#LFW Spring 2019: Die Highlights der London Fashion Week mit JW Anderson, Victoria Beckham und Alexa Chung

Nach dem Modetrubel in der vergangenen Woche in New York (Hugo Boss, Mansur Gavriel, Marc Jacobs uvm.), geht es für uns nahtlos mit der London Fashion Week weiter. Um sicher zu gehen, dass weder ihr noch wir bei der Masse an Bildern, die gerade online sowie auf Instagram gepostet werden, etwas Wichtiges verpassen, haben wir einen Blick auf alle Kollektionen geworfen – und uns die Highlights für euch herausgepickt.

Also: Zeit für einen Rundumschlag in Sachen britischer Mode – inklusive Erdem, JW Anderson, Alexa Chung und vielen mehr!

Text von Alexandra Kutek

 

Bilder via Vogue Runway oder PR

JW Anderson

JW Anderson gehört auch diese Saison zu unseren Highlights der London Fashion Week. “I wanted something a bit more bohemian. A celebration of fashion. Everything with fluidity to it, and patch-worked, somehow”, sagte der Designer {Vogue} über seine Kollektion. Und das war sie auch: Um einiges mehr vom Boho-Stil inspiriert als in den Saisons zuvor. Dazu kamen Patchwork-Elemente sowie natürliche Materialien wie Leinen, Baumwolle und Leder. JW Anderson bewies einmal mehr, wie komplex und gleichzeitig tragbar Mode sein kann.

Nach den Regenbogensohlen im vergangenen Jahr stehen seine für Converse designten Chucks diesmal auf geriffelten, klobigen Plateausohlen. Angesichts des Hypes um „Ugly Sneaker“ dürften sie bestimmt Abnehmer finden.

Alle Fotos: Victoria Beckham Spring 2019 via Vogue Runway

Victoria Beckham

Man kann über Victoria Beckham sagen, was man möchte, aber die Britin hat sich in den vergangenen Jahren vom Ex-Spice-Girl über Spielerfrau zu einer angesehenen Designerin mit einem angesagten Label gemausert. Bei der London Fashion Week feierte Victoria Beckham das zehnjährige Bestehen ihrer Marke. Nicht viele hatten der Fußballgattin zugetraut, ernsthaft Mode zu machen. Bisher hatte sie ihre Kollektionen nur in New York gezeigt, nun erstmals in ihrer Heimat London. Zu sehen gab es lange Strickkleider über Hosen, Anzüge aus fließenden Stoffen sowie Kleider, Hosen und Blusen, in denen man sich frei bewegen kann. Tragbarkeit ist ihr wichtig – auch das war nicht immer so, wenn man sich an die körperbetonten Mididresses erinnert.

Zuletzt machte die Marke Schlagzeilen wegen Verlusten – mal schauen, ob Victoria Beckham mit der neuen Werbekampagne und der Kollektion mehr Erfolg haben wird.

Alexa Chung

Dass Alexa Chung Ahnung von Mode hat, ist seit langem bekannt. Die in London gezeigte Kollektion war nicht ihre erste, aber die erste, die sie auf der Fashion Week präsentierte. Ihre Kollektion unter dem Titel „Arrivals and Departures“ ist eine Art Hommage an die Nostalgie und den Zauber von Flugreisen vergangener Tage. „Flughäfen sind auch ein Ort der Verletzlichkeit und Angst. Auf einer größeren, metaphorischeren Ebene geht es darum, sich von der Vergangenheit zu verabschieden und die Zukunft zu begrüßen“, sagte die Britin gegenüber der {Vogue}, die sie kurz vor der Show besucht hat.

Alexa Chung Spring 2019 via Vogue Runway

Erdem

Ein bisschen Feenstaub, ein Hauch Glitzer und Magie lagen auch diese Saison bei der Show von Erdem in der Luft. Der Designer machte genau das, was er besonders gut kann – Geschichten erzählen: Ende des 19. Jahrhunderts wurden zwei Männer verhaftet, die sich wie Frauen kleideten und Fanny und Stella nannten. In der Presse waren sie sogar als „He-She Ladies“ bekannt. Eine interessante Geschichte, von der sich Erdem Moralioğlu inspirieren ließ und die heute genauso relevant ist wie damals. Frauen dürfen inzwischen so ziemlich alles tragen, was sie wollen. Männer können das nicht, ohne dafür verurteilt zu werden.

Zu den Looks: Schwarzer Tüll, der nur das Wichtigste verdeckt, zarte Seidenkleider, weite Hüte, die einen Blick in das Gesicht des Gegenübers unmöglich machen. Und manchmal scheint es, dass sich hinter so manchem Tüll ein Mann verbirgt. Wie immer eine echte Kollektion zum Träumen mit einer gewissen „Englishness“, die charakteristisch für die Arbeit von Erdem Moralioğlu ist.

Alle Fotos: Erdem Spring 2019 via Vogue Runway

Rejina Pyo

Ein Label, das uns beim Scrollen durch die Streetstyles der New York sowie London Fashion Week immer wieder begegnet ist? Rejina Pyo. Die Marke hat sich in den vergangenen Jahren vor allem durch ihre Handtaschen zu einem Liebling der Modeszene gemausert. Das liegt vermutlich an dem feinen Sinn der koreanischen Designerin für das, wonach wir uns sehnen. Das Ergebnis ist ein gelungener Gegenentwurf zu Streetwear.

Alle Fotos: Rejna Pyo Spring 2019 via Vogue Runway

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Geben Sie einen Text ein

Geben Sie Ihren Namen ein