#LFW SS 2017 Highlights: J.W. Anderson, Erdem, Mulberry, Burberry uvm.

Armes London, manchmal wird es zwischen New York und Mailand doch etwas vernachlässigt. Dabei hatten die britischen Designer diese Saison so viel zu bieten.

Armes London, irgendwie hat die Stadt an der Themse doch einen undankbaren Platz bei den Fashion Weeks abbekommen: Nach den Schauen in New York fliegt die Fashion Crowd oft… gleich nach Mailand weiter. Ein Grund mehr für uns, das Augenmerk auf London zu richten, denn die Designer dort stehen den Riesenlabels in Paris und Co. in nichts nach.

Im Gegenteil, irgendwie verzauberten uns die verspielten Entwürfe der Designer. Zeit für einen Rundumschlag in Sachen britischer Mode – inklusive Erdem, J.W.Anderson, Mulberry, Peter Pilotto, Burberry und vielen mehr!

Erdem

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Fotos via vogue.com

Ob Erdem Moralioglu gerade einen Roman von Jane Austen gelesen hat? Können wir uns anhand der bodenlangen fließenden Kleider jedenfalls sehr gut vorstellen. Genau das ist es auch, was Erdem so besonders gut kann: Geschichten erzählen. Schwarze Schleifen, die geöffnet werden wollen, zarte Seidenlagen, die das Darunter nur erahnen lassen, schwarze Hüte, die einen Blick in das Gesicht des Gegenübers unmöglich machen. Eine echte Kollektion zum Träumen.

 

Mulberry

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Fotos: PR

 

Mulberry kennen wir. Traditionelle britische Handtaschen aus hochwertigem Leder. Und mehr? Dank des neuen Designers Johnny Coca, der erst die zweite Season für Mulberry designt, werden wir das Label bald auch für die coolen Kleider kennen. Denn die schafft das, was die Bags von Mulberry schon lange können: Den klassischen, leicht spießigen britischen Chic modern und cool machen. Rüschen treffen auf tiefe Ausschnitte, glänzende Stoffe auf Karomuster. Lieber Johnny, mach weiter so!

 

Peter Pilotto

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Fotos via vogue.com

Hallo Urlaubsfeeling! Bei Peter Pilotto ging in London zum ersten Mal so richtig die Sonne auf, als die beiden Designer Peter Pilotto und Christoper De Vos ihre Models in bunten, mit Patches bestickten Kleidern über den Catwalk schickten. Dass die beiden gerade Urlaub in Peru und Kolumbien gemacht haben, war der Kollektion anzusehen: bunte Bestickungen mit Palmen und Wellen, großflächige Prints mit Blumen und Patches mit ethnischen Figuren. Tja, wie würde Shakira sagen? Waka Waka.

 

Preen by Thornton Bregazzi

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Fotos via vogue.com

Ein bisschen Feenstaub, ein Hauch Glitzer und Magie lagen bei der Show von Thea Bregazzi und Justin Thornton in der Luft. Elfenhafte Kleider bestückt mit Pentagrammen waren die Key-Pieces der Kollektion. Ein bisschen an Charmed – den Club der zauberhaften Hexen – erinnerte das Spektakel schon, denn neben mystischen Elementen schwang auch ein großer Hauch Nineties dank Polohemden, ausgefransten Jeanssäumen und Spitzensöckchen mit.

 

Simone Rocha

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Fotos via vogue.com

Simone Rocha gibt dem Off-Shoulder-Trend eine ganz neue Bedeutung. Anstelle von nackter Schultern, die nur bei den weißen Unschuldskleidern aus aufwendiger Spitze vorkamen, sahen wir vor allem Mäntel und Blazer, die lässig nur auf einer Seite getragen wurden. Wie praktisch das Ganze dann im Alltag ist, wird sich herausstellen. So viel sei schon mal gesagt: Ein Glück, dass wir zum Smartphone-Bedienen eh nur eine Hand brauchen.

 

J.W. Anderson

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Fotos via vogue.com

Eines muss man J.W. Anderson lassen, er hat keine Angst vor Mix and Match. Denn bei seinen Entwürfen für den nächsten Sommer traf aufeinander, was im echten Leben so niemals möglich wäre: Tudor-Silhouetten mit hohen Krägen und geschnürten Details, Print-Sweatshirts, die an die berühmten Wolfprints aus den 90er-Jahren erinnern und drapierte Bustierkleider aus dem Hier und Jetzt. Was die sechs Ehefrauen von Henry VIII. wohl dazu gesagt hätten? Amazing!

 

Burberry Winter 2016/17

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Fotos: PR

Burberry at its best! Christopher Bailey bewies einmal mehr, warum er der Gott der Trenchcoats ist. Neben Military-Jacken und Mänteln waren die Seidenentwürfe, die als Allover-Ensemble oder vorzugsweise auch als Kleid oder Mantel gezeigt wurden, der Höhepunkt der Show. Wenn wir so einen tollen Pyjama und dazu noch eine Uniform-Jacke bekommen, überlegen wir doch glatt, ob wir nicht auch der Marine beitreten.

Die gezeigte Kollektion war übrigens, ganz nach Baileys neuer Markenphilosophie, eine See-now-buy-now-Kollektion, mehr darüber erfahrt ihr hier. Heißt für uns: Nichts mit sparen, es kann jetzt und sofort auf Mytheresa geshoppt werden. Ob das den Modezyklus revolutioniert? Wird sich mit den ersten Abverkaufszahlen zeigen…

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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3 Antworten auf „#LFW SS 2017 Highlights: J.W. Anderson, Erdem, Mulberry, Burberry uvm.“

Was die Hoelle tun uns die Designer an? Untragbar…zeigt uns doch endlich wieder
was chices und tragbares.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.