Labelwatch: Off-White c/o Virgil Abloh

Kaum ein Label wird gerade so hoch gehandelt wie Off-White. Colette, Net-a-porter, Luisaviaroma, Mytheresa oder Stylebop: Alle Onlineshops reißen sich um die Patchworkjeans, Sweatshirts und Trackpants.

Hinter Off-White steht der Amerikaner Virgil Abloh, der seit 2002 als Creative Director für Kanye West arbeitet. Ähnlich wie bei Vetements sind das Aushängeschild der Kollektion bedruckte T-Shirts und Sweater. Aber während das Vetements DHL-T-Shirt nur ein kurzer Streetstyle-Flirt war, empfehlen sich die Off-White Entwürfe aufgrund ihrer Qualität als zeitlose und tragbare Sammlerstücke.

Neben den schwarz-weißen Prints fallen die extraordinären Schnitttechniken ins Auge, die Sweatshirts aus der Athleisure-Ecke herausholen und ihnen modische Aussagekraft verleihen: Überkreuzte Rückenpassen, Cut-outs, Oberteile mit überlangen Ärmeln, eingesetzte Plissees oder Volants aus Camouflage wirken ebenso lässig wie skulptural.

Immerhin studierte Virgil Abloh in seiner Heimatstadt Chicago nicht Modedesign, sondern Architektur. Deshalb denkt er nicht nur in Klamotten – er will ein komplettes Lebensgefühl kreieren.

Off-White Spring/Summer 2016 (Foto: Off-White)
Off-White Spring/Summer 2016 (Foto: Off-White)
Off-White Pre-Fall 2016 (Foto: Off-White)
Off-White Pre-Fall 2016 (Foto: Off-White)
Off-White Resort 2017 (Foto: Off-White)
Off-White Resort 2017 (Foto: Off-White)

 

Nennen wir es „Streetwear meets Luxury“, denn anders als die großen Sportmarken verwendet Abloh für seine College-Jacken, Hoodies, und Baggy Pants feinste Stöffchen aus Japan oder Italien, wobei die Produktion von Off-White in Mailand stattfindet.

Die Verbindung dieser beiden Gegensätze macht den Erfolg Off-White aus und gibt Virgil Abloh und seiner Vision des „High-Low-Mix“ recht. In den Hochglanz-Editorials wimmelt es Off-White:

@Off____White™ in editorial c/o @VogueGermany

Ein von @virgilabloh gepostetes Foto am

Ein von @virgilabloh gepostetes Foto am

Ein von @virgilabloh gepostetes Foto am

 

Und so sieht Off-White im Alltag aus (danke für die Inspiration, Miriam Amro!):

 

Seine Karriere als Modedesigner begann Virgil Abloh übrigens mit einem Praktikum bei Fendi, 2013 gründete er sein erstes Label Pyrex Vision, zu dessen Fans Kayne West, A$AP Rocky und Jay Z zählten und mit großer Begeisterung die 500-US-Dollar teuren Vintage-Karoshirts von Ralph Lauren trugen, auf dessen Rückseite die Zahl 23 gedruckt war. Insider wissen: Die 23 war die Trikotnummer von Michael Jordan bei den Chicago Bulls.

Für sein zweites Label Off-White gab Virgil Abloh in Sachen Design mehr Gas und wurde 2015 neben Jacquemus und Baja East für den LVMH Prize nominiert.

Zu seinen Vorbildern zählt Raf Simons, dessen Entwürfe er sammelt und in seinem Archiv über 80 Teile des belgischen Minimalisten hortet. „Für mich sind sie Kunstwerke“, erklärt Virgil Abloh. In ein paar Jahren wird man das vielleicht auch über seine Sachen sagen.

Die Highlights aus den Onlineshops seht ihr hier:

(Fotos im Header: Off-White)

Kommentare

  1. Oh wow, die Jeans finde ich besonders toll! Ich liebe die Editorials! Die Labels muss ich mir auf jeden Fall merken!

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag ?

    Liebe Grüße
    Monique

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