#LFW FW 2017 Highlights: Temperley, J.W.Anderson, Joseph, Burberry uvm.

Heute endet die London Fashion Week. Wir haben für euch unsere Highlight-Looks der Kollektionen gesammelt

Die Stadt London spaltet sich: Nicht nur in Brexit-Anhänger und -Gegner, sondern auch in Sachen Mode. Einerseits können die Briten sich anscheinend nicht von ihrer romantischen Insel-Vergangenheit mit Schlössern, Prinzessinnen (die sie ja immer noch haben) und königlichen Roben verabschieden, andererseits wird die Mode bei manchen Designern tragbarer denn je (siehe Burberry). Auf jeden Fall ist auf die Modemetropole Verlass: egal ob besticktes Traumkleid oder moderner 2000er-Gedächtnislook, Notting Hill oder Soho, Baked Beans oder Poached Eggs – in London wird jeder fündig!

3 of the best – Unsere Highlight Kollektionen

Temperley London

Simone Rocha, Temperley London, Emilia Wickstead. Irgendwie muss das Leben auf dem englischen Land noch eine gewisse Romantik an sich haben, denn die britischen Designer verzaubern uns jede Saison wieder mit femininen Entwürfen, die vor Bestickungen, Rüschen und fabelhaften Details nur so strotzen. Der diesjährige Gewinner des „New-Romantic“-Awards geht eindeutig an Temperley London, die mit folkloristischen Details wie Lederhosen, volkstümlichen Blumen-Bestickungen und meinem persönlichen Highlight Piece – dem pinken glänzenden Seidenkleid – einen Hauch Feenzauber in unseren Alltag streuen.

Burberry

Dieses Jahr wird bei Burberry in die Geschichtsbücher eingehen, denn Christopher Bailey setzt neu an und verleiht dem britischen Traditionshaus ein neues Gesicht – muss er auch, denn der Trenchcoat war ein cooler Klassiker, neu war daran aber schon lange nichts mehr. Bei der neuen Kollektion, die nach Burberrys Firmenphilosophie „See Now Buy Now“ ist und damit die einzige Frühjahr Sommer Kollektion in dieser Auflistung, sah man dementsprechend wenig Mäntel. Stattdessen dominierten Sweatshirts, moderne Layering-Looks mit weißen Blusen und Anzüge den Laufsteg – eine neue Ära im Hause Burberry brach an – die Inspiration für die Looks kam vom britischen Bildhauer Henry Moore, der für seine abstrakten Skultpturen bekannt ist.

Mary Katrantzou

Weiter geht es ins mystische Reich von Robin Hood und Maid Marian – oder auch Maid Mary Katrantzou. Die ist ein echter Vollprofi was Prints und Mixing angeht und lehrt uns auch jetzt wieder, dass ein guter Cocktail von seinen einzelnen Zutaten profitiert: in diesem Fall von einem Hauch Samt, einem Funken Glitzer, einer Prise Karo und einer Messerspitze Flowerpower.

1 of each – Die besten Looks der Designer

Christopher Kane

Metallic, Patchwork, Bunt – Klingt nach ziemlichem Chaos, wird bei Christoper Kane aber zum gelungen Look und beweist, dass glänzende Stoffe eben nicht immer ein tristes Kaufhaus-Dasein fristen müssen.

Erdem

Ihr merkt es, ich merke es, wir sehen es: Mustermix ist DAS Thema der London Fashion Week. Anders als andere Designer setzt Erdem das Element nur am Rock ein und lässt so einen Streifen-Look entstehen. Tolle Optik!

Joseph

Radio an und bitte laut aufdrehen: „Dressed for Success„! Kein Lied passt im Moment besser zu den Laufstegtrends, als der Klassiker von Roxette. Und glaubt mir Freunde, hätte ich gerade ein Vorstellungsgespräch vor mir, ich würde glatt im Allover-Pastellrosa-Suit von Joseph auftreten. Job garantiert!

Emilia Wickstead

Wenn das nicht mal das wortwörtliche Outfit für den Dresscode „Smart Casual“ ist. Obenrum ein kuscheliger Cashmere-Pullover, um den Look zu erden, untenrum ein fabelhafter Paillettenrock – so werden Teile, die sonst nur zu besonderen Anlässen aus dem Kleiderschrank geholt werden, neu zum Leben erweckt. Shop your Stash!

Preen by Thornton Bregazzi

Auch aus der Reihe „Pimp my Dress“ – Für nächsten Winter müssen wir uns nichts neues kaufen, die einen mag das freuen, die anderen nicht. Alles, was man für den Layering-Look von Preen braucht, ist ein Etui- oder Cocktailkleid, einen dicken Strickpullover und roten Lippenstift.

J.W.Anderson

J.W.Anderson überzeugt uns mittlerweile jede Saison mit seinen lässigen Looks. Aus der Riege „Merken-weil-zukünftige-Streetstyle-Looks“ ist auch unser Lieblingsoutfit aus der Fall Winter 2017 Kollektion. Lässige Jerseyhose, Bauchtanz-Gedächtnisgürtel und Layering von Slip-Top inklusive Brusttaschen – das nenne ich mal einen gelungenes Revival der 2000er-Jahre.

Fotos via vogue.com

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.