#LFW: Burberry Womenswear February 2016 Show – und wird jetzt wirklich alles anders?

Diese Show wurde mit besonders großer Spannung erwartet. Immerhin hatte Burberry erst kürzlich verkündet die Zweitlinien einzustellen, nur noch zwei Kollektionen pro Jahr zu zeigen und ausgewählte Entwürfe als Pre-Order-Ware direkt im Anschluss im Onlineshop erhältlich zu machen. (Mehr über „See Now, Buy Now“ in unserem Gesprächsstoff.)

Die Frage war nun: Ist jetzt wirklich alles anders? Und kommen überhaupt noch die Print-Redakteure zur Show, jetzt wo sie als allerletzte über die Kollektionen berichten müssen und damit eigentlich auch gleich zu Hause bleiben könnten?

Neu ist auf jeden Fall der Name: Die Kollektion heißt nicht „Herbst/Winter 2016“, sondern schlicht „Burberry Womenswear February 2016 Show“ bzw. „A Patchwork“. Damit wird sofort klar, um was es geht. Nämlich nicht darum, was in einem halben Jahr Trend ist, sondern jetzt.

Als da wären: Military-Mäntel und Jacken mit übergroßen Krägen, Python- vs. Blumenmuster und Patchwork-Taschen.

Burberry Womenswear February 2016 Show (Fotos: PR)
Burberry Womenswear February 2016 Show (Fotos: PR)

Ein von Burberry (@burberry) gepostetes Video am

Burberry Womenswear February 2016 Show (Fotos: PR)
Burberry Womenswear February 2016 Show (Fotos: PR)

 

1.000 geladene Gäste, darunter Naomi Campbell und Alexa Chung, nahmen an diesem Event teil, das wie immer auch per Livestream und Apple TV übertragen wurde. Best Dressed: Elvis Enkelin Riley Keough.

Riley Keough (Foto: Gareth Cattermole/Getty Images für Burberry)
Riley Keough (Foto: Gareth Cattermole/Getty Images für Burberry)

 

Über den Runway liefen wie angekündigt sowohl Frauen als auch Männer. Eröffnet wurde die Show von dem britischen It-Model Edie Campbell (siehe Header), außerdem durfte Ruth Bell, ihre Kollegin mit den kurzen blonden Haaren, nicht fehlen.

Burberry Womenswear February 2016 Show (Fotos: PR)
Burberry Womenswear February 2016 Show (Fotos: PR)
Mario Testino und Rosie Huntington-Whiteley (Foto: Photo by David M. Benett/Dave Benett/Getty Images for Burberry)
Mario Testino und Rosie Huntington-Whiteley (Foto: David M. Benett/Dave Benett/Getty Images for Burberry)

 

Und warum schmuste sich Rosie Huntington-Whiteley so an ihren Sitznachbarn Mario Testino? Well, die Musik war so schön. Jake Bugg, der neue Bob Dylan aus England, stand samt Gitarre in einem Kegel aus Scheinwerferlicht und spielte „Country Song“ und „On My One“.

 

Musik spielt bei Burberry immer eine wichtige Rolle, das Erbe der britischen Musikszene gehört zur DNA der Marke. Die Inspiration für die Burberry Kollektion Herbst/Winter 2016 sorry, Burberry Womenswear February 2016 Show: Blur und die Britpopper, nicht zu vergessen die Vorliebe der Briten für matschige Festivals à la Glastonbury.

Boho-Kleider vs. Dr. Martens, ein Trainingsanzug aus Pailletten – Christopher Bailey inszeniert beliebte Bestseller mithilfe von Pythonleder, Blümchen und Karos als den neuesten Scheiß – das macht er ziemlich clever.

Sogar der Glitzer-Nagellack der Models ist schon bestellbar! Den Glitzerlook für die Augenpartie à la David Bowie merken wir ebenfalls für die nächste Party:

Burberry Beauty-Look (Foto: PR)
Burberry Beauty-Look (Foto: PR)

Ein von Burberry (@burberry) gepostetes Foto am

 

Bis zum 7. März kann die ausgewählten Teile der Kollektion bestellen und – auch das ist inzwischen ein Markenzeichen von Burberry – personalisieren lassen. Im Onlineshop sieht das Ganze so aus:

Wer in Paris oder London unterwegs ist: Die Kollektion wird bis 27. Februar im Burberry Flagship-Store in der Regent Street und im Pariser Store Rue du Faubourg Saint-Honoré vom 1. bis 8. März als Preview gezeigt.

Mal sehen, ob das Konzept aufgeht – und ob noch mehr Labels nachziehen! Von Francois-Henri Pinault, seines Zeichens CEO bei Kering und damit u.a. Besitzer von Gucci, gab’s schon mal ’ne klare Ansage: „NON!“ Die Marken in seinem Portfolio wollen begehrlich bleiben.

Mehr Bilder von der Burberry-Show und den anwesenden Promis seht ihr in der Galerie:

(Fotos: David M. Benett/Dave Benett/Getty Images für Burberry)

Kommentare

  1. Susanna sagte am

    Ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht. Das einzige, was dabei rumkommt ist die schnellere Verfügbarkeit von Luxusklamotten, und das ja noch immer für ein relativ begrenztes Klientel. Die Leute, die diese Sachen üblicherweise kaufen, warten doch eh nicht bis Zara drei Monate später die Kopie auf den Markt wirft, sondern kaufen so oder so Designerware. Und dass den Designern, deren Ideen dermaßen schnell kopiert werden, die Kunden abhanden kommen würden, glaube ich wohl kaum, der Luxussektor wächst ja stetig.
    Was die Print-Redakteure angeht: haben die nicht auch vorher schon erst viel später über die Kollektionen berichtet? Klar, die reden dann nicht mehr über das was kommt, sondern das was war. Aber wie hoch ist überhaupt noch der Anteil der Kunden, der sich im Print über neue Kollektionen informiert und daraufhin einkauft? Vor allem in diesem Preissegment?? Ich glaube wer da einkauft, der hat generell ein starkes Interesse an Mode und informiert sich sowieso übers Internet. Wäre aber interessant zu erfahren, ob und wie sich das ganze auf die Anzeigen der Labels im Print auswirkt. Die müssen ihre Kampagnen ja quasi vor der Show im Kasten haben, damit die Werbung halbwegs zeitgleich zur Verfügbarkeit der Sachen in den Heften erscheint.

    Mir scheint, dass die Designer dabei durchaus im Hinterkopf haben, die Mode wieder ein bisschen elitärer zu gestalten. Die Kunden mit Geld können sich ja schließlich den neuen heißen Scheiß jetzt wieder vor allen anderen kaufen. Vielleicht auch vor denen, die ein bisschen länger sparen müssen um sich ein Teil zu leisten, das dann schon wieder ausverkauft sein wird.
    Livestream gucken, aber bitte nicht anfassen.

  2. Liebe Susanna, danke für dein Kommentar. Guter Punkt! Allerdings ist ja auch gar nicht die komplette Kollektion erhältlich, sondern nur die Key Pieces. Mal sehen, ob sich das steigern lässt. Ich bin gespannt auf die Entwicklung! LG Alexa

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