Lookbook-Liebe: The Attico Spring 2018

Verzaubert von Seide und Farbe – die Bilder von der neuen Attico Kollektion können wir euch einfach nicht vorenthalten

Wenn die Modenschauen im vollen Gang sind, der ganze Instagram-Feed nur von Streetstyles und Kollektionsbildern zugespammt ist, ja, dann kann es auch passieren, dass man als Moderedakteurin kurz mal die Nase voll hat und sich das „normale Pre-Fashion-Week-Leben“ zurückwünscht. Reizüberflutung auf allen Kanälen ist hier das Stichwort.

Aber dann gibt es da immer wieder Momente, da weiß man, warum man sich für den Job entschieden hat und den Großteil der Zeit doch gerne auf vollgespammten Instagram-Accounts abhängt – weil man Mode einfach liebt. Und sie einen immer wieder begeistert und überrascht.

So einen Moment hatte ich, als ich das neue Lookbook von Attico vergangene Woche zum ersten Mal sah und ich kann es euch einfach nicht vorenthalten in seiner ganzen Hülle, Fülle und Schönheit. Wir tauchen also ab in eine Welt, in der unbeschreiblich schöne Frauen in perfekt eingerichteten Appartments sitzen, Cocktails trinken und dabei in Vintage-inspirierte Kleider gehüllt sind.

Attico Klassiker: Das Wickelkleid

Die Wickelkleider von Attico waren der Startschuss für die Erfolgsgeschichte von Gilda Ambrosio und Giorgia Tordini – die als Streetstyle-Ikonen bekannt gewordenen Designerinnen wissen einfach, was wir wollen. Schlichte Schnitte, tolle Stoffe, aufwendige Muster und Knallfarben. Neu an den Designs für nächsten Sommer sind aufwendige Pailletten-Stickereien, Bischofsärmel und Ombré-Farbverläufe.

Flower Power

Mit jeder Menge Blumenmuster zeigen Ambrosio und Tordini allerdings auch, dass sie neben Glitzer und Glamour den Wunsch nach Tragbarkeit vernommen haben. Ob im Sixties-Look mit Pril-Muster in Minilänge, bestickte Wickelblusen mit gerüschten Maxiröcken oder im Allover-Look im klassischen Attico-Look, Flower Power wohin das Auge blickt – und nein, liebe Jungs, das ist keine alte Gardine von Oma, das ist Mode!

Everyday Summer Favorites

Noch mehr Alltagstauglichkeit (wenn auch nicht in Sachen Budget) fand man in schlichten Baumwollkleidern mit weiten Trompetenärmeln, bestickten Pencilskirts und azurblauen Hemdblusenkleidern. Attico kann eben nicht nur schick, sondern auch sportlich – zumindest im weitesten Sinne des Wortes…

Once upon a time…

Aber Attico wäre nicht Attico, hätten sie auch ein paar Märchenträume im Gepäck. Schließlich lud das Designer-Duo in Mailand zur Präsentation der Mode auch zu einer Cocktail Hour und schlürfte genüsslich Margaritas, Martinis und Bloody Marys. Ob im Ombré-Kleid, Lollipop-Zuckerstangen-Look oder doch elegant in Pailletten und Seide – wir würden den Martini in in einem Attico-Kleid gerührt und geschüttelt trinken.

Fotos: Attico

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.