationalität: läuft doch! Und die Prints und Schnitte für die nächste Saison mag ich besonders gern.

DOROTHEE SCHUMACHER

Hach, Dorothee Schumacher! Das Label der Designerin gehört nicht nur zu einem der erfolgreichsten Modelabels in Deutschland, es ist auch jede Saison eines der Highlights auf der Berliner Fashion Week. Für den Kinofilm „Der Teufel trägt Prada“ hat die Stylistin Patricia Field sogar einige Teile von Dorothee Schumacher ausgeliehen. Und auch wir sind den glamourösen und trotzdem sehr tragbaren Designs verfallen – Beweise gibt es in meinem neuen MBFW-Outfit-Rückblick, denn die diesjährige Vogue-Party hat Schumacher auch gleich als Background für die neue Kollektion genommen.

STIEBICH & RIETH

Vom Hamburger Taschenlabel Stiebich & Rieth um das Designer-Duo Detlef Stiebich und Julia Rieth hören wir glücklicherweise immer wieder was. Sie fertigen minimalistische und elegante Begleiter aus Leder von Hand in einer Taschenmanufaktur in Hamburg an.

IRIS VON ARNIM

Auf Iris von Arnim ist Verlass. Das hochwertige Cashmere-Label aus Hamburg (langsam wird es hier monothematisch mit den Hanseaten!) zeigt jede Saison klassische Teile, die man unbedingt haben möchte. Im Winter bleibt es farblich diesmal bei Grau, Weiß und Gelb – und in Kombination mit weiten Hosen erwachsen und elegant zugleich. Im Berliner Salon schon fest ins Herz geschlossen: der oversized Sweater mit beige-gelbem Verlauf.

SMINFINITY

Okay, was ist hier los? Schon wieder ein Hamburger Label, das es uns angetan hat. Ganz auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit ihrer Kleidung ausgelegt, hat die Designerin Sabine Moschüring ihr Label Sminfinity gegründet. Ob reiner Kaschmir in Verbindung mit Seide, Leinen oder feinster Merinowolle: Edle Naturmaterialien kennzeichnen den Stil von Sminfinity. Dazu legt Moschüring großen Wert auf faire Produktionsbedingungen und eine artgerechte Tierhaltung. Die Kollektionen sehen also nicht nur schön aus, sondern überzeugen auch mit ihrer Herstellung.

Und wir nennen den Salon dann fortan „Hamburger Salon“!

ODEEH

Die neue Kollektion von Odeeh ist bunt, urban und schick zugleich. Beim Sichten der Teile habe ich eine viel zu lange Shoppingliste geschrieben. Ganz oben steht die gestreifte Bluse mit Tunnelzug und die grüne Jacke als Rock geknotet. Aber eigentlich wünscht man sich gleich die gesamte Kollektion in den Kleiderschrank – Jörg Ehrlich und Otto Drögsler haben wieder eine Punktlandung hingelegt.

STEINROHNER

Als wir die Kollektion von Steinrohner vor zirka zwei Jahren bei ihrer ersten Show während der Berliner Modewoche sahen, waren wir positiv überrascht. Endlich mal ein Label, das etwas riskiert, mutig und selbstbewusst ist. Das Berliner Designerduo um Caroline Rohner und Inna Stein gründete das Label 2014 und macht Kollektionen, an denen man sich noch nicht satt gesehen hat: modisch, experimentell und ein Hauch extravagant. Mehr davon!

PHILOMENA

Inzwischen gibt es immer mehr Labels, die beweisen, dass sich gutes Design und öko sowie eine faire Produktion längst nicht mehr ausschließen. Dazu zählt auch das Label Philomena (früher: Philomena Zanetti). Die Gründerin des Labels, Julia Leifert, macht es in puncto Design absolut richtig: Ihr Anspruch, ökofreundlich und fair zu produzieren, ist für sie zwar selbstverständlich, die Entwürfe stehen aber immer an erster Stelle. Weite Hosen, taillierte Blazer, einfach geschnittene Blusen. Ein gutes Gewissen trägt sich eben am Besten!

KATHRIN ECKHARDT STUDIOS

Zu den Korbtaschen von Kathrin Eckhardt Studios muss man nicht viel sagen, aber wir sind natürlich vernarrt. Bohemian at its best! Eckhardt bringt mit ihren Designs traditionelles Handwerk und lokale Ressourcen zusammen. Alle Handtaschen werden in Ghana von Hand gefertigt und sind daher echte Unikate.

PHYLYDA

Erst vergangene Woche haben wir in unserem „Best of swimwear„-Guide unsere liebsten Marken für Bikinis präsentiert, nun gesellt sich noch das Berliner Swimwearlabel zu unseren Favoriten. Phylyda macht nicht nur coole und perfekt sitzende Einzelteile, die nach Lust und Laune kombiniert werden können. Das Label feiert auch die Diversität der Frauen. Egal wie alt, schlank, kräftig, groß oder klein – in Phylyda soll sich jede Frau wohl fühlen.

BELIZE

Nach einem fulminanten Einstieg letzte Saison und unserem Interview haben wir Belize auch ziemlich gut im Journelles Marché verkauft – und tragen die Designs unheimlich gern!

Kommende Saison wird auf die Prints verzichtet, Belize bleibt aber so vielversprechend, wie das Label gestartet ist.

 

 

WORKING TITLE

Immer mehr Labels und Marken setzen ja inzwischen auf Nachhaltigkeit und Transparenz – und das entlang der gesamten Herstellungskette! So auch das Berliner Label Working Title (übersetzt: „Arbeitstitel“). Die beiden Gründer, Antonia Goy und Björn Kubeja, setzen auf nachhaltige Mode. Was nach einem kleinen Schritt klingt, hat großen Einfluss auf die Umwelt. Und dazu sehen die Entwürfe von Working Title einfach toll aus. Einmal das schwarze Latzkleid zum Mitnehmen, bitte!

Bilder via PR und Julia Novy

Text Alexandra Kutek, Jessie Weiß

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